VKU fordert gerechte Strompreisentlastung: Netzentgelte senken, Strompreise stabilisieren – Energiesteuergesetz und Bundeszuschüsse im Fokus

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Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) begrüßt den Kabinettsbeschluss zu Bundeszuschüssen bei Übertragungsnetzentgelten als wichtigen Schritt zur Strompreisentlastung, kritisiert jedoch, dass Privathaushalte und Mittelstand bislang nicht ausreichend profitieren. VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing fordert ab 2027 auch Zuschüsse zur Offshore-Netzumlage sowie eine faire Verteilung des 6,5-Milliarden-Euro-Bundeszuschusses auf Übertragungsnetzentgelte und Umlagen, um alle Verbrauchergruppen bundesweit gleichermaßen zu entlasten. Er mahnt verbindliche Gesetzesbeschlüsse bis Anfang Oktober an, damit die Entlastungen zum 1. Januar 2026 greifen können. Außerdem dringt der VKU auf eine Absenkung der Stromsteuer auf das EU-Mindestmaß und den Erhalt der Steuerbefreiung für kleine KWK-Anlagen.

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– VKU fordert hälftige Aufteilung des 6,5 Mrd€ Bundeszuschusses auf Netzgebühren und Umlagen.
– Kabinett beschließt Strom- und Energiesteueränderung: Absenkung auf EU-Mindestmaß, Entlastung landwirtschaftlicher Betriebe.
– Abschaffung nationaler Lieferkettensorgfaltspflicht-Berichtspflichten; CSRD wird für kommunale Unternehmen vereinfacht umgesetzt.

Kabinettsbeschlüsse zur Strompreisentlastung: VKU fordert faire Verteilung der Zuschüsse

Die Kabinettsbeschlüsse zur Strompreisentlastung setzen einen wichtigen Impuls: Der Bund plant, die Übertragungsnetzentgelte durch Zuschüsse zu senken, um Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Unternehmen finanziell zu entlasten. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) begrüßt diesen Schritt grundsätzlich, weist jedoch darauf hin, dass damit noch nicht alle Stromkunden ausreichend erreicht werden. VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing kritisiert: „Das im Koalitionsvertrag vereinbarte Ziel, eine Entlastung für alle, wird damit nicht erreicht.“

Deshalb fordert der VKU, die geplanten staatlichen Mittel in Höhe von 6,5 Milliarden Euro für die kommenden vier Jahre fair aufzuteilen. Neben den Übertragungsnetzentgelten sollte auch die Offshore-Netzumlage ab 2027 bezuschusst werden. Besonders wichtig ist dem VKU, dass auch die sogenannten netzseitigen Umlagen, die bundesweit einheitlich erhoben werden, durch Zuschüsse unterstützt werden. Damit lassen sich in einem bundesweiten und sozialen Ansatz vor allem Haushalte, Mittelstand, soziale Einrichtungen sowie kommunale Unternehmen wirksam entlasten. Liebing betont: „Durch eine Aufteilung des für die kommenden vier Jahre vorgesehenen Bundeszuschusses in Höhe von 6,5 Milliarden Euro auf Übertragungsnetzentgelte einerseits und netzseitige Umlagen andererseits würden sowohl Großverbraucher als auch kleine und mittlere Verbraucher profitieren.“

Die Zeit drängt: Für eine planmäßige Umsetzung fordert der VKU, dass die gesetzlichen Beschlüsse im September bis spätestens Anfang Oktober 2025 verabschiedet werden. So können die Netzbetreiber den Zuschuss ab dem 1. Januar 2026 in die Netzentgelte einfließen lassen. Liebing warnt eindringlich: „Die kommunalen Unternehmen brauchen Verlässlichkeit. Was jetzt im Kabinett im Gesetzentwurf beschlossen wird, muss auch später im Haushalt umgesetzt werden.“ Er verweist auf das gescheiterte Vorhaben eines früheren Bundeszuschusses in Höhe von 5,5 Milliarden Euro, der nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts wieder kassiert wurde – ein Debakel, das sich nicht wiederholen darf.

