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VCI: EEG-Reform: Bremsklotz für den Klimaschutz in der Industrie

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Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) hat hohe Hürden bei der Herstellung von grünem Wasserstoff beanstandet. Gemünzt ist die Kritik auf eine Umsetzungsverordnung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes, die heute vom Bundestag verabschiedet werden soll. Danach wird Strom, der zur Herstellung von grünem Wasserstoff dient, weiterhin mit der EEG-Umlage belastet, wenn auch in geringerem Maß als heute.

Wolfgang Große Entrup, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), kommentierte: „Wir brauchen völlig freie Bahn für grünen Wasserstoff als wichtigste Grundlage für eine klimaneutrale Industrie. Stattdessen baut die Politik einen Bremsklotz ein, indem sie den nötigen Strom verteuert. Das macht Wasserstofferzeugung unwirtschaftlich und wirft uns auf dem Weg zum Klimaschutz zurück.“

Große Entrup wies darauf hin, dass mit der Neuregelung Wasserstoff-Projekte in der Industrie auf der Kippe stehen. Der VCI-Hauptgeschäftsführer verlangte deshalb pragmatischere Lösungen: So solle Strom für die Wasserstofferzeugung auch als erneuerbar gelten, wenn dies durch entsprechende Herkunftsnachweise belegt werden kann. Zudem sollten Unternehmen Grünstrom nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus anderen EU-Mitgliedstaaten beziehen können. Große Entrup: „Beim Wasserstoff brauchen wir mehr Europa und mehr Flexibilität. Sonst können wir uns den zügigen Aufbau einer  treibhausgasneutralen Wirtschaft in Deutschland abschminken.“

Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von über 1.700 deutschen Chemie- und Pharmaunternehmen sowie deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. 2020 setzte die Branche knapp 190 Milliarden Euro um und beschäftigte rund 464.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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