Verbandstag 2021: Genossenschaften trotzen Corona und liegen weiterhin im Trend

Verbandsnachrichten Meldung aus den Vereinen und Verbänden

Dr. Peter Hanker für weitere vier Jahre als Verbandsratsvorsitzender des Genossenschaftsverbandes – Verband der Regionen e.V. bestätigt

Durch Leistung überzeugen, durch Zusammenhalt den Herausforderungen begegnen: Der Genossenschaftsverband – Verband der Regionen e. V. und seine Mitgliedsgenossenschaften trotzten auch 2020 den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Trotz der anhaltenden Pandemie stehen der Verband und seine Mitgliedsgenossenschaften wirtschaftlich stabil da. Die genossenschaftliche Familie habe in dieser Krise viel gelernt, betonte Ingmar Rega, Vorstandsvorsitzender des Genossenschaftsverbandes, im Rahmen des zweiten digitalen Verbandstages am heutigen Dienstag: „Das vergangene Jahr hat uns noch einmal eindringlich bewusst gemacht, zu welchen Leistungen und Lösungen wir gemeinsam im genossenschaftlichen Verbund im Stande sein können. Verband und Mitglieder haben Kräfte und Mittel eingesetzt, um zukunftsweisende, nachhaltige und neue Wege zu beschreiten.“

Daher ist das genossenschaftliche Modell auch weiterhin im Trend. Allein 2020 haben sich im Verbandsgebiet des Genossenschaftsverbandes 53 weitere Genossenschaften gegründet. Mit Blick auf die 286 Gründungsberatungen im letzten Jahr geht der Verband davon aus, dass auch im laufenden Jahr 2021 weitere hinzukommen werden. Das Genossenschaftsmodell ist vielfältig in Bewegung und zugleich eine starke Wertegemeinschaft in einer sich ständig wandelnden Gesellschaft, so Rega. Er betonte: „Der Genossenschaftsverband steht seinen Mitgliedern als kompetenter Partner, Berater und Impulsgeber mit vielfältiger, konkreter und individueller Unterstützung verlässlich zur Seite.“ Das mache die Verbandsfamilie insgesamt krisenfest und zukunftssicher. Darüber hinaus würden Entwicklungen in den Bereichen Nachhaltigkeit und Digitalisierung die Attraktivität des Portfolios der Verbandsfamilie weiter steigern – auch für Unternehmen aus dem Drittmarkt.

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Mitgliedsgenossenschaften entwickeln sich insgesamt positiv

Die Mitglieder des Genossenschaftsverbandes hielten 2020 den Herausforderungen der Pandemie-Situation stand. Vor allem die Kredit-, Agrar- sowie die gewerblichen Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften erwirtschafteten im abgelaufenen Kalenderjahr jeweils ein Umsatzplus. „Die Kreditgenossenschaften haben während der Corona-Krise einen entscheidenden Beitrag für den Erhalt funktionsfähiger regionaler Wertschöpfungskreisläufe und die wirtschaftliche Stabilität in ihren Regionen geleistet“, betonte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Siegfried Mehring im Rahmen des Verbandstages. „Dabei konnten die 349 Kreditgenossenschaften unseres Verbandsgebietes ihre Marktposition auch im herausfordernden Umfeld der vergangenen Monate stärken.“ Im Geschäftsjahr 2020 ist das Kreditvolumen der Volksbanken und Raiffeisenbanken um 6,4 Prozent auf 332,9 Milliarden Euro angewachsen.

Auch die Agrargenossenschaften entwickelten sich erfolgreich. Neben der Corona-Pandemie hätten die weiterhin schwierige Erntesituation wie auch unsichere politische Rahmenbedingungen die Arbeit der Mitglieder zusätzlich erschwert. Dennoch konnten „unsere 527 Agrargenossenschaften 2020 einen Umsatz in Höhe von rund 1,4 Milliarden Euro erzielen – dies ist ein Plus von 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr“, berichtete Vorstandsmitglied Marco Schulz. Er betonte jedoch zugleich, dass die Jahresergebnisse der Agrargenossenschaften dabei sehr differenziert ausgefallen seien. Unsicherheiten spielten hier eine große Rolle. „Die politischen Rahmenbedingungen müssen endlich zu mehr Planungssicherheit führen“, forderte Schulz.

