Konjunkturprognose 2024: Deutsche Wirtschaft erholt sich nur langsam – Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken sieht begrenzte Impulse durch Fußball-Europameisterschaft

Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken rechnet für 2024 mit einem nur moderaten Wachstum der deutschen Wirtschaft von 0,3 Prozent, getrieben vor allem von soliden Konsumausgaben bei gleichzeitig hohen Zinsen und geopolitischen Unsicherheiten. Die Fußball-Europameisterschaft 2024 liefert zwar kurzfristig zusätzliche Impulse und hebt das BIP in Q2 und Q3 um jeweils 0,1 Prozentpunkte, ihr gesamtwirtschaftlicher Effekt bleibt jedoch überschaubar. Investitionen und Außenhandel werden weiterhin gebremst, weshalb ein deutlicher Aufschwung erst für 2025 erwartet wird, wenn das Wachstum laut BVR-Prognose auf 1,3 Prozent steigt. Eine klare wirtschaftspolitische Ausrichtung der Bundesregierung gilt als entscheidend, um Unsicherheiten zu reduzieren und das Investitionsklima zu stärken.
Modernes blau beleuchtetes News-Studio mit runden LED-Podesten und großem Bildschirm mit Schriftzug ‚Verbands‑Monitor eins zu eins‘.

Inhaltsverzeichnis

Über uns:
Seit über 20 Jahren sind wir im Bereich Marketing und Kommunikation tätig und unterstützen Verbände, Organisationen und Institutionen mit fundierter Praxis- und Branchenexpertise. Unsere Arbeit wird durchweg positiv bewertet – unter anderem auf Trustpilot, ProvenExpert und in Google Bewertungen.

Unterstütze unsere Arbeit mit deiner Bewertung.
Große Konzerne kaufen Reichweite, wir setzen auf echte Leser. Deine positive Bewertung signalisiert dem Algorithmus Relevanz, stärkt unsere Sichtbarkeit und hilft, unabhängige Inhalte sichtbar zu halten.

Scanne den QR-Code oder klicke auf den Link. Du wirst direkt zu Google weitergeleitet.

Weitere Themen die Sie interessieren könnten: | | |

– BVR prognostiziert moderate Erholung; EM-Schub begrenzt, +0,1 Prozentpunkte BIP-Q2 und Q3
– 2024er BIP-Wachstum prognostiziert nur 0,3 Prozent, gebremst durch hohe Zinsen und Unsicherheit
– Für 2025 erwartet BVR 1,3 Prozent BIP-Wachstum; Inflation sinkt auf 2,2 Prozent

Wirtschaftliche Impulse der Fußball-EM und Konjunkturaussichten 2024

Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) prognostiziert für 2024 eine moderate Erholung der deutschen Wirtschaft mit leicht positiven Effekten durch die laufende Fußball-Europameisterschaft. Expansive Impulse gehen derzeit auch von der Fußball-Europameisterschaft aus. Deren gesamtwirtschaftliche Effekte werden aber voraussichtlich überschaubar bleiben, auch weil die durch das Sportereignis ausgelösten Verbraucherausgaben – beispielsweise für Hotelübernachtungen und Fanartikel – teilweise reduzierten Konsum in anderen Bereichen nach sich ziehen dürften, so Dr. Andreas Bley, Chefvolkswirt des BVR.

Für das zweite und dritte Quartal 2024 erwartet der Verband jeweils ein um 0,1 Prozentpunkte höheres Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) als ohne das Sportereignis. Dennoch bleiben die Gesamtaussichten für das Jahr eher gedämpft: Trotz einer robusten Arbeitsmarktlage, kräftiger Lohnsteigerungen und einem nachlassenden Preisauftrieb, die den Privatkonsum ankurbeln könnten, sieht der BVR kaum über eine Stagnation hinausgehende Wirtschaftsleistungen.

Hohe Zinsen und Unsicherheiten bremsen insbesondere den Außenhandel und Investitionen. Bei der Konjunktur läuft der Ball noch nicht rund, konstatiert Bley. Die schwierigen Rahmenbedingungen wirken sich vor allem auf Investitionen hemmend aus. Vor diesem Hintergrund fordert der BVR die Bundesregierung auf, durch klare wirtschaftspolitische Signale und eine schnelle Einigung im Streit um den Bundeshaushalt 2025 Unsicherheiten zu verringern und so den Investitionsstandort Deutschland zu stärken.

Diese Maßnahmen könnten das Vertrauen in den Standort nachhaltig festigen und damit langfristig zum Wohlstand aller beitragen. Die BVR-Prognose sieht für 2024 ein preisbereinigtes BIP-Wachstum von lediglich 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr vor, für 2025 rechnen die Experten mit einer Steigerung von 1,3 Prozent. Parallel dazu soll die Inflationsrate von durchschnittlich 2,4 Prozent im Jahr 2024 auf 2,2 Prozent im Jahr 2025 sinken.

