Tarifverhandlungen : Nachhaltiger Inflationsausgleich muss Priorität haben

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Die Verhandlungen zwischen dem dbb beamtenbund und tarifunion sowie Bund und Kommunen sind gescheitert. Die Arbeitgeber haben kein verbessertes Angebot vorgelegt und die Forderungen der Gewerkschaften nach einem Inflationsausgleich wurden nicht erfüllt. Nun stehen Schlichtung, Urabstimmung und Vollstreik als Optionen im Raum. Sollte es zum Vollstreik kommen, trägt allein der Bund und die kommunalen Arbeitgeber dafür Verantwortung. Über 2,5 Millionen Beschäftigte sind vom Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst betroffen. Mittelbar hat die Einkommensrunde auch Auswirkungen auf weitere Bereiche des öffentlichen Dienstes.


Original-Pressemeldung:

Keine Einigung ohne nachhaltigen Inflationsausgleich – Tarifverhandlungen für …

dbb beamtenbund und tarifunion

Potsdam (ots)

“Die Arbeitgebenden haben es nicht verstanden”, sagte dbb Chef Ulrich Silberbach nach dem Abbruch der dritten Verhandlungsrunde mit Bund und Kommunen am 29. März 2023 in Potsdam.

“Bund und Kommunen respektieren die Sorgen und Nöte ihrer Beschäftigten nicht. Und sie schätzen Frustration und Entschlossenheit der Kolleginnen und Kollegen falsch ein. Nur so ist zu erklären, dass sie uns hier wieder kein wirklich verbessertes Angebot vorgelegt haben. Das war zu wenig Bewegung in den wichtigen materiellen Fragen. Wir müssen Reallohnverluste verhindern und brauchen einen nachhaltigen Inflationsausgleich. Das war von Anfang an klar. Nach jetzigem Stand der Dinge sind die Arbeitgebenden dazu nicht bereit. Die Verhandlungen sind damit gescheitert. Jetzt stehen Schlichtung oder Urabstimmung und Vollstreik im Raum. Wir haben in den letzten Wochen gezeigt, dass wir kampfbereit sind, wenn es sein muss”, machte Silberbach deutlich.

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Sollte es zum Vollstreik kommen, seien hierfür allein der Bund und die kommunalen Arbeitgebenden verantwortlich. Silberbach: “Wir haben in den Verhandlungen viele Runden gedreht und sind überhaupt nicht vorangekommen. Also müssen wir jetzt den Druck nochmal erhöhen und die Urabstimmung einleiten. Wenn Bund und Kommunen die Schlichtung anrufen, werden wir uns natürlich konstruktiv beteiligen. Wenn nicht, kann es ab Ende April überall im Land zu umfassenden Streikmaßnahmen im öffentlichen Dienst kommen. Ich bin überzeugt, der Ärger der Kolleginnen und Kollegen über die Ignoranz der Arbeitgebenden wird zu einer hohen Beteiligung bei der Urabstimmung und zu einer großen Streikbereitschaft führen. Leidtragende sind alle – Beschäftigte genauso wie Bürgerinnen und Bürger.”

Hintergrund: Vom Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) sind insgesamt über 2,5 Millionen Beschäftigte direkt oder indirekt betroffen: Fast 1,6 Millionen Arbeitnehmende des Bundes und der Kommunen und weiterer Bereiche, für die der TVöD direkte Auswirkungen hat, sowie Auszubildende (6.350 beim Bund, 56.300 bei den Kommunen), Praktikantinnen und Praktikanten sowie Studierende in ausbildungsintegrierten dualen Studiengängen und auch knapp 190.000 Bundesbeamtinnen und Bundesbeamte, Anwärterinnen und Anwärter (16.885 beim Bund) sowie über 500.000 Versorgungsempfängerinnen und -empfänger beim Bund, auf die der Tarifabschluss übertragen werden soll. Mittelbar hat die Einkommensrunde auch Auswirkungen für weitere Bereiche des öffentlichen Dienstes (bspw. Bundesagentur für Arbeit, Deutsche Rentenversicherung).

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Pressekontakt:

dbb – beamtenbund und tarifunion
Dr. Frank Zitka
Telefon: 030.4081-5510
Fax: 030.4081-5599
Email: zitka@dbb.de

Original-Content von: dbb beamtenbund und tarifunion, übermittelt durch news aktuell

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– Der Verband ist nicht der “Presseportal.de”, sondern der dbb beamtenbund und tarifunion.
– Es handelt sich um den größten Fachgewerkschaftsverband im öffentlichen Dienst und in der Privatwirtschaft.
– Der Verband hat mehr als 1,3 Millionen Mitglieder.
– Der dbb beamtenbund und tarifunion vertritt insgesamt 42 Einzelgewerkschaften.
– In den Mitgliedsgewerkschaften sind Beamte und Tarifbeschäftigte, Beschäftigte in der öffentlichen Verwaltung sowie Berufe im Gesundheits- und Bildungsbereich organisiert.
– Der Verband setzt sich für eine angemessene Bezahlung und Arbeitsbedingungen seiner Mitglieder ein.
– Der dbb beamtenbund und tarifunion wurde 1950 gegründet.
– Der Hauptsitz des Verbands befindet sich in Berlin.
– Der Verband pflegt Kontakte auf nationaler und internationaler Ebene.
– Der dbb beamtenbund und tarifunion ist ein parteipolitisch unabhängiger Verband.

15 Antworten

    1. Du denkst nur an dich und deine eigenen Bedürfnisse? Wie egoistisch! Tarifverhandlungen sind wichtig, um faire Arbeitsbedingungen für alle zu gewährleisten. Wenn dir mehr Urlaubstage so wichtig sind, dann verhandle das doch selbstständig mit deinem Arbeitgeber.

  1. Das ist nicht so einfach. Wenn wir einfach mehr Geld drucken, wird es die Inflation erhöhen und den Wert des Geldes mindern. Es ist eine kurzfristige Lösung mit langfristigen Konsequenzen. Es gibt bessere Wege, um die Wirtschaft anzukurbeln.

  2. Warum sollten wir überhaupt über Tarifverhandlungen reden? Ich meine, wer braucht schon faire Löhne?

  3. Ich finde, dass Tarifverhandlungen total überbewertet sind. Wer braucht schon faire Löhne? #ControversialOpinion

    1. Sorry, aber deine Meinung ist völlig absurd. Fairness sollte immer Priorität haben, besonders wenn es um Löhne geht. Tarifverhandlungen sind der beste Weg, um gerechte Arbeitsbedingungen für alle zu gewährleisten. Deine Ansicht ist egoistisch und kurzsichtig.

  4. Also ich finde, dass die Priorität doch eher auf der Schokoladenproduktion liegen sollte. Wer braucht schon Inflationsausgleich?

    1. Na, da haben wir ja einen echten Schokoladenfanatiker hier. Aber mal ehrlich, ohne einen Inflationsausgleich werden wir alle bald in Schokoladenbarren bezahlen müssen. Also, lass uns lieber ein bisschen realistisch bleiben, oder?

    1. Ach komm, ernsthaft? Die Inflation ist ein wichtiges Thema, das direkte Auswirkungen auf unser Leben hat. Kuchenrezepte sind sicherlich lecker, aber es gibt andere Plattformen, um darüber zu sprechen. Lass uns lieber über relevante Themen diskutieren.

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