Wer mitreden will, sollte auf dem Laufenden bleiben: Im Vereins- und Verbandsbereich bewegen heute wieder starke Stimmen, frische Perspektiven und wichtige Weichenstellungen. Unser kompakter Tagesrückblick zeigt, was hinter den Schlagzeilen steckt – von aktuellen Impulsen bis zu den großen Herausforderungen. Mit wenigen Klicks wissen Sie, worauf es morgen ankommt.
Pflegenotstand in NRW: Sofortprogramm gefordert
In Nordrhein-Westfalen spitzt sich der Personalmangel in Pflegeeinrichtungen weiter zu, wodurch täglich hilfesuchende Familien abgewiesen werden und pflegende Angehörige zunehmend belastet sind. Bei einer Dialogveranstaltung in Düsseldorf forderte der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) ein Sofortprogramm zur Entlastung, unter anderem durch den schnellen Einsatz internationaler Fachkräfte, Reformen der Ausbildungsstrukturen und eine Flexibilisierung des Personaleinsatzes.
Pflegenotstand in NRW: Sofortprogramm gefordert
Bayerns Pflegeforum: Forderung nach schneller Entbürokratisierung
Beim Pflegepolitischen Forum in München forderten Vertreter von Pflegeeinrichtungen und pflegende Angehörige eine schnelle Entbürokratisierung und stabile Refinanzierung der Pflege, um den akuten Personalmangel und die Belastung von Familien zu bekämpfen. In der Diskussion mit politischen Akteuren wurden zudem eine Entrümpelung der Pflegeversicherung sowie der Erhalt von Trägervielfalt für Wahlfreiheit und Qualitätsstandards betont.
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Moderne Lösungen statt alter Wohnregeln: VNW fordert Reform
Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) fordert eine Reform der sozialen Erhaltungsverordnungen, um mehr Modernisierungen wie Video-Gegensprechanlagen und Balkonvergrößerungen in Bestandswohnungen zu ermöglichen. VNW-Direktor Andreas Breitner betont, dass größere Flexibilität notwendig sei, um modernen Wohnkomfort auch ohne starke Mieterhöhungen sicherzustellen und den sozialen Zusammenhalt zu stärken.
Moderne Lösungen statt alter Wohnregeln: VNW fordert Reform
Lohnerhöhung bei Reuters: 3,5% mehr Gehalt ab April
Die Beschäftigten der Nachrichtenagentur Reuters erhalten ab 1. April 2025 bundesweit durchschnittlich 3,5 Prozent mehr Gehalt, nachdem sich ver.di und Thomson Reuters Germany GmbH auf einen entsprechenden Tarifvertrag geeinigt haben. Die Monatsgehälter steigen um 155 Euro, Volontärinnen und Volontäre bekommen 50 Euro mehr; zudem werden die leistungsabhängigen Performance-Zulagen erhöht und gestaffelt ausgezahlt.
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Umweltverband fordert Abgabe auf Einweg-Verpackungen
Die Deutsche Umwelthilfe fordert angesichts der neuen EU-Verpackungsverordnung ab 2030 zusätzliche Maßnahmen von der Bundesregierung, darunter eine Lenkungsabgabe auf Einweg-Plastikflaschen und verpflichtende Mehrwegquoten für bestimmte Produktgruppen, um den Verpackungsmüll zu reduzieren. Die neue Verordnung sieht u.a. vor, dass Hotels auf Portionsverpackungen verzichten, der Anteil recyclingfähiger Verpackungen steigt und Mehrwegverpackungen beim Versand deutlich ausgebaut werden müssen.
Umweltverband fordert Abgabe auf Einweg-Verpackungen
Gefährlicher TikTok-Trend: Pharma warnt vor Paracetamol
Pharma Deutschland warnt vor der auf TikTok verbreiteten „Paracetamol Challenge“, bei der Jugendliche extrem hohe Mengen des Schmerzmittels konsumieren und sich damit erheblichen Gesundheitsrisiken wie irreparabler Leberschädigung bis hin zum Tod aussetzen. Apotheken bundesweit sind angewiesen, bei der Ausgabe von Paracetamol an Jugendliche besonders vorsichtig zu sein.
Gefährlicher TikTok-Trend: Pharma warnt vor Paracetamol
Planungssicherheit: Neuer Tarifvertrag für Hessens KVI
In Niedernhausen wurde ein neuer Tarifvertrag für die Kunststoffverarbeitende Industrie (KVI) in Hessen abgeschlossen: Über eine Laufzeit von 28 Monaten steigen die Vergütungen schrittweise um insgesamt 4,2 Prozent, zudem erhalten Auszubildende höhere Zuschläge und IG BCE-Mitglieder ab 2026 einen zusätzlichen freien Tag für gewerkschaftliches Engagement. Der Vertrag ermöglicht bei Zustimmung aller Beteiligten eine Reduzierung der Vergütungssätze um bis zu 10 Prozent zur Kostenentlastung der Unternehmen und sichert die Bereitstellung von 300 Ausbildungsplätzen bis 2028.
Planungssicherheit: Neuer Tarifvertrag für Hessens KVI
AOK stattet 26,4 Mio. Versicherte mit ePA aus
Die AOK-Gemeinschaft hat Mitte Januar die elektronische Patientenakte (ePA) für rund 26,4 Millionen Versicherte bereitgestellt; nur 3,8 Prozent widersprachen der Speicherung ihrer Gesundheitsdaten. In einer laufenden Pilotphase mit bis zu 300 medizinischen Einrichtungen werden zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen getestet, bevor der bundesweite Rollout der ePA im April 2025 geplant ist.
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Richtlinien für denkmalgerechte Sanierung aktualisiert
Der VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V. und die Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege (WTA) haben die Richtlinienreihe VDI/WTA 3817 umfassend überarbeitet, um aktuelle Herausforderungen bei der Sanierung historischer Gebäude zu adressieren. Die neue Reihe bietet praxisnahe Handlungshilfen für Planung, Instandsetzung, Integration moderner Gebäudetechnik und Betrieb denkmalgeschützter Bauten und legt besonderen Wert auf rechtliche, organisatorische und technologische Anforderungen.
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Skandal um Schwefeldioxid: DUH droht PCK Schwedt mit Klage
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) warnt vor einem drohenden Umweltskandal, da die Mineralölraffinerie PCK Schwedt eine Ausnahmegenehmigung für Schwefeldioxidemissionen beantragt hat, die den gesetzlichen Tagesgrenzwert um das Fünffache überschreiten würde. Die DUH kündigt rechtliche Schritte an und kritisiert, dass das Unternehmen trotz Treuhandverwaltung durch das Bundeswirtschaftsministerium seit Januar 2024 die Vorgaben nicht einhält und keine Investitionen in Entschwefelungstechnologie tätigt.
Skandal um Schwefeldioxid: DUH droht PCK Schwedt mit Klage
Warnstreiks bei Deutscher Post: Druck auf Arbeitgeber wächst
Am 6. Februar 2025 haben Beschäftigte der Deutschen Post AG an mehreren Standorten bundesweit die Arbeit niedergelegt, um für eine lineare Tariferhöhung von sieben Prozent sowie zusätzliche Urlaubstage zu demonstrieren; bereits am Vortag fanden erste Aktionen statt. Die dritte Tarifrunde ist für den 12. und 13. Februar angesetzt.
Warnstreiks bei Deutscher Post: Druck auf Arbeitgeber wächst