Verbandsmonitor – Tagesrückblick: 17.12.2025

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Das Wichtigste in Kürze

  • DGB kritisiert Bürgergeld-Reform 2025 als unsozial und erwartet kaum Einsparungen.
  • Frühstart-Rente 2026 fördert kapitalgedeckte Altersvorsorge für Kinder mit 10 Euro monatlich.
  • EU-Parlament verschiebt EUDR-Start auf Ende 2026 und erleichtert Pflichten für Waldbesitzer.
  • Infrastruktur-Zukunftsgesetz beschleunigt Bauverfahren, Umweltverbände warnen vor Naturschutzrisiken.
  • Rattengift-Verbot ab 2026 verbietet Privatpersonen Kauf und Einsatz von Rodentiziden.

Heute blickt der Vereins- und Verbandsbereich auf einen Tag voller engagierter Debatten, weitreichender Reformen und spannender Entwicklungen zurück. Zwischen gesellschaftlichem Wandel, politischen Weichenstellungen und zivilgesellschaftlichem Engagement zeigt sich erneut, wie dynamisch und vielschichtig die aktuellen Herausforderungen sind. Bleiben Sie informiert und entdecken Sie, was die Welt der Vereine und Verbände heute maßgeblich bewegt hat.

Bürgergeld-Reform 2025: DGB kritisiert neue Grundsicherung als unsozial und spart kaum Geld

Der DGB kritisiert die von der Bundesregierung beschlossene Reform des Bürgergelds als unsozial, insbesondere wegen härterer Sanktionen, der Abschaffung der Vermögens-Karenzzeit und gekürzter Wohnkosten. Die erwarteten Einsparungen durch die Reform sind laut offiziellen Prognosen gering und Experten erwarten Effekte von nur etwa 0,2 Prozent; der DGB fordert stattdessen eine gerechtere Vermögensbesteuerung.

Originaltitel: Bürgergeld-Reform 2025: DGB kritisiert neue Grundsicherung als unsozial und spart kaum Geld

Frühstart-Rente 2026: Staat zahlt 10 Euro monatlich – alle Fakten zu Förderung, Kritik und Auswirkungen

Die Bundesregierung plant mit der Frühstart-Rente ab 2026 die staatliche Förderung einer kapitalgedeckten Altersvorsorge für alle Kinder zwischen 6 und 18 Jahren, indem monatlich 10 Euro für bis zu zwölf Jahre eingezahlt werden. Kritik gibt es an der Wirksamkeit für einkommensschwache Haushalte und offenen Fragen zur Ausgestaltung, etwa einer möglichen Zusatzförderung und der Handhabung privater Aufstockungen.

Frühstart-Rente 2026: Staat zahlt 10 Euro monatlich – alle Fakten zu Förderung, Kritik und Auswirkungen

EUDR-Start auf 2026 verschoben: EU-Parlament beschließt Entlastung für Waldbesitzer und neue Fristen

Das EU-Parlament hat den Geltungsbeginn der Verordnung für entwaldungsfreie Produkte (EUDR) um ein Jahr auf den 30.12.2026 verschoben und Erleichterungen beschlossen, darunter reduzierte Informationspflichten für Kleinbetriebe und geringere Bürokratie in Regionen mit niedrigem Entwaldungsrisiko. Die EU-Kommission prüft bis April 2026 weitere Vereinfachungen, während ein erstes umfassendes Evaluationsverfahren für Juni 2030 geplant ist.

Originaltitel: EUDR-Start auf 2026 verschoben: EU-Parlament beschließt Entlastung für Waldbesitzer und neue Fristen

Infrastruktur-Zukunftsgesetz: BDEW begrüßt Bürokratieabbau, warnt aber vor Risiken für Trinkwasser und Naturschutz

Das Bundeskabinett hat das Infrastruktur-Zukunftsgesetz verabschiedet, um Planungs- und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) lobt die Impulse zum Bürokratieabbau, kritisiert aber die Schwächung des Trinkwasserschutzes und fordert, die Verfahrenserleichterungen stärker auf Energie- und Wasserwirtschaft auszuweiten.

Infrastruktur-Zukunftsgesetz: BDEW begrüßt Bürokratieabbau, warnt aber vor Risiken für Trinkwasser und Naturschutz

VENRO-Vorstand neu gewählt: Neuer Kurs für Entwicklungszusammenarbeit in Krisenzeiten

Am 17. Dezember 2025 hat der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) einen neuen Vorstand gewählt, der künftig entwicklungspolitische Positionen verstärkt verteidigen und sich für den Schutz zivilgesellschaftlicher Handlungsräume einsetzt. Die Neuwahl fällt in eine Phase sinkender BMZ-Haushaltsmittel und zunehmender Einschränkungen des zivilgesellschaftlichen Raums, weshalb der Verband Reformen fordert und seine Unabhängigkeit stärken will.

