VAUNET: Filmförderung-Aufstockung wichtig, Investitionspflicht kritisch

Die geplante Aufstockung der deutschen Filmförderprogramme DFFF I+II und GMPF ab 2026 wird von der Medienbranche als bedeutender Schritt zur Stärkung des Filmstandorts Deutschland begrüßt. VAUNET, der Verband der privaten Medien, lobt das rasche Handeln der Medienstaatskanzlei, warnt jedoch vor möglichen neuen Unsicherheiten durch eine gesetzliche Investitionsverpflichtung. Während die angekündigten Maßnahmen für mehr Planungssicherheit sorgen sollen, sieht der Verband weiteren Gesprächsbedarf – und fordert einen gemeinsamen, konstruktiven Weg von Politik und Branche.

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Signal für die Filmbranche: VAUNET begrüßt Maßnahmen zur Stärkung des Filmstandorts Deutschland

Ein Hoffnungsschimmer für die deutsche Filmindustrie: Der VAUNET – Verband Privater Medien bewertet das geplante Upgrade der Filmfördertöpfe DFFF I+II und GMPF ab 2026 als bedeutendes Zeichen für die Branche. Deutschlands Film- und Serienproduktionen kämpfen seit Jahren mit Wettbewerbsnachteilen im internationalen Vergleich – und der Ruf nach Reformen wurde zuletzt immer lauter.

Der Schritt des neuen Medienstaatsministers Wolfram Weimer, zügig auf die dringlichen Anliegen der Branche zu reagieren und Maßnahmen zur Belebung des Filmstandorts Deutschland auf den Weg zu bringen, wird ausdrücklich begrüßt. Die geplante Aufstockung der Fördermittel sendet ein wichtiges Signal an Filmschaffende und Produktionsfirmen. Mehr Planungssicherheit bedeutet für viele Produktionsunternehmen eine dringend benötigte Atempause im derzeit schwierigen Marktumfeld.

Doch VAUNET warnt auch: Die Erweiterung der Filmfördertöpfe könne nur ein Zwischenschritt auf dem Weg hin zu einem international wettbewerbsfähigen Steueranreizmodell sein. Damit deutsche Produktionsfirmen auf Augenhöhe mit globalen Wettbewerbern agieren können, müssten weitere Hürden abgebaut werden. Besonders kritisch sieht der Verband die bisherige Begrenzung des Finanzierungsanteils zu Lasten der privaten Rundfunkanbieter – diese müsse aus der GMPF-Richtlinie gestrichen werden, heißt es weiter.

Auch birgt die Debatte um ein sogenanntes „Junktim von Fördern und Fordern“ Zündstoff. Die Einführung einer gesetzlichen Investitionsverpflichtung verfehlt aus Sicht des VAUNET das eigentliche Ziel: „Die ins Spiel gebrachte Verknüpfung mit einer gesetzlichen Investitionsverpflichtung konterkariert das Ziel verlässlicher Investitionen. Darüber hinaus käme sie angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes und der aktuellen Entwicklungen auf dem Medienmarkt zur Unzeit. Sie garantiert keine zusätzlichen Produktionen in Deutschland, sondern schafft neue Unsicherheiten. Vielmehr sollten zunächst die Effekte der Aufstockung abgewartet werden.“ (Zitat-Quelle: Pressemitteilung)

Mit dieser klaren Haltung unterstreicht der Verband seine Kritik an staatlichen Markteingriffen, die Unsicherheit schaffen, statt den Standort Deutschland nachhaltig zu stärken. Experten des VAUNET plädieren stattdessen für freiwillige Selbstverpflichtungen im Rahmen einer gemeinsamen Branchenvereinbarung. Daniela Beaujean, Geschäftsführerin des Verbandes, betont offen den Willen zum Dialog: „Wir stehen weiterhin bereit, gemeinsam mit Politik und Branche einen konstruktiven Weg zu finden – dazu können auch freiwillige Selbstverpflichtungen oder eine Branchenvereinbarung gehören.“ (Zitat-Quelle: Pressemitteilung)

Die Medienbranche in Deutschland steht am Scheideweg: Wie ein leistungsfähiges Fördersystem aussehen muss, das auch internationalen Vergleich standhält, ist eine Schlüsselfrage für die Zukunft des heimischen Film- und Medienstandorts. Die aktuellen Entwicklungen zeigen: Die richtigen Weichen werden jetzt gestellt – und eine vorausschauende Medienpolitik kann entscheidend dazu beitragen, dass Deutschland auch künftig als kreatives Zentrum und attraktiver Produktionsstandort wahrgenommen wird.

