20 Aufrufe

Tarifverhandlungen der Tourismusbranche: Vier Runden ohne Ergebnis

Ergebnislose Tarifverhandlungen in der Tourismusbranche: Ver.di fordert höheren Lohnausgleich

In der vierten Verhandlungsrunde für einen neuen Flächentarifvertrag in der Tourismusbranche blieben die Verhandlungen zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und dem Deutschen Reiseverband – Tarifgemeinschaft (DRV-T) ohne greifbares Ergebnis. Trotz eines modifizierten Angebots der Arbeitgeber, das eine Gehaltserhöhung von 2,5 Prozent sowie eine Mindesterhöhung von 100 Euro brutto vorsieht, fordert ver.di einen umfassenderen Lohnausgleich, um die spürbaren Reallohnverluste der letzten Jahre auszugleichen. Am 25. Juni 2025 sollen die Gespräche in Berlin fortgesetzt werden, während die Beschäftigten auf eine faire Lösung drängen.

Inhaltsverzeichnis

Beitrag teilen

Modernes blau beleuchtetes News-Studio mit runden LED-Podesten und großem Bildschirm mit Schriftzug ‚Verbands‑Monitor eins zu eins’, zentrale Rundbühne.
Verbandsbüro jetzt bei Google bevorzugen Damit unsere Vereins- und Verbandsnachrichten häufiger in Ihrer persönlichen Google-Übersicht erscheinen.
Jetzt bevorzugte Quelle festlegen

Bremen (VBR). Dieser ausführliche Beitrag ist Teil unseres täglichen VerbandsMonitor und beruht auf offiziellen Pressemitteilungen, die über das Presseportal von news aktuell veröffentlicht wurden.
Sie möchten Ihre Pressemitteilung ebenfalls bei uns platzieren? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf – wir freuen uns über relevante Einsendungen.

In der vierten Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Tourismusbranche blieben die Verhandlungspartner, die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Deutsche Reiseverband – Tarifgemeinschaft (DRV-T), am 18. Juni 2025 in Frankfurt/Main ergebnislos. Das Angebot der Arbeitgeber wurde zwar modifiziert, doch es reicht nicht aus, um den 17-prozentigen Reallohnverlust der letzten sechs Jahre, in denen kein neuer Tarifvertrag vereinbart werden konnte, auszugleichen.

Die Verhandlungsführerin von ver.di, Sonja Austermühle, äußerte sich unmissverständlich: „Die Deutsche Reiseverband-Tarifgemeinschaft hat zwar ein geändertes Angebot unterbreitet. Aber dieses reicht bei weitem nicht aus, um einem Ausgleich von 17 Prozent Reallohnverlust der vergangenen sechs Jahre, in denen kein neuer Tarifvertrag erzielt werden konnte, erkennbar näher zu kommen.“ Das neue Angebot sieht eine Gehaltserhöhung von 2,5 Prozent für die aktuell bei DERTOUR gezahlten Gehälter sowie eine Mindesterhöhung von 100 Euro brutto vor. Bei einer angepeilten Laufzeitverlängerung ab dem 1. Juli 2026 sollen weitere Erhöhungen von 2 Prozent für den Veranstalterbereich und 1 Prozent für Reisebüros sowie eine persönliche Erfolgszulage von 3 Prozent für Verkaufsmitarbeiter angeboten werden.

Doch trotz dieser Anpassungen kritisiert ver.di die Angebote scharf: „Die angebotenen Tabellenerhöhungen im zweiten Schritt bleiben hinter zahlreichen Inflationsprognosen für das Jahr 2026 zurück. Ein Tarifvertrag, mit dem ein Reallohnverlust auf dem bisherigen Niveau erhalten bleibt oder gar vergrößert wird, ist für ver.di und die Beschäftigten undenkbar.“ Die Forderungen sind klar: ver.di verlangt eine nachholende Erhöhung aller Gehälter sowie der Auszubildendenvergütungen um 19,5 Prozent, wobei mindestens 550 Euro brutto erreicht werden sollen.

Diese Verhandlungen sind besonders bedeutend, da sie die erste seit 2018 sind und durch eine lange Pause aufgrund nicht erzielbarer Tarifeinigungen und der anschließenden Pandemie geprägt wurden. Die Gespräche, die am 25. Juni 2025 in Berlin fortgesetzt werden, stehen vor einer kritischen Weichenstellung für die Zukunft der beschäftigten Menschen in der Tourismusbranche. Der Druck auf Arbeitgeber wächst, um endlich faire Bedingungen für die Beschäftigten zu schaffen, die über Jahre hinweg mit stagnierenden Löhnen und steigenden Lebenshaltungskosten konfrontiert wurden.


Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
Medien-Info: Tarifverhandlungen in der Tourismusbranche auch in der vierten Runde …

Original-Content übermittelt durch news aktuell.


Tendenzen und Herausforderungen in der Tourismusbranche: Ein Blick in die Zukunft

Die anhaltenden Tarifverhandlungen in der Tourismusbranche reflektieren nicht nur die dringenden Forderungen der Beschäftigten nach fairer Entlohnung, sondern stehen auch im Kontext allgemeiner wirtschaftlicher Entwicklungen und branchenspezifischer Herausforderungen. Angesichts eines Reallohnverlusts von 17 Prozent über sechs Jahre ist es kaum überraschend, dass die Gewerkschaften, insbesondere ver.di, so vehement nach einem gerechten Tarifvertrag streben. Viele Beschäftigte sehen sich aufgrund steigender Lebenshaltungskosten und einer sprunghaft angestiegenen Inflation in ihrer Existenz unsicher.

Die aktuellen Gespräche sind besonders bedeutsam, da sie nach einer langen Pause wieder an Fahrt gewinnen. Die Pandemie hatte den Reise- und Tourismussektor hart getroffen, und viele Unternehmen kämpfen bis heute mit den Folgen. Dies zeigt sich auch in der Tatsache, dass die Arbeitgeberseite nur begrenzte Vorschläge unterbreitet, die den realen Herausforderungen nicht gerecht werden. Zusätzlich zur geforderten Erhöhung von 19,5 Prozent steht die Branche unter dem Druck, sich an veränderte Marktbedingungen anzupassen. Eindeutig steigende Inflationsprognosen für die kommenden Jahre werfen ein weiteres Schlaglicht auf die Dringlichkeit, faire Löhne zu etablieren, die mit der realen Entwicklung der Lebenshaltungskosten Schritt halten.

Die bevorstehenden Verhandlungen am 25. Juni 2025 in Berlin bieten eine weitere Gelegenheit, diese Problematik anzugehen. Die Entscheidung, ob es zu einer Einigung kommt, wird nicht nur das Schicksal der Beschäftigten bestimmen, sondern auch die allgemeine Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Branche beeinflussen. Experten zeigen sich optimistisch, dass ein Tarifvertrag sowohl den Forderungen der Beschäftigten als auch den wirtschaftlichen Realitäten der Unternehmen gerecht werden kann, sofern beide Seiten bereit sind, aufeinander zuzugehen. In einem sich schnell verändernden Wirtschaftsumfeld bleibt jedoch abzuwarten, ob diese Bereitschaft tatsächlich besteht.


Weitere Nachrichten aus der Verbands- und Vereinswelt finden Sie in unserem Newsportal.

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag und die verwendeten Bilder können ganz oder teilweise mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt oder bearbeitet worden sein.
Bild von Über das Autor:innen-Netzwerk von verbandsbuero.de

Über das Autor:innen-Netzwerk von verbandsbuero.de

Die Beiträge auf verbandsbuero.de entstehen in einem redaktionellen Netzwerk aus festangestellten und freien Redakteurinnen und Redakteuren mit langjähriger Erfahrung in Marketing, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Unser Team ist seit vielen Jahren eng in der Vereins- und Verbandswelt vernetzt und arbeitet kontinuierlich mit Organisationen, Verbänden und Institutionen aus unterschiedlichen Bereichen zusammen.

Viele Inhalte werden gemeinschaftlich recherchiert, geschrieben und redaktionell überarbeitet. Dieses kollaborative Vorgehen stellt sicher, dass fachliche Tiefe, Praxisnähe und unterschiedliche Perspektiven in jeden Beitrag einfließen. Aus diesem Grund veröffentlichen wir unsere Inhalte bewusst als Netzwerk-Arbeit und nicht immer unter dem Namen einzelner Autor:innen.

Die redaktionelle Verantwortung liegt beim Netzwerk von verbandsbuero.de. Alle Beiträge basieren auf fundierter Praxiserfahrung, aktuellem Fachwissen und einem klaren Fokus auf die Anforderungen von Vereinen, Verbänden und Non-Profit-Organisationen.

Alle Beiträge