Neben der Entlastung der Netzentgelte kritisiert der VKU den aktuellen Entwurf zur Änderung des Energiesteuer- und Stromsteuergesetzes. Die generelle Senkung der Stromsteuer auf das EU-Mindestmaß bleibt für den Verband ein zentrales Ziel. Liebing macht deutlich: „Wenn die Strompreise zu hoch sind, sollte der Staat sich nicht mit übermäßig hohen Steuern am Preisauftrieb beteiligen.“ Der VKU fordert außerdem eine Kompensation bei der geplanten Streichung der Steuerbefreiung für Strom aus großen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK): „Die Beibehaltung der Stromsteuerbefreiung für kleine Anlagen, wie es der VKU gefordert hatte, ist richtig, aber nicht ausreichend.“

Positiv bewertet der VKU die geplante Abschaffung bestimmter Berichtspflichten nach dem nationalen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz sowie eine vereinfachte Umsetzung der Nachhaltigkeitsvorgaben der CSR-Richtlinie (Corporate Sustainability Reporting Directive). Liebing dazu: „Kommunale Unternehmen wollen in Nachhaltigkeit investieren, statt Zeit mit der Erstellung von Berichten zu verlieren, die für sie keinen Mehrwert haben.“ Die Entlastung von bürokratischen Hürden sei notwendig, damit Nachhaltigkeit vor Ort wirkungsvoll vorangetrieben werden kann.

Der VKU stellt mit Blick auf die bevorstehenden politischen Entscheidungen klar: Eine faire Verteilung der Zuschüsse auf Netzentgelte und netzseitige Umlagen ist entscheidend, um eine breite und soziale Wirkung bei der Strompreisentlastung zu erzielen. Nur so profitieren alle – von großen Industrieunternehmen bis hin zu privaten Haushalten und kommunalen Einrichtungen. Die bevorstehenden Beschlüsse im Bundestag und die Umsetzung im Bundeshaushalt werden maßgeblich über den Erfolg dieses Vorhabens entscheiden.

Warum gerechte Strompreiszuschüsse die gesamte Gesellschaft betreffen

Die jüngsten Kabinettsbeschlüsse zur Strompreisentlastung zeigen deutlich, wie wichtig eine faire Verteilung der Kostenentlastungen für Gesellschaft und Wirtschaft ist. Die Teilung der Zuschüsse zu den Netzentgelten wird derzeit intensiv diskutiert, weil sie entscheidend darüber entscheidet, wer von sinkenden Stromkosten profitiert. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) weist darauf hin, dass allein ein Zuschuss zu den Übertragungsnetzentgelten das im Koalitionsvertrag vorgesehene Ziel einer umfassenden Entlastung nicht erreichen kann. Vielmehr müsse auch die sogenannte Offshore-Netzumlage ab 2027 bezuschusst werden, damit Entlastungen gleichmäßig bei Privathaushalten, Mittelstand und Unternehmen ankommen.

Die Netzentgelte machen etwa 30 Prozent der Stromkosten aus. Ihre Senkung wirkt sich deshalb direkt auf die Stromrechnung von Millionen Menschen und Betrieben aus. Besonders betroffen sind nicht nur große Industriebetriebe, sondern auch Mieter, Familien, kleine und mittlere Unternehmen, Krankenhäuser oder Schulen. Diese Gruppen profitieren oft besonders von einer bundesweit einheitlichen Senkung der Netzgebühren, weil sie häufig wenig Möglichkeiten haben, auf Strompreisunterschiede regional oder vertraglich zu reagieren.

Die Debatte um die Strompreise ist eng verflochten mit den Herausforderungen des Klimaschutzes und der Wettbewerbsfähigkeit. In den vergangenen Jahren sind die Stromkosten für viele Verbraucher deutlich gestiegen – unter anderem aufgrund erhöhter Netzentgelte, steigender Beschaffungskosten, aber auch wegen neuer Umlagen für den Ausbau erneuerbarer Energien und der Ausgestaltung der Netzentgelte. Das spürt jeder Haushalt im Portemonnaie, ebenso leiden energieintensive Branchen zunehmend unter Wettbewerbsnachteilen im internationalen Vergleich.

Auswirkungen für Verbraucher und Unternehmen

Die vorgeschlagene Aufteilung der Bundeszuschüsse – jetzt mit einem Volumen von rund 6,5 Milliarden Euro für die kommenden vier Jahre – sieht vor, sowohl die Übertragungsnetzentgelte als auch die netzseitigen Umlagen zu entlasten. Das hat verschiedene Vorteile:

  • Entlastung für Privathaushalte und Mieter, die oft keine Alternative beim Stromanbieter oder Netzbetreiber haben
  • Stärkung des Mittelstands und kleiner Gewerbebetriebe, die verlässliche Kostenstrukturen brauchen
  • Sicherung der Versorgung von kritischen Infrastruktur wie Krankenhäusern und Schulen
  • Verbesserte Wettbewerbsfähigkeit energieintensiver Industrie durch reduzierte Netzkosten

Auf diese Weise wird die Kostenentlastung breit gestreut und trifft auch diejenigen, die sonst übersehen werden. Gerade das ist aus Sicht des VKU notwendig, um die angestrebte soziale und wirtschaftliche Wirkung zu erzielen.

