Bremen (VBR). 17.11.2023 – 12:43
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat den Beschluss des Bundestags vom gestrigen Abend (16. November 2023) zur Übertragung des Tarifergebnisses auf Bundesbeamt*innen, Richter*innen, Soldaten und Versorgungsempfänger*innen begrüßt. Damit wird der im April 2023 vereinbarte Tarifabschluss für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen auch auf diese Gruppen rückwirkend angewendet.
Die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle äußerte sich erfreut über die Entscheidung, wies jedoch darauf hin, dass die Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamten der Länder und Kommunen noch aussteht. Ver.di fordert in den aktuellen Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder die zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des anstehenden Tarifabschlusses für die rund 1,4 Millionen Beamten und etwa eine Million Versorgungsempfänger.
Behle kritisierte die Haltung der Arbeitgeber, die sich bislang gegen eine zeitgleiche Übertragung auf die Beamten und Versorgungsempfänger aussprechen. Sie bezeichnete diese Haltung als Affront gegenüber den Beschäftigten und betonte, dass ein Tarifabschluss selbstverständlich zeit- und wirkungsgleich übertragen werden müsse. Auch die Beamten seien von den gestiegenen Lebenshaltungskosten, Mieten und Energiepreisen betroffen.
Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, beteiligen sich die Beamten verstärkt an Aktionen und Demonstrationen in der Tarifrunde, da sie im Gegensatz zu den tarifbeschäftigten Arbeitnehmern nicht streiken dürfen.
Ver.di ruft die Beamten nicht zum Streik auf, erlaubt ihnen jedoch die Teilnahme an gewerkschaftlichen Aktionen in ihrer Freizeit oder während der Pausen.
Insgesamt ist ver.di mit dem Beschluss des Bundestags zufrieden, sieht jedoch weiteren Handlungsbedarf für die Beamten der Länder und Kommunen. Der Gewerkschaft geht es darum, sicherzustellen, dass sämtliche Beschäftigtengruppen im öffentlichen Dienst von Tarifabschlüssen profitieren und eine gerechte Besoldungsanpassung erhalten.
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ist eine der größten Gewerkschaften in Deutschland und vertritt die Interessen von Arbeitnehmern aus verschiedenen Branchen, darunter auch Beamt*innen und Beschäftigte des öffentlichen Dienstes. Die Gewerkschaft setzt sich für gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne und soziale Gerechtigkeit ein.
Quelle: Pressemeldung der ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
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Martina Sönnichsen
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Medien-Info: Übertragung des Tarifergebnisses auf Beamte längst überfällig
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