Verbandsmonitor – Tagesrückblick: 21.02.2025

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Das Vereins- und Verbandsleben bleibt auch heute in Bewegung – mit engagierten Debatten, starken Forderungen und innovativen Ideen. Welche Weichen jetzt gestellt werden und welche Entwicklungen den Alltag prägen, erfahren Sie in unserem kompakten Tagesrückblick. Bleiben Sie informiert über alles, was heute zählt.

Elektroschrott: DUH fordert strengere Sammelquoten

Die Deutsche Umwelthilfe kritisiert, dass Deutschland auch 2023 mit nur 29,5 Prozent erneut die gesetzlich vorgeschriebene Sammelquote von 65 Prozent für Elektroschrott deutlich verfehlt hat und fordert eine umfassende Reform des Elektrogesetzes. Um Ressourcenverschwendung und gefährliche Situationen durch unsachgemäße Entsorgung einzudämmen, verlangt die DUH ein Verbot besonders kurzlebiger Elektroprodukte, eine Erhöhung der Wiederverwendungsquote auf mindestens 15 Prozent sowie mehr Transparenz und Aufklärung im Handel.

Elektroschrott: DUH fordert strengere Sammelquoten

Jugendstreik im öffentlichen Dienst: 4.000 fordern mehr

Rund 4.000 Auszubildende und dual Studierende beteiligten sich am 26. Februar 2025 bundesweit an einem von ver.di organisierten Warnstreik, um höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen im öffentlichen Dienst zu fordern. Die Gewerkschaft verlangt unter anderem mindestens acht Prozent mehr Lohn, eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 200 Euro monatlich sowie zusätzliche freie Tage, während die Arbeitgeber bislang kein Angebot vorgelegt haben.
Jugendstreik im öffentlichen Dienst: 4.000 fordern mehr

Cannabis-Legalisierung: Unfallzahlen in Bayern steigen an

Die Zahl der Verkehrsunfälle unter Drogeneinfluss ist in Bayern 2024 um 27 Prozent gestiegen, wobei mehr als die Hälfte der betroffenen Fahrerinnen und Fahrer unter dem Einfluss von Cannabis standen. Die Deutsche Polizeigewerkschaft Bayern macht hierfür vor allem die Cannabis-Legalisierung verantwortlich und fordert eine Rückkehr zu einer restriktiveren Drogenpolitik.
Zum Originalartikel: Cannabis-Legalisierung: Unfallzahlen in Bayern steigen an

Diakonie-Mitarbeiter fordern Tarifverträge und Streikrecht

Mitarbeitervertretungen der Diakonie, die rund 650.000 Beschäftigte vertreten, fordern faire Tarifverträge und das Streikrecht für kirchliche Einrichtungen und kritisieren die Beibehaltung des kirchlichen „Dritten Wegs“, der Mitbestimmungsrechte und Tarifverhandlungen ausschließt. Besonders am Sophien- und Hufeland-Klinikum Weimar sorgten Versuche kirchlicher Arbeitgeber, Warnstreiks juristisch zu verhindern, für Unmut bei Gewerkschaften und Vertretungen, die eine stärkere Demokratisierung und Modernisierung kirchlicher Arbeitsstrukturen verlangen.

Diakonie-Mitarbeiter fordern Tarifverträge und Streikrecht

Pflegepolitik zukunftsfest gestalten: Bürokratie raus!

Beim pflegepolitischen Salon in Kiel forderten der bpa und "wir pflegen e.V." nachhaltige Lösungen für die Pflege in Schleswig-Holstein, darunter den Abbau überbordender Bürokratie und Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel. Acht von zehn Pflegebedürftigen werden von Angehörigen betreut, während mehr als 700 bpa-Mitgliedseinrichtungen nun ihren bürokratischen Aufwand dokumentieren, um Handlungsbedarf aufzuzeigen.

Pflegepolitik zukunftsfest gestalten: Bürokratie raus!

