– U18-Frauen des DEB reisen mit 22 Spielerinnen zum Vier-Nationen-Turnier nach Fondo/Italien.
– Treffen am 25. August 2025 in Füssen, Turnier vom 28. bis 30. August.
– Gegnerinnen: Italien, Österreich und Ungarn.
U18-Frauen starten beim Vier-Nationen-Turnier in Italien
Die U18-Frauen-Nationalmannschaft des Deutschen Eishockey-Bund e.V. macht sich auf den Weg zum Vier-Nationen-Turnier in Fondo, Italien. Nach einem intensiven Sommerlehrgang im Juli steht für die Spielerinnen nun die zweite Maßnahme der Spielzeit 2025/2026 an. Am 25. August 2025 versammelte sich das Team um Bundestrainer Sebastian Jones in Füssen, um sich mit verschiedenen Trainingseinheiten sowohl auf als auch neben dem Eis gezielt auf das Turnier vorzubereiten. Die Abreise nach Italien erfolgt am 27. August 2025, wo in den kommenden Tagen drei Länderspiele in kurzer Folge absolviert werden.
Das Turnier bringt die deutsche Auswahl zunächst mit der italienischen Gastgebermannschaft zusammen. Ergänzt wird der Spielplan durch Partien gegen Österreich und Ungarn. Der genaue Ablauf sieht vor, dass der Auftakt am 28. August um 19:00 Uhr gegen Italien stattfindet. Am Folgetag, dem 29. August um 16:00 Uhr, trifft Deutschland auf Österreich, bevor am 30. August um 10:00 Uhr das letzte Spiel gegen Ungarn ausgetragen wird.
Das Aufgebot besteht aus 22 Spielerinnen, darunter zwei Torhüterinnen, acht Verteidigerinnen und zwölf Stürmerinnen. Neben Bundestrainer Sebastian Jones gehören auch Benedikt Brückner als Assistenztrainer, Joshua Baron als Torwarttrainer und Rebecca Tragl als Athletiktrainerin zum Begleitteam. Die Zusammensetzung zielt darauf ab, die junge Mannschaft in allen Bereichen bestmöglich zu unterstützen.
Sebastian Jones blickt mit Zuversicht auf die nächsten Tage und die Herausforderungen des Vier-Nationen-Turniers: „Wir blicken mit einem positiven Gefühl auf unseren Sommerlehrgang im Juli zurück – diese Energie wollen wir nun mit in die anstehenden Länderspiele nehmen. Neben Spielerinnen, die bereits über WM-Erfahrung verfügen, konnten auch einige unserer jungen Talente mit starken Leistungen auf sich aufmerksam machen und sich für die kommende Saison empfehlen.“ Einige intensive Einheiten in Füssen dienen der finalen Vorbereitung, bevor das Team in den Spielen vor allem die Rollenverteilung innerhalb des Kaders weiter austesten will. „Mit drei Spielen an drei aufeinanderfolgenden Tagen erwartet uns in Italien ein straffes Programm – eine Herausforderung, sowohl körperlich als auch mental. Gerade in solchen Situationen können wir wichtige Erkenntnisse über die individuelle Belastbarkeit, Konzentrationsfähigkeit und das mentale Durchhaltevermögen jeder einzelnen Spielerin gewinnen, die für die Arbeit an unserer Weiterentwicklung wertvoll sind.“
Das Vier-Nationen-Turnier ist somit ein wichtiger Meilenstein für die deutsche U18-Frauen-Nationalmannschaft, um Spielpraxis zu sammeln, Talente einzubinden und sich als Team weiterzuentwickeln. Die nähere Zukunft der Nachwuchsspielerinnen gestaltet sich durch diese internationalen Begegnungen vielversprechend.
Deutschlands Nachwuchs auf dem internationalen Eishockey-Parkett
Für den deutschen Fraueneishockey-Nachwuchs stellt ein internationales Turnier wie das Vier-Nationen-Turnier in Italien eine bedeutende Plattform dar, um wertvolle Wettkampferfahrung auf hohem Niveau zu sammeln. Solche Veranstaltungen bieten den jungen Spielerinnen die Gelegenheit, sich mit verschiedenen Spielstilen auseinanderzusetzen und ihre Leistungsfähigkeit unter echten Wettkampfbedingungen zu prüfen. Gerade im U18-Bereich, wo Talente in der entscheidenden Phase der sportlichen Entwicklung stehen, ist das Sammeln internationaler Erfahrung von unschätzbarem Wert.
