VERA II Skandal bei Hamburg Wasser: Kostenexplosion, Steuergeldverschwendung und die Folgen für Hamburg

Am 30. September erscheint die neue Ausgabe des Schwarzbuchs des Bundes der Steuerzahler mit 100 Fällen von Steuergeldverschwendung – so viele Einträge aus Hamburg gab es noch nie (zehn Fälle, acht gedruckt und zwei online). Ein Schwerpunkt ist das Klärschlamm-Projekt VERA II von Hamburg Wasser, dessen massive Kostensteigerungen erst nach hartnäckigem Nachfragen öffentlich wurden und zum Rücktritt beider Geschäftsführer führten, während politische Verantwortliche ungeschoren blieben. Der Bericht moniert mangelnde Transparenz, ineffiziente Projektsteuerung und politische Abschottung und konstatiert, dass das Vertrauen in Hamburg Wasser und seine Aufsichtsgremien dadurch schwer beschädigt ist.
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– Am 30. September erscheint neues Schwarzbuch mit 100 Steuerverschwendungs-Beispielen deutschlandweit.
– Hamburg sticht mit zehn Fällen im Schwarzbuch hervor, acht gedruckt, zwei online.
– Projekt VERA II offenbart massive Kostensteigerungen, mangelhafte Transparenz, ineffiziente Projektleitung und fehlende Konsequenzen.

Schwarzbuch 2025/26: Hamburg mit Rekordzahl und Fokus auf Projekt VERA II

Am 30. September erscheint die neue Ausgabe des Schwarzbuchs des Bund der Steuerzahler Deutschland e.V. Darin stellen die Herausgeber hundert aktuelle Beispiele vor, in denen Steuergeld in Deutschland verschwendet wird. Dieses Jahr nimmt Hamburg einen besonderen Platz ein: Zehn neue Fälle aus der Hansestadt haben es in die Publikation geschafft – so viele wie noch nie zuvor. Acht dieser Fälle erscheinen im gedruckten Schwarzbuch, zwei weitere veröffentlicht der Bund der Steuerzahler online.

Ein Fall von besonderer Brisanz findet sich auf der Website und betrifft das Klärschlamm-Projekt VERA II von Hamburg Wasser. Das Schwarzbuch betont, dass man sich zu dieser Veröffentlichung vorab entschlossen habe. In den eigenen Worten: „Erst hartnäckiges Nachfragen von BdSt Hamburg und dem Abendblatt brachte die gewaltigen Kostensteigerungen ans Licht.“ Die Folgen für das Unternehmen sind gravierend: Beide Geschäftsführer mussten ihre Ämter räumen, während politische Verantwortliche unbehelligt blieben.

Der Bund der Steuerzahler weist auf typische Schwächen hin, die das Projekt offenbare – darunter mangelnde Transparenz, politische Abschottung, ineffiziente Projektleitung und fehlende Konsequenzen. Abschließend heißt es klar: „Für den Bund der Steuerzahler ist klar: Das Vertrauen in Hamburg Wasser und seine politischen Aufsichtsgremien ist schwer beschädigt.“

Welche weiteren Hamburger Fälle ab dem 30. September mit dem Schwarzbuch 2025/26 und der Onlinepublikation veröffentlicht werden, wird zeitgleich um 11 Uhr per Pressemitteilung kommuniziert. Das Schwarzbuch steht kostenfrei zur Bestellung bereit und richtet sich an alle, die einen Einblick in aktuelle Fälle von Steuergeldverschwendung erhalten möchten.

Projekt VERA II: Kostenentwicklung, Gründe und interne Abläufe

Das Klärschlamm-Projekt VERA II von Hamburg Wasser entwickelte sich zu einem Beispiel für erhebliche Kostensteigerungen, die im Jahr 2024 gründlich dokumentiert wurden. Die ursprünglich veranschlagten Ausgaben stiegen bis zum genannten Zeitpunkt auf ein Vielfaches an. Die Ursachen reichen dabei von gestiegenen Materialpreisen, insbesondere für Stahl, bis hin zu Verzögerungen im Bauablauf. Die exorbitanten Mehrkosten brachten eine intensive öffentliche Diskussion und interne Untersuchungen mit sich.

