VdK-Umfrage 2026: Nur 30 Prozent der Deutschen vertrauen auf Pflege im Alter – 82 Prozent sehen Staat in der Pflicht

Eine Umfrage des Sozialverbands VdK zeigt große Verunsicherung: Nur 30 Prozent der Menschen in Deutschland glauben, im Pflegefall ausreichend versorgt zu werden. Gleichzeitig sehen 82 Prozent den Staat klar in der Verantwortung. Der Verband fordert daher, Pflege zur Pflichtaufgabe der Kommunen zu machen.
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– Nur 30 Prozent der Menschen in Deutschland glauben an eine sichere Pflege im Alter.
– 82 Prozent sehen den Staat in großer oder sehr großer Verantwortung für die Pflegesicherung.
– Der Sozialverband VdK kritisiert aktuelle Kürzungspläne und fordert Pflege als kommunale Pflichtaufgabe.

Mehrheit der Deutschen zweifelt an sicherer Pflege im Alter – VdK-Umfrage zeigt Handlungsdruck

Eine aktuelle repräsentative Umfrage des Sozialverbands VdK offenbart erhebliche Unsicherheiten und Erwartungen in Bezug auf die Pflege im Alter. Die Erhebung, die im Zeitraum vom 6. bis 9. Februar 2026 durchgeführt wurde und die Ergebnisse nach Alter, Geschlecht, Bildung, Region sowie weiteren Merkmalen quotiert und gewichtet, ist repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren*.

Laut der Umfrage halten lediglich 35 Prozent der Befragten es für wahrscheinlich, im Alter ausreichend gepflegt zu werden, falls sie Pflege benötigen. Über die Hälfte (55 Prozent) ist dagegen der Ansicht, dass ihre Pflege in der Zukunft eher nicht gewährleistet sein würde. Die Ergebnisse unterstreichen die große Unsicherheit, die in der Bevölkerung herrscht, wenn es um die Versorgung im Alter geht.

Die Befragten sehen den Staat eindeutig in der Verantwortung: Insgesamt schreiben 82 Prozent ihm eine große oder sehr große Rolle bei der Sicherstellung ihrer Pflege zu. Dabei sehen 44 Prozent dem Staat eine sehr große Verantwortung zu, 38 Prozent eine eher große. Gleichzeitig ordnen 72 Prozent die Verantwortung für die Pflege auch sich selbst zu, während 59 Prozent der Befragten die Familie oder Angehörige in der Pflicht sehen.

VdK-Präsidentin Verena Bentele kommentierte die Umfrageergebnisse mit den Worten: „Die Menschen erwarten eine starke staatliche Absicherung und vertrauen nicht darauf, dass in erster Linie Familie oder Angehörige die Pflege gewährleisten.“ Sie betonte zudem: „Der Staat muss mehr Verantwortung übernehmen, statt sich zurückzuziehen. Die aktuellen Kürzungsideen widersprechen der Lebensrealität der Menschen völlig.“

Mit Blick auf die geplanten Reformen im Pflegebereich betont der VdK die Notwendigkeit, die Versorgung vor Ort zu sichern. Die Organisation plädiert dafür, die Pflege zur Pflichtaufgabe der Kommunen zu machen, da diese näher am Alltag der Menschen seien, lokale Bedürfnisse kennen und so passgenaue Lösungen anbieten könnten. „So entsteht Handlungsdruck vor Ort, anstatt Abhängigkeit von Leistungserbringern“, erklärt Bentele.

Zur Veranschaulichung präsentiert eine Grafik, basierend auf der YouGov-Erhebung, die Frage: „Für wie wahrscheinlich oder unwahrscheinlich halten Sie es, dass Sie im Alter ausreichend gepflegt werden, falls Sie Pflege benötigen?“ Hierbei antworteten 35 Prozent der Befragten, es sei „eher unwahrscheinlich“, 20 Prozent fühlten sich „sehr unwahrscheinlich“, während nur 5 Prozent angaben, es für „sehr wahrscheinlich“ zu halten.

In Bezug auf die Verantwortung zur Gewährleistung der Pflege zeigt die Umfrage, dass 82 Prozent der Befragten dem Staat eine große oder sehr große Verantwortung zuschreiben, während 59 Prozent die Verantwortung bei Familie oder Angehörigen sehen. Die individuelle Verantwortung wird von 72 Prozent der Befragten als groß oder sehr groß eingeschätzt.

