Volkshochschulen fördern politische und kulturelle Teilhabe

Bonn (ots) – In den Sommerferien verwandeln sich Volkshochschulen in vielfältige Lernwelten, in denen Kinder und Jugendliche nicht nur Spaß haben, sondern auch wichtige Kompetenzen für die Teilhabe an Politik, Kultur und Gesellschaft erlernen. Ob bei der Erkundung der Stadtnatur, politischen Planspielen oder künstlerischen Projekten zur europäischen Kulturvielfalt: Die "junge vhs" bietet ein breites Programm, das junge Menschen in ihrer Entwicklung unterstützt. Mit Programmen wie dem talentCAMPus und politischer Jugendbildung setzen die Volkshochschulen bundesweit Akzente, indem sie neue Perspektiven aufzeigen und Selbstbewusstsein stärken. Trotz dieser bedeutenden Arbeit drohen nun finanzielle Einschnitte – eine Sorge, die der Deutsche Volkshochschul-Verband eindringlich an die Politik richtet.

die Szene zeigt Texte wie "Promoting and" und "Community Colleges".  
Aus der Perspektive von unten blickt der Blick nach oben, Zweck ist Teilhabe an Politik und Kultur zu fördern.

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Bremen (VBR).Zukunftsmacher: Volkshochschulen fördern Kinder und Jugendliche in den Sommerferien

In Zeiten, in denen die Stimmen junger Menschen oft im politischen und gesellschaftlichen Geschehen untergehen, setzen die deutschen Volkshochschulen ein starkes Zeichen. Mit einem facettenreichen Sommerferienprogramm geben sie Kindern und Jugendlichen nicht nur die Möglichkeit, Spaß am Lernen zu erfahren, sondern auch ihre gesellschaftliche Teilhabe zu stärken.

Vielfältige Lernangebote in der „jungen vhs“

Unter dem Label „junge vhs“ offerieren die Volkshochschulen das ganze Jahr über zahlreiche Kurse und Workshops speziell für junge Leute. Bereits im vergangenen Jahr wurden bundesweit rund 27.000 Veranstaltungen durchgeführt. Diese Kurse decken gerade jene Themen ab, die in regulären Schulstunden oft zu kurz kommen – wie kulturelle Bildung, Persönlichkeitsentwicklung, politische Teilhabe und Extremismusprävention.

Leuchtturmprojekt talentCAMPus

Ein herausragendes Beispiel ist das seit 2013 etablierte Ferienbildungsprogramm talentCAMPus. Jährlich nehmen etwa 12.000 Kinder und Jugendliche an diesen Projekten teil, welche spielerisches Lernen mit kulturellen Aktivitäten kombinieren. Von Kiel bis Garmisch werden dabei neue Erfahrungsfelder und Perspektiven erschlossen, insbesondere für jene, die in Risikolagen aufwachsen. In den Projekten wird gemeinschaftlich gemalt, gefilmt, diskutiert und gebastelt. Die Ergebnisse können die jungen Talente am Ende vor ausgewähltem Publikum präsentieren, darunter häufig auch lokale politische Entscheidungsträger. Diese Bühne gibt den Jugendlichen Selbstbewusstsein und zeigt ihnen, dass ihre Ideen und Meinungen zählen.

Politische Bildung durch kreative Formate

Neben kultureller Bildung legen die Volkshochschulen auch auf politische Jugendbildung großen Wert. Insbesondere Krisen wie die Corona-Pandemie, der Ukraine-Krieg oder der Klimawandel beschäftigen viele junge Menschen, wie die SINUS-Jugendstudie 2024 belegt. Mit kreativen Formaten wie Planspielen und Escape-Rooms schaffen Volkshochschulen Raum für Jugendliche, um sich mit solchen brisanten Themen auseinanderzusetzen und eigene Standpunkte zu entwickeln.

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Bundesförderung als Grundsäule

Die erfolgreiche Umsetzung dieser vielfältigen Bildungsangebote ist maßgeblich von Bundesförderprogrammen wie „Kultur macht stark“ und dem Kinder- und Jugendplan des Bundes abhängig. Julia von Westerholt, Verbandsdirektorin des Deutschen Volkshochschul-Verbandes (DVV), betont die Bedeutung dieser Förderungen: „Durch unsere vom Bund geförderten Projekte talentCAMPus und Politische Jugendbildung können wir als Dachverband die Volkshochschulen dabei unterstützen, Angebote der kulturellen und politischen Jugendbildung zu entwickeln und umzusetzen: Wir investieren damit auch in die Zukunft unserer Gesellschaft.“ Sie äußert jedoch Sorge, dass diese Programme aufgrund von Haushaltskürzungen gefährdet sein könnten und fordert, dass die Politik den Wert solcher Initiativen anerkennt und sie vor Sparmaßnahmen schützt.

Die Breite und Tiefe der Angebote der Volkshochschulen zeigen eindrucksvoll, wie wichtig es ist, jungen Menschen Gehör und Möglichkeiten zur aktiven Teilnahme in unserer Gesellschaft zu geben. Dank dieser Programme lernen Kinder und Jugendliche nicht nur, sondern wachsen auch als starke, selbstbewusste Mitglieder unserer Gemeinschaft heran.

