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Umweltschutzorganisationen gehen gegen Zulassung von Lebensmittelzusätzen vor

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Presse /news Verbandsnachrichten

Die Deutsche Umwelthilfe und foodwatch haben Widersprüche gegen die Zulassungen von fünf Pestizid-Produkten, darunter das umstrittene Glyphosat, beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit eingereicht. Die beiden Organisationen wollen damit gerichtlich gegen die Zulassungen vorgehen und den Verkauf von Produkten mit besonders giftigen Wirkstoffen stoppen. Sollten die Widersprüche nicht abgeholfen werden, planen die Organisationen Klagen. Zum ersten Mal gehen damit Umweltverbände in Deutschland juristisch gegen die Zulassung von Pestiziden vor. Die Produkte enthalten hochtoxische Wirkstoffe, die Gewässer vergiften, Nahrungspflanzen und Tiere töten und über Wasser und Nahrung in den menschlichen Körper gelangen. Die Gefahren für Umwelt und Gesundheit sind aus Sicht der DUH und foodwatch unvertretbar.


Original-Pressemeldung:

Deutsche Umwelthilfe und foodwatch leiten erstmals Rechtsverfahren gegen die Zulassung …

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Berlin (ots)

  • Widersprüche gegen die Zulassungen von fünf Pestizid-Produkten unter anderem mit Wirkstoff Glyphosat eingereicht
  • Erstmals Klagen von Umweltverbänden gegen Zulassung von Pestizid-Produkten in Deutschland
  • Wirkstoffe zeichnen sich durch besondere Schädlichkeit für Mensch, Natur und Grundwasser aus und lassen sich teilweise nie wieder entfernen

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und foodwatch gehen erstmals juristisch gegen die Zulassungen von Pestizid-Produkten vor. Dazu hat die DUH Widersprüche beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit gegen die Zulassungen mehrerer Pflanzenschutzmittel, unter anderem mit Glyphosat, eingereicht. Die DUH kündigt an zu klagen, sollte den Widersprüchen nicht abgeholfen werden. Ziel der zunächst fünf Musterverfahren ist es, den Verkauf von ausgewählten Produkten mit besonders giftigen und umweltschädlichen Wirkstoffen zu stoppen. Bislang hindert die Bundesregierung deutsche Umweltverbände daran, die Zulassung von Pestiziden zum Schutz der Chemiekonzerne gerichtlich zu überprüfen. Bereits im November vergangenen Jahres hatte die DUH durch den Europäischen Gerichtshof klären lassen, dass Umweltverbände in Deutschland basierend auf der Aarhus-Konvention gegen alle Typ- und Produktzulassungen mit schädlichen Umweltauswirkungen vorgehen dürfen. Das im aktuellen Umweltrechtsbehelfsgesetz enthaltene Verbot solcher Klagen sei schlicht EU-rechtswidrig und ab sofort nichtig.

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Rechtsanwältin Caroline Douhaire, die die DUH in den Verfahren vertritt: “Es ist skandalös, dass die Bundesregierung mit dem Umweltrechtsbehelfsgesetz jahrelang unrechtmäßig verhindert hat, dass Umweltverbände die Zulassung von so umwelt- und gesundheitsschädlichen Produkten nicht gerichtlich überprüfen lassen konnten. Das ist mit der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs nun Geschichte. Deshalb können wir endlich gegen die rechtlich höchst fragwürdigen Zulassungen von hochgiftigen Mitteln vorgehen.”

Konkret gehen die Organisationen gegen die Herbizide Gardo Gold der Syngenta AG, Roundup Powerflex der Monsanto Deutschland GmbH, Tactic des Chemieunternehmens Adama und Elipris der Corteva GmbH München sowie gegen das Insektizid Sherpa Duo vor. Alle Produkte enthalten hochtoxische Wirkstoffe. Diese vergiften Gewässer, töten wichtige Nahrungspflanzen und dadurch Tiere und gelangen über Wasser und Nahrung auch in den menschlichen Körper. Teilweise lassen sich diese Stoffe nicht wieder aus der Umwelt entfernen. Die hiermit einhergehenden Gefahren für Umwelt und Gesundheit sind aus Sicht von DUH und foodwatch völlig inakzeptabel.

