Tag des Toilettenpapiers: Warum Feuchttücher und falsche Entsorgung das Abwasser belasten und alle teuer zu stehen kommen

Zum Tag des Toilettenpapiers zeigt eine repräsentative Umfrage des Verbands kommunaler Unternehmen, dass über 90 Prozent der Deutschen wissen, dass Hygieneartikel, Speisereste und Medikamente nicht ins Klo gehören – dennoch spülen 45 Prozent schon mal Soßen oder Öl und 21 Prozent Feuchttücher runter. Besonders problematisch sind Feuchttücher aus reißfesten Kunststofffasern, die in Kanalisation und Kläranlagen Verstopfungen verursachen und hohe Kosten für alle über die Abwassergebühren nach sich ziehen. Der VKU mahnt daher: Auch „spülbares“ feuchtes Toilettenpapier und Wipes gehören in den Mülleimer, nicht ins WC.
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– Tag des Toilettenpapiers thematisiert falsche Abfallentsorgung am 26. August 2025.
– 90,8 % der Deutschen wissen, Hygieneartikel und Speisereste gehören nicht ins WC.
– Verstopfungen durch Feuchttücher und Speisereste verursachen hohe Wartungskosten und Umweltbelastung.

Tag des Toilettenpapiers: Warum Hygieneartikel und Speisereste nicht in die Toilette gehören

Zum Tag des Toilettenpapiers zeigt eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) ein bekanntes, aber zugleich problematisches Bild: Obwohl 90,8 Prozent der Deutschen wissen, dass Hygieneartikel, Medikamente, Speisereste und Zigarettenkippen nicht in die Toilette gehören, landen diese Stoffe immer noch viel zu häufig im Abfluss. Dieses Missverhältnis zwischen Wissen und Verhalten verursacht erhebliche Belastungen für Kanalisation, Kläranlagen und Umwelt – und bringt hohe Kosten für alle Verbraucherinnen und Verbraucher mit sich.

Fast die Hälfte (45 Prozent) der Befragten hat bereits Speisereste wie Soßen oder Öl über die Toilette entsorgt. Auch Feuchttücher landen bei rund 20,9 Prozent im Abfluss, Tampons, Binden oder Kondome sind mit 6,8 Prozent ebenfalls keine Seltenheit, ebenso wie Zigarettenkippen mit 4,7 Prozent. Besonders auffällig ist die Altersdifferenz bei Feuchttüchern: Während über ein Drittel der 18- bis 29-Jährigen diese schon über das stille Örtchen entsorgt haben, nimmt die Zahl mit steigendem Alter ab.

Die Entsorgung dieser Stoffe hat reale Folgen: Feuchttücher bestehen aus reißfesten Kunstfasern, die sich im Wasser nicht schnell genug auflösen. Dadurch können sie an Abwasserpumpen zu sogenannten Verzopfungen führen – komplizierte Verknotungen, die Pumpen lahmlegen und teure Reparaturen notwendig machen. Die Abwasserbetriebe müssen die betroffenen Pumpen oft aufwendig auseinanderbauen und per Hand reinigen, was Kosten in fünfstelliger Höhe verursachen kann. Diese Ausgaben tragen alle über die Abwassergebühren mit.

Auch feuchtes Toilettenpapier, das von Herstellern als spülbar beworben wird, ist nicht unproblematisch. Es löst sich langsamer auf als herkömmliches Papier und behindert oft die Rohrsysteme. Die Empfehlung der Hersteller, nicht mehr als zwei Tücher gleichzeitig zu entsorgen, kann im Alltag kaum verhindern, dass sich die feuchten Papiere in Kombination mit anderen Abfällen zu einer Belastung entwickeln. Die klare Aufforderung lautet deshalb: „Auch feuchtes Toilettenpapier gehört in den Abfalleimer, nicht in die Toilette.“

Diese Problematik zeigt sich tagtäglich in den kommunalen Abwasserbetrieben, die mit hohen Kosten für Wartung und Entsorgung konfrontiert sind. Das Umweltbundesamt schätzt die deutschlandweiten Kosten alleine für die Wartung verstopfter Pumpen und die separate Entsorgung solcher Abfälle auf Millionenhöhe. Damit wird deutlich: Die Toilette ist kein Mülleimer, sondern nur für das zuständig, was dort hingehört.

