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ADAC kritisiert Verschiebung der Stromsteuersenkung: Verbraucher und Klimaschutz leiden – 6,5 Milliarden Euro Entlastung gefordert

Der ADAC kritisiert die unbefristete Verschiebung der geplanten Stromsteuersenkung für Privathaushalte als falsches Signal und warnt, dass Verbraucher angesichts steigender CO₂-Preise in Wärme und Verkehr weiter überlastet werden. Statt nur Teilentlastungen über Netzentgeltreduzierungen umzusetzen, muss die im Koalitionsvertrag versprochene Entlastung von 6,5 Milliarden Euro vollständig bei den Haushalten ankommen. Ohne Senkung drohen dem Bund erhebliche Zusatzkosten für den Ankauf von Emissionsrechten, wenn die Klimaziele verfehlt werden. Der ADAC fordert deshalb kurzfristige Investitionen in Klimaschutz und konkrete Unterstützung für die klimaneutrale Mobilität.

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– ADAC kritisiert unbefristete Vertagung der Stromsteuersenkung für private Haushalte.
– ADAC fordert vollständige Weitergabe der 6,5-Milliarden-Entlastung aus Klimafonds an Verbraucher.
– ADAC warnt vor Haushaltsrisiken durch CO2-Nachzahlungen und fordert Klimaschutzinvestitionen im Verkehr.

ADAC kritisiert Vertagung der Stromsteuersenkung für Haushalte

Die geplante Senkung der Stromsteuer für private Haushalte ist vertagt – eine Entscheidung, die der ADAC scharf kritisiert. Nach Einschätzung des Verkehrsclubs führt dieser Schritt zu einem erhöhten finanziellen Druck auf Verbraucher und bremst zugleich den Fortschritt beim Klimaschutz. Der ADAC Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand betont: „Die Stromsteuersenkung wäre dabei ein wichtiger Baustein, um einer absehbar steigenden Gesamtbelastung in beiden Bereichen entgegenzuwirken.“ Ein sinkender Strompreis könne außerdem kurzfristig einen Anreiz für umweltfreundliche Mobilitätsformen setzen und die Nutzung von Elektroautos attraktiver machen.

Die Koalition hat stattdessen eine Reduzierung der Netzentgelte angekündigt, deren tatsächliche Entlastung bei den Verbrauchern jedoch noch unklar ist. Dieses Vorgehen ersetzt nicht die versprochene Strompreisminderung auf breiter Basis. Der ADAC fordert, dass die vorgesehenen 6,5 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds vollständig an die Verbraucher weitergegeben werden. Nur so könne gewährleistet werden, dass die vom Koalitionsausschuss zugesagten Entlastungen tatsächlich ankommen und spürbar sind.

Andernfalls drohen nicht nur steigende Kosten für die privaten Haushalte, sondern auch erhebliche Risiken für den Bundeshaushalt. Bei unzureichenden Fortschritten im Klimaschutz müssen CO2-Emissionsrechte von anderen EU-Staaten gekauft werden, was Milliarden an zusätzlichen Belastungen verursachen kann. Der ADAC warnt davor, diese Chancen ungenutzt zu lassen und plädiert stattdessen für eine gezielte Unterstützung der Verbraucher, um die Verkehrswende voranzutreiben und finanzielle Mehrbelastungen zu vermeiden.

Diese Informationen basieren auf der Pressemitteilung des ADAC e.V. zur Kritik an der Vertagung der Stromsteuersenkung für private Haushalte.

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