Zwischen politischem Ringen, mutigen Initiativen und neuen Perspektiven bewegt sich die Vereins- und Verbandslandschaft heute spürbar voran. In unserem Tagesrückblick finden Sie die entscheidenden Entwicklungen, die jetzt Weichen stellen – für Menschen, Strukturen und gesellschaftlichen Wandel. Lassen Sie sich inspirieren und bleiben Sie informiert über das, was Organisationen heute umtreibt.
Kassen-Blockade bedroht häusliche Pflege in Niedersachsen
Private Pflegeverbände in Niedersachsen werfen den Krankenkassen vor, die Vergütungsverhandlungen zur häuslichen Krankenpflege zu blockieren und damit die Versorgung Pflegebedürftiger zu gefährden. Sie kritisieren ein Angebot der Kassen von nur 4 Prozent Refinanzierung bei über 10 Prozent gesetzlicher Gehaltserhöhung und drohen mit juristischen Schritten, während sie von Politikern schnelle Klärung fordern.
Originaltitel: Kassen-Blockade bedroht häusliche Pflege in Niedersachsen
Tarifverhandlungen für öffentlichen Dienst starten bald
Am 24. Januar 2025 beginnen in Potsdam die Tarifverhandlungen für rund 2,5 Millionen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen, begleitet von Protestaktionen und einer Kundgebung mit ver.di-Vorsitzendem Frank Werneke. Die Gewerkschaften fordern insbesondere Tariferhöhungen zur Kompensation von Reallohnverlusten und zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen angesichts Fachkräftemangel und gestiegener Anforderungen.
Tarifverhandlungen für öffentlichen Dienst starten bald
Grünes Licht für klimafreundliche Holzenergie
Im Rahmen der Grünen Woche in Berlin haben Landesminister und Branchenverbände eine Erklärung zur stärkeren Förderung der Holzenergie als klimafreundlichen und regionalen Energieträger unterzeichnet. Sie fordern, Holzenergie im Bundesrecht gleichrangig mit anderen erneuerbaren Energien zu behandeln, um die Energie- und Wärmewende sowie Deutschlands Klimaziele zu erreichen; jährlich werden damit rund 34 Millionen Tonnen CO2 eingespart.
Grünes Licht für klimafreundliche Holzenergie
DDR-Altschulden: Soziale Vermieter fordern Lösungen
Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) spricht sich für den Erhalt des Amtes des Ostbeauftragten der Bundesregierung aus und fordert von der zukünftigen Bundesregierung eine Lösung für die noch rund 110 Millionen Euro umfassenden DDR-Altschulden, die viele ostdeutsche Wohnungsbaugenossenschaften belasten und Investitionen, insbesondere im Rahmen der Energiewende, erschweren. Besonders betroffen seien Mieterinnen und Mieter, da notwendige Investitionen in klimaschützende Maßnahmen fehlen könnten.
DDR-Altschulden: Soziale Vermieter fordern Lösungen
ÖPNV-Zielbild: Einladung zum Pressegespräch von ver.di & VDV
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) haben gemeinsam ein neues Leitbild für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) entwickelt, das moderne, nachhaltige Mobilität für alle sowie die Einführung umweltfreundlicher Technologien und bessere Arbeitsbedingungen vorsieht. Das Konzept wird bei einem Pressegespräch präsentiert und soll einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz und zur Mobilitätswende leisten.
ÖPNV-Zielbild: Einladung zum Pressegespräch von ver.di & VDV – zur Originalmeldung
Hilfe dringend: Gaza benötigt Unterstützung nach Waffenruhe
Nach einer bevorstehenden Waffenruhe im Nahen Osten hoffen Hilfsorganisationen wie die Johanniter auf eine Verbesserung der dramatischen humanitären Lage im Gazastreifen, wo über 90 % der Bevölkerung als Vertriebene unter katastrophalen Bedingungen leben. Die Johanniter fordern die Einhaltung der Waffenruhe, uneingeschränkten Zugang für Hilfsorganisationen und rufen zu Spenden auf, um medizinische Nothilfe, insbesondere für unterernährte Kinder und Mütter, in Gaza und weiteren Krisenregionen zu sichern.
Hilfe dringend: Gaza benötigt Unterstützung nach Waffenruhe
Molekülwende: Neuer Schwung nach der Bundestagswahl
Beim en2x-Neujahrsempfang in Berlin betonten Vertreter des Wirtschaftsverbands Fuels und Energie sowie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz die Bedeutung der sogenannten Molekülwende für die Dekarbonisierung der deutschen Energie- und Rohstoffversorgung bis 2045. Ein neues Arbeitspapier des BMWK soll als Grundlage für die Umsetzung dienen; zentrale Punkte sind die Entwicklung von grünen Molekülen, eine umfassende Kohlenstoffstrategie (inklusive Biomasse und Recycling) sowie die konsequente CO2-Bepreisung.
