– Der VDI ehrte vier Ingenieurinnen und Ingenieure für herausragende Leistungen in Düsseldorf.
– Präsident Lutz Eckstein wurde für eine zweite Amtszeit bis 2028 wiedergewählt.
– Die Initiative „Zukunft Deutschland 2050“ soll Orientierung in Schlüsseltechnologien geben.
VDI ehrt Ingenieurskunst und blickt in die Zukunft
Am 5. Dezember 2025 stand in Düsseldorf die Exzellenz im Ingenieurwesen im Mittelpunkt. Bei seiner Vorstandsversammlung und Ehrungsveranstaltung zeichnete der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) vier Persönlichkeiten für herausragende Leistungen aus. Die Veranstaltung verband so die Würdigung besonderer Einzelleistungen mit dem gemeinsamen Blick auf die großen technologischen und gesellschaftlichen Aufgaben der Zukunft.*
Die Vorstandsversammlung selbst setzte den strategischen Rahmen. Sie beschäftigte sich mit der zentralen Frage, wie Deutschlands Innovationskraft gestärkt werden kann. In diesem Kontext wurde Professor Lutz Eckstein als VDI-Präsident wiedergewählt und führt den Verband nun in eine zweite Amtszeit bis 2028. In seiner Rede formulierte er eine klare Vision für die kommenden Jahre.
„Notwendig ist der Aufbruch in eine neue Zeit der Innovation, damit Deutschland als integraler Teil von Europa, einen globalen Impact entfaltet und in Schlüsseltechnologien eine führende Rolle spielt. Dabei spielt die Ingenieurkunst sowohl hinsichtlich der Gestaltung als auch für die Produktion eine zentrale Rolle. Mit unserer Initiative Zukunft Deutschland 2050 wollen wir Orientierung geben, Zukunftsfragen klären, Zielkonflikte offenlegen und damit zeigen: Der VDI gestaltet Zukunft“, betonte VDI-Präsident Professor Lutz Eckstein in seiner Impulsrede (Stand: 05.12.2025, Pressemitteilung VDI, PDF).*
Die Geehrten und ihre Verdienste
Der VDI zeichnet mit seinen Auszeichnungen sowohl langjähriges Engagement als auch junge Spitzenforschung aus.*
Ehrenzeichen: Engagement und Gleichstellung
Das Ehrenzeichen des VDI würdigt Persönlichkeiten, die sich für das Ingenieurwesen, den wissenschaftlich-technischen Fortschritt und die Gemeinschaftsarbeit im VDI eingesetzt haben.*
Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. Albert Albers erhält die Auszeichnung für seine jahrzehntelangen Verdienste in Forschung, Lehre und ehrenamtlichem Engagement. Als Leiter des IPEK – Instituts für Produktentwicklung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat er mit Exzellenz, Praxisnähe und Engagement die Produktentwicklung in Deutschland und weltweit geprägt.*
Prof. Dr.-Ing. Kira Kastell, Präsidentin der Hochschule Hamm-Lippstadt, wurde für ihr langjähriges Engagement für Gleichstellung, Nachwuchsförderung und Vielfalt im Ingenieurwesen ausgezeichnet. Sie prägt den VDI seit vielen Jahren auf Landes- und Bundesebene und setzt wichtige Impulse für mehr Chancengleichheit. In all ihren Funktionen inspiriert sie, fordert heraus und eröffnet neue Perspektiven – besonders für junge Frauen und angehende Ingenieurinnen.*
Ehrenring: Junge Spitzenforschung
Mit dem Ehrenring ehrt der VDI Ingenieurinnen und Ingenieure bis zum 40. Lebensjahr, die herausragende technisch-wissenschaftliche Leistungen erbracht haben.*
Dr.-Ing. Martin Dazer von der Universität Stuttgart erhielt den Ehrenring für seine Arbeit in der Zuverlässigkeitsforschung.*
Dr.-Ing. Stefan Schurer von der MAN Truck & Bus SE in München wurde für seine Leistungen in der Zahnrad- und Werkstoffforschung geehrt. Seine Dissertation an der TU München zum Einfluss nichtmetallischer Einschlüsse auf die Zahnfußtragfähigkeit gilt heute als Referenzwerk für Fachleute aus Forschung und Industrie.*
Die Eckdaten des VDI: Mitglieder, Ehrenamt und Tradition
Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) zählt zu den größten und einflussreichsten technisch-wissenschaftlichen Vereinigungen in Deutschland. Seine Arbeit stützt sich auf eine breite Basis aus Mitgliedern und einem umfangreichen ehrenamtlichen Engagement, während zugleich eine lange Tradition gewürdigt wird.