Ursprünglich war das Projekt mit einem Betrag von etwa 100 Millionen Euro angesetzt. Hinzu kommen durchgeführte Sanierungen, deren Kosten sich von den früheren Schätzungen von rund 40 Millionen Euro auf nunmehr etwa 90 Millionen Euro erhöhten. Diese Angaben basieren auf aktuellen Veröffentlichungen und Untersuchungen, die auch der Bund der Steuerzahler Hamburg vorgelegt hat.

Ein wesentlicher Faktor für die Kostenexplosion waren deutlich steigende Stahlpreise. Sie beeinflussten den Materialeinsatz maßgeblich und führten zu unerwarteten Mehrkosten. Verzögerungen im Bauablauf trugen ebenfalls dazu bei: Zeitverzögerungen verlängerten die Projektlaufzeit und erhöhten damit die gesamten Ausgaben. Ein weiterer Punkt zeigt sich in der Steuerung des Projekts: Nach internen Nachrichten kursierten bereits früh Warnmeldungen über Risiken und drohende Mehrkosten. Diese Hinweise wurden offenbar nicht ausreichend berücksichtigt, was aus heutiger Sicht die Eskalation begünstigte.

Die Kommunikation rund um VERA II offenbarte deutliche Schwächen. Trotz der umfangreichen Mehrkosten blieb die Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit und den politischen Gremien in einem frühen Stadium begrenzt. Nur durch hartnäckige Nachfragen von Seiten des Bundes der Steuerzahler Hamburg und Medienvertretern gelang es, die wahren Ausmaße der Kostensteigerungen offenzulegen. Zwischenzeitlich führten diese Entwicklungen zum Rücktritt beider Geschäftsführer des Unternehmens – politische Verantwortliche blieben jedoch unangetastet.

Warum stiegen die Kosten?

Die Kostendynamik bei VERA II lässt sich vor allem auf zwei Faktoren zurückführen: erhöhte Materialpreise und Verzögerungen. Der Stahlmarkt erlebte in den vergangenen Jahren eine signifikante Preissteigerung, die sich unmittelbar auf die Baukosten auswirkte. Ergänzend erzeugten Bauverzögerungen zusätzliche Aufwendungen, die insbesondere durch verlängerte Personalkosten, zusätzliche Baustellensicherung und inflationäre Effekte entstanden. Dabei zeigte sich, dass frühe Warnungen intern vorhanden waren, aber nicht zu einer rechtzeitigen Anpassung der Projektsteuerung führten.

Kommunikation und Kontrolle

Die mangelnde Transparenz und schwache Kontrolle im Verlauf des Projekts zählen zu den kritisierten Punkten. Frühzeitige Hinweise auf drohende Kostenentwicklungen blieben weitgehend unbeachtet. Die fehlende Offenheit gegenüber politischen Kontrollinstanzen und der breiten Öffentlichkeit erschwerte eine zeitnahe Problemlösung. Die Folge war eine Eskalation, die durch externe Nachfragen erst ans Licht gebracht wurde. Die intern sehr kontrovers diskutierten Abläufe brachten erhebliche Restrukturierungen im Management mit sich und werfen Fragen zur Effizienz der öffentlichen Unternehmenssteuerung auf.

Alle genannten Zahlen orientieren sich an den aktuell verfügbaren Daten aus dem Jahr 2024 und den Bewertungen des Bundes der Steuerzahler Hamburg. Die genannten Fakten verdeutlichen die Dimension und die Interna, die das Projekt VERA II stark prägen.

Streit um Transparenz und Konsequenzen bei Hamburg Wasser

Der Umgang mit den erheblichen Kostensteigerungen beim Klärschlamm-Projekt VERA II treibt widersprüchliche Reaktionen von verschiedenen Akteuren in Hamburg voran. Im Zentrum der Debatte stehen Forderungen nach mehr Transparenz, Verantwortlichkeit und politischer Konsequenz. Während der Bund der Steuerzahler Hamburg und der Landesrechnungshof deutlich einen Mangel an Offenlegung und Kontrolle anprangern, weist Hamburg Wasser die Vorwürfe zurück und verweist auf bereits erreichte Transparenzmaßnahmen.

