THG-Quote im Verkehrssektor: BEE fordert umfassenden Einsatz erneuerbarer Energien und Biokraftstoffe für mehr Klimaschutz

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Am 18. Juli 2025 endet die Konsultation zur Novelle der Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) im Verkehrssektor, mit der Mineralölunternehmen zu einer stetig steigenden Reduktion ihrer CO₂-Emissionen verpflichtet werden sollen. Der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) fordert, alle erneuerbaren Optionen – von E-Mobilität über grünen Wasserstoff und Biokraftstoffe bis hin zu biogenem Strom – vollumfänglich einzusetzen und die Quote auch auf Schifffahrt und Flugverkehr auszuweiten. Außerdem verlangt der BEE wirksame Betrugsprävention und eine vorgezogene Anhebung der Quote, um gefälschte Zertifikate zu kompensieren und den Markt bis 2027 zu stabilisieren.

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– Konsultationsende THG-Quote: BEE fordert volle Ausschöpfung aller erneuerbaren Minderungspotenziale im Verkehr.
– Biokraftstoffe-Einsatz nicht einschränken, alle klimaneutralen Optionen (E-Mobilität, grüner Wasserstoff) nutzen.
– Antibetrugsprävention verstärken und ambitioniertere THG-Quote spätestens 2027 einführen.

Novelle der THG-Quote: Forderung nach voller Nutzung erneuerbarer Potenziale

Am 18. Juli 2025 endete die Konsultationsphase des Umweltministeriums zur Novelle der Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) im Verkehrssektor. Die geplante Gesetzesänderung sieht ein schrittweises Ansteigen der THG-Quote vor, mit dem Ziel, den Treibhausgasausstoß der von Mineralölunternehmen in Verkehr gebrachten Kraftstoffe kontinuierlich zu reduzieren. Dies stellt nach Auffassung von Dr. Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE), ein wichtiges Instrument dar, um die dringend notwendigen Fortschritte im Klimaschutz des Verkehrssektors kurzfristig zu erzielen.

Die Novelle verankert zusammen mit der beschleunigten Elektrifizierung aller Verkehrsmittel eine zentrale Steuerungsfunktion. Dabei müsse das vollständige Spektrum klimaneutraler Technologien zum Einsatz kommen, betont Peter: „Wichtig ist dabei, dass das gesamte Spektrum der verfügbaren klimaneutralen Optionen vollumfänglich zum Einsatz kommt. Dies gilt nicht nur für E-Mobilität und grünen Wasserstoff, sondern auch für Biokraftstoffe.“ Denn Biokraftstoffe stellen aktuell den größten Anteil der bereits realisierten CO2-Reduzierung im Verkehr dar und werden zudem strikt auf ihre Nachhaltigkeit geprüft. Kritisch bewertet der BEE die geplante Einschränkung ihres Einsatzes im Entwurf: „Dass der Entwurf nun vorsieht, ihren Einsatz einzuschränken, ist daher aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar.“

Der Verband fordert, dass der von der EU vorgegebene Rahmen für Biokraftstoffe vollständig ausgeschöpft wird. Dadurch könnte die THG-Quote künftig auch den Schiffs- und Flugverkehr einbeziehen. Diese Erweiterung wurde bereits in den Mobilitätsszenarien des BEE für das Jahr 2045 beschrieben und würde eine umfassendere Dekarbonisierung des Verkehrssektors ermöglichen. Zusätzlich braucht es nach Ansicht des Verbands, dass aus Biogas gewonnener Ladestrom quotenfähig wird und die Potenziale von biogenem Wasserstoff vollständig genutzt werden. Diese Aspekte hält der BEE für dringend korrigierungsbedürftig im weiteren Gesetzgebungsverfahren.

Ein weiterer zentraler Punkt in der Diskussion ist die Betrugsprävention im THG-Quotenmarkt. In den vergangenen zwei Jahren kam es zu betrügerischen Aktivitäten mit gefälschten Zertifikaten, was das Vertrauen in das System erheblich erschüttert hat. Peter fordert daher: „Um das Vertrauen in diesen Markt wiederherzustellen und weiteren Schaden von heimischen Erzeugern abzuwenden, müssen die im Entwurf vorgesehenen Maßnahmen weiter ausgestaltet werden und zwingend spätestens zum 1. Januar 26 in Kraft treten.“ Darüber hinaus brauche es schon für das Jahr 2027 eine ambitioniertere Quote, da dann eingefrorene Fake-Zertifikate und weitere rechtmäßige Mengen wieder in den Markt zurückkehren. Nur durch frühzeitiges und entschlossenes Handeln könne weiterer Schaden für das System vermieden werden.

