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Tierversuche an Tauben: Ärzte gegen Tierversuche fordert Ende der Experimente an der Ruhr-Universität Bochum

Die Organisation Ärzte gegen Tierversuche fordert ein Ende von Taubenversuchen an der Ruhr-Universität Bochum. Sie kritisiert die Experimente als qualvoll und wissenschaftlich nicht auf den Menschen übertragbar. Die Universität hat auf entsprechende Anfragen der Organisation bislang nicht geantwortet.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Ärzte gegen Tierversuche kritisieren qualvolle Taubenversuche an der Ruhr-Universität Bochum als ethisch und wissenschaftlich problematisch.
  • Tauben werden unter Hunger, Durst und invasiven Eingriffen für Experimente genutzt, deren Ergebnisse kaum auf Menschen übertragbar sind.
  • Die RUB setzt zunehmend tierversuchsfreie Methoden wie MRT, EEG und Organoide ein, um Tierleid zu reduzieren und humanrelevante Forschung zu fördern.
  • Die Organisation fordert einen vollständigen Umstieg auf tierversuchsfreie Forschung und mehr Transparenz seitens der Universität.
  • Moderne Technologien wie Multi-Organ-Chips und humanbasierte Modelle bieten vielversprechende Alternativen zur Tierforschung.

– Der Verein Ärzte gegen Tierversuche kritisiert qualvolle Taubenversuche an der Ruhr-Universität Bochum.
– Die Versuche gelten als wissenschaftlich nicht auf den Menschen übertragbar und sind ethisch fragwürdig.
– Der Verein fordert einen vollständigen Umstieg auf tierversuchsfreie Forschung und Lehre mit humanbasierten Methoden.

ÄgT-Kampagne gegen Taubenversuche an der Ruhr-Universität Bochum: Mehr Tierleid, weniger Nutzen

Ärzte gegen Tierversuche (ÄgT) startet eine Initiative, um die Tierversuche mit Tauben an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) zu beenden und für eine vollständig tierversuchsfreie Forschung einzutreten. Die aktuelle Kampagne zielt auf das öffentliche Bewusstsein und die Forderung nach Systemwechsel, da die Praktiken seit Jahrzehnten stattfinden und höchsten ethischen sowie wissenschaftlichen Standards widersprechen.

Im Juli und August 2025 hat ÄgT die RUB mehrfach um Auskunft gebeten. Bis zum Stand vom 12. Januar 2026 sind auf diese Fragen keinerlei Antworten eingegangen. Diese Praxis kritisiert der Verein scharf: "Die Ergebnisse aus den Versuchen an Tauben sagen nichts darüber aus, wie das menschliche Gehirn funktioniert. Dafür braucht es Studien am Menschen und menschlichen Modellsystemen", erklärt Dr. Leah Haut, wissenschaftliche Referentin bei ÄgT.*

Die Praxis an der RUB umfasst Tierleid ohne echten Erkenntnisgewinn: Tauben werden durch Hunger oder Durst gezwungen, Aufgaben wie das Erkennen von Farbreizen oder das Picken bestimmter Flächen auf Touchscreens zu erfüllen. Für diese „Leistungen“ erhalten sie minimalste Mengen an Futter oder Wasser.* Gleichzeitig werden Löcher in den Schädel gebohrt, Elektroden eingesetzt oder Substanzen direkt ins Gehirn injiziert, um neuronale Prozesse zu untersuchen.* Solche Experimente sind laut ÄgT nicht nur ethisch nicht vertretbar, sondern liefern wissenschaftlich keinen Nutzen für die Humanmedizin.

Lesenswert ist außerdem EU-Tierversuchsstatistik 2023: 9,1 Millionen Tiere leiden, Kritik an mangelnder Umsetzung tierversuchsfreier Methoden.

"Diese Versuche sind rein Neugier getrieben und weder ethisch noch wissenschaftlich zu rechtfertigen", betont Haut. Statt Tierversuche zu nutzen, schreitet die Forschung bereits in Richtung moderner, menschzentrierter Methoden voran. An der RUB gibt es zahlreiche Beispiele für solche Ansätze: EEG-Studien in Alltagssituationen, MRT-Analysen zu Entscheidungsprozessen sowie die Züchtung und Nutzung menschlicher Organoide zur Erforschung von Erkrankungen wie Alzheimer oder SARS-CoV-2. „Diese Projekte zeigen, dass moderne und sinnvolle Methoden an der RUB längst Realität sind und zur Beantwortung wichtiger Fragen eingesetzt werden“, so Haut.

