VDE ETG Vorstandswahl 2025: Britta Buchholz als Vorsitzende wiedergewählt – Neue Besetzung und Ziele für die Energiewende

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Dr.-Ing. Britta Buchholz wurde am 12. November 2025 für weitere drei Jahre zur Vorsitzenden der Energietechnischen Gesellschaft im VDE (VDE ETG) gewählt. Neu in den Vorstand kamen Dr. Alexander Montebaur als stellvertretender Vorsitzender und Ben Gemsjäger. *„Gemeinsam mit dem Vorstand werden wir die Weiterentwicklung des Energiesystems fachkundig vorantreiben,“* so Buchholz.

Inhaltsverzeichnis

– Dr.-Ing. Britta Buchholz wurde als VDE ETG-Vorsitzende wiedergewählt.
– Dr. Alexander Montebaur ist neuer stellvertretender Vorsitzender.
– Die ETG ist eine wichtige Plattform für Energiesystem-Wissen in Deutschland.

VDE ETG mit neuem Vorstand für die Energiewende

Die Energietechnische Gesellschaft im VDE (VDE ETG) hat am 12. November 2025 ihren Vorstand neu aufgestellt. Dr.-Ing. Britta Buchholz wurde als Vorsitzende für eine weitere Amtszeit von drei Jahren bestätigt und führt die wissenschaftliche Fachgesellschaft bis Ende 2028.* Neu ins Gremium gewählt wurden ein stellvertretender Vorsitzender und ein weiterer Industrievertreter.*

Zu den wiedergewählten Vorstandsmitgliedern zählen weitere Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft.* Aus dem Vorstand ausgeschieden sind nach Ablauf ihrer zweiten Legislaturperiode Vorstandsmitglieder.*

Die wiedergewählte Vorsitzende Britta Buchholz betonte: „Ich bedanke mich sehr bei den Mitgliedern für ihr Vertrauen und habe großen Respekt vor dieser Rolle. Gemeinsam mit dem Vorstand, den Fachbereichsleitungen und allen aktiven Mitgliedern werden wir die Weiterentwicklung des Energiesystems fachkundig vorantreiben.“ Sie fügte hinzu: „Und natürlich freuen wir uns jederzeit über interessierte neue Mitglieder, die unsere Zukunft aktiv mitgestalten möchten.“

Dr. Ralf Petri, Geschäftsführer der VDE ETG, würdigte die scheidenden Vorstandsmitglieder: „Ich bedanke mich bei den bisherigen Vorstandsmitgliedern für ihr ehrenamtliches Engagement und freue mich schon jetzt auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Vorstand.“

Die ETG gilt als eine der zentralen Plattformen für den Wissensaustausch zum Energiesystem in Deutschland und bringt Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammen.

Stand: 12.11.2025

Mitgliederentwicklung und Diversitätsziele im Fokus

Die Energietechnische Gesellschaft im VDE positioniert sich mit ihrer aktuellen Mitgliederbasis als bedeutende Plattform im deutschen Energiesektor. Die ETG zählt im Jahr 2024 rund 8.180 Mitglieder*, bis zum 12. November 2025 steigt diese Zahl auf 9.000 Mitglieder*.

Zum Vergleich: Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) verzeichnet Stand April 2025 etwa 1.900 Mitgliedsunternehmen*. Beide Verbände decken damit unterschiedliche Strukturen ab – die ETG als wissenschaftliche Fachgesellschaft mit Einzelmitgliedern, der BDEW als Wirtschaftsverband mit Unternehmensmitgliedschaften.

Frauenanteil: Ziel vs. Ist

Die ETG hat mit ihrer Kongress-Leitlinie ein Diversitätsziel formuliert: Bis 2028 soll in Leitungspositionen ein Frauenanteil von 30 % erreicht werden*.

Eine Studie der Deutschen Energie-Agentur (DENA) zeigt die Herausforderungen: Der Frauenanteil in Vorständen deutscher Energieverbände lag bei etwa 14 % (ohne konkretes Jahresdatum). Zum Vergleich: Der Durchschnitt aller Branchenverbände erreichte 2021 immerhin 25 %.

