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Tankpreise im Bundesländervergleich: Saarland und Stadtstaaten vorn

Der ADAC sieht beim Tanken derzeit nur kleine Unterschiede zwischen den Bundesländern, gleichzeitig bleibt das Preisniveau hoch. Besonders günstig schneiden das Saarland und die Stadtstaaten ab, während Sachsen, Thüringen und Hessen an der Spitze liegen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Kraftstoffpreise liegen bundesweit nah beieinander, mit maximal 4,6 Cent Unterschied je Liter.
  • Saarland und Stadtstaaten bieten aktuell die günstigsten Preise für Super E10 und Diesel.
  • Städte profitieren von stärkerem Wettbewerb, während Flächenländer oft weniger Tankstellen haben.
  • Nach dem Ende des Tankrabatts stiegen die Preise wieder deutlich über zwei Euro pro Liter.
  • Preisvergleiche sind für Vielfahrer und Vereine besonders wichtig, um Kosten zu sparen.

An der Zapfsäule machen schon wenige Cent Unterschied schnell einen spürbaren Betrag aus. Für Pendler, Vielautofahrer und auch Vereine mit regelmäßigem Fahrbedarf bleibt das ein Thema – vor allem dann, wenn das Preisniveau insgesamt hoch ist.

Genau das zeigt der aktuelle Vergleich des ADAC: Zwischen den Bundesländern liegen die Kraftstoffpreise zwar auseinander, doch die Spanne fällt derzeit eher klein aus. Gleichzeitig sind die Preise nach dem Ende des Tankrabatts am 1. Juli wieder deutlich über zwei Euro je Liter gestiegen.

Saarland und Stadtstaaten liegen beim Tanken vorn

Beim Super E10 ist das Saarland derzeit am günstigsten. Ein Liter kostet dort laut ADAC 2,052 Euro. Direkt dahinter folgt Berlin mit 2,053 Euro. Am teuersten ist Super E10 aktuell in Sachsen mit 2,097 Euro, Thüringen liegt mit 2,093 Euro knapp davor.

Beim Diesel führt Berlin mit 2,080 Euro je Liter, Bremen kommt auf 2,087 Euro. Am teuersten ist der Kraftstoff laut ADAC in Hessen mit 2,126 Euro. Nordrhein-Westfalen folgt mit 2,118 Euro. Die Preisspanne zwischen dem günstigsten und dem teuersten Bundesland bleibt damit überschaubar: 4,5 Cent bei Super E10 und 4,6 Cent beim Diesel.

Wichtig ist dabei der Zeitpunkt: Die Angaben sind eine Momentaufnahme vom 16. Juli 2026 um 11 Uhr. Sie zeigen also die Lage zu einem konkreten Stichtag, nicht die Entwicklung der kommenden Tage.

Warum Städte beim Tanken oft günstiger sind

Nach Angaben des ADAC spielt der Wettbewerb an den Tankstellen eine zentrale Rolle. Wo es viele Stationen gibt, müssen die Anbieter stärker um Kundschaft konkurrieren. Das erhöht den Preisdruck und kann die Preise nach unten bewegen.

In Flächenländern mit geringerer Bevölkerungsdichte sieht der Verband dagegen oft weniger Konkurrenz. Dort gibt es nach ADAC-Angaben teils nur wenige Tankstellen in erreichbarer Nähe. Der ADAC spricht in diesem Zusammenhang auch von lokalen Monopolen. Dass Saarland und die drei Stadtstaaten häufig günstiger abschneiden, passt aus dieser Sicht zu einem stärkeren Wettbewerb in dichter besiedelten Regionen.

Das ist eine plausible Erklärung, bleibt aber eine Einordnung des Verbands. Wie groß der Einfluss der regionalen Struktur im Einzelfall tatsächlich ist, lässt sich aus der Mitteilung allein nicht vollständig überprüfen.

Was Autofahrende und Vereine praktisch beachten können

Für Autofahrende ist vor allem ein Punkt relevant: Vergleichen lohnt sich. Der ADAC verweist auf die Spritpreis-App ADAC Drive, in der die aktuellen Preise von rund 14.000 Tankstellen in Deutschland abrufbar sind. Weitere Informationen zum Kraftstoffmarkt nennt der Verband unter adac.de/tanken.

Gerade für Vereine, Verbände und andere Organisationen mit regelmäßigen Fahrten kann selbst ein kleiner Preisunterschied am Monatsende ins Gewicht fallen. Das gilt etwa für Termine, Veranstaltungen oder Außeneinsätze. Wie stark sich das auswirkt, hängt jedoch davon ab, wie flexibel die Fahrten geplant werden können und wie viele Tankstellen tatsächlich zur Auswahl stehen.

Der ADAC führt das hohe Preisniveau außerdem auf mehrere Entwicklungen zurück. Nach dem Ende des Tankrabatts am 1. Juli und wegen der erneuten Eskalation im Nahen Osten seien die Preise wieder deutlich über die Marke von zwei Euro gestiegen. Nach Angaben des Verbands hat auch der höhere Ölpreis dazu beigetragen. Unabhängig vom Bundesländervergleich hält der ADAC das aktuelle Preisniveau für zu hoch.

Kleine regionale Unterschiede, spürbare Belastung

Der aktuelle Vergleich zeigt vor allem eines: Die regionalen Abstände an der Zapfsäule sind derzeit relativ klein, das Preisniveau selbst bleibt aber hoch. Wer regelmäßig fährt, merkt auch wenige Cent Unterschied schnell im Budget.

Für den Alltag heißt das: Preisvergleiche bleiben sinnvoll, gerade wenn die Fahrtkosten ohnehin knapp kalkuliert sind. Mehr als eine Momentaufnahme liefert die Auswertung allerdings nicht. Ob sich die Preise in den nächsten Tagen beruhigen oder weiter bewegen, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

Quellen

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