Die Ergebnisse der Befragung machen deutlich, dass ein breiter Handlungsbedarf besteht, um die Versorgungssicherheit im Alter zu verbessern. Dabei fordern die Vertreter des VdK, konkrete Maßnahmen auf kommunaler Ebene zu ergreifen, um das Vertrauen in die Pflege zu stärken und die Lebensrealität der Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.

Vertrauen in die Pflegeversorgung: Hintergründe und regionale Unterschiede

Die Frage, ob die Menschen im Alter ausreichend gepflegt werden, bleibt eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung. Eine Umfrage des Sozialverbands VdK zeigt, dass nur 30 Prozent der Befragten glauben, im Bedarffall eine sichere Pflege zu erhalten*. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) zweifelt an der zukünftigen Pflegegarantie (Stand: 2025). Dabei ist das Vertrauen in die staatliche Verantwortung eindeutig gering ausgeprägt. Die Mehrheit der Befragten sieht den Staat in der Pflicht: 82 Prozent verbinden mit ihm eine große oder sehr große Rolle bei der Gewährleistung ihrer Pflege. Gleichzeitig wird die individuelle Verantwortung höher eingeschätzt, wobei 72 Prozent eine große bis sehr große Verantwortlichkeit bei der Einzelperson sehen*. Für 59 Prozent liegt die Verantwortung bei Angehörigen oder der Familie (Stand: 2025)*.

Warum sinkt das Vertrauen in die Pflegeversicherung?

Den Befunden zufolge spiegeln sich die Unsicherheiten in der Wahrnehmung der Finanzierung und Qualität der Pflege wider. Laut einer repräsentativen Erhebung der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) in Schleswig-Holstein (Quelle: DAK-Pflegereport, Stand: 2025) meinen 54 Prozent der Menschen dort, dass die Verantwortung für die Pflege ausschließlich bei der Gesellschaft liege*. Gleichzeitig bewerten 76 Prozent die Finanzierung der Pflege als nicht gesichert*. Dieses Meinungsbild ist nicht auf Schleswig-Holstein beschränkt: in Nordrhein-Westfalen sehen 55 Prozent die Verantwortung für die Pflege bei der Gesellschaft, allerdings sogar 74 Prozent die Finanzierung als nicht gesichert (Stand: 2025; Quelle: DAK)*.

Solche Zahlen belegen, dass das Vertrauen in die Infrastruktur, die Effizienz der Finanzierungsmodelle und die politische Stabilität der Pflegeversicherung zunehmend schwinden. Die Wahrnehmung, dass die Versorgung im Alter nicht zuverlässig ist, wächst parallel zu den bekannten Kürzungen bei Leistungsträgern, vor allem in der häuslichen Pflege. Diese Kürzungsideen widersprechen laut dem VdK den Erwartungen der Betroffenen und verstärken die Zweifel an der Absicherung im Alter.

Regionale Unterschiede in Wahrnehmung und Vertrauen

Regionale Unterschiede sind bei der Wahrnehmung der Verantwortlichkeiten deutlich sichtbar. Während in Schleswig-Holstein 54 Prozent der Menschen die Verantwortung der Gesellschaft in der Pflege betonen, sind es in Nordrhein-Westfalen 55 Prozent*. Auch die Skepsis gegenüber der finanziellen Absicherung ist dort ausgeprägt: 76 Prozent in Schleswig-Holstein und 74 Prozent in Nordrhein-Westfalen sehen die Finanzierung als nicht gesichert (Stand: 2025, Quelle: DAK)*. Diese regionale Diskrepanz zeigt, dass lokale soziale und politische Rahmenbedingungen das Vertrauen unterschiedlich beeinflussen.

Das deutlichste Signal für die Unsicherheiten in der Pflegefinanzierung liefert die bundesweite Kreditaufnahme: Gegenüber dem Jahr 2024 hat Deutschland im Jahr 2025 ein Bundesdarlehen in Höhe von 1,7 Milliarden Euro für die soziale Pflegeversicherung aufgenommen (Stand: 2025)*. Diese Summe verdeutlicht die prekäre finanzielle Lage der Pflegekassen und des gesamten Systems.