Bremser, Treiber und Perspektiven: Was die aktuelle Lage für die deutsche Wirtschaft bedeutet

Die deutsche Wirtschaft steht derzeit vor erheblichen Herausforderungen, die das Wachstum spürbar ausbremsen. Aanhaltend hohe Zinsen erschweren Kredite und Investitionen, was wiederum Unternehmen und Verbraucher belastet. Hinzu kommen geopolitische Unsicherheiten, die insbesondere Handelsbeziehungen und Lieferketten beeinträchtigen. Diese Faktoren führen zu einer spürbaren Zurückhaltung bei Investitionen, die für eine dynamische Wirtschaftsentwicklung jedoch unerlässlich sind. In dieser komplexen Lage gewinnt die Rolle eines handlungsfähigen Bundeshaushalts und wirtschaftspolitischer Zuverlässigkeit für Unternehmen und Bürger eine besondere Bedeutung. Klarheit und verlässliche Signale schaffen Vertrauen, das gerade in unsicheren Zeiten dringend gebraucht wird. Ohne dieses Fundament drohen kurzfristige Investitionen und Konsum zurückzugehen, was die konjunkturelle Erholung weiterhin verzögern könnte.

Wirtschaftspolitik und Vertrauen: Warum Klarheit so wichtig ist

Zuverlässige wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen sind das Rückgrat für Wachstum und Innovation. Unternehmen benötigen Planbarkeit bei Steuer-, Finanz- und Investitionsentscheidungen, um langfristig Handlungsfähig zu bleiben. Ebenso sind Verbraucher auf stabile wirtschaftliche Aussichten angewiesen, um Vertrauen in ihre finanzielle Zukunft und ihre Kaufkraft zu entwickeln. Die gegenwärtige Situation zeigt, dass Unsicherheiten und unklare Signalwirkungen zu Verzögerungen bei wesentlichen Entscheidungen führen – von Innovationen bis hin zu Neubauten oder Neueinstellungen.

Die Rolle von Großereignissen in schwacher Konjunktur

Sport-Großereignisse wie die Fußball-Europameisterschaft können kurzfristig den Konsum ankurbeln. Menschen geben in solchen Phasen oft mehr für Veranstaltungen, Fanartikel oder Gastronomie aus. Diese Impulse sind jedoch meist zeitlich begrenzt und wirken sich selten nachhaltig auf die gesamte Volkswirtschaft aus. Langfristig bleibt das grundlegende Wachstum auf breiter Basis entscheidend.

Im Vergleich zu historischen Wachstumszeiten fällt auf, dass die deutsche Wirtschaft aktuell von weit weniger dynamischen Impulsen getragen wird als in vergangenen, boomenden Phasen. Dabei liegt auch ein Blick auf europäische Nachbarländer nahe, die teilweise durch andere wirtschaftspolitische Modelle oder Ressourcen agiler auf die aktuellen Herausforderungen reagieren.

Die wichtigsten Bremser für das Wachstum sind damit vor allem:

  • Hohe Zinsen als Hemmschuh für Investitionen und Konsum
  • Geopolitische Risiken und globale Unsicherheiten
  • Zurückhaltende Investitionstätigkeit in Unternehmen

Gleichzeitig bieten sich Chancen, etwa durch gezielte wirtschaftspolitische Impulse und die Nutzung von Innovationen, um neue Wachstumspfade zu erschließen. Doch die Grundlage dafür bleibt klar: Eine verlässliche, handlungsfähige Politik, die Orientierung gibt und Vertrauen stiftet – denn ohne diese Voraussetzungen bleibt die Erholung gebremst.

Original-Content von: BVR Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken


Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
BVR-Konjunkturprognose: Wachstum 2024 bei 0,3 Prozent; positive Impulse der Fußball-EM

Original-Content übermittelt durch news aktuell.

NACHRICHTEN ZUM THEMA
Weitere aktuelle Themen aus anderen Kategorien

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bild von Über das Autor:innen-Netzwerk von verbandsbuero.de

Über das Autor:innen-Netzwerk von verbandsbuero.de

Die Beiträge auf verbandsbuero.de entstehen in einem redaktionellen Netzwerk aus festangestellten und freien Redakteurinnen und Redakteuren mit langjähriger Erfahrung in Marketing, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Unser Team ist seit vielen Jahren eng in der Vereins- und Verbandswelt vernetzt und arbeitet kontinuierlich mit Organisationen, Verbänden und Institutionen aus unterschiedlichen Bereichen zusammen.

Viele Inhalte werden gemeinschaftlich recherchiert, geschrieben und redaktionell überarbeitet. Dieses kollaborative Vorgehen stellt sicher, dass fachliche Tiefe, Praxisnähe und unterschiedliche Perspektiven in jeden Beitrag einfließen. Aus diesem Grund veröffentlichen wir unsere Inhalte bewusst als Netzwerk-Arbeit und nicht immer unter dem Namen einzelner Autor:innen.

Die redaktionelle Verantwortung liegt beim Netzwerk von verbandsbuero.de. Alle Beiträge basieren auf fundierter Praxiserfahrung, aktuellem Fachwissen und einem klaren Fokus auf die Anforderungen von Vereinen, Verbänden und Non-Profit-Organisationen.

Alle Beiträge