Veränderungen, Debatten und Herausforderungen prägen die Verbandslandschaft – hinter den Schlagzeilen liegen spannende Entwicklungen und wegweisende Entscheidungen. Wer wissen will, was Vereine und Verbände heute bewegt, ist hier genau richtig: Wir liefern Orientierung und Hintergründe zu den wichtigsten Themen des Tages. Entdecken Sie, wie aktuelle Trends und Konflikte die Zukunft des Sektors gestalten.
Nahrungsergänzung: Sicherheit und Fakten im Fokus
Der Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel im Lebensmittelverband Deutschland kritisiert eine Umfrage des Verbraucherzentrale Bundesverbands als tendenziös und betont, dass Nahrungsergänzungsmittel strengen gesetzlichen Sicherheitsanforderungen unterliegen. Die aktuelle Debatte dreht sich um den Unterschied zwischen seriösen und unseriösen Produkten, die Notwendigkeit korrekter Verbraucherinformation sowie die bevorstehende Festlegung europaweiter Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe.
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Digitale Transformation: Neue IT-Leitung beim Münchener Verein
Peter Bauer wird ab 15. Februar 2024 neuer CIO im Vorstand der Münchener Verein Versicherungsgruppe, während Markus Schüller bereits zum 1. Januar 2025 die IT-Fachbereichsleitung übernommen hat. Mit der neuen Führungsstruktur und dem Fokus auf Modernisierung der IT-Landschaft, Sicherheit und Künstliche Intelligenz stellt sich das Unternehmen strategisch für die digitale Transformation auf; zudem legt Dr. Lohmöller seine Vorstandsmandate zum 31. März 2025 nieder und bleibt beratend tätig.
Digitale Transformation: Neue IT-Leitung beim Münchener Verein
Hamburg: Wenig Baugenehmigungen trotz Förderanstieg
2024 wurden in Hamburg lediglich 6.710 neue Wohnungen genehmigt und damit das Ziel von 10.000 Wohneinheiten deutlich verfehlt; die Zahl der frei finanzierten Wohnungen stagniert mit 3.618 Genehmigungen, während die öffentlich geförderten Wohnungen auf 3.092 ansteigen. Der BFW Landesverband Nord sieht weiterhin eine angespannte Marktlage und verweist auf strukturelle Herausforderungen durch hohe Baukosten und wirtschaftliche Unsicherheiten.
Hamburg: Wenig Baugenehmigungen trotz Förderanstieg
Gesundheit & Pflege: Deutschlands Top-Wahlkampfthema 2025
Laut einer aktuellen forsa-Umfrage im Auftrag des AOK-Bundesverbandes halten 48 Prozent der Deutschen Gesundheit und Pflege für das wichtigste politische Handlungsfeld; Themen wie Wirtschaftsfragen, innere Sicherheit und Bildung folgen dahinter. Die Studie zeigt großen Reformbedarf bei Fachkräftemangel, Zugang zu ärztlicher Versorgung und Arbeitsbedingungen im Pflegebereich – sowie eine wachsende Unzufriedenheit und geringes Vertrauen in eine künftige, bezahlbare medizinische Versorgung.
Gesundheit & Pflege: Deutschlands Top-Wahlkampfthema 2025
Masterplan für Fachkräftesicherung in der Pflege gefordert
Beim Neujahrsempfang des bpa Thüringen forderte Landesvorsitzende Margit Benkenstein von der Landesregierung einen Masterplan zur Fachkräftesicherung, beschleunigte Anwerbung und Anerkennung ausländischer Pflegekräfte sowie mehr Unterstützung bei Kurzzeit-, Verhinderungs- und Tagespflege. Sozialministerin Katharina Schenk kündigte an, gemeinsam mit dem bpa an Fachkräftegewinnung, optimierten Anerkennungsverfahren und Maßnahmen zur finanziellen Entlastung der Pflegebedürftigen zu arbeiten.
Masterplan für Fachkräftesicherung in der Pflege gefordert
Apothekenkrise: Versorgung gefährdet!
Die Zahl der Apotheken in Deutschland ist 2024 auf einen historischen Tiefstand von 17.041 gefallen, was einem Rückgang von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Ursachen sind unter anderem steigende Kosten, zunehmende Konkurrenz durch Online-Apotheken und Fachkräftemangel, besonders im ländlichen Raum, wodurch die wohnortnahe Arzneimittelversorgung zunehmend gefährdet ist. Der Ruf nach politischen Reformen und innovativen Versorgungsmodellen wird angesichts des anhaltenden Apothekensterbens lauter.
Apothekenkrise: Versorgung gefährdet!
