Tag gegen Lebensmittelverschwendung: Reduzierung von Verlusten und Abbau von Spendenhürden”

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BVLH fordert schnellen Abbau rechtlicher Hürden bei der Spende von Lebensmitteln

Anlässlich des Tages gegen Lebensmittelverschwendung am 2. Mai wirbt der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH) für den schnellen Abbau rechtlicher Hürden bei der Spende von Lebensmitteln. “Die Lebensmittelhandelsunternehmen engagieren sich seit Jahren intensiv gegen Lebensmittelverschwendung. Obwohl im Handel nachweislich die mit Abstand geringsten Verluste anfallen, ist es der Branche ein wichtiges Anliegen, mit zahlreichen Maßnahmen dazu beizutragen, Lebensmittelabfälle weiter zu reduzieren und natürliche Ressourcen zu schonen”, betont BVLH-Hauptgeschäftsführer Franz-Martin Rausch.

Dialogforum Groß- und Einzelhandel: Mehr als 200 Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung umgesetzt, Handel reduziert Abschriften im Projektzeitraum um 12 Prozent

Große Fortschritte im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung hat der Lebensmittelhandel durch seine Arbeit im Dialogforum Groß- und Einzelhandel der Strategie der Bundesregierung zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung erzielt. Dort haben die teilnehmenden Unternehmen gemeinsam mit dem staatlichen Thünen-Institut und dem EHI Retail Institute eine Messmethode zur Verlusterhebung weiterentwickelt. Dieses auf der Abschriftenerfassung beruhende Verfahren zeigt den Unternehmen, in welchen Warengruppen die größten Risiken stecken. Auf dieser Datenbasis können Maßnahmen entwickelt werden, mit denen zielgenau gegengesteuert werden kann.

Die im Dialogforum erhobenen Messungen kamen zu dem Ergebnis, dass im Jahr 2020 bei den teilnehmenden Handelsunternehmen Lebensmittelverluste in Höhe von maximal 0,25 Millionen Tonnen angefallen sind. Im Vergleich zur Messung des Vorjahres konnten die Abschriften um 12 Prozent gesenkt werden.

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BVLH-Forderungen: Kennzeichnungs- und Steuerrecht anpassen, Haftungsrecht prüfen, Tafeln finanziell stärker fördern, Verbraucher-Kommunikation ausbauen

“Wir würden mehr tun”, betont BVLH-Hauptgeschäftsführer Rausch. “Potenzial sehen wir vor allem im Ausbau der Zusammenarbeit mit karitativen Organisationen bei der Abgabe von Lebensmitteln”. Bereits heute spendet der LEH jährlich circa 74.000 Tonnen. Es könnten mehr sein. Dazu müssen sich allerdings einige Voraussetzungen ändern. Deshalb fordert der BVLH die Bundesregierung auf, sich für den Abbau rechtlicher Hürden einzusetzen, wie es der Koalitionsvertrag vorsieht.

Konkret fordert der BVLH:
– die Änderung (EU-)lebensmittelrechtlicher Vorschriften, die eine Weitergabe von Lebensmitteln an gemeinnützige Empfängerorganisationen behindern. Die Lebensmittelsicherheit muss dabei gewahrt bleiben.
– die Schaffung einer dauerhaften, wenn möglich (EU-)gesetzlichen Regelung für Entlastungen bei der steuerlichen Behandlung von Sachspenden und
– die Prüfung einer Beschränkung der zivil- und strafrechtlichen Haftung bei in redlicher Absicht vorgenommener Lebensmittelweitergabe unter Wahrung lebensmittelrechtlicher Vorschriften.

Darüber hinaus braucht es ebenfalls den Ausbau der finanziellen Förderung karitativer Organisationen durch Bund und Länder. Oft können palettenweise gespendete Lebensmittel zum Beispiel von den Tafeln nicht angenommen und verteilt werden, weil es an Lager-, Transport- und Kühlkapazitäten fehlt.

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Außerdem muss die Verbraucherkommunikation verstärkt werden. Neben den Aufklärungsmaßnahmen des Handels ist die staatliche Informationskampagne “Zu gut für die Tonne” dafür ein sehr gut geeignetes Instrument. Der BVLH fordert das Bundeslandwirtschaftsministerium daher auf, diese Kampagne zu verstetigen und auszubauen.