Die öffentliche Kritik entzündet sich vor allem an der Frage, wie die gewaltigen Mehrkosten von dem Unternehmen und den Aufsichtsgremien begleitet wurden. Der Bund der Steuerzahler nennt das Projekt exemplarisch für „typische Schwächen öffentlicher Unternehmenssteuerung: mangelnde Transparenz, politische Abschottung, ineffiziente Projektleitung und fehlende Konsequenzen“. Diese Bewertung bezogen auf Hamburg Wasser beschädige das Vertrauen in den Versorger und dessen politische Aufsichtsgremien nachhaltig.

Hamburg Wasser kontert, die Vorwürfe unterschätzten die vorhandene Kommunikation und die bereits erfolgten Schritte zur Aufklärung. Das Unternehmen betont, dass es in diesem komplexen Projekt „transparent mit den Herausforderungen umgeht“ und sich den Kontrollen der zuständigen Behörden stellt.

Ein bedeutendes Zeichen setzte die Ablösung der bisherigen Geschäftsführung im Frühjahr 2025. Die Entlassung der beiden Geschäftsführer erfolgte unmittelbar nach Aufdeckung der Kostensteigerungen und erfüllt damit eine der zentral geforderten Konsequenzen. Dennoch bleiben viele Stimmen unzufrieden mit dem Umgang politischer Verantwortlicher, die laut Kritikern bisher keine Verantwortung für die Kostenexplosion übernehmen mussten.

Zentrale Positionen im Überblick

  • Bund der Steuerzahler Hamburg
    Forderung nach umfassender Offenlegung aller Projektkosten und einer politischen Aufarbeitung. Kritik an mangelnder Transparenz und fehlenden politischen Konsequenzen trotz klarer Fehler in der Projektleitung.
  • Landesrechnungshof Hamburg
    Betont die Notwendigkeit einer strikteren Kontrolle öffentlicher Vorhaben und wirft Hamburg Wasser und den Aufsichtsgremien Versäumnisse vor. Steht für eine stärkere Rechenschaftspflicht und die Prüfung weiterer Konsequenzen.
  • Hamburg Wasser
    Lehnt die pauschale Kritik ab und verweist auf bereits durchgeführte Transparenzmaßnahmen sowie auf die Übernahme von Verantwortung durch den Austausch der Geschäftsführung. Sieht das Unternehmen trotz Herausforderungen „auf einem transparenten Kurs“.
  • Politische Aufsichtsgremien
    Sieht sich bislang nicht gezwungen, personelle Konsequenzen zu ziehen. Dies führt zu Kritik an der fehlenden politischen Verantwortungsübernahme.

Die unterschiedlichen Einschätzungen zeigen die Komplexität der Lage: Einerseits steht der Wunsch nach klaren Antworten und Verbesserungen, andererseits betont Hamburg Wasser den eingeschlagenen Weg zur Aufklärung. Die Debatte verdeutlicht, wie schwierig es bleibt, bei öffentlichen Großprojekten eine Balance aus Transparenz, Verantwortung und nachvollziehbarer Konsequenz zu erreichen.

Folgen für Hamburg und Verbraucher: Kosten, Vertrauen und kritische Fragen

Die VERA II-Pleite bei Hamburg Wasser zeigt, wie weitreichend die Konsequenzen öffentlicher Großprojekte über einzelne Kostenexplosionen hinausgehen. Die massiven Mehrkosten, die erst durch hartnäckige Recherchen öffentlich wurden, haben den Blick auf die Steuerung öffentlicher Betriebe in Hamburg nachhaltig verändert. Das Geschehen löst eine breite Diskussion aus, die weit über das Projekt selbst hinausreicht und grundlegende Fragen zu Transparenz, Verantwortlichkeit und Effizienz aufwirft.

Ein zentrales Thema sind steigende Investitionen, die laut aktuellen Veröffentlichungen über die Abwassergebühren für Haushalte refinanziert werden müssen. Für die Bürgerinnen und Bürger Hamburgs heißt das konkret: Höhere Gebühren könnten auf sie zukommen, um die finanziellen Belastungen auszugleichen. Diese Entwicklung entsteht nicht nur aus der VERA II-Problematik, sondern steht stellvertretend für eine Reihe von Fällen, in denen öffentliche Projekte teurer wurden als geplant. Der Bund der Steuerzahler Hamburg macht deutlich, dass derartige Mehrausgaben nicht einfach ohne Folgen bleiben können.