Die 647 in der Fachvereinigung der gewerblichen Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften organisierten Mitgliedsunternehmen erwirtschafteten 2020 einen aggregierten Umsatz in Höhe von rund 38,8 Milliarden Euro – und somit ein Plus von 1,7 Prozent gegenüber 2019. Die genossenschaftlichen Mitglieder haben dabei jedoch aufgrund ihrer Heterogenität unterschiedlich stark auf die gesellschaftlichen Herausforderungen reagiert: So profitierten unter anderem die Gesundheits- oder Konsumgenossenschaften ebenso wie Genossenschaften der Digitalisierungs-, Handwerks- sowie Heimbaubranche in der Pandemie. „Die Krise betrifft dagegen insbesondere Genossenschaften aus den Branchen Gastronomie und Hotelgewerbe, aus den Bereichen Kultur, Friseur- und Schuhmacherhandwerk oder Beförderung “, fasste Peter Götz, Mitglied des Vorstandes, zusammen.

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Ebenfalls von den Auswirkungen der Pandemie betroffen waren die 422 landwirtschaftlichen Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften mit einem Umsatz von 16,9 Milliarden Euro (minus 3,2 Prozent). Die 655 Energie-, Immobilien- und Versorgungsgenossenschaften blieben mit rund 363 Millionen Euro Umsatz auf Vorjahresniveau.

Mitglieder stimmen für Satzungsänderung und wählen Verbandsrat für die neue Mandatsperiode

Im Rahmen des Verbandstages stimmten die rund 600 digital zugeschalteten Mitglieder für eine Änderung der Verbandssatzung. Mit dieser geht eine Anpassung der Zahl der Mandatsträger*innen einher, die die Zusammenarbeit erleichtert. Darüber hinaus wählte der Verbandstag den 28-köpfigen Verbandsrat für die neue Mandatsperiode [01.07.2021 – 30.06.2025]. Durch das Ausscheiden von Jürgen Brinkmann (Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg), Friedrich-Wilhelm Baden (Volksbank Börde-Bernburg eG), Paul Löneke (Vereinigte Volksbank eG), Heinz Hüning (Volksbank Heiden eG), Prof. Dr. Theresia Theurl (Unsere Münster-Energie eG) und Karin Schulz (DENTAGEN Wirtschaftsverbund eG) sowie der Entsendung von Thomas Ullrich (DZ Bank) als ständiger Gast (vorher ordentliches Mitglied) rückten insgesamt sieben Neuzugänge in das Gremium. Dazu gehören: Ralf Schulz (Volksbank eG, Wolfenbüttel), Frank Robby Wallis (Brandenburger Bank Volksbank Raiffeisenbank eG), Andreas Kämmerling (Volksbank Herford-Mindener Land eG), Markus Dünnebacke (Dortmunder Volksbank eG), Michael Hoeck (Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank eG), Dr. Henning von Stechow (PROKON Regenerative Energien eG) sowie Jörg Lecke (DEG Dach-Fassaden-Holz eG). Der Verbandsrat für die neue Mandatsperiode wurde gewählt. Eine Übersicht aller Verbandsratsmitglieder für die neue Mandatsperiode ist ab dem 1. Juli unter www.genossenschaftsverband.de zu finden.

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Kontinuität an der Spitze des Verbandsrates in der neuen Mandatsperiode

In der konstituierenden Sitzung des Verbandsrates nach dem Verbandstag wählten die Mitglieder den Verbandsratsvorsitzenden sowie seine Stellvertreter für die kommende Mandatsperiode (01.07.2021 bis zum 30. Juni 2025). So wurde der bisherige Verbandsratsvorsitzende Dr. Peter Hanker (Volksbank Mittelhessen eG) erneut in seinem Amt bestätigt. Als seine Stellvertreter wiedergewählt wurden Markus Bärenfänger (Volksbank Rhein-Erft-Köln eG), Folkert Groeneveld (Agrarhandel und Transport GmbH Gernrode/Eichsfeld) sowie Rudolf Hermann Saken (GFT Gemeinschaft Fernmelde-Technik eG).

Der Genossenschaftsverband – Verband der Regionen e.V. vertritt die Interessen von rund 2.600 Mitgliedsunternehmen in 14 Bundesländern, die zusammen rund acht Millionen Mitglieder haben. Zudem ist er für seine Mitgliedsgenossenschaften Prüfungs- und Beratungsverband sowie Bildungsträger. Als moderner Dienstleister betreut der Verband Unternehmen aus den Bereichen Kreditwirtschaft, Landwirtschaft, Handel, Gewerbe und Dienstleistungen sowie Energie, Versorgung und Immobilien. Der Genossenschaftsverband hat Verwaltungssitze in Neu-Isenburg, Düsseldorf und Hannover. Dazu kommen die Standorte in Baunatal, Berlin, Forsbach, Leipzig, Münster, Rendsburg und Schwerin.

Genossenschaftsverband – Verband der Regionen e.V.

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