VENRO-Vorstand neu gewählt: Neuer Kurs für Entwicklungszusammenarbeit in Krisenzeiten

Rattengift-Verbot 2026: Was Privatpersonen ab Januar wissen müssen

Ab dem 1. Januar 2026 ist der Kauf und Einsatz von Rodentiziden für Privatpersonen in Deutschland verboten; der Fokus soll künftig auf Prävention wie verschlossene Lebensmittel und Gebäudeabdichtung liegen. Bereits seit 2025 dürfen Privatleute Rodentizide nur noch eingeschränkt kaufen, ab Juli 2026 ist auch die präventive Dauerbeköderung mit Giftködern verboten – Mittel der ersten Generation bleiben mit strengen Auflagen zulässig.

Originaltitel: Rattengift-Verbot 2026: Was Privatpersonen ab Januar wissen müssen

Spritpreise sinken: ADAC warnt vor CO2-Abgabe und erklärt, warum Diesel zu teuer bleibt

Die Kraftstoffpreise in Deutschland sind erneut gesunken und liegen im bundesweiten Durchschnitt bei 1,63 Euro pro Liter Super E10 und 1,57 Euro pro Liter Diesel, während der Rohölpreis auf den niedrigsten Stand seit Anfang 2021 gefallen ist. Der ADAC kritisiert angesichts der weiterhin geringen Preisdifferenz zugunsten von Diesel das anhaltend hohe Dieselpreisniveau und warnt vor einer zum Jahreswechsel geplanten Erhöhung der CO2-Abgabe, die Benzin und Diesel um etwa drei Cent pro Liter verteuern könnte.

Originaltitel: Spritpreise sinken: ADAC warnt vor CO2-Abgabe und erklärt, warum Diesel zu teuer bleibt

Umweltverbände kritisieren Kabinettsbeschluss zum Infrastruktur-Zukunftsgesetz

Führende Umweltverbände kritisieren den vom Bundeskabinett beschlossenen Entwurf des Infrastruktur-Zukunftsgesetzes als massiven Rückschritt für Naturschutz und Beteiligungsrechte. Sie bemängeln vor allem die Aushöhlung bewährter Umweltstandards, etwa der Flächenkompensation, und warnen vor einer Schwächung demokratischer Beteiligung sowie potenziellen Verstößen gegen EU-Recht. Die Bundesregierung setzt dagegen auf verkürzte Verfahren und schnelleren Infrastrukturausbau, während mehrere Organisationen rechtliche Schritte gegen das Gesetz prüfen.

Infrastruktur-Zukunftsgesetz: Umweltverbände warnen vor massivem Angriff auf Naturschutz und Demokratie

Handball-EM 2026: Das ist der deutsche Kader mit allen Terminen, Zitaten und Spielern

Bundestrainer Alfred Gislason hat 18 Spieler für die Handball-EM 2026 nominiert; in der Vorrunde trifft Deutschland auf Österreich, Serbien und Spanien. Die Vorbereitung startet am 4. Januar mit Testspielen gegen Kroatien, bevor die endgültige Turniermannschaft am 14. Januar festgelegt wird und der Auftakt am 15. Januar erfolgt.

Handball-EM 2026: Das ist der deutsche Kader mit allen Terminen, Zitaten und Spielern

Infrastruktur-Zukunftsgesetz 2025: Was der Kabinettsbeschluss für BIM, Vergabe und Umweltrecht bedeutet

Das Bundeskabinett hat am 11. Dezember 2025 das Infrastruktur-Zukunftsgesetz beschlossen, das Planungsrecht modernisiert, digitale Verfahren wie BIM und KI für schnellere Bauprozesse stärkt und zentrale Verkehrsprojekte als überragendes öffentliches Interesse einstuft. Während die Bauindustrie die Flexibilisierung im Vergaberecht und digitale Beschleuniger begrüßt, wird das Fehlen verbindlicher Umwelt- und Naturschutzregelungen kritisiert; nachgeholt werden sollen entsprechende Gesetzesanpassungen bis Ende Februar 2026. Weitere parlamentarische Beratungen sind für Mitte 2026 vorgesehen.

Infrastruktur-Zukunftsgesetz 2025: Was der Kabinettsbeschluss für BIM, Vergabe und Umweltrecht bedeutet

EU-Pestizidzulassung: Droht ein fataler Dammbruch für Umwelt und Gesundheit?

Die EU-Kommission plant eine grundlegende Reform im Pestizidrecht, die unbefristete Zulassungen für Pestizide sowie verlängerte Übergangsfristen für bereits verbotene Mittel vorsieht und damit den regelmäßigen Sicherheitsüberprüfungen entgegensteht. Der BUND kritisiert die Pläne scharf als massiven Rückschritt für den Gesundheits- und Umweltschutz und warnt vor langfristigen Risiken, während Gerichtsurteile automatische Verlängerungen bereits als rechtswidrig eingestuft haben.

EU-Pestizidzulassung: Droht ein fataler Dammbruch für Umwelt und Gesundheit?

KDFB Solibrot-Aktion 2025: Über 81.000 Euro für Misereor und 66.000 Euro für Zeltschule e.V. gesammelt

Der Katholische Deutsche Frauenbund hat im Rahmen seiner Solibrot-Aktion 2025 rund 81.309 Euro für Misereor-Projekte und zusätzlich 66.303 Euro für den Verein Zeltschule e.V. gesammelt. Die Spenden kamen durch die Beteiligung von etwa 280 Zweigvereinen bundesweit zusammen und fördern internationale Hilfsprojekte, insbesondere für geflüchtete Kinder und Frauen.