Originaltitel: Molekülwende: Neuer Schwung nach der Bundestagswahl
Sildenafil: Rezeptfreiheit fördert sichere Selbstmedikation
Pharma Deutschland e.V. spricht sich für die Entlassung von Sildenafil aus der ärztlichen Verschreibungspflicht aus und sieht darin eine Stärkung der Eigenverantwortung sowie eine bessere Versorgungssicherheit für Patienten. Am 21. Januar 2025 entscheidet der Sachverständigenausschuss über eine Umstellung auf apothekenpflichtige Abgabe, was laut Pharma Deutschland den illegalen Handel eindämmen und die Rolle der Apotheken bei Prävention und Beratung stärken könnte. In mehreren Ländern läuft die rezeptfreie Abgabe laut Mitteilung bereits positiv, deutsche Umfragedaten unterstreichen das Vertrauen der Bevölkerung in Apotheken.
Sildenafil: Rezeptfreiheit fördert sichere Selbstmedikation
EU-HTA startet: BPI fordert effiziente Verfahren
Mit dem Start der gemeinsamen europäischen klinischen Bewertung von neuen Arzneimitteln fordert der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) effiziente und verzahnte Verfahren, um doppelte Bürokratie und unnötige Analyseanforderungen zu vermeiden. Ziel ist es, durch eine engere Abstimmung zwischen EU- und nationalen Bewertungsprozessen den Marktzugang für innovative Therapien zu beschleunigen und vor allem die Situation von Orphan Drugs zu berücksichtigen.
EU-HTA startet: BPI fordert effiziente Verfahren
Wohnungsbau-Krise: Drastischer Rückgang der Baugenehmigungen
Die Zahl der Baugenehmigungen in Deutschland bleibt laut Statistischem Bundesamt auf sehr niedrigem Niveau: Im Vergleich zum Vorjahr sanken sie um 13 Prozent, bei Mehrfamilienhäusern sogar um mehr als 24 Prozent. Gründe sind unter anderem hohe Baukosten, Zinsraten und strenge Vorgaben; der Zentralverband Deutsches Baugewerbe fordert daher einen politischen Neustart zur Verbesserung der Baubedingungen.
Wohnungsbau-Krise: Drastischer Rückgang der Baugenehmigungen
Wohnungsbaukrise 2025: Baugenehmigungen brechen ein
Die Zahl der Baugenehmigungen in Deutschland ist im November 2024 um 13 Prozent zum Vorjahresmonat eingebrochen; insbesondere Mehrfamilienhäuser (-22,4 %) und Ein- und Zweifamilienhäuser (-19,9 %) sind betroffen. Hauptgründe sind gestiegene Baukosten sowie verstärkte bürokratische und regulatorische Hürden, wodurch für 2025 keine Entspannung der Lage im Wohnungsbau erwartet wird.
Originaltitel: Wohnungsbaukrise 2025: Baugenehmigungen brechen ein
Dringend: Regierung soll Wohnungsbau-Priorität setzen
Die Zahl der Baugenehmigungen ist 2024 deutlich gesunken und das Ziel von 400.000 neuen Wohnungen wurde klar verfehlt, wodurch laut ZIA bereits 600.000 Wohnungen fehlen – bis 2027 könnte die Lücke auf 830.000 anwachsen. Der Zentrale Immobilien Ausschuss fordert von der Politik sofortige Maßnahmen wie rechtliche Sonderregelungen, vereinfachte Bauvorschriften und eine Stärkung des Bauministeriums, um die Wohnraumkrise zu bekämpfen.
Dringend: Regierung soll Wohnungsbau-Priorität setzen
Umweltklage: DUH vs. Deutsche Bahn – Einwegmüll im Fokus
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) verklagt die Deutsche Bahn wegen Verstoßes gegen die gesetzliche Mehrwegangebotspflicht und kritisiert den Einsatz von Einwegbechern im Getränkeservice. Parallel laufen mehrere Klimaklagen der DUH gegen die Bundesregierung, die zu verschärften Klimaschutzmaßnahmen führen könnten, während bereits ein rechtskräftiges Urteil die Regierung zu mehr Klimaschutz im Bereich Landnutzung verpflichtet und bei Untätigkeit Zwangsvollstreckung droht.