ÄgT fordert daher den vollständigen Umstieg auf humanrelevante Forschungsverfahren. Ziel ist ein nachhaltiger Systemwechsel, weil Tierleid verhindert werden soll und Forschungsergebnisse direkt auf den Menschen übertragbar sind.

Die Kampagne „Stoppt Taubenversuche – Für eine tierversuchsfreie Ruhr-Universität Bochum“ ist nun gestartet. Über eine Online-Unterschriftenaktion können Bürgerinnen und Bürger direkt Einfluss nehmen und die Forderung nach einem Systemwechsel unterstützen.* Mehr Informationen gibt es auf der Website des Vereins.

Rechtlicher Rahmen und Einsatz tierversuchsfreier Methoden an der RUB

Tierversuche an deutschen und europäischen Universitäten unterliegen strengen rechtlichen Vorgaben. Grundlage sind das deutsche Tierschutzgesetz sowie die EU-Richtlinie 2010/63/EU, die seit 2013 in Deutschland verbindlich gilt. Diese Regelungen verlangen eine Genehmigung aller Tierversuche, bei der eine gründliche Abwägung zwischen dem wissenschaftlichen Nutzen, dem Leiden der Tiere und möglichen Alternativmethoden erfolgt*. Dabei müssen die Verantwortlichen nachweisen, dass die geplanten Experimente notwendig sind und keine tierversuchsfreien Verfahren zur Verfügung stehen.

Besonders deutlich wurde das Engagement der Wissenschaftlerin Prof. Dr. Onur Güntürkün, Leiter der Biopsychologie an der RUB: Er entwickelte eine Methode, um die Zahl der Versuchstauben erheblich zu verringern. Statt mehrere Tiere zu verwenden, trainiert er die Vögel, Intelligenzaufgaben im MRT zu lösen, sodass Gehirnaktivitäten hochauflösend beobachtet werden können*. Diese Vorgehensweise reduziert den tierischen Einsatz signifikant und zeigt, dass innovative Ansätze bereits an der RUB Anwendung finden.

Die Einhaltung dieser gesetzlichen Vorgaben ist eine Frage der Rechtmäßigkeit. Untersuchungen zu Farben, Konflikten zwischen Gehirnhälften oder neuronalen Schaltkreisen bei Tauben wurden in der Vergangenheit auch mit invasiven Eingriffen durchgeführt. Die Projekte liefern Erkenntnisse über das Taubengehirn, die jedoch kaum auf den Menschen übertragbar sind, da das Tauben- und das menschliche Gehirn grundlegend unterschiedlich aufgebaut sind*.

In der Forschung am RUB-Campus kommen zunehmend tierversuchsfreie Methoden zum Einsatz. So ermöglicht die Magnetresonanztomographie (MRT) die Untersuchung von Entscheidungsprozessen bei Menschen, ohne Tiere zu involvieren (Stand 2024). In Studien von 2021 wird EEG-Technologie eingesetzt, um das Verhalten in Alltagssituationen zu verstehen, beispielsweise beim romantischen Sein zu Hause mit einer EEG-Haube. Zudem arbeiten Wissenschaftler mit Gehirnorganoiden, also miniaturisierten, künstlichen Gehirnstrukturen, um Alterskrankheiten wie Alzheimer besser zu verstehen*. Seit 2020 entstehen dort auch Lungenorganoide, die für die SARS-CoV-2-Forschung eingesetzt werden, um Pathomechanismen besser zu erfassen*.

Diese Entwicklungen sind Teil einer wachsenden Bewegung an der RUB, die auf den Einsatz moderner, tierversuchsfreier Forschungsmethoden setzt. In einer Tabelle zusammengefasst, wächst die Zahl entsprechender Projekte kontinuierlich: Seit 2019 werden Mini-Gehirne erforscht, ab 2020 kommen Lungenorganoide hinzu, 2021 folgen EEG-Studien, und im Jahr 2024 wurden MRT-Untersuchungen etabliert*. Diese Entwicklung zeigt, dass an der RUB innovative, humanbasierte Verfahren bereits etabliert sind und zunehmend Tierexperimente ersetzen.

Die Fortschritte in der Forschung belegen, dass moderne, tierversuchsfreie Methoden eine relevante Alternative darstellen, die sowohl ethischen als auch wissenschaftlichen Ansprüchen gerecht werden. Ziel ist es, die bisher genutzten Tiermodelle schrittweise durch Technologien zu ersetzen, die direkt am Menschen anwendbar sind. Damit erhöht die RUB ihre wissenschaftliche Qualität und trägt zur Reduzierung tierischer Leiden bei.

