VBE zum Schulstart: Transparenz und Ehrlichkeit längst überfällig

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„Schüler:innen lernen dann am besten, wenn sie ganzheitlich lernen, das heißt mit Kopf, Herz und Hand. Und sie lernen dann am besten, wenn sie einen Rahmen vorfinden, der ihnen Sicherheit, Klarheit, Struktur und Zuverlässigkeit bietet. All das war durch die coronabedingten Einschränkungen der letzten fast anderthalb Jahre nicht im erforderlichen Maße gegeben.

Die Folge: Teils enorme psycho-soziale Belastungen von Schüler:innen, die sich etwa in Blockaden beim Lernen oder Ängsten zeigen“ konstatiert der Bundesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, mit Blick auf das beginnende Schuljahr 2021/22 und fordert:

„Das darf so nicht weitergehen! Schüler:innen müssen nach den Sommerferien einen Schulraum vorfinden, der ihnen ein Maximum an psychologischer Sicherheit gewährleistet! Lehrer:innen müssen Rahmenbedingen vorfinden, die es ihnen ermöglichen, mit Schüler:innen in einem angemessenen und notwendigen Maße das zu bearbeiten, was jetzt zuvorderst bearbeitet werden muss“, so Beckmann.

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„Die Politik muss endlich das tun, wofür sie die unterrichtsfreie Zeit nicht hinreichend genutzt hat. Das heißt: Klarheit, Verlässlichkeit und ein Maximum an Sicherheit beim Gesundheitsschutz an Schulen sicherstellen. Maskenpflicht und regelmäßige Unterbrechung des Unterrichts durch Lüften werden den Schulalltag weiterhin bestimmen. Die Verbesserung des Infektionsschutzes durch technische Maßnahmen ist bisher nur halbherzig angegangen worden. Die Politik scheint zu erkennen, dass sie sich in Sachen Pandemieentwicklung auch für den Beginn dieses Schuljahres verkalkuliert hat und die mangelhaften Vorkehrungen ihr erneut auf die Füße zu fallen drohen. Ein Beleg dafür ist auch, dass einzelne Länder trotz fehlender Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) die Impfung der ab 12-Jährigen empfehlen und damit die Verantwortung, ob Präsenzunterricht stattfinden kann oder nicht, letztendlich den Eltern zuschieben.
Das allein kann keine ernsthafte Lösung sein. Neben dem, was in puncto Gesundheitsschutz erforderlich ist, braucht es auch endlich Klarheit in anderen Fragen, etwa bei rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen. Nur dann kann Schule das umsetzen, was es nach den Ferien dringend braucht“, so Beckmann weiter.

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„Insgesamt braucht es die Ehrlichkeit der politisch Verantwortlichen. Auch das kommende Schuljahr wird kein normales Schuljahr werden. Diskussionen, die allein darauf ausgerichtet sind, wie Lernlücken nun schnell zu schließen sind und versäumter Stoff den Schüler:innen schnellstmöglich eingetrichtert werden kann, indem man ein paar Schulstunden zusätzlich anbietet, sind Blendwerk und gehen an den tatsächlichen Herausforderungen vorbei.
Fakt ist: Auch das Schuljahr 2021/22 wird von der Pandemie und den Versäumnissen der Politik in Sachen Infektionsschutz geprägt sein. Alle an Schule Beteiligten tun gut daran, ihre Erwartungshaltung der Realität anzupassen. Wenn es die Politik ernst meint mit ihrer Aussage, dass den Auswirkungen der Pandemie auf Kinder und Jugendliche jetzt durch eine besondere Aufmerksamkeit und Achtsamkeit gegenüber begegnet werden muss, kann das nur heißen, dass die ersten Wochen nach den Ferien frei von Leistungsdruck sein müssen. Das, was das pädagogische Personal in den Schulen in den nächsten Wochen braucht ist Zeit und nochmals Zeit. Um die psycho-emotionale Situation und Ausgangslage eines jeden Kindes wirklich erfassen und ganzheitliche Unterstützung anbieten zu können. Nur so kann Schule dazu beitragen, bleibenden Beeinträchtigungen bei Schüler:innen wirkungsvoll entgegenzuwirken und eine Grundlage für gelingendes Lernen in den darauffolgenden kommenden Wochen zu schaffen“, so Beckmann.

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