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Terre des Hommes: 401 Projekte für Kinderrechte weltweit 2023

Jahresbilanz 2023: Terre des Hommes erzielt gutes Ertragsergebnis 2023 und förderte ...

Osnabrück/Berlin (ots) – Die internationale Kinderrechtsorganisation Terre des Hommes hat im Jahr 2023 Erträge in Höhe von 48,7 Millionen Euro verzeichnet, die überwiegend aus Spenden und Kofinanzierungen des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung stammen. Trotz eines Rückgangs der Spendeneinnahmen um fünf Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr konnte Terre des Hommes dank einer neun Millionen Euro höheren Kofinanzierung insgesamt 401 Projekte in 47 Ländern zur Unterstützung benachteiligter Kinder umsetzen. Vorstandssprecher Joshua Hofert betont jedoch die dringende Notwendigkeit zusätzlicher Mittel angesichts globaler humanitärer Krisen, während die Bundesregierung plant, die finanzielle Unterstützung für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe im Jahr 2025 drastisch zu kürzen.


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Bremen (VBR). Terre des Hommes mobilisiert 48,7 Millionen Euro im Jahr 2023: Enorme Unterstützung für Kinder weltweit

Osnabrück/Berlin – Die internationale Kinderrechtsorganisation Terre des Hommes hat im Jahr 2023 beeindruckende Erträge von rund 48,7 Millionen Euro verzeichnet. Diese Mittel stammen überwiegend aus Spenden und Kofinanzierungen, wobei ersteres einen Beitrag von 22,9 Millionen Euro leistete und Letzteres, hauptsächlich vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, mit 22,7 Millionen Euro zu Buche schlug.

Obwohl die Spendeneinnahmen im Vergleich zum Vorjahr um fünf Millionen Euro gesunken sind, erlebten die Kofinanzierungen einen erheblichen Anstieg um neun Millionen Euro. Dies wurde maßgeblich durch die humanitäre Hilfe, speziell nach dem Erdbeben in der Türkei und Syrien, unterstützt, wie Vorstandssprecher Joshua Hofert hervorhob. “Dank dieser Unterstützung förderte Terre des Hommes im Jahr 2023 insgesamt 401 Partnerprojekte zur Stärkung benachteiligter und ausgebeuteter Kinder in 47 Ländern,” erklärte Hofert.

Die Wichtigkeit der humanitären Hilfe wird durch die Unterstützung von 4,9 Millionen Euro unterstrichen, die Terre des Hommes speziell für Krisengebiete erhielt. In den betroffenen Regionen der Türkei und Syrien konnten Partnerorganisationen von Terre des Hommes notdürftige Wohnungen organisieren und sicherstellen, dass Kindern weiterhin Schulbildung ermöglicht wird.

Doch trotz solcher Erfolge bleibt die Lage besorgniserregend. Joshua Hofert betonte die dringende Notwendigkeit zusätzlicher Mittel angesichts der vielen humanitären Krisen, insbesondere im Sudan, am Horn von Afrika und in der Sahelzone. “Wir brauchen deutlich mehr Mittel, um auch dort Hilfe zu leisten,” so Hofert weiter. Er kritisierte die geplanten Kürzungen im Bundeshaushalt für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe um jeweils eine Milliarde Euro im Jahr 2025. Diese Kürzungen seien nicht nur kurzsichtig, sondern könnten kontraproduktiv für den weltweiten Frieden und die Einhaltung von Menschenrechten sein.

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Der Appell von Hofert ist klar: Angesichts immer komplexerer globaler Krisen dürfen die bewährten Instrumente der Entwicklungs- und humanitären Hilfe nicht vernachlässigt werden. Nur durch gezielte Unterstützung kann eine nachhaltige Verbesserung erreicht werden, besonders in Zeiten zunehmender bewaffneter Konflikte, kriegsbedingter Fluchtbewegungen und gravierender Klimafolgen.