Fortschritt in der tierversuchsfreien Forschung: Neue Methoden ersetzen Tierexperimente

Moderne wissenschaftliche Ansätze ermöglichen heute zunehmend das Ersetzen tierischer Modelle durch innovative Technologien. Ziel ist es, Forschungsergebnisse zu erzielen, die direkt auf den Menschen übertragbar sind und dabei das Tierleid minimieren. Verschiedene Methoden, wie Organoide, Organ-on-Chip-Systeme und Computermodelle, entwickeln sich stetig weiter und bieten vielversprechende Alternativen zur klassischen Tierforschung.*

Nicht-tierbasierte Technologien und der 3R-Rahmen

Die Prinzipien „reduce, replace, refine“ (Verringern, Ersetzen, Verbessern) gelten allgemein als wissenschaftlicher Standard zur Begrenzung von Tierleid. Sie bilden einen normativen Rahmen und motivieren Wissenschaftler, tierversuchsfreie Methoden zu entwickeln und einzusetzen.*

Nicht-animalische Technologien haben sich hier als besonders wirksam erwiesen. Sie verfolgen das Ziel, Erkenntnisse zu gewinnen, ohne Tiere quälen zu müssen, beispielsweise durch die Nutzung menschlicher Zellkulturen, miniaturisierte Organe oder Computersimulationen.*

Multi-Organ-Chips als Beispiel für komplexe, menschnahe Modelle

Ein innovativer Ansatz sind Multi-Organ-Chips, die das Zusammenspiel verschiedener menschlicher Organe nachbilden. Durch den Einsatz solcher Chips lassen sich Medikamente auf ihre Sicherheit hin testen, bevor sie an Menschen angewendet werden.*

Vielfältige humanbasierte Forschungsansätze an der Ruhr-Universität Bochum

Die Ruhr-Universität Bochum nutzt bereits eine Vielzahl humanrelevanter Methoden. So werden EEG-Studien in Alltagssituationen durchgeführt, um Entscheidungsprozesse zu untersuchen, MRT-Scans helfen, kognitive Funktionen zu verstehen, und Organoide aus menschlichen Zellen werden zur Erforschung von Alzheimer und SARS-CoV-2 eingesetzt. Diese Ansätze zeigen, dass innovative, tierversuchsfreie Methoden längst zum Standard in der Wissenschaft geworden sind.*

Solche Modelle bieten eine realistische Grundlage für die Forschung ohne Tierleid.*

Blick in die Zukunft: Mehr tierversuchsfreie Forschung in Studium und Lehre

Die Weiterentwicklung und Etablierung humanbasierter Forschungsstrategien sind entscheidend für eine verantwortungsvolle Wissenschaft. Das bedeutet auch, dass in Studium und Lehre künftig Veranstaltungen, die bisher auf Tiermodellen basierten, vollständig auf tierversuchsfreie Methoden umgestellt werden sollen.*

Die Integration moderner Technologien wie Organ-on-Chip-Systemen, Organoiden und Computer-Modellen in die Ausbildung sorgt dafür, dass Studierende frühzeitig mit innovativen, wissenschaftlich fundierten Verfahren vertraut werden. Damit wächst die Basis für eine nachhaltige, tierleidfreie Forschungskultur.*

Schlussbemerkung

Das wissenschaftliche Umfeld entwickelt sich schnell weiter. Während die Prinzipien der 3R bereits fest in der Forschung verankert sind, gewinnen innovative technologische Ansätze zunehmend an Bedeutung. Sie eröffnen die Perspektive, künftig vollständig auf Tierversuche zu verzichten und zugleich die Wissenschaft auf solidere, menschzentrierte Grundlagen zu stützen.*

Konfliktlinien zwischen tierversuchsfeindlicher Kampagne und wissenschaftlicher Praxis an der RUB

Die Forderung der Organisation Ärzte gegen Tierversuche (ÄgT), an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) sämtliche Taubenversuche zu beenden und auf tierversuchsfreie Methoden umzusteigen, steht im Spannungsfeld zu bestehenden wissenschaftlichen und institutionellen Maßnahmen. Während die Kampagne die Tierrechts- und Ethikposition stark betont, argumentieren die Universität und die wissenschaftliche Gemeinschaft mit den Fortschritten im Bereich humanrelevanter Forschung.

