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Weikert kandidiert nicht erneut: Wie der DOSB jetzt seine Spitze für 2026 sortiert

Thomas Weikert tritt im Dezember nicht noch einmal für das DOSB-Präsidentenamt an. Damit läuft beim Sportbund jetzt ein Wahlverfahren mit klaren Fristen, einem Integritätscheck und einem frühen Blick auf die Nachfolge.
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Das Wichtigste in Kürze

  • Thomas Weikert tritt am 5. Dezember nicht erneut als DOSB-Präsident an.
  • Kandidatenvorschläge sind bis zum 30. Oktober schriftlich einzureichen und zustimmungspflichtig.
  • Ein Integritätscheck durch Sportradar und eine Ethik-Kommission prüfen die Kandidierenden.
  • Die Wahl des neuen Präsidiums findet am 5. Dezember 2026 in Frankfurt statt.

Im deutschen Spitzensport beginnt die Nachfolgesuche diesmal nicht erst im Wahlmoment, sondern Wochen vorher: Thomas Weikert kandidiert am 5. Dezember in Frankfurt am Main nicht erneut für das Präsidentenamt des Deutschen Olympischen Sportbunds. Für die Mitgliederversammlung, die das Präsidium für die Legislaturperiode 2026 bis 2030 wählt, ist das der entscheidende Einschnitt.

Weikert hatte das Amt im Dezember 2021 übernommen und war ein Jahr später für vier weitere Jahre gewählt worden. Nun begründet der 64-Jährige seinen Verzicht mit der Belastung des Ehrenamts neben seiner Arbeit als Rechtsanwalt und mit seiner Familie. Er selbst sagt: „Ich werde am 15. November 65 Jahre alt und spüre, dass ich nicht mehr die Kraft aufbringen kann, mich noch einmal vier Jahre mit Vollgas – und nichts anderes hätte der DOSB verdient – den Aufgaben eines Präsidenten zu widmen.“

Mit seinem Rückzug rückt vor allem eines in den Mittelpunkt: der Fahrplan für die Nachfolge. Mitgliederorganisationen können bis zum 30. Oktober Kandidatinnen und Kandidaten vorschlagen. Der Vorschlag muss schriftlich und begründet eingereicht werden, und die vorgeschlagene Person muss zustimmen. Ohne diese Zustimmung geht es nicht weiter.

Danach zieht der DOSB das Verfahren weiter an. Bis zum 9. November sollen die Kandidierenden eine Selbsterklärung vorlegen. Anschließend sieht der Verband einen Integritätscheck durch Sportradar vor. Mögliche Auffälligkeiten bewertet danach die Ethik-Kommission; sie kann Betroffene vor einer öffentlichen Mitteilung anhören.

Erst am 13. November 2026 will der DOSB die Tagungsunterlagen einschließlich der Namen der Kandidierenden versenden und veröffentlichen. Am 5. Dezember 2026 entscheidet dann die Mitgliederversammlung in Frankfurt, wer das Präsidium für die neue Legislaturperiode führt. Der Ausgang steht damit noch offen – fest steht aber schon jetzt, dass der Wechsel an der Spitze sauber vorbereitet werden soll.

Quellen

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