Warum die Diskussion um die THG-Quote heute zentrale Bedeutung hat

Die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) steht im Zentrum der aktuellen Debatte um Klimaschutz und Energiewende, vor allem im Verkehrssektor. Sie ist ein wichtiges Steuerungsinstrument, mit dem der Ausstoß von klimaschädlichen Gasen bei Kraftstoffen gezielt reduziert werden soll. Die THG-Quote setzt klare Ziele für Mineralölunternehmen: Sie müssen den Treibhausgasausstoß der von ihnen in Verkehr gebrachten Kraftstoffe Jahr für Jahr deutlich senken. Damit verbindet sich die Hoffnung, kurzfristige Fortschritte beim Klimaschutz zu erreichen, während gleichzeitig eine breitere Mobilitätswende in Gang kommt.

Im Fokus steht dabei nicht nur die Elektrifizierung des Verkehrs, sondern eine breite Palette erneuerbarer Lösungen: Neben E-Mobilität und grünem Wasserstoff spielen auch Biokraftstoffe eine entscheidende Rolle. Biokraftstoffe tragen heute maßgeblich zur CO2-Reduzierung im Verkehrssektor bei, und es gibt strenge Kriterien, die ihre Nachhaltigkeit gewährleisten. Die aktuelle politische Debatte dreht sich unter anderem darum, wie viel Raum diese Kraftstoffe weiterhin bekommen sollten. Manche Vorschläge zielen darauf ab, ihren Einsatz einzuschränken – eine Entscheidung, die angesichts ihrer bisherigen Wirkung und der vorhandenen Potenziale zur Nutzung verschiedener erneuerbarer Energien kritisch betrachtet wird.

Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist die THG-Quote spürbar. Sie beeinflusst die Zusammensetzung der Kraftstoffe an der Zapfsäule und damit die klimafreundliche Ausgestaltung der Mobilität. Gleichzeitig sind Mineralölunternehmen und die gesamte Branche gefordert, ihre Strategien und Geschäftsmodelle anzupassen. Die Quote kann so als Anreiz wirken, vielfältige klimafreundliche Technologien schneller einzuführen und auszubauen.

Doch die Wirksamkeit dieses Instruments steht nicht nur auf dem Prüfstand, weil technologische und politische Fragen geklärt werden müssen. Ein weiteres, drängendes Problem ist die Betrugsprävention. In der Vergangenheit kam es zu betrügerischen Aktivitäten auf dem THG-Quotenmarkt – unter anderem durch gefälschte Zertifikate, die das Vertrauen in das System erschüttern. Um das Instrument glaubwürdig zu machen und nachhaltige Investitionen zu sichern, sind verbindliche Maßnahmen gegen solche Missbräuche dringend erforderlich.

Die THG-Quote wirkt damit an der Schnittstelle von Klimaschutz, Energiepolitik und Wirtschaft. Ihre Ausgestaltung und Umsetzung haben unmittelbare Folgen für die Erreichung der deutschen und europäischen Klimaziele. Auf dem Spiel steht, wie schnell und umfassend der Verkehrssektor seinen Beitrag zur Dekarbonisierung leisten kann.

Komplexe Themenfelder, die eng mit der THG-Quote verbunden sind:

  • Nutzung aller verfügbaren erneuerbaren Energien, einschließlich Biokraftstoffe, grünem Wasserstoff und Biogas
  • Ausbau und Elektrifizierung der Mobilität in verschiedenen Verkehrssegmenten
  • Betrugsprävention und Stabilität des THG-Quotenmarktes
  • Integration des Schiffs- und Flugverkehrs in die THG-Quote
  • Einbindung biogenen Ladestroms zur Erhöhung der Klimawirkung

Entscheidend ist, dass alle Potenziale ausgeschöpft werden, um kurzfristige Minderungseffekte und den langfristigen Umbau der Mobilität miteinander zu verbinden. Die laufende Debatte zeigt deshalb, wie hoch die gesellschaftliche Bedeutung dieses Instruments ist – für Umwelt, Wirtschaft und jede:n Einzelne:n.

Die Informationen zur THG-Quote basieren auf einer Pressemitteilung des Bundesverbands Erneuerbare Energie e.V.

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