Strompreisdebatte in Deutschland: Hintergrund und Ausblick

Die Debatte um die Strompreise in Deutschland ist geprägt von einem Spannungsfeld: Auf der einen Seite steht die dringende Notwendigkeit, den Umbau des Energiesystems mit Netzausbau und erneuerbaren Energien voranzutreiben. Auf der anderen Seite müssen die Stromkosten bezahlbar bleiben und soziale Härten vermieden werden. Die Netzentgelte spielen hier eine zentrale Rolle, weil sie vielfach als unwahrscheinlich komplex und aufwändig wahrgenommen werden. Die Bundesregierung plant nun, diese Umlagen künftig transparenter und gerechter zu gestalten.

Die Forderungen des VKU zeigen auf, dass es nicht reicht, nur einzelne Stellschrauben zu drehen. Denn wenn nur die Übertragungsnetzentgelte bezuschusst werden, bleiben viele kleinere Verbrauchergruppen auf der Strecke. Deshalb steht eine komplette Neuordnung an, die alle Beteiligten einbezieht.

Das Thema wird Verbraucher noch weiterhin beschäftigen. Wichtig ist dabei:

  • Gesetzliche Anpassungen müssen zeitnah und verlässlich umgesetzt werden, damit die Entlastung ab 2026 greifen kann
  • Die Bundesregierung wird voraussichtlich weitere Schritte prüfen, etwa die Entlastung bei der Offshore-Netzumlage ab 2027
  • Verbraucher sollten ihre Stromrechnungen aufmerksam verfolgen und auf mögliche Veränderungen bei den Umlagen achten
  • Auch die Diskussion um die allgemeine Stromsteuerabsenkung bleibt aktuell, da sie alle Stromnutzer unmittelbar betrifft

Insgesamt zeigt sich, dass die Strompreiszuschüsse weitreichende gesellschaftliche Relevanz haben. Sie beeinflussen die Lebenshaltungskosten von Haushalten, die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und damit auch die wirtschaftliche Entwicklung. Nur durch eine gerechte und transparente Verteilung der Kosten können die Ziele von Klimaschutz und sozialer Verträglichkeit zusammengebracht werden. Der Dialog darüber ist deshalb nicht nur eine Frage der Politik, sondern betrifft uns alle direkt.

Die Informationen und Zitate zu fairen Strompreisentlastungen basieren auf einer Pressemitteilung des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU).

9 Antworten

  1. Ich finde es wichtig, dass wir über die gerechte Verteilung der Zuschüsse reden. Der VKU hat recht, wenn er sagt, dass nicht alle Stromkunden gleich profitieren. Wie können wir sicherstellen, dass auch Haushalte in Notlagen die Entlastung erhalten?

    1. Das ist ein guter Punkt! Ich frage mich, ob die Regierung genug tut, um diese Ungerechtigkeiten zu beseitigen. Gibt es bereits Vorschläge zur Unterstützung der ärmeren Haushalte?

  2. ‚Die Netzbetreiber brauchen Verlässlichkeit.‘ Das ist ein wichtiger Punkt! Wie können wir sicherstellen, dass diese Versprechen auch eingehalten werden?

  3. Die Absenkung der Stromsteuer auf das EU-Mindestmaß klingt gut, aber ich frage mich, wie viel das wirklich bringen wird? Werden wir die Ersparnisse auch merken?

    1. Das bleibt abzuwarten! Ich hoffe wirklich, dass sich die Änderungen positiv auf unsere Rechnungen auswirken werden.

    2. Ich finde es wichtig, dass auch kleinere Betriebe von den Änderungen profitieren können. Sonst könnte es viele Arbeitsplätze kosten!

  4. Ich finde die Diskussion um die faire Verteilung der Zuschüsse sehr wichtig. Wenn nur einige profitieren, ist das ungerecht. Wie können wir sicherstellen, dass auch kleine Haushalte von den Entlastungen profitieren?

    1. Ja, das ist ein wichtiger Punkt! Ich denke, es müsste mehr Transparenz bei den Zuschüssen geben. Vielleicht könnte eine Übersicht über die Verteilung helfen?

    2. Ich stimme zu! Die kleinen Haushalte dürfen nicht vergessen werden. Gibt es schon Vorschläge zur Umsetzung der fairen Verteilung?

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