Die Kampagne kritisiert die zahlreichen Tierversuche an der RUB, bei denen Tauben unter Hunger, Wasserentzug und invasiven Eingriffen wie Schädelbohrungen oder Gehirneinjektionen leiden. Diese Versuchsreihen zielen auf Fragestellungen wie die Verarbeitung von Farbreizen oder neuronale Konfliktlösungsmechanismen im Taubengehirn ab. Die Akteure von ÄgT stellen klar: „Die Ergebnisse aus den Versuchen an Tauben sagen nichts darüber aus, wie das menschliche Gehirn funktioniert. Dafür braucht es Studien am Menschen und menschlichen Modellsystemen.“ Die Kampagne fordert daher die vollständige Umstellung auf tierversuchsfreie Methoden, um ethische Standards zu wahren und wissenschaftliche Relevanz zu steigern.

Auf institutioneller Ebene verweist die RUB jedoch auf interne Bemühungen, die Zahl der Versuchstauben durch innovative Ansätze zu reduzieren. Ein Beispiel ist das MRT-Training, das bereits zu einer erheblichen Verringerung tierischer Eingriffe beiträgt. Professor Güntürkün beschreibt, wie an der RUB moderne Technologien eingesetzt werden, um die Belastung der Tiere zu minimieren: „Wir setzen auf menschnahe, nicht-invasive Verfahren wie die MRT-Untersuchung, um wichtige Ergebnisse zu erzielen.“ Solche Methoden sollen die Forschung effizienter und ethisch verantwortungsvoller machen, allerdings bleibt die Frage offen, wie transparent die Genehmigungsverfahren für Tierversuche in der Praxis ablaufen. Die Kontrollmechanismen, insbesondere die Abwägung von Leiden und Nutzen, sind bislang nicht öffentlich vollständig nachvollziehbar, was die Diskussion um Transparenz erneut aufwirft.

Die wissenschaftliche Praxis an der RUB zeigt, dass alternative, humanbasierte Forschungsansätze bei vielen Fragestellungen bereits etabliert sind. Beispielsweise werden EEG-Studien in Alltagssituationen oder MRT-Untersuchungen zu Entscheidungsprozessen durchgeführt, bei denen keine Tiermodelle erforderlich sind. Ebenso sind Organoide aus menschlichen Zellen, etwa für die Alzheimer-Forschung oder die Untersuchung von SARS-CoV-2-Infektionen, fester Bestandteil der Forschung an der Universität. Diese Entwicklungen unterstreichen, dass moderne, tierversuchsfreie Methoden längst in der Praxis angekommen sind und die Potentiale haben, Tiermodelle zu ersetzen.

Die offene Fragestellung bleibt jedoch, inwiefern die aktuellen Kontroll- und Genehmigungsverfahren ausreichend transparent sind, um das Vertrauen in die wissenschaftliche Integrität zu sichern. Weiterhin besteht Diskussionsbedarf, wie schnell und umfassend eine vollständige Umstellung auf humanbasierte Forschung erfolgen kann. Während die Kampagne von ÄgT auf eine vollständige Ablösung der Tierversuche drängt, betont die Universität die Fortschritte im Bereich der Methodenvielfalt. Ein gemeinsames Ziel sollte sein, die wissenschaftliche Qualität zu steigern und gleichzeitig ethische Standards zu erfüllen – eine Herausforderung, die noch offene Fragen zur Umsetzung und Kontrolle aufwirft.

Ausblick: Wege zu einer tierversuchsfreien Forschung an Hochschulen

Die Debatte um Tierversuche an Hochschulen gewinnt im Jahr 2025 zunehmend an Bedeutung. Die aktuellen Prüfverfahren an der Ruhr-Universität Bochum, die sich auf die Gesetze und Genehmigungsverfahren stützen, zeigen, dass die Einhaltung gesetzlicher Standards kontinuierlich überprüft wird. Diese Kontrollen sollen sicherstellen, dass Tierversuche nur dann stattfinden, wenn sie unumgänglich sind.*

Gleichzeitig entwickeln sich innovative Methoden in der Forschung immer weiter: Die Ausweitung humanbasierter Ansätze, etwa durch die Nutzung von Gehirn- und Organorganoiden oder organ-on-chip-Systemen, bietet bereits heute zuverlässige Alternativen zu Tierversuchen. Solche Methoden ermöglichen es, komplexe medizinische Fragestellungen mit menschrelevantem Bezug zu untersuchen, ohne Tiere einzusetzen.*