Zum Alltag der Nutzerinnen und Nutzer gehört entsprechend das Wissen um die richtigen Entsorgungsgewohnheiten: Hygieneartikel, Medikamente, Chemikalien und Speisereste sollten niemals über die Toilette entsorgt werden. Medikamentenwirkstoffe gelangen sonst in den Wasserkreislauf, Chemikalien und feste Stoffe verstopfen Rohre und beschädigen Anlagen, und Speisereste wie Fett ziehen Schädlinge an und verursachen Geruchsbelästigungen.

Die Umfrage verdeutlicht, wie entscheidend ein bewusster Umgang mit Abfall im Haushalt ist, um die Abwasserinfrastruktur zu schützen und unnötige Kosten zu vermeiden. Der Tag des Toilettenpapiers erinnert daher an eine einfache, aber wichtige Regel: Nur der Po gehört aufs Klo – Müll gehört in den Abfalleimer.

Warum die richtige Toilettenentsorgung uns alle betrifft

Die Toilette ist mehr als nur ein Rückzugsort – sie ist Teil eines komplexen Entsorgungssystems, das Städte, Umwelt und Verbraucher unmittelbar betrifft. Obwohl die meisten Menschen wissen, dass Hygieneartikel, Speisereste und andere Abfälle nicht in die Toilette gehören, landen solche Dinge dennoch regelmäßig im Abfluss. Dieses Entsorgungsverhalten zieht weitreichende Folgen nach sich, die weit über die eigene Wohnung hinausgehen.

Das Abwassersystem unserer Städte ist empfindlich. Es befördert nicht nur Wasser, sondern auch alle Stoffe, die in der Toilette landen, in die Kanalisation und weiter zu den Kläranlagen. Falsche Entsorgung verursacht hier größere Probleme: Reißfeste Feuchttücher, Speisereste oder Medikamente führen zu Verstopfungen, Schäden an Pumpen und aufwendigen Reparaturen. Die dadurch entstehenden Kosten tragen alle Verbraucher – versteckt in den Abwassergebühren. Das Umweltbundesamt schätzt die jährlichen Ausgaben allein für die Beseitigung solcher Störfälle auf Millionenhöhe.

Wie entstehen Kosten im Abwassersystem?

Wenn nicht wasserlösliche Stoffe wie Feuchttücher in die Kanalisation gelangen, sammeln sie sich an kritischen Stellen wie Abwasserpumpen. Dort können sie sich verfangen und Verknotungen bilden, sogenannte Verzopfungen. Pumpen versagen, Rohre verstopfen, was den Betrieb massiv stört. Fachleute müssen die Anlagen oft manuell reinigen oder reparieren, ein Prozess mit erheblichem Personal- und Materialaufwand.

Feuchttücher enthalten Kunstfasern, die sich nur langsam auflösen. Auch fettige Speisereste verteilen sich im Kanalnetz und kleben an den Rohren. Das führt zu Ablagerungen, die Gerüche verbreiten und Schädlinge wie Ratten anziehen. Diese Belastungen erhöhen nicht nur die Instandhaltungskosten, sondern verschlechtern die Umweltqualität.

Welche Maßnahmen helfen gegen Fehlwürfe?

Sinnvolle Lösungen sind vielfältig – von präziser Aufklärung der Bevölkerung bis zum Einsatz neuer Technologien. Die repräsentative Umfrage des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) zeigt: 90,8 Prozent kennen zwar die Regeln, handeln aber nicht immer danach. Ein Umdenken im Alltag ist daher erforderlich.