Zusammenfassung

Die Umfrageergebnisse sowie die Daten aus den regionalen Studien belegen: Das Vertrauen in die staatliche Absicherung der Pflege sinkt, die finanzielle Stabilität wird zunehmend in Frage gestellt. Die Wahrnehmung, dass die Verantwortung für eine zuverlässige Pflege bei der Gesellschaft oder den Angehörigen liege, steht im Gegensatz zur Realität der oft unzureichenden Mittel und politischen Kürzungen. Eine klare Herausforderung bleibt, den öffentlichen Glauben an die Stabilität der Pflegeversicherungen wiederherzustellen und die Finanzierung nachhaltig zu sichern.

Regionale Wahrnehmungen zur Pflegefinanzierung und staatliche Unterstützung im Vergleich

Die öffentliche Wahrnehmung und die tatsächliche finanzielle Ausstattung der Pflegeversicherung variieren deutlich zwischen den Bundesländern. Aktuelle Zahlen liefern einen differenzierten Blick auf das Vertrauen der Bevölkerung in die Absicherung im Alter sowie auf die staatlichen Finanzierungsmaßnahmen. Eine klare Übersicht schafft hier Verständnis für regionale Unterschiede und zeigt den Gesamtzusammenhang auf.

Wichtige Zahlen im Überblick

In Schleswig-Holstein sehen 54 Prozent der Befragten die Absicherung des Pflegebedarfs ausschließlich beim Staat und der gesetzlichen Pflegeversicherung*. Zudem halten 76 Prozent die Finanzierung der Pflegeversicherung für nicht gesichert*. In Nordrhein-Westfalen sind 55 Prozent der Meinung, die Verantwortung liege ebenfalls hauptsächlich beim Staat, während 74 Prozent die Finanzierung als unsicher ansehen*. Zudem erhält die Soziale Pflegeversicherung im Jahr 2026 zusätzliche 1,7 Milliarden Euro Bundesdarlehen zur Stabilisierung*.

In beiden Bundesländern zeigt sich eine weit verbreitete Skepsis gegenüber der finanziellen Absicherung der Pflege: Mehr als die Hälfte der Befragten glaubt nicht an eine verlässliche Versorgung im Alter. Die Daten verdeutlichen die Unsicherheiten und das fehlende Vertrauen in die gegenwärtigen Finanzierungsmodelle.

Mögliche Tabelle zum Vergleich

Eine tabellarische Gegenüberstellung von regionalen Wahrnehmungen und Finanzierungsmaßnahmen bietet einen schnellen Überblick für Leserinnen und Leser:

Region Indikator Wert Einheit/Kommentar Quelle/Stand
Schleswig-Holstein Anteil, der den Staat für die Pflegeabsicherung verantwortlich sieht 54 % * 2025
Schleswig-Holstein Anteil, der die Finanzierung als nicht gesichert einschätzt 76 % * 2025
Nordrhein-Westfalen Anteil, der den Staat für die Pflegeabsicherung verantwortlich sieht 55 % * 2025
Nordrhein-Westfalen Anteil, der die Finanzierung als nicht gesichert ansieht 74 % * 2025
Bundesweit Zusätzliche Bundesmittel für die Pflegeversicherung 2026 1,7 Mrd. Euro Bundesdarlehen 2025

Die Tabelle verdeutlicht, dass in beiden Bundesländern die Wahrnehmung einer dominanten Verantwortung seitens des Staates besteht. Gleichzeitig sorgt die hohe Unsicherheit in der Finanzierung für großen Handlungsbedarf. Die finanziellen Maßnahmen der Bundesregierung stellen eine Reaktion auf die alarmierende Lage dar, bergen aber keinen dauerhaften Vertrauensschutz.

Insgesamt zeigen die Zahlen, dass die Akzeptanz und das Vertrauen in die Pflegefinanzierung hierzulande stark verspielt sind. Es besteht klarer Handlungsbedarf, um sowohl die finanzielle Absicherung zu stärken als auch die öffentliche Wahrnehmung zu verbessern.

Gesellschaftliche Unsicherheiten bei Pflege und ihre Folgen

Die Angst vor einer unzureichenden Pflege im Alter prägt das Verhalten vieler Menschen und beeinflusst auch die kommunale Sozialpolitik. Eine aktuelle Umfrage des Sozialverbands VdK zeigt, dass eine Mehrheit (55 Prozent) skeptisch ist, dass ihre Pflege in der Zukunft gesichert ist*. Diese Unsicherheiten haben tiefgreifende Konsequenzen, die sowohl das individuelle Verhalten als auch die gesellschaftliche Infrastruktur betreffen.

Was bedeutet geringes Vertrauen für Betroffene?