Die Teilnahme an einem straffen Spielplan – wie bei der anstehenden Serie von drei Spielen an drei aufeinanderfolgenden Tagen – verlangt den Athletinnen nicht nur körperlich, sondern auch mental viel ab. U18-Bundestrainer Sebastian Jones hebt hervor: „Gerade in solchen Situationen können wir wichtige Erkenntnisse über die individuelle Belastbarkeit, Konzentrationsfähigkeit und das mentale Durchhaltevermögen jeder einzelnen Spielerin gewinnen, die für die Arbeit an unserer Weiterentwicklung wertvoll sind.“ Diese Herausforderungen spiegeln die hohe Leistungsdichte wider, die bei internationalen Nachwuchsturnieren üblich ist. Solche Belastungen sind vergleichbar mit anderen Nachwuchsinitiativen im Spitzensport, sei es im Fußball, Handball oder Volleyball, und fördern neben der sportlichen auch die persönliche Entwicklung.
Herausforderungen für den weiblichen Eishockey-Nachwuchs
Der Ausbau und die Förderung des Fraueneishockeys stehen aktuell vor mehreren komplexen Herausforderungen. International wird der Frauenanteil im Eishockey zwar stetig größer – in Deutschland hingegen ist der Weg hin zu einer breiteren Basis mit mehr Spielerinnen und besseren Bedingungen noch im Aufbau. Die Beanspruchungen durch ein straffes Wettbewerbsprogramm bei gleichzeitigem schulischem Alltag erfordern gut abgestimmte Unterstützungsstrukturen.
Gesellschaftlich gewinnt der Frauensport zunehmend an Bedeutung. In Deutschland und auf europäischer Ebene gibt es breite Initiativen, um die Sichtbarkeit, Infrastruktur und gesellschaftliche Wertschätzung für Frauen im Sport zu erhöhen. Diese Trends schaffen auch für den Frauennachwuchs im Eishockey neue Chancen, wenn Förderprogramme, Trainerqualifizierung und der Zugang zu Spitzensportbedingungen weiter gestärkt werden.
Weichenstellung für die Zukunft
Die Entwicklung junger Spielerinnen hängt maßgeblich von qualifizierten Trainingsangeboten und internationalen Wettkampfmöglichkeiten ab. Die kontinuierliche Teilnahme an Turnieren wie dem Vier-Nationen-Turnier dient dazu, technische, taktische und mentale Fähigkeiten gezielt zu schärfen. Der Deutsche Eishockey-Bund zeigt mit der Nominierung eines breit aufgestellten Trainerteams, das neben dem Bundestrainer Unterstützung durch Assistenz-, Torwart- und Athletiktrainerinnen umfasst, wie ernsthaft die Förderung des Frauennachwuchses betrieben wird.
Zu den zentralen Bausteinen aktuell bestehender Fördermaßnahmen zählen:
- Intensivlehrgänge mit abwechslungsreichen Trainingseinheiten auf und neben dem Eis
- Psychologische und athletische Betreuung zur Steigerung der Belastbarkeit
- Einsatz von Sportwissenschaft zur Optimierung der individuellen Leistung
Mit Blick auf die Zukunft gilt es, diese Ansätze weiterzuentwickeln und insbesondere die Rahmenbedingungen für junge Talente zu verbessern, damit mehr Mädchen den Weg in den Spitzensport finden. Internationale Turniere sind dabei wertvolle Meilensteine, die mehr als nur sportlichen Wettbewerb bieten: Sie fördern das Selbstbewusstsein, die Teamfähigkeit und die Professionalität der Spielerinnen – wesentliche Faktoren für die nachhaltige Stärkung des Fraueneishockeys in Deutschland.
Spielpläne, Zitate und Hintergrundinformationen in diesem Beitrag basieren auf einer Pressemitteilung des Deutschen Eishockey-Bund e.V.