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Tierversuche an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf: 43.585 Unterschriften fordern tierversuchsfreie Forschung

Am 17. Juli übergab der Verein Ärzte gegen Tierversuche der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf 43.585 Unterschriften mit der Forderung nach sofortigem Stopp aller Tierversuche und einer Umstellung auf tierversuchsfreie Forschung. Anlass der Aktion waren jahrelange Zahnexperimente an Hunden; Ziel ist neben der Freilassung verbleibender Tiere auch die Einrichtung eines Lehrstuhls für alternative Methoden. Universität und Wissenschaftsministerin lehnten die persönliche Entgegennahme zwar ab, signalisierten in einem Gespräch mit der ZETT-Leitung jedoch erste Bereitschaft für einen klaren Ausstiegsplan.

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– Ärzte gegen Tierversuche übergaben am 17. Juli 43.585 Unterschriften für Tierversuchs-Stopp an HHU
– Forderung: Freilassung der Laborhunde, Abbruch aller Tierversuche, Umstellung auf tierversuchsfreie Lehre
– NRW-Wissenschaftsministerin und HHU-Rektorin lehnten Unterschriftenannahme ab

Zehntausende Unterschriften fordern Stopp der Tierversuche an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Am 17. Juli übergab der Verein Ärzte gegen Tierversuche (ÄgT) 43.585 Unterschriften an das ZETT, die Zentrale Einrichtung für Tierforschung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU). Die Aktion richtet sich gegen Tierversuche an der Universität und fordert den „Stopp aller Tierversuche an der HHU und Umstieg auf tierversuchsfreie Forschung und Lehre“. Ausgelöst wurde die Kampagne durch eine Recherche, die jahrelange zahnmedizinische Versuche an Hunden an der HHU aufdeckte. Dabei geht es nicht nur um den Abbruch aktueller Tierversuche, sondern auch um die Freilassung der Hunde, die trotz abgeschlossener Studien weiterhin im Labor gehalten werden. Die Forderung lautet: „die trotz abgeschlossener Tierversuche noch im Labor gehaltenen Hunde freizubekommen, keine Verwendung anderer Tiere anstelle der Hunde und schließlich den Stopp aller Tierversuche an der HHU sowie die Einrichtung eines Lehrstuhls für tierversuchsfreie Verfahren“.

Trotz kleinerer Fortschritte, etwa der Vermittlung von zwei von vier verbliebenen Hunden an Privatpersonen im vergangenen Jahr, gehören Tierversuche an der HHU weiterhin zum Alltag. Die Hochschulleitung und die zuständigen Ministerialvertreter lehnten es ab, die Petition persönlich entgegenzunehmen. Wissenschaftsministerin Ina Brandes und HHU-Rektorin Prof. Dr. Anja Steinbeck verwiesen dabei auf das ZETT als offizielle Stelle.

In einem konstruktiven Gespräch mit Prof. Dr. Sabine Bischoff, Leiterin des ZETT, betonte die Universität immerhin, dass Studierende Praktika mit Tieren oder tierischen Materialien auf Antrag „ohne Nachteile im Studium umgehen können“ und dass Tierversuche „ersetzt werden, wo dies möglich ist“. Dr. Dilyana Filipova, Genetikerin und wissenschaftliche Referentin bei ÄgT, zeigte sich optimistisch: „Wir sehen bei der HHU sehr viel Bedarf für Veränderungen, aber auch erste Bereitschaft dafür. Wir hoffen, dass dies der Anfang eines langfristigen Dialogs ist, um die Universität gemeinsam beim Übergang zu einer vollständig tierversuchsfreien Forschung und Lehre zu unterstützen.“

Mit der Übergabe der Unterschriften wird der Druck auf die HHU erhöht, eine klare Strategie zum Ausstieg aus Tierversuchen vorzulegen und aktiv an der Etablierung tierversuchsfreier Methoden zu arbeiten. Die Aktion zeigt eindrücklich, wie viele Menschen das Thema bewegt und fordert die Wissenschaft auf, verantwortungsvoll und zukunftsorientiert zu handeln.

Alle Informationen und Zitate basieren auf einer Pressemitteilung von Ärzte gegen Tierversuche e.V.

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