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VC kritisiert angeblichen „Sozialplan Null“ bei Lufthansa CityLine

Die Vereinigung Cockpit berichtet von einem geplanten Sozialplan ohne finanzielle Leistungen für Beschäftigte der stillgelegten Lufthansa CityLine. Die vorliegenden Lufthansa-Unterlagen belegen Gespräche über einen Sozialplan, nicht dessen konkreten Inhalt.
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Das Wichtigste in Kürze

  • Vereinigung Cockpit kritisiert geplanten „Sozialplan Null“ für Lufthansa CityLine-Beschäftigte ohne finanzielle Unterstützung.
  • Lufthansa CityLine wurde im April 2026 stillgelegt, Folgen für rund 500 Piloten und 800 Flugbegleiter unklar.
  • Sozialplan soll wirtschaftliche Nachteile bei Betriebsänderungen ausgleichen, Einigungsstelle möglich bei Konflikten.

Die Vereinigung Cockpit, der Berufsverband des Cockpitpersonals in Deutschland, kritisiert einen nach ihrer Darstellung geplanten „Sozialplan Null“ für Beschäftigte der Lufthansa CityLine. Der Plan sehe keine finanziellen Ausgleichs- oder Unterstützungsleistungen vor, teilte der Verband am 23. September mit. Die Arbeitgeberseite und die Personalvertretung müssten eine Lösung finden, die über eine „Null“ hinausgehe, fordert die Vereinigung Cockpit.

Die Lufthansa CityLine war im April 2026 stillgelegt worden. Für die Beschäftigten gehe es nun um die Folgen dieser Konzernentscheidung, betont die Vereinigung Cockpit. Anja Granvogl, Vorständin des Verbands und CityLine-Pilotin, sagte: „Für die Beschäftigten ist das ein Schlag ins Gesicht. Ein Sozialplan Null wird der Leistung, Loyalität und Verbundenheit dieser Kolleginnen und Kollegen nicht gerecht, die teilweise bis zu über 20 Jahren für die CityLine gearbeitet haben.“

Öffentlich belegt sind Gespräche, nicht der konkrete Plan

Lufthansa hatte am 16. April erklärt, mit den Betriebspartnern Gespräche über einen Interessenausgleich und einen Sozialplan aufzunehmen. Damit ist öffentlich belegt, dass Lufthansa Gespräche aufnehmen wollte. Die vorliegenden Lufthansa-Unterlagen bestätigen jedoch weder einen abgeschlossenen Sozialplan noch dessen konkrete Leistungen oder ein Ausbleiben finanzieller Hilfen.

Zur Größenordnung des Verfahrens berichtete Reuters im April von rund 500 Piloten und 800 Flugbegleitern. Diese Zahlen beziehen sich auf die genannten fliegenden Beschäftigtengruppen im CityLine-Verfahren; sie sind keine Gesamtzahl der CityLine-Belegschaft und sagen nichts darüber aus, wer am Ende Anspruch auf welche Leistung haben könnte.

Wofür ein Sozialplan gedacht ist

Ein Sozialplan soll nach dem Betriebsverfassungsgesetz wirtschaftliche Nachteile aus einer Betriebsänderung ausgleichen oder zumindest abmildern. Kommt zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat keine Einigung zustande, können beide Seiten die Einigungsstelle anrufen; deren Spruch ersetzt dann die Einigung. Was dies für CityLine konkret bedeutet und ob es dort zu einer solchen Einigungsstelle kommt, lässt sich aus den vorliegenden Unterlagen nicht ableiten.

Quellen

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