ver.di fordert für Luftsicherheit fairere Löhne und droht mit Streik

Inmitten wachsender Spannungen kündigt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) einen entscheidenden Moment in den Tarifverhandlungen für die 25.000 Beschäftigten des Luftsicherheitsbereichs in ganz Deutschland an. Mit der fünften Runde der Gespräche, die für den 21. und 22. Februar 2024 anberaumt ist, steigt der Druck auf den Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS), ein akzeptables Angebot vorzulegen. Nach monatelangen Auseinandersetzungen und Streiks fordert ver.di deutlich höhere Löhne und Zusatzleistungen, um den Kaufkraftverlust in Zeiten hoher Inflation zu kompensieren. Die Drohung weiterer Arbeitskampfmaßnahmen liegt in der Luft, sollte es keine Einigung geben. Eine Situation, die nicht nur die betroffenen Arbeitnehmer, sondern potenziell Millionen Flugreisende in Deutschland vor Herausforderungen stellt.

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Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR). Im Schatten der großen Wirtschaftsnachrichten spielt sich eine entscheidende Verhandlung ab, die für rund 25.000 Beschäftigte im deutschen Luftsicherheitsbereich und unzählige Reisende von großer Bedeutung ist. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) stehen kurz vor der fünften Tarifverhandlungsrunde am 21. und 22. Februar 2024, ein Datum, das möglicherweise den Verlauf der Arbeitsbeziehungen in einem kritischen Sektor der deutschen Wirtschaft markiert.

Die Tarifverhandlungen betreffen Mitarbeiter, die in zentralen Sicherheitsbereichen der Flughäfen tätig sind – von der Fluggastkontrolle bis zur Frachtkontrolle. Diese Arbeitnehmer sind am meisten von den steigenden Lebenshaltungskosten betroffen, eine Tatsache, die ver.di dazu bewogen hat, eine Lohnerhöhung von 2,80 Euro pro Stunde zu fordern. Zusätzlich fordert die Gewerkschaft höhere Funktionszulagen und Mehrarbeitszuschläge ab der ersten Überstunde, um den Kaufkraftverlust der Beschäftigten durch die hohe Inflation auszugleichen.

ver.di-Verhandlungsführer Wolfgang Pieper brachte die Dringlichkeit der Forderungen zum Ausdruck: “Was die Arbeitgeber zuletzt geboten hatten, war weniger als die Hälfte dessen, was die Beschäftigten fordern und brauchen. Wir erwarten von den Arbeitgebern, dass sie endlich ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen. Andernfalls sind weitere Arbeitskampfmaßnahmen nicht ausgeschlossen.” Diese Aussage verdeutlicht die Kluft zwischen den Erwartungen der Arbeitnehmer und dem, was die Arbeitgeber bisher bereit waren zu bieten.

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Die Notwendigkeit dieser Lohnerhöhungen wird durch die vergangenen Streiks unterstrichen, die am 1. Februar 2024 an mehreren großen deutschen Flughäfen stattfanden und zahlreiche Reisende beeinträchtigten. Die Streiks dienten als deutliches Signal der Unzufriedenheit unter den Beschäftigten und zeigten, wie entscheidend ihre Arbeit für den reibungslosen Betrieb und die Sicherheit des Luftverkehrs in Deutschland ist.

Die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen dieser Tarifverhandlungen sind weitreichend. Ein erfolgreicher Abschluss könnte nicht nur die Lebensqualität der Beschäftigten verbessern, sondern auch als positives Signal für andere Branchen dienen, die ähnliche Herausforderungen bewältigen müssen. Andererseits könnten andauernde Unstimmigkeiten und weitere Streikaktionen die Effizienz des Lufttransports erheblich beeinträchtigen und dadurch nicht nur wirtschaftliche Verluste, sondern auch ein sinkendes Vertrauen in die Sicherheit und Zuverlässigkeit dieses kritischen Sektors bedeuten.

In diesen Verhandlungen geht es um mehr als nur Zahlen. Es geht um die Anerkennung der lebenswichtigen Dienste, die diese Beschäftigten erbringen, und die Notwendigkeit, ihre Arbeit angemessen zu honorieren. Es steht viel auf dem Spiel – für die Beschäftigten, die Reisenden und die gesamte Luftverkehrsbranche in Deutschland. Die kommenden Tage werden zeigen, ob ein Kompromiss gefunden werden kann, der den Bedürfnissen aller Beteiligten gerecht wird.

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