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Volksabstimmung: Füchse schützen statt jagen

Berlin (ots) – „Fuchsjagd beenden! Dieses Hobby schafft Leid und keinen Artenschutz.“ Mit dieser klaren Forderung möchte Wildtierschutz Deutschland e.V. bei der dritten bundesweiten Volksabstimmung im Herbst die Stimmen der Bürger gewinnen. Dieser Tierschutzvorschlag, der in der Vorauswahl von 171 Einreichungen den ersten Platz belegte, zielt darauf ab, das Leben von jährlich über 400.000 Füchsen zu schützen. Die Initiative ruft dazu auf, sich jetzt zur Teilnahme an der Abstimmung anzumelden und ein klares Zeichen gegen die sinnlose Jagd zu setzen.

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Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR).

Fuchsjagd: Eine grausame Praxis, die mehr Leid als Nutzen bringt

Berlin – "Fuchsjagd beenden! Dieses Hobby schafft Leid und keinen Artenschutz." So lautet der Titel eines Vorschlags von Wildtierschutz Deutschland e.V., der im Herbst bei der dritten bundesweiten Volksabstimmung zur Abstimmung steht. Mit überwältigender Unterstützung schaffte es das Tier- und Naturschutzthema in der Vorauswahl von 171 Vorschlägen auf Platz 1. Mehr als 344.000 Menschen haben sich in den letzten Jahren an dieser von der Initiative Abstimmung21 e.V. organisierten Abstimmung beteiligt.

Füchse sind hochintelligente und soziale Tiere, die eine entscheidende Rolle in unserem Ökosystem spielen. Sie fressen Mäuse, Ratten und Aas, was zur Regulierung dieser Populationen beiträgt. Doch jährlich kostet die Freizeitbeschäftigung Fuchsjagd über 400.000 Füchsen das Leben – und das ohne ökologischen Nutzen. Trotz der intensiven und oftmals grausamen Jagdmethoden hat sich die Situation vieler Tierarten auf den Roten Listen weiter verschlechtert. Vom Rückgang betroffen sind nicht nur jagdbare Arten wie Feldhasen und Rebhühner, sondern auch Vogelarten wie der Kiebitz.

Die Gründe für diesen alarmierenden Rückgang liegen woanders: Lebensraumverlust durch Flächenversiegelung und Monokulturen in der Landwirtschaft sowie das dramatische Insektensterben durch den Einsatz von Insektiziden und Herbiziden. Diese Probleme müssen mit wirksamen Agrarkonzepten angegangen werden. Die Jagd auf Füchse erweist sich dabei als nutzlos und schafft lediglich neues Tierleid.

In der Jagdsaison 2022/23 endeten 408.926 Füchse auf der Strecke. Besonders grausam ist die Jagd während der Paarungszeit von November bis Februar. Wettbewerbe, bei denen die meisten getöteten Füchse und der dickste erlegte Fuchskopf prämiert werden, sind ethisch fragwürdig. Auch junge Füchse werden nicht verschont – sobald sie aus dem Bau kommen, dürfen sie gefangen und erschossen werden. Das Bundesjagdgesetz verbietet zwar die Bejagung elterlicher Tiere während der Jungenaufzucht, doch die Praxis zeigt ein anderes Bild.

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Fuchsjagd leistet keinen Beitrag zum Artenschutz. Füchse werden weder für den Verzehr gebraucht, noch gibt es vertretbare Gründe für die Nutzung ihres Pelzes. Studien belegen, dass das Töten von Füchsen eher zu erhöhten Geburtenraten und Zuwanderung führt, was die Bestände mittelfristig stabil hält. Deutsche Nationalparks, der Kanton Genf und Luxemburg kommen bereits seit Jahren ohne Freizeitjagd auf Füchse aus – ohne negative Auswirkungen auf Populationszahlen oder Gesundheit.

Die Fuchsjagd bleibt ein Freizeitvergnügen, das mit modernen Tierschutzvorstellungen kaum vereinbar ist. Social Media Plattformen zementieren dies, indem Jäger stolz Erlegerfotos teilen, um Aufmerksamkeit und Anerkennung für das Töten der Tiere zu erhalten. Dieser Wettbewerb um Likes dämpft jedoch keineswegs die Kritik an dieser blutigen Praxis.

Zur Paarungszeit im Winter werden viele trächtige oder führende Füchsinnen getötet, was unweigerlich zu mehr Tierleid führt. Trotz anderslautender Behauptungen kommen die Welpen teilweise schon ab Januar zur Welt, also lange vor der Schonzeit.

Eine ganzjährige Schonzeit für Füchse ist daher dringend erforderlich. Die Fuchsjagd trägt nicht zur Regulierung oder Verringerung des Fuchsbestands bei und schützt bedrohte Arten nicht effizient. Nötig sind vielmehr eine ökologisch verträgliche Landwirtschaft und ausreichende Schutzgebiete. Für die Behauptung, dass die Fuchsjagd Artenschutz betreibt, fehlen wissenschaftlich belastbare Beweise. Es ist Zeit, den Schritt in Richtung einer ganzjährigen Schonzeit für Füchse auch hierzulande zu gehen, wie es der Kanton Genf und Luxemburg bereits erfolgreich vormachen.


Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
“Fuchsjagd beenden” auf dem Stimmzettel zur dritten bundesweiten Volksabstimmung

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Original-Content übermittelt durch news aktuell.

Zitierte Personen und Organisationen

  • Personen:

    • René Schleichardt
    • Lovis Kauertz
  • Organisationen:

    • Wildtierschutz Deutschland e.V.
    • Abstimmung21 e.V.
    • Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht e.V. (DJGT)
  • Institutionen:

    • Bundesjagdgesetz
  • Unternehmen:

    • Keine spezifischen Unternehmen genannt
  • Weitere Erwähnungen:
    • Nationalparks in Deutschland
    • Kanton Genf
    • Luxemburg

Meldung einfach erklärt

Datum: 04.07.2024 – 11:51

Organisation: Wildtierschutz Deutschland e.V.

Ort: Berlin

1. Was ist der Vorschlag?
– Der Vorschlag von Wildtierschutz Deutschland lautet: “Fuchsjagd beenden! Dieses Hobby schafft Leid und keinen Artenschutz.”
– Dieser Vorschlag wird im Herbst auf dem Wahlzettel bei der dritten bundesweiten Volksabstimmung stehen.
– Über 344.000 Menschen haben an früheren Abstimmungen teilgenommen.

2. Warum sind Füchse wichtig?
– Füchse sind soziale und intelligente Tiere.
– Sie tragen zur Gesundheit des Ökosystems bei, indem sie Mäuse, Ratten und Aas fressen.
– Füchse jagen vor allem schwache Tiere, wodurch hauptsächlich gesunde und starke Tiere überleben.

3. Warum macht die Fuchsjagd keinen Sinn?
– Jährlich sterben durch die Fuchsjagd etwa 400.000 Füchse.
– Trotz intensiver Jagd hat sich die Situation vieler gefährdeter Tierarten nicht verbessert.
– Hauptgründe für den Rückgang von Tierarten sind Lebensraumverlust, Monokulturen in der Landwirtschaft und das Insektensterben.
– Die Fuchsjagd hilft nicht, diese Probleme zu lösen.

4. Was passiert bei der Fuchsjagd?
– In der Jagdsaison 2022/23 wurden 408.926 Füchse getötet.
– Viele Füchse werden während ihrer Paarungszeit zwischen November und Februar geschossen.
– In einigen Bundesländern dürfen Jungfüchse mit Drahtgitterfallen gefangen und erschossen werden.
– Die Jagd auf Elternfüchse ist verboten, solange ihre Jungen noch abhängig sind.

5. Hilft die Fuchsjagd beim Artenschutz?
– Füchse werden weder gegessen noch gibt es ethische Gründe, ihren Pelz zu nutzen.
– Füchse sind nicht verantwortlich für den Rückgang von Feldhasen, Rebhühnern oder Fasanen.
– Der Gesetzgeber verlässt sich weitgehend auf unbelegte Behauptungen aus der Jägerschaft.

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6. Gibt es Beispiele ohne Fuchsjagd?
– In deutschen Nationalparks, im Kanton Genf (seit 1970) und in Luxemburg (seit 2015) gibt es keine Freizeitjagd auf Füchse.
– Trotz fehlender Bejagung nehmen die Fuchsbestände dort nicht zu.
– Es gibt auch keine verstärkten Fuchskrankheiten wie Räude oder Staupe.

7. Ist Fuchsjagd ein Freizeitsport?
– Viele Aspekte der Fuchsjagd passen nicht zum modernen Tierschutz.
– Tiere werden oft nur zum Spaß gejagt.
– Auf Social Media werden Fotos von getöteten Füchsen veröffentlicht, um Anerkennung zu erhalten.
– Die Jagd führt nicht zu einer dauerhaften Reduktion der Fuchsbestände.

8. Warum brauchen Füchse eine ganzjährige Schonzeit?
– Fuchsjagd führt nicht zu weniger Füchsen und schützt auch nicht bedrohte Arten.
– Es braucht ökologisch verträgliche Landwirtschaft und mehr Schutzgebiete.
– Andere Regionen zeigen, dass Fuchsjagd unnötig ist.
– Für einen Beitrag zum Artenschutz sollten wir Füchse das ganze Jahr über schützen.

Weitere Informationen:
wildtierschutz-deutschland.de/volksabstimmung
wildtierschutz-deutschland.de/single-post/fuchsjagd-beenden-volksabstimmung

Über Wildtierschutz Deutschland e.V.:
– Gegründet 2011.
– Setzt sich für Wildtiere und deren Lebensräume in Deutschland ein.
– Unterstützt Wildtierstationen bei der Aufnahme, Versorgung und Auswilderung von in Not geratenen Wildtieren.
– Mitbegründer des aktionsbuendnis-fuchs.de.
– Mitglied der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht e.V. (DJGT).

Pressekontakt:
Lovis Kauertz | Wildtierschutz Deutschland e.V.
Telefon: 0177 72 300 86 | E-Mail: lk@wildtierschutz-deutschland.de
Web: www.wildtierschutz-deutschland.de
Facebook: www.facebook.com/wildtierschutz
Instagram: wildtierschutzdeutschland

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"Fuchsjagd beenden" auf dem Stimmzettel zur dritten bundesweiten Volksabstimmung

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