Forschende an der Ruhr-Universität Bochum setzen bereits erfolgreich auf diese Technologien. Arbeiten mit Gehirn- und Lungenorganoiden aus menschlichen Zellen sowie Studien zu Alzheimer und SARS-CoV-2 werden an der RUB durchgeführt.* Experten, wie Dr. Leah Haut von Ärzte gegen Tierversuche, betonen: „Diese Projekte zeigen, dass moderne und sinnvolle Methoden an der RUB längst Realität sind und zur Beantwortung wichtiger Fragen eingesetzt werden.“

Für die Zukunft ist es essenziell, die Forschung auf tierversuchsfreie Verfahren auszurichten, insbesondere in Studium und Lehre. Der Ausbau humanrelevanter Modelle und die Integration dieser Methoden in die Ausbildung erhöhen die wissenschaftliche Qualität und ethische Akzeptanz.*

Verbraucherinnen und Verbraucher, aber auch Bürgerinnen und Bürger, können die Entwicklung laufender Prozesse beobachten und sich aktiv informieren. Informationswege etwa über die Webseiten der Universitäten, Fachgesellschaften oder Initiativen wie Ärzte gegen Tierversuche bieten eine gute Orientierung. Überdies lohnt es sich, bei entsprechenden Anfragen an Hochschulen oder Forschungsstellen nach dem Stand der Methodenentwicklung zu fragen.*

Die behördliche Überprüfung und die laufenden Genehmigungsverfahren für Tierversuche bleiben dabei zentrale Elemente, um sicherzustellen, dass gesetzliche Standards eingehalten werden. Diese Prüfungen sind ein Schritt in Richtung mehr Transparenz und verantwortungsvolle Forschung.*

Betroffene und Interessierte können sich dauerhaft informieren und diese Entwicklung begleiten.

Die nachfolgenden Informationen und Zitate stammen aus einer Pressemitteilung von Ärzte gegen Tierversuche e.V., welche sich für tierversuchsfreie Forschung einsetzt.

Weiterführende Quellen:

Update: Warum das Thema wichtig bleibt

Die Frage, ob an Hochschulen Tierversuche stattfinden, ist mehr als ein einzelner Konflikt um „Taubenversuche“: Der Beitrag zeigt, dass es in der Forschung bereits humanbasierte Ansätze gibt (z. B. EEG, MRT, Organoide). Damit steht die Debatte auch für die größere Richtung, in die Wissenschaft gehen kann – hin zu Methoden, deren Ergebnisse näher am Menschen sind und zugleich Tierleid vermeiden.

Für Betroffene und die Gesellschaft ist entscheidend, dass Transparenz, Nachvollziehbarkeit und konsequente Alternativen nicht nur „mitgedacht“, sondern umgesetzt werden. Für Hochschulen und Forschungseinrichtungen bedeutet das: Tierversuchsfreie Verfahren weiter ausbauen und in Studium und Lehre stärker verankern. Für Politik und Verwaltung folgt daraus, dass Genehmigungen und Kontrollen klarer begründet werden müssen, wenn Alternativen bereits verfügbar sind.

Was Leserinnen und Leser jetzt wissen sollten

Warum werden Ergebnisse aus Taubenversuchen im Beitrag als wenig übertragbar eingeordnet?
Der Beitrag beschreibt, dass das menschliche Gehirn grundlegend anders aufgebaut ist. Deshalb seien Studien am Menschen bzw. menschlichen Modellsystemen nötig.

Welche tierversuchsfreien Methoden werden an der RUB im Text genannt?
Genannt werden u. a. MRT-Analysen zu Entscheidungsprozessen, EEG-Studien in Alltagssituationen sowie Arbeiten mit menschlichen Organoiden.

Was fordert der Verein über die „Reduktion“ hinaus?
Der Beitrag beschreibt einen vollständigen Umstieg auf tierversuchsfreie Forschung und Lehre, nicht nur eine Verringerung der Zahl der Tiere.

An wen können sich Bürgerinnen und Bürger bei Fragen zur Umsetzung wenden?
Eine passende Anlaufstelle können Fachstellen, Beratungsstellen oder zuständige Behörden sein. Ebenso können Hochschulen über ihre Informationswege zum Methoden- und Genehmigungsstand Auskunft geben.

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag und die verwendeten Bilder können ganz oder teilweise mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt oder bearbeitet worden sein.
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