Zukunft in Gefahr: Wie Kürzungen bei der Jugendbildung unsere Gesellschaft prägen könnten

In einer Welt, die zunehmend von Unsicherheiten und Krisen beherrscht wird, sind die Stimmen der jungen Generation oft jene, die in der Kakophonie der politischen und gesellschaftlichen Debatten untergehen. Gerade deshalb setzen die deutschen Volkshochschulen mit ihrem umfangreichen Sommerferienprogramm unter dem Label „junge vhs“ einen wichtigen Kontrapunkt. Hier erhalten Kinder und Jugendliche nicht nur die Möglichkeit, jenseits des regulären Schulunterrichts zu lernen, sondern auch ihre gesellschaftliche Teilhabe zu stärken.

Von kultureller Bildung bis politische Bildung

Nicht erst seit der Corona-Pandemie sind die Themen, die junge Menschen bewegen, vielfältig und oft komplex. Sie reichen von Klimawandel über soziale Gerechtigkeit bis hin zu politischen Krisen wie dem Ukraine-Krieg. Mit kreativen Formaten wie Planspielen und Escape-Rooms bieten die Volkshochschulen eine wertvolle Plattform, auf der Jugendliche diese brisanten Themen diskutieren und ihren eigenen Standpunkt entwickeln können. Dies zeigt, wie essentiell die politische Bildung in diesen Einrichtungen ist, gerade in Zeiten von Fake News und zunehmender Polarisierung.

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Nachhaltige Förderung durch Bundesprogramme

Hinter den Kulissen dieser erfolgreichen Bildungsangebote stehen maßgeblich Bundesförderprogramme wie „Kultur macht stark“ und der Kinder- und Jugendplan des Bundes. Sie ermöglichen es den Volkshochschulen, innovative Bildungsprojekte zu entwickeln und umzusetzen. Doch diese Fördermittel sind nicht selbstverständlich. Julia von Westerholt, Verbandsdirektorin des Deutschen Volkshochschul-Verbandes (DVV), warnt vor den möglichen Konsequenzen von Haushaltskürzungen, die die Zukunft dieser Programme bedrohen könnten. Eine solche finanzielle Unsicherheit trifft vor allem jene Kinder und Jugendlichen, die bereits in Risikolagen aufwachsen und auf diese Bildungsangebote besonders angewiesen sind.

Die Bedeutung von Projekten wie talentCAMPus

Ein herausragendes Beispiel für die erfolgreiche Bildungsarbeit der Volkshochschulen ist das talentCAMPus-Programm. Seit 2013 bietet es Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, sich spielerisch und kreativ weiterzuentwickeln. Das Projekt hat inzwischen bundesweit Resonanz gefunden, mit jährlichen Teilnehmerzahlen von rund 12.000 Jugendlichen. Besonders für jene, die in schwierigen sozialen Verhältnissen leben, sind solche Projekte oft eine der wenigen Chancen, ihre Horizonte zu erweitern und neue Fähigkeiten zu entwickeln.

Globale Vorbilder und vergleichbare Initiativen

Blicken wir über die Landesgrenzen hinaus, zeigt sich, dass es weltweit ähnliche Bildungsinitiativen gibt. Programme wie der amerikanische „Upward Bound“, das britische „National Citizen Service“ oder das kanadische „Katimavik“ verfolgen ebenfalls das Ziel, junge Menschen in ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Entwicklung zu unterstützen. Diese internationalen Beispiele verdeutlichen, dass Jugendbildung ein globales Anliegen ist, das durch breit angelegte Fördermaßnahmen gestützt werden muss.

Prognosen und mögliche Entwicklungen

Sollten die geplanten Haushaltskürzungen tatsächlich umgesetzt werden, könnte dies weitreichende Konsequenzen für die Zukunft der deutschen Jugendbildung haben. Die Reduktion von Fördermitteln würde nicht nur bestehende Angebote gefährden, sondern auch die Entwicklung neuer, innovativer Programme verhindern. Es besteht die Gefahr, dass besonders benachteiligte Jugendliche weiter ins Abseits gedrängt werden. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Politik und Gesellschaft den hohen Wert dieser Bildungsinitiativen erkennen und entsprechend handeln.

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Deutschland steht an einem Scheideweg: Die kommenden Entscheidungen werden nicht nur die Bildungslandschaft, sondern auch die zukünftige gesellschaftliche Teilhabe der jungen Generation prägen. Das Engagement der Volkshochschulen zeigt eindrucksvoll, welche positiven Entwicklungen durch gezielte Förderung möglich sind. Es liegt nun an uns allen, dafür zu sorgen, dass diese wichtigen Programme auch weiterhin Bestand haben und ausgebaut werden können.


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Volkshochschulen stärken Kinder und Jugendliche / Kulturelle und politische Teilhabe …

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10 Kommentare

  1. Das ist echt wichtig, dass die Jugendlichen eine Chance kriegen, ihre Meinungen zu äußern. Das fehlt oft in der Schule.

  2. Wenn die Fördergelder gekürzt werden, könnte das viele treffen. Gerade die, die es nötig haben, wie die Autoren sagen.

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