Originaltitel: KDFB Solibrot-Aktion 2025: Über 81.000 Euro für Misereor und 66.000 Euro für Zeltschule e.V. gesammelt

Verjährung von Hausgeld: WEGs müssen bis 31.12.2025 handeln – sonst verfallen Forderungen aus 2022

Viele Forderungen von Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs), darunter Hausgeldrückstände aus dem Jahr 2022, verjähren zum 31. Dezember 2025. Die Verwaltung muss offene Forderungen rechtzeitig eintreiben, etwa durch Mahnverfahren oder Klage, um den unwiederbringlichen Verlust finanzieller Ansprüche zu verhindern.

Verjährung von Hausgeld: WEGs müssen bis 31.12.2025 handeln – sonst verfallen Forderungen aus 2022

Rentenkommission 2025: Das Dreamteam für die Rente der Zukunft und warum die Reform jetzt drängt

Das Bundeskabinett hat am 17. Dezember 2025 eine Rentenkommission mit 13 Expertinnen und Experten eingesetzt, die bis Sommer 2026 Vorschläge für generationengerechte Reformen der gesetzlichen Rente erarbeiten soll. Die Kommission steht vor der Aufgabe, das Rentensystem angesichts der steigenden Zahl älterer Menschen, sinkender Beitragszahlerzahlen und veränderter Erwerbsbiografien zukunftsfähig zu machen; besondere Aufmerksamkeit gilt dabei einer möglichen sozialen Differenzierung des Renteneintrittsalters und der Absicherung von Niedrigverdienenden.

Originaltitel: Rentenkommission 2025: Das Dreamteam für die Rente der Zukunft und warum die Reform jetzt drängt

Grundsicherungsreform 2025: Warum Frauen besonders betroffen sind – Forderungen des Deutschen Frauenrats

Der Deutsche Frauenrat kritisiert die geplante Grundsicherungsreform, weil die Bedarfsgemeinschaft beibehalten und verschärfte Sanktionen vorgesehen sind, die Frauen und Familien besonders belasten könnten. Der Verband fordert stattdessen mehr Investitionen in Qualifizierung, individuelle Beratung und verlässliche Kinderbetreuung, um Frauen eine eigenständige Existenzsicherung und nachhaltige Erwerbsteilhabe zu ermöglichen.

Grundsicherungsreform 2025: Warum Frauen besonders betroffen sind – Forderungen des Deutschen Frauenrats

Neue Grundsicherung: AWO kritisiert Kabinettsbeschluss scharf – Fakten zu Sanktionen, Regelsatz und Kosten

Das Bundeskabinett hat den Beschluss zur verschärften „Neuen Grundsicherung“ gefasst: Künftig werden Leistungen bei zwei versäumten Jobcenter-Terminen um 30 % gekürzt, bei drei Versäumnissen komplett gestrichen, außerdem entfällt die Schutzfrist für Vermögen. Die Regelsätze bleiben 2026 trotz gestiegener Lebenshaltungskosten unverändert bei 563 Euro, während die Ausgaben für die Grundsicherung auf 51,96 Milliarden Euro steigen; die AWO kritisiert den Kurs als „beschämend“ und fordert einen Inflationsausgleich sowie bessere Arbeitsmarktintegration.

Neue Grundsicherung: AWO kritisiert Kabinettsbeschluss scharf – Fakten zu Sanktionen, Regelsatz und Kosten

VdK warnt vor Rentenkommission: "Nicht nur Zahlen, sondern Menschen im Blick haben"

Der Sozialverband VdK fordert einen Kurswechsel in der Rentenpolitik und mahnt, dass die Rentenkommission soziale Folgen stärker berücksichtigen und die Zivilgesellschaft einbinden müsse. Der VdK kritisiert die Betonung fiskalischer Aspekte sowie die einseitige Förderung privater Altersvorsorge, da Menschen mit geringem Einkommen davon oft nicht profitieren.

Originaltitel: VdK warnt vor Rentenkommission: "Nicht nur Zahlen, sondern Menschen im Blick haben"

EU-Kommission korrigiert Verbrenner-Aus 2035: Was die neue 90%-Regel für Autokäufer bedeutet

Die EU-Kommission schlägt vor, das ursprünglich für 2035 geplante vollständige Aus für Verbrenner-Pkw aufzuweichen und das CO₂-Reduktionsziel auf 90 % abzusenken, wodurch weiterhin Neuzulassungen von Pkw mit Verbrennungsmotor möglich wären. Der ADAC begrüßt die größere Technologieoffenheit, kritisiert jedoch die strengen Anrechnungsgrenzen für alternative Kraftstoffe, während Umweltverbände und Industrie den Vorschlag wegen Risiken für den Klimaschutz und hoher Anforderungen an die Elektromobilität kritisieren.

EU-Kommission korrigiert Verbrenner-Aus 2035: Was die neue 90%-Regel für Autokäufer bedeutet

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