Zweiter Jahrestag des Ukraine-Kriegs: Umwelthilfe fordert Importverbot für russisches LNG und beschleunigte Energiewende in Europa

Am zweiten Jahrestag des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine fordern die Deutsche Umwelthilfe, Razom We Stand und über 100 europäische Organisationen ein sofortiges Einfuhrverbot für russisches Flüssiggas (LNG) in die EU. Sie kritisieren, dass trotz bestehender Sanktionen weiter große Mengen Gas über LNG-Terminals importiert werden, was Klimaschutz und Energiesicherheit untergräbt. DUH-Chef Sascha Müller-Kraenner bezeichnet den LNG-Ausbau als „klimapolitisch eine Katastrophe“ und drängt die Bundesregierung, alle fossilen Importe aus Russland zu stoppen, um den Krieg in der Ukraine nicht weiter zu finanzieren.
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– Am Jahrestag (24. Februar 2024) fordern DUH und über 100 Organisationen EU-Verbot russischer LNG-Importe
– DUH fordert Bundesregierung zu sofortigem Import- und Handelsverbot russischen Erdgases auf
– Russische LNG-Importe beliefen sich 2022 auf 12 % der Vor-Kriegsimporte und 19 Mrd. Euro Einnahmen

DUH-Appell zum zweiten Jahrestag des Kriegs: Stoppt russische LNG-Importe jetzt

Am 24. Februar 2024 jährt sich der russische Angriffskrieg auf die Ukraine zum zweiten Mal – Anlass für einen klaren und dringenden Appell aus Deutschland. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat gemeinsam mit der ukrainischen Umweltorganisation Razom We Stand und mehr als 100 europäischen Organisationen ein entschlossenes Importverbot für fossiles Gas aus Russland in die Europäische Union gefordert. Trotz bestehender Sanktionen und zahlreicher Bemühungen zur Verringerung der Abhängigkeit von russischen Energieimporten besteht eine erhebliche Lücke: Die Überführung von russischem Erdgas über LNG-Terminals.

Besonders kritisch betrachtet wird dabei der staatseigene Konzern SEFE, ehemals Gazprom Germania, der weiterhin Handel mit russischem LNG betreibt – trotz der politischen Spannungen und der erklärten Zielsetzung, russisches Erdgas zu meiden. Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH, bringt die Problematik prägnant auf den Punkt: „Der LNG-Ausbau ist energiewirtschaftlich überflüssig und klimapolitisch eine Katastrophe.“ Er fordert deshalb von der Bundesregierung, alle fossilen Importe aus Russland zu stoppen und sich von einer Erweiterung der LNG-Infrastruktur zu distanzieren – ähnlich dem Moratorium, das bereits in den USA gilt.

Die Fakten verdeutlichen die Dringlichkeit der Forderungen: Im Jahr 2022 machten die Importe von LNG aus Russland noch immer 12 Prozent der Vorkriegsimporte aus – und flossen damit in Höhe von 19 Milliarden Euro in die russischen Staatskassen. Dieser Umstand zeigt das Dilemma der EU und die Schwierigkeiten, schnell und konsequent von dieser Abhängigkeit loszukommen. Svitlana Romanke von Razom We Stand fasst die Situation eindringlich zusammen: „Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen befeuert weiterhin den Krieg in der Ukraine.“ Ihr Appell richtet sich an die EU und die globalen Führungsmächte, endlich eine grundlegende Neuausrichtung der Energiepolitik hin zu erneuerbaren Ressourcen vorzunehmen.

Europäische Energiepolitik: Zwischen Abhängigkeit und notwendigem Wandel

Die jahrelange Abhängigkeit Europas von fossilen Energieimporten aus Russland prägt die Herausforderungen der aktuellen Energiepolitik. Insbesondere der Erdgasbezug hat die europäische Sicherheitspolitik und Klimapolitik stark beeinflusst. Diese Situation zeigt deutlich, wie eng wirtschaftliche Verflechtungen mit geopolitischen Risiken und ökologischen Forderungen verbunden sind.

Der Druck, sich von russischem Gas zu lösen, wirkt als Katalysator für eine längst überfällige Neuausrichtung der europäischen Energieversorgung. Das Thema Flüssigerdgas (LNG) steht dabei aktuell im Mittelpunkt der Debatte: Einerseits bietet LNG eine kurzfristige Alternative, um die Versorgung zu sichern, andererseits ist es höchst umstritten wegen der globalen Klimafolgen und der oft fragwürdigen Herkunft der Lieferungen. Die gesellschaftlichen und politischen Konsequenzen dieser Debatte reichen weit – sie betreffen nicht nur Verbraucher:innen und Unternehmen, sondern auch das Vertrauen in die Fähigkeit der Politik, sichere und nachhaltige Lösungen bereitzustellen.

Globale Energieabhängigkeit und geopolitische Spannungen

Die Energiebedarfe Europas sind eingebettet in ein komplexes globales Netz aus Liefer- und Nachfrageketten, das immer wieder durch politische Konflikte und Machtverschiebungen erschüttert wird. Die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern aus Russland hat die Verwundbarkeit Europas unterstrichen und verdeutlicht, wie eng Energiesicherheit und geopolitische Stabilität zusammenhängen.

Die internationale Politik reagiert unterschiedlich: Während Europa intensiv nach Alternativen sucht, spielt insbesondere die US-Politik eine Rolle, die eigene LNG-Exportkapazitäten nutzt und ihre geopolitischen Interessen durch Energiepartnerschaften stärkt – ein Ansatz, der in Europa kontrovers diskutiert wird.

Perspektiven für die deutsche und europäische Energiewende

Vor diesem Hintergrund ist die Energiewende nicht nur ein klimapolitisches, sondern zunehmend auch ein sicherheitspolitisches Anliegen. Die europäische und deutsche Politik steht vor der Herausforderung, eine schnellere Diversifizierung der Energiequellen voranzutreiben und den Ausbau erneuerbarer Energien deutlich zu beschleunigen. Dabei müssen ökologische Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit Hand in Hand gehen.

Zentrale Ziele sind:

  • Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Importen, insbesondere aus politisch instabilen Regionen
  • Ausbau von erneuerbaren Energien und Infrastruktur für eine klimaneutrale Versorgung
  • Entwicklung resilienter Energiesysteme, die geopolitischen Spannungen standhalten

Die Dringlichkeit dieser Entwicklungen wird von politischen Akteuren wie von der Gesellschaft gleichermaßen erkannt. Europa befindet sich an einem Wendepunkt, an dem nachhaltige Lösungen nicht nur klimapolitisch notwendig, sondern auch geopolitisch unverzichtbar sind.


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Russische Gasimporte über LNG-Terminals in die EU stoppen: Deutsche Umwelthilfe …

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