Jahr Mitgliederzahl Quelle/Stand
2024 8.180 BDEW-Website*
2025 9.000 Pressemitteilung 12.11.2025*

Die Wiederwahl von Dr.-Ing. Britta Buchholz zur Vorsitzenden und die Präsenz weiterer Frauen im Vorstand deuten auf erste Schritte zur Umsetzung dieser Diversitätsziele hin. Die Entwicklung bis 2028 bleibt ein ambitioniertes Vorhaben, das die Branche genau verfolgen wird.

Chancen und Kontroversen der neuen ETG-Führung

Die personellen Wechsel an der Spitze der Energietechnischen Gesellschaft bergen Potenziale für den Wissenstransfer, werfen aber auch Fragen zur Unabhängigkeit fachlicher Empfehlungen auf. Die Berufung von Führungskräften aus Unternehmen wie Hitachi Energy, Siemens und Westnetz stärkt die Schnittstelle zwischen industrieller Praxis und wissenschaftlicher Forschung. Dieser direkte Draht kann Innovationen beschleunigen und technologische Lösungen praxisnah entwickeln – ein entscheidender Faktor für das Gelingen der Energiewende.

Gleichzeitig sieht der Monitoringbericht der Bundesnetzagentur aus dem Jahr 2024 kritisch, wenn sich personelle Überlappungen zwischen Industrie und Verbandsspitzen häufen. Die Behörde warnt vor möglichen Interessenkonflikten, die die Unabhängigkeit fachgesellschaftsbasierter Empfehlungen beeinträchtigen könnten. Diese Bedenken stehen im Kontrast zur Selbstdarstellung der ETG als neutrale Plattform für den wissenschaftlichen Austausch.

Bis 2028 wird sich zeigen, wie die ETG ihre internen Ziele umsetzt – insbesondere das Diversitätsziel von 30 % Frauenanteil in Leitungspositionen bis 2028 (Stand: Mai 2025)*. Die künftige Besetzung von Schlüsselpositionen und die Transparenz bei Entscheidungsprozessen werden maßgeblich darüber entscheiden, wie unterschiedliche Perspektiven in der energiepolitischen Debatte Gehör finden. Für eine vollständige Einschätzung lohnt es sich, neben den ETG-Positionen auch kritische Stimmen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft einzubeziehen.

Die Inhalte und Zitate dieses Beitrags stammen aus einer Pressemitteilung der Energietechnischen Gesellschaft im VDE (VDE ETG).

Weiterführende Quellen:

8 Antworten

  1. „Der Fokus auf Diversität ist klasse! Ich hoffe, dass wir bis 2028 tatsächlich einen höheren Frauenanteil sehen werden. Wer hat Erfahrung mit solchen Zielen in anderen Verbänden?“

  2. „Ich bin gespannt auf die neuen Ideen von Dr. Montebaur als stellvertretender Vorsitzender! Welche Veränderungen erwartet ihr durch ihn?“

  3. Die Mitgliedszahlen steigen ja erfreulich! Ich frage mich nur, ob das auch wirklich zu mehr Einfluss führt? Wie sieht es aus mit der Qualität der Arbeit in der ETG?

    1. Das ist ein guter Punkt! Mehr Mitglieder heißt nicht unbedingt bessere Ergebnisse. Wir sollten die Arbeit weiterhin kritisch beobachten.

  4. Die ETG scheint eine wichtige Rolle zu spielen für den Wissensaustausch. Ich finde es spannend, wie sie sich entwickeln will. Gibt es schon Ideen, wie das diverser werden kann?

  5. Ich finde die Wiederwahl von Dr. Buchholz echt positiv! Sie hat viel Erfahrung und könnte die ETG gut leiten. Was denkt ihr über die Diversitätsziele? Glaubt ihr, dass sie erreicht werden können?

    1. Ja, ich hoffe auch, dass mehr Frauen in Führungspositionen kommen. Das wäre wirklich ein Fortschritt für die Branche! Was denkt ihr über den aktuellen Stand der Dinge?

    2. Es ist wichtig, dass wir da dranbleiben! Die Herausforderungen sind groß, aber mit einer starken Führung wie Dr. Buchholz könnte das klappen.

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