Neue EU-Standards stellen AMNOG vor Herausforderungen
Die BPI-AMNOG-Daten 2024 zeigen, dass trotz der schnellen Verfügbarkeit von 88 % der zwischen 2019 und 2022 in der EU eingeführten Arzneimittel in Deutschland fast die Hälfte der Erstbewertungsverfahren ohne nachgewiesenen Zusatznutzen bleibt und 49 Therapien nach Zulassung vom Markt zurückgezogen wurden. Die für Januar 2025 geplante europäische Nutzenbewertung (EU-HTA) stellt neue Anforderungen an das bisherige System und fordert flexiblere Bewertungs- sowie Vergütungsmodelle, insbesondere für innovative Therapien und Orphan Drugs.
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Energiepreise senken: Schlüssel für die Ernährungsindustrie
Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) und die Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss (ANG) fordern zur Bundestagswahl 2025 von der Politik unter anderem niedrigere Energiepreise, geringere Arbeits- und Sozialversicherungskosten sowie Bürokratieabbau, um die Wettbewerbsfähigkeit und Standortsicherheit der Branche mit 6.000 Betrieben und 644.000 Beschäftigten zu erhalten. Ohne diese Reformen sehen die Verbände eine wachsende Gefahr der Abwanderung von Investitionen ins Ausland und warnen vor weiteren Nachteilen im internationalen Vergleich.
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Pharma fordert stärkere Regulierung für Standort Deutschland
Mit dem Medizinforschungsgesetz (MFG) treten schrittweise ab Januar 2025 neue Erstattungsregelungen und spezifische Bestimmungen zur Regulierung von Medizinprodukten in Kraft, die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie die Wettbewerbsfähigkeit des Pharmastandorts Deutschland stärken sollen. Zum 1. Juli 2025 folgen geänderte Strahlenschutzbestimmungen und die Einführung einer zusätzlichen Ethikkommission, während Pharma Deutschland e.V. die Fortsetzung und Ausweitung dieser Maßnahmen fordert.
Pharma fordert stärkere Regulierung für Standort Deutschland
Regionalbanken drängen auf klare Weichen für Wachstum
Die vorgezogene Bundestagswahl am 23. Februar 2025 wird von Regionalbanken als Chance gesehen, die wirtschaftliche Strukturkrise zu überwinden und die Bedingungen für private Investitionen zu verbessern. Der Sparkassenverband Bayern und der Genossenschaftsverband Bayern legen dafür einen 10-Punkte-Plan mit finanzpolitischen und praxisorientierten Vorschlägen vor und fordern weniger Bürokratie sowie eine Ablehnung der europäischen Einlagensicherung.
Regionalbanken drängen auf klare Weichen für Wachstum
Wohnungsbau-Erfolg: 24% mehr Genehmigungen in Hamburg
Hamburg verzeichnete im vergangenen Jahr einen deutlichen Anstieg bei Baugenehmigungen: Insgesamt wurden 6.710 neue Wohnungen genehmigt, darunter 3.092 Sozialwohnungen, was einem Zuwachs von 24,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen sieht in der Ausweitung der öffentlichen Förderung und der Senkung von Baukosten zentrale Maßnahmen, um dem wachsenden Wohnraumbedarf und sozialen Herausforderungen zu begegnen.
Wohnungsbau-Erfolg: 24% mehr Genehmigungen in Hamburg
AfD-Politik bedroht Kinderrechte und Chancengleichheit
Die Kinderrechtsorganisation Terre des Hommes warnt anlässlich des bevorstehenden AfD-Bundesparteitags vor Forderungen, die laut der Organisation elementare Kinderschutzrechte, Chancengleichheit und Inklusion gefährden. Kritisiert werden unter anderem Einschränkungen beim Familiennachzug, die Auslagerung von Asylverfahren sowie die Ablehnung anerkannter wissenschaftlicher Erkenntnisse zum Klimawandel; Terre des Hommes ruft alle demokratischen Parteien dazu auf, Kinderrechte entschieden zu verteidigen.
AfD-Politik bedroht Kinderrechte und Chancengleichheit
BDP fordert demokratiefördernden Wahlkampf 2025
Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) ruft alle politischen Akteure dazu auf, zur Bundestagswahl 2025 einen demokratischen und lösungsorientierten Wahlkampf zu führen und das Vertrauen in die Politik zu stärken. Der Verband begrüßt das Fairness-Abkommen von sechs Parteien als Schritt für eine respektvolle Kommunikationskultur und betont die Bedeutung demokratischer Werte sowie den Schutz von Minderheiten und individueller Freiheit.
BDP fordert demokratiefördernden Wahlkampf 2025
Greenwashing-Vorwurf: DUH kritisiert Kauflands Tüten-Cent
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert Kauflands Einführung einer Gebühr von einem Cent für dünne Einweg-Plastiktüten als ineffektiv und bezeichnet das Vorgehen als Greenwashing, da ein spürbarer Lenkungseffekt ausbleibe. Die DUH fordert eine Mindestgebühr von 20 Cent oder ein vollständiges Verbot und verweist auf das kommende europaweite Verbot ab 2030, während sie nachhaltigere Alternativen wie Mehrwegnetze propagiert.
Greenwashing-Vorwurf: DUH kritisiert Kauflands Tüten-Cent – Zum Originalartikel