Viele Menschen fürchten eine Versorgungslücke im Pflegefall. Die Wahrnehmung eines Vertrauens- und Sicherheitsdefizits führt dazu, dass sie vorsorgliche Maßnahmen ergreifen, etwa durch erhöhte private Vorsorge oder längere Pflege zu Hause.

Diese Entwicklung belastet vor allem Angehörige. Familien verspüren zunehmend Druck, die Pflege eigenständig zu organisieren, da die staatliche Versorgung als unsicher wahrgenommen wird. Die Konsequenzen sind eine steigende Belastung der Angehörigen, häufig verbunden mit finanziellen Einbußen und persönlichem Stress. Für die Betroffenen selbst wächst das Gefühl, im Notfall auf sich allein gestellt zu sein, was psychisch wie auch körperlich zu einer erheblichen Belastung führt.

Folgen für Kommunen und die regionale Infrastruktur

Kommunale Angebote und die Pflegeinfrastruktur stehen unter Druck. Da das Vertrauen in die staatliche Versorgung schwindet, steigt die Erwartung an lokal organisierte Betreuungseinrichtungen. Öffentliche Mittel, etwa Bundesdarlehen in Höhe von 1,7 Milliarden Euro*, sollen Unterstützung bieten, reichen angesichts der zunehmenden Nachfrage jedoch oft nicht aus.

Eine mögliche Folge ist ein Rückgang der Pflegeleistungen vor Ort, was vor allem ältere Menschen mit geringer finanzieller Flexibilität unmittelbar trifft.

Gesellschaftliche Debatte: Familiäre Verpflichtungen versus staatliche Verantwortung

Die Unsicherheit wächst, ob Familien die Pflege künftig noch stemmen können. Laut Umfrage sehen 59 Prozent der Deutschen die Verantwortung für Pflege weitgehend bei den Angehörigen*.

Der Sozialverband VdK fordert, Pflege wieder als Pflichtaufgabe der Kommunen zu definieren, da diese lokal die Bedürfnisse am besten kennen und gezielt handeln können. Im Gegensatz dazu besteht die Position, dass staatliche Finanzhilfen ausreichend gewährleistet seien: So fließen beispielsweise in die Pflegeinfrastruktur auf Bundesebene jährlich 1,7 Milliarden Euro an Kreditmitteln*.

Ausblick auf die gesellschaftliche Relevanz

Die beschriebenen Entwicklungen zeigen: Das Vertrauen in die Pflegeversorgung ist wesentlich für das gesellschaftliche Zusammenleben. Steht dieses auf dem Prüfstand, leidet auch die Bereitschaft, frühzeitig Vorsorge zu treffen. Die Gefahr besteht, dass sich die gesellschaftliche Spaltung vertieft, wenn regionale Unterschiede in der Versorgung zunehmen und die Belastung für Familien weiter wächst.

Obwohl der Staat bereits Maßnahmen wie Darlehen und Regelungen zur Unterstützung angekündigt hat, bleibt die Herausforderung bestehen, das Vertrauen wiederherzustellen. Das Ziel sollte eine flächendeckende, qualitativ hochwertige Pflege vor Ort sein, die auf verlässliche, finanzielle Absicherung aufbaut. Nur so kann die Gesellschaft den demographischen Wandel bewältigen und für eine sozial gerechte Versorgung im Alter sorgen.

Ausblick: Politische Optionen und lokale Strategien für eine nachhaltige Pflege

Die Sicherstellung einer verlässlichen Pflege im Alter gehört zu den drängendsten Herausforderungen in Deutschland. Über die vergangenen Jahre haben sich die Unsicherheiten der Bürgerinnen und Bürger deutlich verstärkt. Laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage des VdK halten nur 30 Prozent der Menschen für wahrscheinlich, im Pflegefall ausreichend versorgt zu werden.* Mehr als die Hälfte (55 Prozent) schätzen, dass ihre Pflege-Zukunft eher unsicher ist.* Diese alarmierenden Zahlen verdeutlichen den Handlungsdruck auf allen politischen Ebenen.