VDI-Grunddaten
Die Stärke des VDI liegt in seiner Community. Der Verein vereint rund 130.000 Mitglieder (Stand: 05.12.2025)* und bildet damit Deutschlands größtes Netzwerk für Ingenieurinnen und Ingenieure. Dieses multidisziplinäre Geflecht gestaltet laut eigener Aussage „richtungweisende Entwicklungen mit“. Die operative Arbeit des Vereins trägt maßgeblich rund 10.000 ehrenamtliche Expertinnen und Experten (Stand: 05.12.2025)*, die ihr Wissen und ihre Erfahrung in zahlreichen Gremien einbringen.
Historie der Auszeichnungen
Eine besondere Tradition des VDI ist die Würdigung herausragender Leistungen. Mit Ehrenzeichen und Ehrenring ehrt der Verein Ingenieurinnen und Ingenieure, die durch fachliche Exzellenz, Innovationskraft und ehrenamtliches Engagement Maßstäbe setzen. Die lange Historie unterstreicht die Kontinuität, mit der der VDI Spitzenleistungen im Ingenieurwesen anerkennt.
Wichtige VDI-Kennzahlen im Überblick:
| Kennzahl | Wert | Einheit | Quelle/Stand |
|---|---|---|---|
| Mitglieder | rund 130.000 | Personen | Pressemitteilung VDI, 05.12.2025* |
| Ehrenamtliche | rund 10.000 | Personen | Pressemitteilung VDI, 05.12.2025* |
| Tradition der Ehrungen | – | Jahre | – |
Mehr als eine Auszeichnung: Warum Ehrungen Impulse für die Zukunft setzen
Im Dezember 2025 ehrte der VDI in Düsseldorf vier Persönlichkeiten für ihre außergewöhnlichen Leistungen*. Solche Ehrungsveranstaltungen sind weit mehr als ein feierlicher Abschluss des Jahres. Sie fungieren als gesellschaftliche Spiegel und strategische Hebel. Ihre Relevanz entfaltet sich auf mehreren Ebenen: Sie bestätigen individuelle Exzellenz, senden Signale an den Nachwuchs und positionieren Themen im öffentlichen Diskurs.
Warum Auszeichnungen wirken
Die Vergabe von Ehrenzeichen und Ehrenringen erfüllt eine zentrale Vorbildfunktion. Indem der VDI Persönlichkeiten wie Prof. Kira Kastell für ihr Engagement für Gleichstellung und Vielfalt auszeichnet, macht er diese Werte sichtbar und verbindet sie mit konkreten Erfolgsgeschichten. Für Studierende und junge Berufstätige werden abstrakte Karrierewege plötzlich greifbar. Die Ehrung von Spitzenforschern wie Dr. Martin Dazer oder Dr. Stefan Schurer unterstreicht gleichzeitig, welche wissenschaftlichen Leistungen und Innovationsbeiträge gesellschaftlich geschätzt werden. Dieser öffentliche Akt der Wertschätzung stärkt die Identifikation mit dem Ingenieurberuf und kann entscheidende Motivationsimpulse geben.
Was folgt für Nachwuchs und Innovation
Die Signalwirkung einer solchen Ehrung reicht über den Abend hinaus. Sie kann mehrere langfristige Effekte entfalten:
- Sichtbarkeit für Karrierewege: Die Auszeichnung junger Ingenieure bis zum 40. Lebensjahr mit dem Ehrenring zeigt aufstrebenden Talenten, dass herausragende Leistungen früh anerkannt werden.
- Themensetzung: Indem der VDI Felder wie digitale Zuverlässigkeitsprognose oder Werkstoffforschung in den Fokus rückt, lenkt er die Aufmerksamkeit auf zukunftsträchtige Technologiefelder.
- Netzwerkeffekte: Die Geehrten werden zu Botschaftern ihrer Themen und können in ihrer neuen Rolle weitere Debatten anstoßen und Kooperationen befördern.