Ein Blick ins Ausland verrät unterschiedliche Ansätze: In einigen Städten informieren Kommunen verstärkt über die „Toilette ist kein Mülleimer“-Kampagne, andere setzen auf verbesserte mechanische Siebe in Kläranlagen oder technische Innovationen wie selbstreinigende Pumpenteile. Zugleich helfen bessere Produktentwicklungen, die sich schneller auflösen, und intelligente Abfallbehälter, die Hygieneprodukte auffangen.

Gesellschaftliche Trends zeigen, dass jüngere Menschen Feuchttücher häufiger falsch entsorgen. Das spricht für maßgeschneiderte Informationskampagnen, die insbesondere diese Zielgruppe erreichen. Zudem wächst das Bewusstsein für nachhaltigen Umgang mit Ressourcen – was das Thema Toilettenentsorgung in den Kontext von Klima- und Umweltschutz stellt.

Falsche Annahmen und Irrtümer in Sachen Toilettenentsorgung

  • „Feuchtes Toilettenpapier kann bedenkenlos entsorgt werden.“ – Selbst wenn es sich leichter spülen lässt, löst es sich nicht schnell genug auf und kann technische Probleme verursachen.
  • „Kleine Mengen sind harmlos.“ – Schon geringe Mengen an Feuchttüchern oder Speiseresten wirken zusammen mit anderen Abfällen schädlich.
  • „Medikamente gehören ins Klo, da sie biologisch abgebaut werden.“ – Das stimmt nicht; viele Wirkstoffe gelangen in Gewässer und können das Wasser belasten.
  • „Speisereste gehören ins Spülbecken.“ – Fette und Essensreste verklumpen und verstopfen die Rohre langfristig.

Nur mit richtigem Wissen und konsequentem Verhalten lässt sich der Wasser- und Abwasserkreislauf nachhaltig schützen. Jede falsche Entsorgung erhöht den Aufwand für Städte und belastet die Umwelt – und kostet am Ende alle Verbraucher Geld.

Als nächster Schritt hilft es, bewusster mit dem Thema umzugehen und sich auch im Alltag aktiv daran zu erinnern: Die Toilette ist kein Mülleimer, sondern Teil unserer Daseinsvorsorge.

Die Informationen und Zitate in diesem Beitrag basieren auf einer Pressemitteilung des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU).

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7 Kommentare

  1. „Das Abwassersystem ist empfindlich“, steht im Artikel – das können wir nicht genug betonen! Ich hoffe, dass mehr Menschen sich dieser Realität bewusst werden und ihre Gewohnheiten ändern.

  2. Ich frage mich oft, warum manche Leute immer noch denken, dass Feuchttücher spülbar sind. Vielleicht sollten wir mehr über die Unterschiede zwischen Toilettenpapier und feuchtem Papier aufklären.

  3. Ich habe auch schon von den hohen Kosten gehört, die durch falsche Entsorgung entstehen. Es ist wichtig, dass wir alle Verantwortung übernehmen. Wer hat schon mal selbst erlebt, wie viel Aufwand das für die Stadt verursacht?

    1. Ja, ich kenne jemanden, der in der Abwasserbranche arbeitet und er sagt immer wieder, wie viel Zeit sie mit diesen Problemen verbringen müssen. Es ist wirklich frustrierend.

  4. Ich finde es erschreckend, dass trotz des Wissens über richtige Entsorgung viele Leute Hygieneartikel und Speisereste ins Klo werfen. Gibt es nicht bessere Aufklärungskampagnen? Ich denke, wir sollten mehr darüber diskutieren.

    1. Ja, das ist wirklich ein großes Problem! Vielleicht könnten Schulen da eine Rolle spielen und den jungen Menschen die richtigen Entsorgungsgewohnheiten beibringen. Was haltet ihr davon?

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