Auf Bundes- und Landesebene zeichnen sich vielfältige Möglichkeiten ab, um die Rahmenbedingungen für eine verlässliche Pflege grundlegend zu verbessern. So ist die geplante Bereitstellung von 1,7 Milliarden Euro im Jahr 2026 zur Stärkung der Sozialen Pflegeversicherung ein wichtiges Signal. Weitere Finanzierungsinstrumente könnten darauf aufbauen, um nachhaltige Strukturen zu schaffen. Hierbei ist es entscheidend, dass Entscheidungen vor Ort eine zentrale Rolle spielen. Kommunen sollten ihre Pflichtaufgaben im Bereich Pflege verstärken, indem sie gezielt präventive Angebote sowie flexible Unterstützungsleistungen entwickeln. Beispielhaft könnten lokale Pflegekonzepte auf die spezifischen Bedürfnisse der Einwohnerinnen und Einwohner zugeschnitten werden. Dies fordert jedoch eine klare Verantwortungszuweisung: Wer trägt in den Kommunen die Verantwortung für die Pflegeplanung? Wie lassen sich Ressourcen effizient einsetzen, um Versorgungslücken zu schließen?

Kommunale Strategien sollten die Frage in den Mittelpunkt stellen, welche konkreten Schritte notwendig sind, um Pflege sicher und dauerhaft zu gewährleisten. Dazu zählen neben der verbesserten Finanzierung auch die Stärkung präventiver Maßnahmen, Schulungen für Pflegekräfte sowie der Ausbau niederschwelliger Unterstützungsangebote. Diese Maßnahmen helfen, die Pflege vor Ort stabiler zu gestalten und Abhängigkeiten von externen Anbietern zu verringern.

Gleichzeitig gilt es, die Verantwortlichkeiten klar zu verteilen: Wer trägt Verantwortung vor Ort? Wie können kommunale Pflichtaufgaben gestaltet werden, um eine flächendeckende Versorgung sicherzustellen? Entscheidend ist, dass Gemeinden frühzeitig in den Planungsprozess eingebunden werden und konkrete Qualitätsstandards festlegen. Das schafft Verlässlichkeit für pflegebedürftige Menschen, ihre Angehörigen und die Fachkräfte vor Ort.

Ein weiterer zentraler Punkt betrifft die Finanzierung. Der Bund bietet mit dem vorgesehenen Bundesdarlehen eine bedeutende Unterstützung; nachhaltige Strategien sollten jedoch auch die langfristige nachhaltige Sicherung der Pflegefinanzierung gewährleisten. Ziel ist es, in den Kommunen stabile Rahmenbedingungen zu schaffen, die Versorgungssicherheit gewährleisten und den Pflegebedarf zeitnah decken.

Der Blick nach vorn zeigt, dass eine erfolgreiche Pflegepolitik nicht nur in kurzen Maßnahmen besteht. Es geht vielmehr um eine kontinuierliche Debatte, wie Pflege in der Breite verankert, lokal zugeschnitten und auskömmlich finanziert werden kann. Entscheidungsträger sollten regelmäßig prüfen, ob ihre Konzepte den aktuellen Herausforderungen gerecht werden und wie sie die Versorgung vor Ort weiter verbessern können. Für die Zukunft ist die Diskussion über die genaue Ausgestaltung kommunaler Pflichtaufgaben ebenso unerlässlich wie die Frage, wie Ressourcen noch effizienter genutzt werden können.

Nicht zuletzt steht die Frage im Raum, ob und wie die Kommunen mehr Verantwortung für die Pflege übernehmen sollten. Die konkreten nächsten Schritte könnten die Entwicklung integrierter Versorgungsmodelle, die stärkere Einbindung der Pflegebedürftigen sowie die Förderung innovativer Lösungsansätze umfassen. Diskussionspunkte bleiben, wie Verantwortlichkeiten strukturiert, Mittel verteilt und Qualitätsstandards umgesetzt werden. Nur durch bundeseinheitlich abgestimmte Strategien und die aktive Beteiligung der Kommunen wird eine nachhaltige Pflegezukunft in Deutschland gestaltet.

Die Inhalte und Daten in diesem Beitrag entstammen einer Pressemitteilung des Sozialverbands VdK Deutschland.

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12 Kommentare

  1. Danke für die daten, die zahl 82% Staatverantwortung überrascht mich nicht. Trotzdem: wie verhindert man das verschieben der Last auf Familien? Die 59% sprechen Bände. Vorschlag: mehr unterstützung für pflegende Angehörige, finanzielle entlastung und flexible Arbeitszeitmodelle. Schaut mal /sozial/entlastung-angehoerige fuer ideen. Neutral: gut recherchiert, aber praxis fehlt.