Über den Handelsverband Lebensmittel

Der Handelsverband Lebensmittel (BVLH) ist im Handelsverband Deutschland (HDE) der Fachverband für die Lebensmittelarbeit. Er unterstützt seine Mitglieder bei der Erledigung lebensmittelfachlicher und lebensmittelrechtlicher Aufgaben und wahrt ihre lebensmittelpolitischen Interessen gegenüber Gesetzgebung, Behörden und Öffentlichkeit. Auf diesem Gebiet ist der BVLH der Ansprechpartner für Politik, Medien, Verbraucherorganisationen und für die Verbände der vorgelagerten Wirtschaftsstufen. Der BVLH ist Gründungsorganisation, Namensgeber und Mitveranstalter der Weltleitmesse für Lebensmittel und Getränke ANUGA.

Pressekontakt:
Christian Böttcher
Pressesprecher
Handelsverband Lebensmittel (BVLH)
Telefon: 030 / 72 62 50-86
Mobil: 0172 / 28 98 496
boettcher@bvlh.net
www.bvlh.net

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Weitere Informationen über den Verband

– Der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels e.V. (BVLH) vertritt die Interessen von Handelsunternehmen im Bereich Nahrungs- und Genussmittel.
– Der Verband hat rund 3.500 Mitgliedsunternehmen, darunter auch zahlreiche kleinere und mittelständische Betriebe.
– Die Mitglieder des BVLH erwirtschafteten im Jahr 2019 einen Umsatz von rund 350 Milliarden Euro.
– Der Verband setzt sich für die Förderung des Wettbewerbs, die Verbesserung der Rahmenbedingungen im Handel sowie die Stärkung der Konsumentenorientierung ein.
– Die Ziele des BVLH sind unter anderem die Schaffung fairer Marktbedingungen, die Sicherung von qualitativ hochwertigen Lebensmitteln sowie die Entlastung der Handelsunternehmen von bürokratischen Belastungen.
– Der BVLH ist in verschiedene Gremien und Arbeitskreise aufgeteilt, in denen Mitglieder sich zu verschiedenen Themen austauschen und gemeinsam Lösungen erarbeiten.
– Der Verband wurde im Jahr 1951 gegründet und ist seitdem eine wichtige Stimme in der deutschen Handelslandschaft.
– Der BVLH ist Mitglied im europäischen Handelsverband EuroCommerce und arbeitet eng mit anderen Verbänden und Institutionen zusammen, um die Interessen seiner Mitglieder zu vertreten.

17 Antworten

    1. Das ist ein egoistischer Ansatz. Es gibt Menschen, die auf Lebensmittelspenden angewiesen sind und nicht in der Lage sind, sich selbst zu versorgen. Solidarität und Mitgefühl sollten Vorrang haben, anstatt nur an unseren eigenen Konsum zu denken.

    1. Das ist vielleicht deine Meinung, aber Lebensmittelverschwendung ist ein ernstes Problem, das nicht ignoriert werden kann. Ein Tag des Bewusstseins kann helfen, Menschen zu sensibilisieren und Veränderungen zu bewirken. Jeder Beitrag zählt.

  1. Ich finde es übertrieben, dass wir uns nur an einem Tag gegen Lebensmittelverschwendung engagieren sollen. Jeden Tag sollte ein Tag gegen Verschwendung sein!

  2. Also ich finde es total übertrieben, dass wir einen Tag gegen Lebensmittelverschwendung brauchen. Was kommt als Nächstes, ein Tag gegen zu viel Schlaf? Lasst die Menschen doch einfach ihre eigene Verantwortung übernehmen!

    1. Ist es wirklich übertrieben? Lebensmittelverschwendung ist ein ernstes Problem und erfordert kollektive Maßnahmen. Wenn du es nicht unterstützen möchtest, dann lass es sein. Aber belächle nicht diejenigen, die versuchen, eine positive Veränderung zu bewirken.

    1. Bist du verrückt? Verdorbenes Essen zu essen ist nicht nur widerlich, sondern auch gefährlich für unsere Gesundheit. Es ist wichtig, bewusst mit unserer Ernährung umzugehen und Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, aber das bedeutet nicht, dass wir verdorbene Lebensmittel konsumieren sollten. Vernunft ist gefragt!

    1. Du verstehst den Hype nicht? Vielleicht informierst du dich erstmal, bevor du hier rummeckerst. Jeder kleine Schritt zählt im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung. Aber anscheinend bist du lieber Teil des Problems als der Lösung.

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