ver.di kritisiert FDP: Einbürgerungsreform benachteiligt sozial Schwache

Mit Spannung verfolgt ver.di die heutigen Beratungen zur Staatsangehörigkeitsreform. Die FDP will unverschuldet in Not geratene Migranten von Einbürgerungen ausschließen – eine eiskalte soziale Auslese. Rebecca Liebig, ver.di-Bundesvorstandsmitglied, ruft SPD und Grüne dazu auf, diesen schädlichen Kurs zu stoppen. Entdecke, warum diese Reform für alle von Bedeutung ist.

Bremen (VBR). Mit Sorge beobachtet die Gewerkschaft ver.di die aktuellen Beratungen der Fraktionsspitzen der Ampelfraktionen zur geplanten Einbürgerungsreform. Während ver.di grundsätzlich die Reform mit kürzeren Anspruchsfristen und der Akzeptanz der Doppelstaatsbürgerschaft begrüßt, lehnt sie einen bestimmten Aspekt des Gesetzesentwurfs der FDP entschieden ab. Die FDP möchte nämlich unverschuldet in Not geratene, langjährige Migrantinnen und Migranten von Einbürgerungen ausschließen.

Für ver.di ist dies völlig inakzeptabel. Rebecca Liebig, ver.di-Bundesvorstandsmitglied für Migrationspolitik, kritisiert die geplante Änderung scharf. Bisher war es üblich, dass Eingewanderte, die viele Jahre in Deutschland gearbeitet haben, auch dann eingebürgert wurden, wenn sie während des Einbürgerungsantrags unvorhersehbare Ereignisse wie Scheidungen, Jobverluste oder pflegebedürftige Familienangehörige zu bewältigen hatten. Die FDP möchte jedoch dieses Vorgehen ändern und betreibt nach Ansicht von Liebig damit eine “eiskalte soziale Auslese”.

Besonders betroffen von dieser Maßnahme wären Alleinerziehende mit kleinen Kindern, die aufgrund einer Scheidung zeitweise nicht in der Lage sind, Vollzeit zu arbeiten. Auch Beschäftigte im Niedriglohnbereich, die nur Teilzeitjobs angeboten bekommen, würden stark benachteiligt werden. In der Handelsbranche betrifft dies beispielsweise 63 Prozent der Beschäftigten, darunter viele mit Migrationshintergrund. Liebig betont, dass es keine Einbürgerungspolitik geben dürfe, die nur auf “gut Betuchte” setzt. Dies würde gegen den Gleichheitsgrundsatz verstoßen.

Lesen Sie auch:  Einladung zur alternativen Pressekonferenz: Baugipfel, bezahlbarer Wohnraum und Klimaschutz

Darüber hinaus führt der harte Kurs der FDP dazu, dass Menschen mit Behinderungen und pflegende Angehörige faktisch von einer Einbürgerung ausgeschlossen werden. Ver.di appelliert daher an die SPD und die Grünen, einem Gesetzesentwurf, der diese soziale Schieflage beinhaltet, nicht zuzustimmen. Liebig mahnt, dass ein Staatsangehörigkeitsgesetz mit sozialer Schieflage in Deutschland nicht akzeptabel sei.

Die Staatsangehörigkeitsreform soll am 15. Dezember 2023 im Bundestag beschlossen werden. Ver.di hofft auf eine Beibehaltung des bisherigen Verfahrens und eine Ablehnung der Vorschläge der FDP.

Quelle: Pressemitteilung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)

Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
Medien-Info: Einbürgerungsreform: ver.di lehnt eiskalte soziale Auslese der FDP ab

Original-Content übermittelt durch news aktuell.

Weitere Nachrichten aus der Verbands- und Vereinswelt finden Sie in unserem Newsportal.

Pressemeldung:ver.di kritisiert FDP: Einbürgerungsreform benachteiligt sozial Schwache

10 Antworten

    1. Quatsch ist deine Meinung! Die FDP zeigt wieder einmal ihre selbstsüchtige Haltung. Einbürgerung sollte auf Integration und Beitrag zur Gesellschaft basieren, nicht auf Vermögen. Sozialschmarotzer gibt es überall, unabhängig von der Staatsangehörigkeit.

  1. Ver.di sollte aufhören zu jammern! Einbürgerungsreform bringt Chancen für alle, nicht nur für die sozial Schwachen!

    1. Also ich finde, dass es wichtiger ist, die Einbürgerung an klare Kriterien und Integration zu binden. Gleiches Recht für alle mag gerecht klingen, aber es vernachlässigt die Bedeutung von kultureller Anpassung und gesellschaftlicher Verantwortung. Qualität vor Quantität!

    1. Bist du ernsthaft so naiv? Die FDP ist doch nur eine Marionette der Großkonzerne. Ver.di hat das Recht, auf Ungerechtigkeiten hinzuweisen. Hör auf, dich von leeren Versprechen blenden zu lassen und denk selbst nach!

  2. Also, ich muss sagen, ich finde es total übertrieben, wie ver.di die FDP kritisiert. Manchmal ist es einfach lächerlich, wie sich die Leute aufregen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Warum sind eure Kommentare so wertvoll?

Hier ein paar Gründe:

  1. Ihr bringt frischen Wind in die Diskussion und sorgt für abwechslungsreiche Ansichten.
  2. Ihr helft uns, uns selbst zu verbessern und immer am Puls der Zeit zu bleiben.
  3. Gemeinsam lernen wir voneinander und wachsen als Community.
  4. Mit euren Beiträgen bauen wir eine offene und respektvolle Umgebung auf, in der alle Stimmen gehört und geschätzt werden.

 

Jeder Kommentar ist Gold wert, egal ob Lob oder Kritik, zustimmend oder kontrovers. Lasst euren Gedanken freien Lauf und helft uns dabei, diese Community zu einem Ort zu machen, an dem jeder gern vorbeischaut und seine Meinung teilt. Auf geht’s!

 

Mehr Infos und News aus der Verbands- und Vereinswelt finden Sie hier in der Übersicht

Facebook
Twitter
LinkedIn
WhatsApp
Telegram
Email
Drucken
XING