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Telekom-Warnstreiks bundesweit: ver.di erhöht Druck

Am Vorabend der vierten und potenziell entscheidenden Tarifverhandlungsrunde zwischen der Deutschen Telekom und der Gewerkschaft ver.di, kündigt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft für Montag, den 13. Mai 2024, einen umfassenden, bundesweiten Warnstreik an. Inmitten steigender Inflationsbelastungen und auf dem Hintergrund bisher als unzureichend empfundener Angebote der Arbeitgeberseite, streben rund 70.000 Tarifbeschäftigte der Telekom nach einer signifikanten Entgelterhöhung. Mit einer zentralen Kundgebung in Potsdam bringen die Telekommunikationsmitarbeiter ihre Frustration und Forderungen zum Ausdruck, wobei sie massive Unterstützung aus den neuen Bundesländern und Berlin erfahren. Dieser Schritt unterstreicht die Entschlossenheit der Belegschaft, für eine gerechte Anerkennung ihrer Leistungen in herausfordernden Zeiten zu kämpfen.

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Bremen (VBR). Angesichts der bevorstehenden, entscheidenden Tarifverhandlungsrunde für die Deutsche Telekom am 13. und 14. Mai 2024 in Potsdam, schaltet die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) einen Gang höher: Für Montag, den 13. Mai, sind erneut bundesweite Warnstreiks geplant. Pascal Röckert, ver.di-Arbeitskampfleiter, unterstrich die Dringlichkeit dieser Maßnahme: „Die Warnstreikaktionen in dieser Woche haben gezeigt: Das bisherige Angebot der Arbeitgeber reicht bei weitem nicht aus, um die Erwartungen der Beschäftigten zu erfüllen.“ Mit rund 13.000 Teilnehmenden an Streiks am Montag und Dienstag der Vorwoche, wurden bereits deutliche Signale gesetzt, die unter anderem enorme Wartezeiten im Kundenservice und geschlossene T-Shops zur Folge hatten.

Die Forderungen von ver.di sind klar gesteckt: Für rund 70.000 Tarifbeschäftigte wird eine Entgelterhöhung von 12 Prozent, mindestens jedoch um 400 Euro pro Monat, angestrebt – und das bei einer Vertragslaufzeit von lediglich zwölf Monaten. Auch die Ausbildungsvergütungen und Entgelte der dual Studierenden sollen spürbar, um monatlich 185 Euro, angehoben werden.

Röckert bringt die Enttäuschung der Beschäftigten auf den Punkt: „Die Beschäftigten sind enttäuscht, nach den für sie aufreibenden und anstrengenden Jahren hoher Inflationsbelastungen, die für den Konzern gleichzeitig Rekordgewinne gebracht haben, nicht mehr Wertschätzung von der Konzernspitze zu erfahren.“ Die Erwartungen sind hoch, nicht zuletzt weil die aktuellen Angebote der Arbeitgeberseite als unzureichend betrachtet werden.

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Der kommende Montag steht im Zeichen der Solidarität: Eine zentrale Kundgebung in Potsdam, zu der rund 4.500 Telekom-Beschäftigte erwartet werden, soll die Forderungen der Gewerkschaft weiter untermauern. Angesprochen wird hier von Persönlichkeiten wie Christoph Schmitz-Dethlefsen, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand, und dem ver.di-Verhandlungsführer Frank Sauerland.

Diese Entwicklungen sind nicht nur für die unmittelbar Betroffenen, sondern für die gesamte Branche und darüber hinaus von großer Bedeutung. Sie zeugen von einer zunehmenden Bereitschaft von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, für angemessene Lohnsteigerungen und bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen. Zugleich stellen sie die Arbeitgeber vor die Herausforderung, auf diese Forderungen einzugehen, um langwierige Konflikte zu vermeiden.

Die Situation bei der Deutschen Telekom ist beispielhaft für einen breiteren gesellschaftlichen Diskurs über die Verteilung von Wohlstand, Anerkennung der Leistung von Beschäftigten und die Rolle von starken Gewerkschaften im 21. Jahrhundert. In einer Zeit, in der wirtschaftliche Ungleichheiten zunehmend unter die Lupe genommen werden, symbolisiert dieser Konflikt einen wichtigen Moment für die Arbeitswelt in Deutschland.


Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
ver.di-Medien-Info: Tarifrunde Deutsche Telekom: ver.di ruft zu bundesweitem …

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Meldung einfach erklärt

Die Gewerkschaft ver.di hat etwas Wichtiges zu sagen. Sie kümmert sich um Menschen, die bei der Deutschen Telekom arbeiten. Hier sind die wichtigen Punkte:

– ver.di ruft zu einem Warnstreik auf. Das bedeutet, dass die Beschäftigten der Deutschen Telekom für kurze Zeit ihre Arbeit nicht machen werden.
– Dieser Streik findet am Montag, den 13. Mai 2024, statt.
– Der Streik ist Teil einer Reihe von Aktionen. Schon letzte Woche haben etwa 13.000 Mitarbeiter nicht gearbeitet. Das hat für Probleme gesorgt, zum Beispiel lange Wartezeiten für Kunden und ausgefallene Termine.
– Die Mitarbeiter und ver.di sind nicht zufrieden mit dem, was die Deutsche Telekom ihnen anbietet. Sie finden, sie bekommen nicht genug Gehalt, besonders nach einigen schweren Jahren mit hoher Inflation.
– ver.di will, dass die Gehälter um 12 Prozent steigen, oder um mindestens 400 Euro mehr pro Monat. Dieser neue Gehaltsplan soll für ein Jahr gelten. Auch Auszubildende und duale Studierende sollen mehr Geld bekommen.
– Wenn die Deutsche Telekom kein besseres Angebot macht, könnte der Konflikt schlimmer werden.
– Es wird auch eine große Kundgebung in Potsdam geben. Da kommen viele Leute zusammen, um ihre Meinung zu zeigen.

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Häufig gestellte Fragen und ihre Antworten:

Was ist ein Warnstreik?
– Ein Warnstreik ist, wenn Mitarbeiter für eine kurze Zeit die Arbeit stoppen, um zu zeigen, dass sie mit etwas nicht einverstanden sind. Es soll den Arbeitgebern zeigen, dass sie ernst sind.

Warum wollen die Mitarbeiter mehr Geld?
– Sie wollen mehr Geld, weil die Lebenskosten gestiegen sind (das bedeutet, dass alles teurer geworden ist). Sie finden auch, dass sie nach schwerer Arbeit mehr Anerkennung in Form von Gehalt verdienen.

Was passiert, wenn die Telekom und ver.di sich nicht einigen?
– Wenn sie sich nicht einigen können, könnte es zu längeren Streiks kommen. Das würde bedeuten, dass noch mehr Dienste der Telekom gestört werden könnten.

Was ist eine Kundgebung?
– Eine Kundgebung ist eine Versammlung von Menschen an einem bestimmten Ort. Sie zeigen dort, dass sie mit etwas nicht einverstanden sind oder etwas unterstützen. Bei dieser Kundgebung sprechen Leute und teilen ihre Meinungen.

Hoffentlich hilft das, um zu verstehen, was bei der Deutschen Telekom und mit ver.di los ist.

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