Der Ausblick bleibt spannend. Wird es gelingen, die mit den Ehrungen verbundene Aufmerksamkeit in nachhaltige Initiativen zu übersetzen? Können die ausgezeichneten Vorbilder noch mehr junge Menschen, insbesondere Frauen, für ein Ingenieurstudium begeistern? Die Diskussion über die Zukunftsfähigkeit des Standorts Deutschland, die auch auf der VDI-Vorstandsversammlung thematisiert wurde, braucht solche konkreten Ankerpunkte der Exzellenz. Die Ehrungen markieren nicht einen Endpunkt, sondern einen Ausgangspunkt für die weitere Gestaltung.
Die hier bereitgestellten Informationen und Zitate entstammen einer Pressemitteilung des VDI e.V.
Weiterführende Quellen:
- „Am 05. Dezember 2025 ehrte der VDI bei seiner Vorstandsversammlung in Düsseldorf vier herausragende Ingenieurpersönlichkeiten für ihre herausragenden Leistungen in Technik, Wissenschaft und ehrenamtlichem Engagement.“ – Quelle: https://cache.pressmailing.net/content/1d116b2d-e8b0-4eca-ad2d-47767e46c34a/251205_PM_VDI_VV_Ehrungen.pdf
- „Prof. Albert Albers, Prof. Kira Kastell, Dr. Martin Dazer und Dr. Stefan Schurer wurden mit dem Ehrenzeichen bzw. Ehrenring des VDI für ihr herausragendes Engagement in Forschung, Gleichstellung, Zuverlässigkeits- und Werkstoffforschung ausgezeichnet (Stand: Dezember 2025).“ – Quelle: https://cache.pressmailing.net/content/1d116b2d-e8b0-4eca-ad2d-47767e46c34a/251205_PM_VDI_VV_Ehrungen.pdf
- „VDI-Präsident Prof. Lutz Eckstein wurde bei der Veranstaltung in Düsseldorf für seine zweite Amtszeit bis 2028 bestätigt und betonte die zentrale Bedeutung der Ingenieurkunst für die Innovationsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit Deutschlands (Stand: Dezember 2025).“ – Quelle: https://cache.pressmailing.net/content/1d116b2d-e8b0-4eca-ad2d-47767e46c34a/251205_PM_VDI_VV_Ehrungen.pdf
6 Antworten
Die Bedeutung der Ingenieurkunst wird oft unterschätzt. Der VDI hat hier eine große Verantwortung und Chance! Wie sieht es mit den internationalen Vergleichen aus – stehen wir da gut da? Wäre interessant zu wissen, wie andere Länder mit diesen Herausforderungen umgehen.
Ich bin begeistert von den Ehrungen! Besonders die Auszeichnung für Prof. Kastell ist wichtig für die Sichtbarkeit von Frauen im Ingenieurwesen. Wie können wir sicherstellen, dass solche Geschichten mehr Menschen erreichen? Vielleicht sollten soziale Medien eine größere Rolle spielen.
Ich stimme zu! Es wäre gut, wenn die Erfolgsgeschichten von weiblichen Ingenieuren häufiger geteilt werden würden. Gibt es spezielle Programme oder Netzwerke für junge Frauen in Technik? Ich denke, das könnte helfen!
Es ist inspirierend zu sehen, wie der VDI Engagement in der Forschung und Lehre anerkennt. Prof. Albers hat sicher einen großen Einfluss auf viele Studierende gehabt. Was können andere Hochschulen von seiner Arbeit lernen? Welche konkreten Projekte könnten wir als Vorbilder nehmen?
Die Wiederwahl von Lutz Eckstein klingt vielversprechend! Ich hoffe, dass er wirklich neue Impulse setzen kann. Welche spezifischen Maßnahmen plant der VDI für die Zukunft? Könnten wir mehr Informationen über die Initiative ‚Zukunft Deutschland 2050‘ erhalten? Das wäre sehr hilfreich.
Ich finde es toll, dass der VDI so viele Ingenieurinnen und Ingenieure ehrt! Aber warum gibt es nicht mehr Frauen in solchen Positionen? Ist es nicht wichtig, auch junge Talente zu fördern? Vielleicht könnten wir darüber diskutieren, wie wir die Gleichstellung im Ingenieurwesen weiter voranbringen können.