Hintergrund:
Der VAUNET ist Spitzenverband von rund 160 privaten Unternehmen aus den Bereichen TV, Radio, Web und Streaming in Deutschland. Seine Mitglieder stehen für Meinungs- und Medienvielfalt und engagieren sich für die politischen und wirtschaftlichen Anliegen der gesamten Branche. Die Diskussionen rund um Filmförderung, Medientransparenz und Investitionspflicht zählen aktuell zu den zentralen Branchenthemen, deren Bedeutung weit über die eigentliche Filmszene hinausreicht – sie betreffen das Selbstverständnis einer kreativen, offenen und zukunftsfähigen Gesellschaft.


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VAUNET zur geplanten Erhöhung der Filmförderung: „Effekte der Aufstockung abwarten, …

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Filmförderung in Deutschland: Hintergründe, Einordnung und internationale Perspektiven

Die Diskussion um die Modernisierung bestehender Filmfördertöpfe wie DFFF I+II und GMPF spiegelt den enormen Druck wider, unter dem der deutsche Medien- und Filmstandort steht. In den vergangenen Jahren sorgten sowohl internationale Filmproduktionen als auch aufstrebende Streaming-Dienste für stärkeren Wettbewerb um attraktive Drehorte. Länder wie Großbritannien oder Ungarn locken mit steuerlichen Anreizsystemen, die weit flexibler und finanziell attraktiver für Produzenten sind. Deutschland setzt bislang primär auf klassische Förderprogramme, stößt jedoch mit den bisherigen Mitteln und Bedingungen im internationalen Vergleich oft an Grenzen. Insbesondere die Diskussion um die Limitierung der Förderanteile für Rundfunkveranstalter und die damit verbundene Standortattraktivität für Medienunternehmen gewinnt zunehmend an Bedeutung.

Experten erwarten, dass die angekündigten Anpassungen der Förderinstrumente zunächst für kurzfristige Planungssicherheit und Stabilität bei Projekten im Inland sorgen können. Mittel- bis langfristig wird jedoch die Einführung wettbewerbsfähiger Steueranreize als entscheidend angesehen, um gerade im globalen Kontext namhafte Produktionen und Investitionen dauerhaft zu sichern. Zugleich zeigt die aktuelle Debatte rund um eine mögliche Investitionsverpflichtung sowie freiwillige Selbstverpflichtungen der Branche, wie sensibel und differenziert marktregulierende Eingriffe betrachtet werden. Die Medienwirtschaft mahnt, neue Unsicherheiten bei Investitionen zu vermeiden und erst die Wirksamkeit der unmittelbar umgesetzten Maßnahmen abzuwarten.

Im europäischen Umfeld beobachten Branchenexperten, dass ein ausgewogener Mix aus Fördermitteln, regulatorischer Planungssicherheit und attraktiven steuerlichen Rahmenbedingungen entscheidend für den Erfolg internationaler Film- und Serienstandorte ist. Es bleibt daher spannend zu verfolgen, ob die nun angestoßenen Reformen in Deutschland die gewünschte Signalwirkung entfalten und langfristig zur Stabilisierung sowie zum Ausbau des Film- und Medienstandorts beitragen. Suchinteressierte erhalten auf den Seiten von VAUNET und der zuständigen Filmförderungsbehörde weiterführende Informationen sowie Hinweise zu Fördermöglichkeiten und aktuellen Entwicklungen in der Branche.

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