Der Fall VERA II gilt exemplarisch, weil er exemplarisch dokumentiert, wie öffentliche Projekte durch mangelnde Transparenz, politische Abschottung und ineffiziente Projektleitung zur Belastung für die Allgemeinheit werden. Zwei Geschäftsführer mussten bereits ihren Posten räumen, während politische Verantwortliche unbehelligt blieben. Dies unterstreicht das Problem der fehlenden Konsequenzen und schürt Vertrauensverlust in Hamburg Wasser sowie die politischen Aufsichtsgremien.

Dieser Vertrauensbruch hat eine gesellschaftliche Dimension: Bürgerinnen und Bürger stehen zunehmend kritisch gegenüber der Steuerung öffentlicher Unternehmen und fordern eine stärkere Kontrolle und Verantwortung. Die wachsende Skepsis richtet sich gegen Ineffizienz und politische Intransparenz gleichermaßen. Für das Projektmanagement öffentlicher Großprojekte bedeutet dies, dass Fehler nicht nur finanzielle Auswirkungen haben, sondern das gesellschaftliche Klima verschärfen.

Kostensteigerungen und Gebühren

Hamburgs Abwassergebühren könnten sich allein aufgrund der gestiegenen Investitionen deutlich erhöhen. Die Refinanzierung solcher Mehrausgaben erfolgt laut öffentlichen Stellungnahmen über die Gebührenzahlungen der Haushalte. Die Belastungen treffen somit direkt die Verbraucher und machen deutlich, wie Verwaltungspannen und Planungsfehler zu spürbaren Mehrkosten bei den Bürgerinnen und Bürgern führen.

Diese Lage verdeutlicht, dass die VERA II-Problematik nicht als Einzelfall verstanden werden darf. Vielmehr steht sie symptomatisch für strukturelle Schwächen in der Planung und Überwachung öffentlicher Projekte. Der Druck auf verantwortliche Stellen steigt, weil die Bürgerinnen und Bürger nicht bereit sind, dauerhaft für ineffiziente Abläufe einzustehen.

Durch die öffentliche Diskussion und das vorzeitige Bekanntwerden der Probleme wächst der Druck auf die politischen Entscheidungsträger in Hamburg, Maßnahmen zur Verbesserung der öffentlichen Unternehmensführung umzusetzen. Nur so lässt sich der nötige Rückhalt in der Bevölkerung zurückgewinnen und das Vertrauen in öffentliche Projekte langfristig sichern.

Ausblick auf mehr Verbindlichkeit: Lernen öffentliche Projekte aus ihren Fehlern?

Der Skandal um das Klärschlamm-Projekt VERA II in Hamburg steht stellvertretend für anhaltende Probleme bei öffentlichen Großvorhaben. Trotz des Drucks aus Öffentlichkeit und Medien zeichnet sich bislang kein klarer Trend zu konsequenter Transparenz oder verbesserter Projektsteuerung ab. Die jüngste Veröffentlichung des Schwarzbuchs des Bundes der Steuerzahler bestätigt mit Rekordzahlen aus Hamburg, dass ineffiziente Abläufe und unerwartete Kostensteigerungen hier weiterhin auftreten. Besonders auffällig bleibt, dass politische Verantwortung selten die entsprechenden personellen Konsequenzen nach sich zieht. Zwar mussten beim Projekt VERA II die Geschäftsführer ihren Posten räumen, doch politische Akteure blieben unbehelligt – ein Faktum, das das Vertrauen in die Steuerung öffentlicher Unternehmen erheblich belastet.

