Verbandsmonitor – Tagesrückblick: 11.02.2025

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Auch heute hat sich im Vereins- und Verbandsleben wieder einiges bewegt: Neue Impulse, überraschende Entwicklungen und engagierte Stimmen prägen die aktuellen Debatten. Wer wissen will, wie Organisationen, Engagierte und Entscheider auf Herausforderungen reagieren und welche Weichen jetzt gestellt werden, ist hier richtig. Im Tagesrückblick erfahren Sie, was den Sektor heute bewegt – kompakt, relevant und immer am Puls der Zeit.

Münchener Verein: Neues BU-Update für Handwerker!

Die Münchener Verein Versicherungsgruppe hat ihre Deutsche Handwerker Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) Aktiv aktualisiert und bietet nun schnellere Leistungen, Soforthilfe bei schweren Krankheiten, einen Heldenbonus für ehrenamtlich Tätige und Versicherungsschutz ab dem 10. Lebensjahr. Die überarbeitete BU ist weiterhin risikogerecht bepreist, flexibel anpassbar und kann individuell kombiniert werden, um insbesondere Handwerkern einen umfassenden und bezahlbaren Schutz zu ermöglichen.

Originaltitel: Münchener Verein: Neues BU-Update für Handwerker!

Sporthilfe: Neue Förderung für 1.450 Athlet:innen gestartet

Die Stiftung Deutsche Sporthilfe hat zum Jahresbeginn 2025 eine neue, leistungsgerechtere Förderstruktur für 1.450 Athlet:innen eingeführt, darunter ein neues Talent-Team mit über 700 Nachwuchstalenten. Die Förderungen werden künftig noch stärker an sportlichen Erfolgen der letzten vier Jahre ausgerichtet, weitere Sportarten und der Wintersport folgen bis 2026 schrittweise.

Sporthilfe: Neue Förderung für 1.450 Athlet:innen gestartet

Naturschützer fordern Rückzug von Wolfs-Beschluss

Wildtierschutz Deutschland e.V. und 70 weitere europäische NGOs fordern Bundesumweltministerin Steffi Lemke auf, den Beschluss zur Herabstufung des Schutzstatus des Wolfs zurückzunehmen, da dieser auf politischem Kalkül beruhe und europäischen Artenschutz-Prinzipien widerspreche. Studien und Erfahrungen aus anderen Ländern betonen die Wirksamkeit nicht-letaler Schutzmaßnahmen und warnen vor den Risiken einer Lockerung für den Naturschutz insgesamt.

Originaltitel: Naturschützer fordern Rückzug von Wolfs-Beschluss

Webinar: Unterhaltsrecht nach Trennung und Scheidung

Der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht (ISUV e.V.) informiert am 20. Februar 2024 um 19 Uhr in einem Webinar mit Rechtsanwältin Petra Boden über die verschiedenen Formen und Berechnungen von Unterhaltsansprüchen nach Trennung oder Scheidung, darunter Trennungs-, Ehegatten-, Vorsorge-, Betreuungs- und Aufstockungsunterhalt. Thematisiert werden auch die Voraussetzungen für lebenslange Unterhaltsansprüche sowie deren Verwirkung und aktuelle Entwicklungen im Unterhaltsrecht.

Webinar: Unterhaltsrecht nach Trennung und Scheidung

Wohnungsbaukrise: Dringend pragmatische Lösungen nötig

Ein aktuelles Gutachten der Immobilienweisen warnt vor einem drastischen Rückgang der Baugenehmigungen in Deutschland auf etwa 210.000 Wohnungen im Jahr 2024, was einem Minus von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen fordert angesichts der steigenden Wohnungsnot und explodierender Miet- sowie Nebenkosten schnelle, pragmatische Maßnahmen wie vereinfachte Genehmigungsverfahren, verstärkte Förderung und energetische Sanierung, um bezahlbaren Wohnraum zu sichern.
Wohnungsbaukrise: Dringend pragmatische Lösungen nötig

Deutschland braucht ein digitales Wirtschaftswunder

Eine Allianz führender deutscher Mittelstandsverbände fordert nach dem KI-Gipfel in Paris von der neuen Bundesregierung die Einberufung eines nationalen KI-Gipfels innerhalb der ersten 100 Tage, um die digitale Souveränität Deutschlands angesichts des Vorsprungs der USA und Chinas bei Künstlicher Intelligenz zu stärken. Ziel ist es, mit einer innovationsorientierten Agenda und gezielter Förderung von KI- und Digitalisierungslösungen "made in Germany & Europe" die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Mittelstands zu sichern.