    1. Hagen hat recht, Angehörige brauchen viel mehr hilfe, sonst bricht das system. Frage an Autor: gibt es modellrechnungen was kommunale pflichtaufgabe kosten würde? Links zu/ finanzen/kommunale-kosten waeren super. Lob das Thema wird diskutiert, bitte weiter mit konkreten zahlen und fallstudien.

    2. Ich ergänze: Pflegekräfte müssen besser bezahlt und ausgebildet werden, sonst gibt es kein Personal. Die 1,7 Mrd sind zwar start aber langfristig brauchen wir stabilere Modelle. Fragt euch: wie werden qualitätssicherung und personalbindung finanziert? Siehe /jobs/pflege-politik fuer mehr diskussion. Danke für den artikel, regt an zum nachdenken.

  2. Der Artikel trifft einen nerv, 55% zweifeln das ist alarmierend. Ich würd mir wünschen mehr praxisbeispiele wie Kommunen erfolgreiche pflege organisieren, nicht nur forderungen. Kennt jemand praktische projekt in der Nähe oder Erfahrungsberichte? Siehe auch /beispiele/kommunale-pflege. Lob für die daten, aber bitte mehr tiefe und lösungsorientierte ansätze.

  3. Nützliche Zusammenfassung, dennoch etwas oberflächlich. Die regionalen unterschiede (Schleswig, NRW) sind wichtig, aber warum keine andere länder verglichen? Ich denke auch das kommunale pflichtaufgabe sinnvoll klingt, aber wie stelln wir qualität sicher? Gibt es standarden? Mehr link zu /standards/pflege-qualitaet wäre hilfreich. Lob an VdK fürs aufwecken der Debatte.

    1. Reiner95 bringt punkt, standarden fehlen total in report. Wer kontrolliert und wie oft, das sind die fragen die mich ncht loslassen. Vielleicht braucht es unabhängige audits und transparente berichte, siehe /transparenz/pflege-audit. Empathisch: verstehe die Angst vieler, aber konstruktiv sollte man vorgehen, nicht nur kritik ohne vorschlag.

    2. Noch ein gedanke: private Vorsorge wird oft genannt, aber für viele kaum möglich. Warum nicht gemischte modelle, teilstaatlich teilprivat? Wie bleiben kleine Gemeinden mit wenig Steuereinnahmen nicht auf der Strecke? Link zu /politik/kommunalfinanzierung könnte helfen, danke für den artikel.

  4. Die Umfrage erschreckt, 30% vertrauen reicht nicht. Ich find wichtig das der Staat mehr macht, aber woher soll das Geld kommen, noch mehr steuern oder Umlage? Vielleicht hybridlösungen mit Kommune und Freiwilligen, oder lokale Pflegezentren wie in /themen/kommunen. Lob an VdK für die klare Forderung, doch mehr konkrete Schritte fehlen mir hier.

    1. Ja Mruf, genau das frage ich mich auch, Geldherkunft unklar. Die Begriffe Pflegeversicherung und Finanzierung werden viel erwähnt aber wenig erklärt. Könnte jemand erklähren wie das Bundesdarlehen 1,7 mrd wirkt? Link zu /finanzen/pflegefoerderung wäre hilflich. Neutraler Ton: ich seh beides Staat und Familie in Pflicht, trotzdem unsicher.

    2. Schliesse mich an, die Angst is real. Frage: wie werden Pflegedienste vor Ort unterstützt? Kommt das Geld auch bei Pflegekraft an oder bleibt es in Verwaltung? Wäre gut wenn Autor mehr zu personal, Qualifikation und Lohn schrieb. Tipp: schaut artikel /jobs/pflegekraefte fuer mehr background, danke fürs teilen.

  5. Interessanter Beitrag, die Thema mit der Pflege und Pflegeversicherung sind wichtig, danke. Ich find es gut das VdK sagt mehr Staat muß tun, aber ich frag mich ob Kommunen das überhaupt stememn könn, gibt es da beispielprojekte? Mehr infos auf /themen/pflege-im-alter oder /politik/pflege-reform wär nett zu sehen. Lob für die Zahlen, aber Kritik an fehlende Details zur Finanzierung.

    1. Guter punkt von Simone44, ich denke auch das kommunne oft nicht genug mitteln haben. Die 1,7 mrd ist zwar genannt aber reicht es? Welche modelle gibt es denn lokal, kennt jemand link zu /lokal/kommunale-pflege oder zu VdK seite? Danke fürs teilen, die Angst vor schlechter Pflege im alter spürrt man hautnah, empathie wäre nötig.

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