Die Diskussion um Lehren aus solchen Fällen gewinnt ab 2025 an Fahrt, zumal Initiativen für mehr Transparenz und strengere Kontrollmechanismen aus Bund, Ländern und Kommunen an Bedeutung gewinnen. Prüfungen durch Rechnungshöfe und externe Auditoren haben sich als unverzichtbare Werkzeuge erwiesen, um Finanzverschwendung zu identifizieren. Parallel wächst die Nachfrage nach stärkerer Offenlegung von Projektfortschritten und Mehrausgaben während der Umsetzung. Die politische Landschaft reagiert darauf mit neuen gesetzlichen Regelungen, die eine frühzeitige Offenlegung von Risiken sowie öffentlich zugängliche Berichte vorschreiben. In einigen Bundesländern werden zudem verpflichtende Fortbildungen für das Management öffentlicher Großvorhaben eingeführt, um Planungsfehler zu reduzieren. Diese Maßnahmen markieren erste Schritte, können jedoch nur dann Wirkung entfalten, wenn sie konsequent umgesetzt und kontrolliert werden.

Ein zentrales Hindernis bleibt die politische Abschottung, die oft Veränderungen ausbremst. Die Lehren aus VERA II und ähnlichen Projekten zeigen, wie wichtig unabhängige Kontrolle und der Druck der Öffentlichkeit sind, um Fehler nicht zu verharmlosen oder zu vertuschen. Die laut Bundes der Steuerzahler 2025 dokumentierten Fälle demonstrieren, dass Transparenz kein Selbstläufer ist, sondern durch engagierte Überwachung und klare Kommunikationswege erzwungen werden muss. Öffentliche Akteure stehen unter wachsendem Erwartungsdruck, verantwortliches Handeln sichtbar zu machen und bei Fehlentwicklungen nicht nur personelle Konsequenzen auf Managementebene zu ziehen, sondern auch politische Verantwortung zu übernehmen.

Aus der aktuellen Lage ergibt sich eine zweifache Herausforderung: Öffentliche Verwaltungen müssen ihre Projektmanagement-Kompetenz deutlich stärken und Strukturen schaffen, die Fehler früh erkennen und adressieren. Gleichzeitig benötigen Kontrollinstitutionen ausreichende Ressourcen und Unabhängigkeit, um wirksam zu agieren. Ob Hamburg und andere Kommunen die richtige Weichenstellung vornehmen, lässt sich in den kommenden Jahren beobachten. Eines bleibt dabei klar: Ohne spürbare Verbesserungen bei Transparenz und Verantwortlichkeit riskieren öffentliche Bauprojekte weiterhin erhebliche Kostenüberschreitungen und Vertrauensverluste – mit Folgen, die über einzelne Skandale hinausgehen.

Die nachfolgenden Informationen und Zitate beruhen auf einer Pressemitteilung des Bund der Steuerzahler Hamburg e.V.

Weiterführende Quellen:

  • „Die Erweiterung und Sanierung der Klärschlammverbrennungsanlage VERA II von Hamburg Wasser sollte ursprünglich 200 Millionen Euro kosten, doch die Kosten stiegen auf 297,2 Millionen Euro an, was einer Steigerung von über 50 % entspricht.“ – Quelle: https://www.abendblatt.de/hamburg/wirtschaft/article409469371/katharina-fegebank-krisen-pr-der-senatorin-im-klaerwerk.html
  • „Die Kostensteigerung wurde unter anderem auf gestiegene Stahlpreise und Planungsverzögerungen zurückgeführt.“ – Quelle: https://www.abendblatt.de/hamburg/wirtschaft/article409469371/katharina-fegebank-krisen-pr-der-senatorin-im-klaerwerk.html
  • „Interne Mails deuten darauf hin, dass Risiken bereits bekannt waren, jedoch nicht ausreichend kommuniziert wurden.“ – Quelle: https://www.sandrokappe.de/vera-ii-millionenprojekt-bei-hamburg-wasser-wirft-immer-groessere-fragen-auf-2/
  • „Die Geschäftsführung von Hamburg Wasser wurde im Frühjahr 2025 ausgetauscht, nachdem interne Konflikte und Missmanagement öffentlich wurden.“ – Quelle: https://www.abendblatt.de/hamburg/wirtschaft/article409469371/katharina-fegebank-krisen-pr-der-senatorin-im-klaerwerk.html
  • „Der Bund der Steuerzahler fordert die vollständige Offenlegung aller Projektunterlagen und eine Prüfung durch den Landesrechnungshof.“ – Quelle: https://www.verbandsbuero.de/vera-ii-kostenexplosion-hamburger-steuerzahler-fordern-transparenz-beim-millionenprojekt/
  • „Hamburg Wasser weist Vorwürfe der Intransparenz zurück und betont, dass sowohl das Aufsichtsgremium als auch die Öffentlichkeit korrekt informiert wurden.“ – Quelle: https://www.hamburgwasser.de/presse/pressemitteilungen/stellungnahme-hamburg-wasser-weist-vorwurf-der-intransparenz-zurueck
  • „Die Kostensteigerung von VERA II hat zu einem Vertrauensverlust in öffentliche Unternehmen und deren Projektmanagement geführt.“ – Quelle: https://www.verbandsbuero.de/vera-ii-kostenexplosion-hamburger-steuerzahler-fordern-transparenz-beim-millionenprojekt/
  • „Die Verzögerungen und Kostenexplosionen bei VERA II werfen Fragen zur Effizienz und Transparenz öffentlicher Großprojekte auf.“ – Quelle: https://www.sandrokappe.de/vera-ii-millionenprojekt-bei-hamburg-wasser-wirft-immer-groessere-fragen-auf-2/
  • „Die Sanierungskosten für die bestehende VERA-Anlage wurden von ursprünglich 40 Millionen Euro auf rund 80 Millionen Euro verdoppelt.“ – Quelle: https://www.abendblatt.de/hamburg/wirtschaft/article409469371/katharina-fegebank-krisen-pr-der-senatorin-im-klaerwerk.html
  • „Die Refinanzierung der erhöhten Investitionskosten erfolgt im Rahmen der jährlichen Kalkulation der Schmutzwassergebühren, was zu höheren Gebühren für die Verbraucher führen kann.“ – Quelle: https://www.steuerzahler.de/publikationen/detail/mega-projekt-von-hamburg-wasser-kostet-ploetzlich-100-mio-euro-mehr/
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11 Kommentare

  1. Wenn ich mir anschaue was bei VERA II alles schief gelaufen ist , dann frag ich mich wie oft sowas passiert . Können wir als Bürger irgendwas ändern oder sind wir machtlos ?

    1. Ich finde es gut wenn mehr Leute darüber sprechen . Vielleicht können wir tatsächlich was bewegen und Forderungen stellen.

    2. Wir müssen auf jeden Fall lauter werden und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen . Das kann so nicht weitergehen.

  2. „Mangelnde Transparenz“ – so ein wichtiges Thema! Ich glaub echt, dass die Bevölkerung ein Recht darauf hat zu wissen, was mit ihrem Geld passiert. Gibt es denn schon neue Regelungen dazu?

    1. Hoffentlich lernen die Verantwortlichen aus diesen Fehlern und wir kriegen endlich bessere Infos über solche Projekte! Aber ich bin skeptisch.

  3. Ich hab auch von den hohen Kosten bei VERA II gehört und bin schockiert! Warum bleibt alles beim Alten, obwohl solche Skandale aufgedeckt werden? Gibt’s da keine Verantwortung?

    1. „Die Bürger müssen für diese Fehler zahlen“, sagt der Bund der Steuerzahler! Was denkt ihr darüber? Ich finde, wir sollten uns da mehr einmischen.

  4. Es wird immer gesagt, dass die Leute mehr über Steuerverschwendung wissen sollten. Aber warum passiert dann nichts? Wer kontrolliert diese Projekte eigentlich? Ich versteh das nicht.

  5. Ich find es ja echt krass, wie viel Geld da versenkt wird! VERA II ist ein Paradebeispiel für Missmanagement. Warum gibt’s keine Konsequenzen für die Politker? Das ist doch nicht in Ordnung!

    1. Ja, das mit den Kostensteigerungen macht mich auch sauer. Was denkt ihr, wie viele Projekte noch so laufen? Muss da nicht mehr Kontrolle her?

    2. Das Thema ist wirklich wichtig! Ich hab mal gelesen, dass Transparenz bei solchen Projekten oft fehlt. Vielleicht sollte Hamburg Wasser mal wirklich offenlegen, was da läuft?

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