Deutschland braucht ein digitales Wirtschaftswunder

Bundestags-Ausschuss übergibt Bürgergutachten an Bärbel Bas

Der Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft hat am 11. Februar 2025 den Sachstandsbericht zum Bürgergutachten „Ernährung im Wandel“ an Bundestagspräsidentin Bärbel Bas übergeben. Trotz der neun Vorschläge des Bürgerrates, darunter kostenfreies Mittagessen für Kinder in Kitas und Schulen sowie Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung, wurden bislang keine Empfehlungen umgesetzt oder im Bundestag zur Abstimmung gebracht.

Bundestags-Ausschuss übergibt Bürgergutachten an Bärbel Bas

Investitionsoffensive gefordert: ver.di drängt auf Reformen

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert im Vorfeld der Bundestagswahlen eine Investitionsoffensive mit einem Programm von 200 Milliarden Euro für die Kommunen, die Reform der Schuldenbremse sowie die Stabilisierung des Rentenniveaus bei 48 Prozent. Ver.di betont zudem die Notwendigkeit, die Tarifbindung durch ein neues Bundestariftreuegesetz zu stärken, um die soziale und wirtschaftliche Infrastruktur in Deutschland zu sichern.

Investitionsoffensive gefordert: ver.di drängt auf Reformen

Kommunen stärken: ver.di fordert nachhaltige Finanzreform

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) warnt vor gravierenden Problemen in deutschen Kommunen durch einen Investitionsstau von 186 Milliarden Euro, einen Fachkräftemangel von 570.000 Stellen im öffentlichen Dienst und ein erwartetes kommunales Defizit von 15 Milliarden Euro für 2024. Ver.di fordert Bund und Länder zu einer nachhaltigen Finanzreform, einem kommunalen Investitionsprogramm sowie einer besseren Verteilung der Gemeinschaftssteuern auf, um die Handlungsfähigkeit der Kommunen wiederherzustellen.

Kommunen stärken: ver.di fordert nachhaltige Finanzreform

ver.di fordert 15 Euro Mindestlohn zur EU-Anpassung

Die Gewerkschaft ver.di fordert eine Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland auf 15 Euro, um die Vorgaben der EU-Mindestlohnrichtlinie zu erfüllen, die ab Ende 2024 mindestens 60 Prozent des Medianeinkommens vorschreibt. ver.di sieht darin einen wichtigen Schritt, um niedrige Löhne, insbesondere in Branchen ohne Tarifbindung, entgegenzuwirken und die Kaufkraft sowie Beschäftigungsattraktivität zu erhöhen.

ver.di fordert 15 Euro Mindestlohn zur EU-Anpassung

Ganzheitliche Energiepreisreform für Industriewettbewerb

Die deutsche Papierindustrie warnt angesichts der bevorstehenden Bundestagswahl vor den Folgen hoher Energiepreise für die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Industrie und fordert eine ganzheitliche Energiepreispolitik, die sowohl Strom- als auch Gaspreise berücksichtigt. Laut Branchenverband genügen die geplanten Senkungen von Stromsteuer und Netzentgelten nicht, da nationale Zusatzbelastungen wie die Gasspeicherumlage weiterhin die Produktionskosten und damit die internationale Konkurrenzfähigkeit erheblich beeinträchtigen.

Originaltitel: Ganzheitliche Energiepreisreform für Industriewettbewerb

Frühjahrsgutachten: Investitionsbereitschaft gesunken

Das Frühjahrsgutachten der „Immobilienweisen“ prognostiziert für 2024 einen starken Rückgang der Wohnungsbaugenehmigungen um fast 45 Prozent auf etwa 210.000, besonders in Großstädten klafft die Lücke zwischen Bedarf und Bautätigkeit. Branchenvertreter fordern Maßnahmen wie eine stärkere Deregulierung, finanzielle Entlastungen und schnellere Genehmigungsprozesse, um Investitionen zu beleben und die Wohnungsnot zu lindern.