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: “Vor 41 Jahren ist es mir noch gelungen, Politikerinnen und Politiker von der Notwendigkeit des Verbots ultragiftiger Pestizide wie damals Endrin zu überzeugen. Vor fünf Jahren hat Landwirtschaftsminister Schmidt mit seiner einsamen Exekution von Bayer-Konzerninteressen entgegen der Entscheidung der Bundesregierung aufgezeigt, wer heute in Deutschland über die Bewertung und Zulassung giftiger Pestizide entscheidet. Bereits zum Jahresanfang hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit mitgeteilt, dass S-Metolachlorhaltige Herbizide wie Gardo Gold aufgrund der zu hohen Grundwasserbelastung keine erneute Wirkstoffgenehmigung erhalten. Während Frankreich direkt reagiert hat und die Produkte vom Markt nehmen will, bleibt das zuständige deutsche Amt untätig. Wir werden sofort eine gerichtliche Entscheidung beantragen, sollte das Bundesamt diese und weitere der von uns kritisierten Produktzulassungen nicht aufheben. Und diese Verfahren werden nur die ersten sein.”

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Annemarie Botzki von foodwatch: “Die Wirkstoffe in Pestiziden haben fatale Folgen für Verbraucher*innen, Tiere und Natur. Sie vernichten die Artenvielfalt und bleiben teilweise als nicht mehr zu entfernende Chemikalien für immer in unserem Wasser und unseren Körpern. Diese Giftstoffe dürfen nicht länger eingesetzt werden.”

Die DUH wendet sich gegen die Zulassungen folgender Produkte:

  • Herbizid Roundup Powerflex von der Monsanto Agrar Deutschland GmbH mit dem Wirkstoff Glyphosat
  • Herbizid Gardo Gold vom Hersteller Syngenta AG mit den Wirkstoffen S-Metolachlor und Terbuthylazin
  • Herbizid Tactic vom Hersteller Adama mit den Wirkstoffen Diflufenican, Flufenacet und Pendimethalin
  • Herbizid Elipris vom Hersteller Corteva GmbH München mit den Diflufenican, Flufenacet, Halauxifenmethyl und Cloquintocet
  • Insektizid Sherpa Duo von den Herstellern SBM Developpement SAS, SBM Life Science GmbH mit den Wirkstoffen Cypermethrin und Piperonylbutoxid

Hintergrund:

In Pflanzenschutzmitteln enthaltene Wirkstoffe wie beispielsweise Glyphosat werden auf europäischer Ebene in einem politischen Prozess genehmigt. Gegen diesen Genehmigungsprozess können Umwelt- und Verbraucherschutzverbände juristisch vorgehen. Pestizid-Produkte, die diese Wirkstoffe enthalten und verkauft werden, müssen jedoch von den einzelnen EU-Mitgliedstaaten, in Deutschland vom beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, zugelassen werden. Gegen diese Produkte richten sich nun die Verfahren.

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Pressekontakt:

Dr. Caroline Douhaire, Rechtsanwältin Geulen & Klinger
030 8847280, douhaire@geulen.com

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer DUH
0171 3649170, resch@duh.de

Andreas Winkler, foodwatch
0174 3751689, presse@foodwatch.de

DUH-Newsroom:

030 2400867-20, presse@duh.de

www.duh.de, www.twitter.com/umwelthilfe,
www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe,
www.linkedin.com/company/umwelthilfe

Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., übermittelt durch news aktuell

Für weitere Informationen, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel Deutsche Umwelthilfe und foodwatch leiten erstmals Rechtsverfahren gegen die Zulassung …

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Weitere Informationen über den Verband