Enorme Unterstützung für Kinder weltweit: Eine Analyse der aktuellen Entwicklungen

Die beeindruckenden Erträge von Terre des Hommes im Jahr 2023 illustrieren die bedeutende Rolle internationaler Hilfeorganisationen in einer zunehmend instabilen Welt. Mit rund 48,7 Millionen Euro, wovon 22,9 Millionen Euro durch Spenden und 22,7 Millionen Euro durch Kofinanzierungen, hauptsächlich vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, generiert wurden, hat die Organisation einen massiven Beitrag zur Unterstützung benachteiligter Kinder geleistet.

Ein Anstieg der Kofinanzierungen: Ein positives Signal in schwierigen Zeiten

Der deutliche Anstieg der Kofinanzierungen um neun Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr zeigt ein starkes Engagement seitens der Regierung und weiterer Finanzierungsquellen. Besonders die humanitäre Hilfe nach dem verheerenden Erdbeben in der Türkei und Syrien hat dabei eine zentrale Rolle gespielt. Dieser Erfolg ist ein Beweis für die Effektivität und Notwendigkeit internationaler Hilfeleistungen, auch wenn die Spendeneinnahmen leicht zurückgegangen sind.

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Humanitäre Hilfe in Krisengebieten: Ein Spagat zwischen Erfolg und Dringlichkeit

Terre des Hommes konnte dank der erhaltenen Mittel in 47 Ländern insgesamt 401 Partnerprojekte unterstützen, die sich speziell auf die Förderung benachteiligter und ausgebeuteter Kinder konzentrieren. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel ist die Hilfe für die Krisenregionen der Türkei und Syrien, wo Kindern trotz ihrer prekären Lebenssituation weiterhin Schulbildung ermöglicht wurde. Diese Maßnahmen sind lebenswichtig und tragen maßgeblich zur Stabilisierung instabiler Regionen bei.

Kritik an geplanten Kürzungen: Eine Gefahr für internationale Hilfe

Allerdings stellt die geplante Kürzung um jeweils eine Milliarde Euro im Bundeshaushalt für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe im Jahr 2025 eine ernsthafte Bedrohung für die Fortführung solcher Projekte dar. Joshua Hofert hebt die dringende Notwendigkeit zusätzlicher Mittel angesichts der aktuellen und zukünftigen humanitären Krisen hervor. Kürzungen könnten nicht nur die Arbeit von Organisationen wie Terre des Hommes beeinträchtigen, sondern auch kontraproduktiv für den globalen Frieden und die Einhaltung von Menschenrechten sein.

Historische Parallelen und Prognosen für die Zukunft

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass ähnliche finanzielle Rückgänge in der Vergangenheit oft zu erhöhten Spannungen und verschlechterten Lebensbedingungen in Krisengebieten geführt haben. Beispielsweise führte die Kürzung von Entwicklungshilfegeldern in den frühen 2000er Jahren zu einer Verschärfung der humanitären Lage in vielen Teilen Afrikas. Diese historische Perspektive unterstreicht die Bedeutung einer kontinuierlichen und stabilen Finanzierung.

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In Anbetracht der immer komplexeren globalen Krisen, sei es durch bewaffnete Konflikte, kriegsbedingte Fluchtbewegungen oder die gravierenden Folgen des Klimawandels, bleibt die internationale Entwicklungs- und humanitäre Hilfe unverzichtbar. Nur durch nachhaltige und zielgerichtete Unterstützung können nachhaltige Verbesserungen erreicht werden, die letztlich zu mehr Stabilität und Frieden weltweit beitragen.

Die jüngsten Entwicklungen bei Terre des Hommes sind ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie wichtig es ist, international einheitlich zu handeln und finanzielle Mittel für humanitäre Zwecke bereitzustellen. Angesichts der vielseitigen Herausforderungen der heutigen Zeit ist eine Kürzung dieser Mittel nicht nur kurzsichtig, sondern auch gefährlich für die globale Stabilität und das Wohlergehen der betroffenen Menschen.

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8 Antworten

  1. Die Hilfe in der Türkei und Syrien zeigt, wie wichtig solche Organisationen sind. Ohne diese Hilfe würden viele Kinder leiden.

  2. Es ist toll, dass die Kofinanzierungen so stark gestiegen sind. Aber warum sind die Spenden weniger geworden?

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