Frühjahrsgutachten: Investitionsbereitschaft gesunken

ASB fordert Finanzierungssicherung für Freiwilligendienste

Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) appelliert an die Politik, die Finanzierung von Freiwilligendiensten durch einen Rechtsanspruch langfristig zu sichern und einen Ausbau der Programme zu ermöglichen. Kritisiert werden jährliche Haushaltsdebatten und drohende Platzkürzungen, während ein verpflichtender Sozialdienst vom ASB abgelehnt wird; stattdessen fordert der Verband mehr Beratung und Informationskampagnen, um freiwilliges Engagement zu stärken und die Zahl der Freiwilligen zu verdoppeln.
ASB fordert Finanzierungssicherung für Freiwilligendienste

Rettungsdienst reformieren: ASB fordert SGB V Anerkennung

Anlässlich des europäischen Tags des Notrufs fordert der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) eine umfassende Reform des deutschen Rettungsdienstes mit bundesweiter Anerkennung als eigenständige medizinische Leistung im Sozialgesetzbuch V (SGB V). Der ASB kritisiert, dass die aktuelle Einordnung als "Fahrkosten" der Arbeit der Einsatzkräfte und dem Finanzierungsbedarf nicht gerecht wird, und ruft zu einer raschen Umsetzung entsprechender Koalitionsvereinbarungen auf.

Originaltitel: Rettungsdienst reformieren: ASB fordert SGB V Anerkennung

Bundestag unterstützt Kinder aus suchtbelasteten Familien

Die Fraktionen von SPD, CDU/CSU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP haben einen gemeinsamen Antrag eingebracht, um die Situation von Kindern suchtkranker oder psychisch erkrankter Eltern durch ein verbessertes Hilfesystem und stärkere Entstigmatisierung nachhaltig zu verbessern. Der Familienausschuss stimmte nach Expertenanhörung den vorgeschlagenen Maßnahmen wie dem Ausbau Früher Hilfen und einer gesicherten Finanzierung zu.

Bundestag unterstützt Kinder aus suchtbelasteten Familien

Barrierefreier Notruf: Inklusion am europäischen Notruftag

Anlässlich des Europäischen Notruftages betont der Deutsche Feuerwehrverband die Bedeutung eines barrierefreien Zugangs zu Rettungsdiensten und verweist auf die gemeinsam mit Feuerwehren entwickelte nora-App, die hörgeschädigten Menschen eine unkomplizierte Notrufabsetzung ermöglicht. Zudem lädt der DFV zum 3. Forum „Feuerwehr und Menschen mit Behinderungen“ am 22. März 2025 nach Frankfurt ein und hebt das Projekt „Eine für alle – Jugendfeuerwehr und Inklusion“ hervor, das von Aktion Mensch gefördert wird und Inklusion bereits bei jungen Menschen fördert.

Barrierefreier Notruf: Inklusion am europäischen Notruftag

Hydraulischer Abgleich: Energie sparen durch Schulung

Der VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V. hat die Richtlinie VDI-MT 2073 Blatt 3 vorgestellt, die gezielte Schulungen für Fachkräfte der technischen Gebäudeausrüstung zum hydraulischen Abgleich von Heizungsanlagen vorsieht. Ziel ist es, durch praxisnahe Ausbildung einheitliche Qualitätsstandards zu schaffen, Energieeffizienz zu steigern und damit Kosten sowie CO₂-Emissionen nachhaltig zu senken; der Entwurf ist bis Ende Februar 2025 öffentlich kommentierbar.

Hydraulischer Abgleich: Energie sparen durch Schulung

BDP fordert Strukturreformen für Frauen in der Wissenschaft

Anlässlich des Internationalen Tags der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft macht der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) auf strukturelle Hürden für Frauen in der Wissenschaft aufmerksam und fordert Reformen, um Gleichstellung zu gewährleisten. Der Frauenanteil sinkt in höheren akademischen Positionen trotz gestiegener Zahlen weiterhin deutlich, weshalb flexible Karrierewege, gezielte Förderprogramme und Abbau systematischer Barrieren angemahnt werden.
BDP fordert Strukturreformen für Frauen in der Wissenschaft

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