– Der Verband Deutsche Umwelthilfe e.V. wurde im Jahr 1975 gegründet.
– Er hat seinen Sitz in Berlin.
– Die Deutsche Umwelthilfe setzt sich für Umweltschutz und Nachhaltigkeit ein.
– Aktuell hat der Verband laut eigenen Angaben mehr als 250.000 Mitglieder.
– Die Mitglieder der Deutschen Umwelthilfe setzen sich aus Einzelpersonen, Unternehmen, Verbänden und Kommunen zusammen.
– Der Verband finanziert sich hauptsächlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden.
– Die Deutsche Umwelthilfe setzt sich für Themen wie Klimawandel, Naturschutz, Verkehr und Umweltbildung ein.
– Der Verband ist in verschiedene Fachbereiche unterteilt, die sich zum Beispiel mit Rechtsfragen oder kommunaler Umweltpolitik beschäftigen.
– Die Deutsche Umwelthilfe ist kein politischer Verband und agiert unabhängig.
– In den letzten Jahren hat der Verband durch diverse Klagen und Aktionen in der Öffentlichkeit für Aufmerksamkeit gesorgt.

22 Responses

  1. Also ich finde, dass Umweltschutzorganisationen einfach übertreiben! Lebensmittelzusätze sind doch nicht so schlimm.

    1. Schön, dass du so locker mit Lebensmittelzusätzen umgehst. Aber vielleicht solltest du dich mal informieren, wie schädlich einige von ihnen wirklich sind. Die Umweltschutzorganisationen übertreiben nicht, sie setzen sich für unsere Gesundheit ein.

  2. Leute, mal ehrlich, ist es wirklich nötig, dass Umweltschutzorganisationen gegen Lebensmittelzusätze vorgehen?!

  3. Lebensmittelzusätze sind doch nur eine spannende Möglichkeit, unsere Geschmacksknospen zu verwöhnen, oder?

    1. Also ich sehe das etwas anders. Lebensmittelzusätze sind oft unnötig und können gesundheitliche Probleme verursachen. Statt unsere Geschmacksknospen zu verwöhnen, sollten wir lieber natürliche und gesunde Lebensmittel genießen. Qualität geht vor Quantität!

  4. Warum sollten wir uns über Lebensmittelzusätze aufregen, wenn wir doch Döner und Energydrinks lieben?

    1. Lebensmittelzusätze sind nicht nur ungesund, sondern auch unnötig. Nur weil wir Döner und Energydrinks lieben, bedeutet das nicht, dass wir unsere Gesundheit ignorieren sollten. Informiere dich über die Auswirkungen von Zusätzen und überdenke deine Prioritäten. Gesundheit sollte immer an erster Stelle stehen.

  5. Ich verstehe nicht, warum Umweltschutzorganisationen gegen Lebensmittelzusätze vorgehen. Sie machen unser Essen doch viel leckerer!

    1. Leider geht es nicht nur um den Geschmack. Lebensmittelzusätze können gesundheitliche Risiken mit sich bringen und die Umwelt belasten. Umweltschutzorganisationen kämpfen für unsere Gesundheit und den Schutz unserer Umwelt. Manchmal muss man eben über den Geschmack hinausdenken.

  6. Warum sollten wir uns um Lebensmittelzusätze kümmern? Lasst uns einfach alles probieren und genießen!

    1. Ich verstehe, dass du diese Ansicht hast, aber ich denke, dass der Schutz unserer Gesundheit und unserer Umwelt gleichermaßen wichtig ist. Lebensmittelzusätze können langfristige Auswirkungen haben. Es ist wichtig, dass Umweltschutzorganisationen sich mit allen Aspekten des Umweltschutzes befassen.

  7. Also ich sehe das anders. Lebensmittelzusätze machen unser Essen doch erst richtig spannend! #Yolo

    1. Da scheiden sich wohl die Geister. Aber ich bevorzuge lieber natürliche Lebensmittel ohne Zusätze. #Geschmackssache

  8. Also ich finde, dass Umweltschutzorganisationen sich viel zu sehr einmischen. Lasst die Leute doch entscheiden, was sie essen wollen!

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