Hebammenkreißsaal: Qualität für natürliche Geburten

Der Deutsche Evangelische Krankenhausverband (DEKV) fördert mit seinen über 60 Geburtskliniken das Konzept des Hebammenkreißsaals, um die natürliche Geburt zu stärken und die Kaiserschnittrate zu senken. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) soll bis Juni 2025 verbindliche Kriterien für diese von Hebammen geleiteten Kreißsäle festlegen, die bundesweit mit jährlich 20 Millionen Euro unterstützt werden; erste Kliniken haben das Modell bereits umgesetzt.

Hebammenkreißsaal: Qualität für natürliche Geburten

Schnelle Selbsttests in Apotheken: Streptokokken & Co.

Apotheken dürfen ab sofort Streptokokken-Selbsttests sowie weitere Tests auf Infektionskrankheiten wie Covid-19, Grippe und RSV anbieten, was eine frühzeitige Erkennung und ärztliche Behandlung erleichtert. Die Änderung der Medizinprodukte-Abgabeverordnung stärkt damit die Rolle der Apotheken in Prävention, Früherkennung und Beratung und kann helfen, Arztpraxen und Kliniken zu entlasten.
Originaltitel: Schnelle Selbsttests in Apotheken: Streptokokken & Co.

VLH erreicht ISO 14001 für Umweltmanagementsystem

Die Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. (VLH) hat für ihre Verwaltungsstandorte in Neustadt an der Weinstraße die Zertifizierung ihres Umweltmanagementsystems nach DIN-Norm ISO 14001 durch den TÜV Süd erhalten. Die VLH setzt damit auf energieeffiziente Technologien, nachhaltige Beschaffung und Maßnahmen zur Reduzierung von Umweltbelastungen, beispielsweise durch den Einsatz von Wärmepumpen, Photovoltaik und Ladesäulen, mit dem Ziel, Energieverbrauch, Abfall und CO2-Emissionen dauerhaft zu minimieren.

Originaltitel: VLH erreicht ISO 14001 für Umweltmanagementsystem

Sicherheitsrisiken bei Stabmixern: Tipps für Verbraucher

Der TÜV-Verband warnt vor Verletzungs- und Unfallrisiken bei unsachgemäßem Gebrauch oder minderwertigen Stabmixern und empfiehlt, beim Kauf auf Prüfsiegel wie das GS-Zeichen, ein CE-Kennzeichen, ausreichende Motorleistung und robuste Materialien zu achten. Verbraucher sollten die Geräte regelmäßig warten und sicher handhaben, während die Industrie zunehmend Innovationen wie automatische Abschaltung und berührungssensitive Griffe zur Erhöhung der Sicherheit einführt.

Originaltitel: Sicherheitsrisiken bei Stabmixern: Tipps für Verbraucher

BGH schafft Klarheit: Inkassokosten sind erstattungsfähig

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass Schuldner die Kosten für Inkassodienstleister unabhängig von der Zahlungsweise oder gesellschaftsrechtlichen Verbindungen zwischen Gläubiger und Inkasso übernehmen müssen. Dieses Urteil stärkt Gläubiger und Inkassounternehmen und gilt als wichtiger Schritt für mehr Rechtssicherheit und Effizienz im Forderungsmanagement.

BGH schafft Klarheit: Inkassokosten sind erstattungsfähig

Erfolgreiche Tarifverhandlungen: Mehr Geld für Radio-Mitarbeiter

Das Deutschlandradio und seine rund 1.400 Angestellten sowie freien Mitarbeiter erhalten ab Januar 2026 eine Gehaltserhöhung von acht Prozent, dazu Einmalzahlungen von bis zu 3.800 Euro und sozial gestaffelte Erhöhungen des Urlaubsgeldes. Die Vereinbarung, ausgehandelt von ver.di und DJV, bringt außerdem einen zusätzlichen freien Tag und verbessert den Schutz freier Mitarbeitender; erste positive Effekte greifen bereits ab Mai 2024.

Erfolgreiche Tarifverhandlungen: Mehr Geld für Radio-Mitarbeiter

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