RSC Tittling gewinnt Sterne des Sports Bayern: Soziale Projekte mit Benefiz-Cycling und Rikscha-Fahrten

Der RSC Tittling hat mit seinem sozialen Engagement das bayerische Landesfinale der „Sterne des Sports“ gewonnen. Aus 102 Einreichungen überzeugte der Verein mit einem Benefiz-Cycling-Marathon, der bereits über eine halbe Million Euro für bedürftige Familien sammelte, sowie mit einem inklusiven Rikscha-Angebot für Senior:innen. Der Sieger vertritt Bayern nun beim Bundesfinale am 26. Januar 2026 in Berlin.

Inhaltsverzeichnis

Beitrag teilen

Modernes blau beleuchtetes News-Studio mit runden LED-Podesten und großem Bildschirm mit Schriftzug ‚Verbands‑Monitor eins zu eins‘.
Verbandsbüro jetzt bei Google bevorzugen Damit unsere Vereins- und Verbandsnachrichten häufiger in Ihrer persönlichen Google-Übersicht erscheinen.
Jetzt bevorzugte Quelle festlegen

Das Wichtigste in Kürze

  • RSC Tittling gewann das bayerische Landesfinale der „Sterne des Sports“ mit sozialem Engagement.
  • Das Projekt umfasst einen Benefiz-Cycling-Marathon und inklusive Rikscha-Fahrten für Senior:innen.
  • Der Verein sammelt über eine halbe Million Euro für bedürftige Familien durch das Benefiz-Event.
  • Die Rikscha-Fahrten fördern gesellschaftliche Teilhabe und Abwechslung für Senior:innen in Pflegeeinrichtungen.
  • Der Sieg qualifiziert den RSC Tittling für das Bundesfinale am 26. Januar 2026 in Berlin.

– Der RSC Tittling gewann das bayerische Landesfinale der „Sterne des Sports“.
– Der Verein qualifizierte sich damit für das Bundesfinale am 26. Januar 2026 in Berlin.
– Das Siegerprojekt umfasst einen Benefiz-Cycling-Marathon und Rikscha-Fahrten für Senioren.

RSC Tittling holt Gold beim bayerischen Landesfinale der „Sterne des Sports“

Der RSC Tittling aus Niederbayern hat das bayerische Landesfinale der „Sterne des Sports“ gewonnen. Der Wettbewerb zeichnet Sportvereine für herausragende gesellschaftliche Projekte aus. Aus 102 Einreichungen aus ganz Bayern (Stand: 03. Dezember 2025)* setzte sich der Radsportverein mit seinem Engagement durch.

Zwei zentrale Projekte überzeugten die Jury. Der Verein organisiert einen großen Benefiz-Indoor-Cycling-Marathon. Parallel dazu gründete der RSC eine neue Sparte: „Radeln mit Senioren und behinderten Menschen“. Ehrenamtliche Rikscha-Radler bieten kostenfreie Ausfahrten an, um Seniorinnen und Senioren aus Pflegeeinrichtungen Zeit, Abwechslung und gesellschaftliche Teilhabe zu schenken.

Jörg Ammon, Präsident des Bayerischen Landes-Sportverbands e.V. (BLSV), würdigt die Arbeit: „Sportvereine sind der Motor unserer Gesellschaft. Sie bringen Menschen aus allen Schichten und jeglicher Herkunft zusammen und tragen so aktiv zur Integration aber auch Inklusion bei. Neben der sportlichen Komponente enthält der Sport auch ein hochgradig soziales Moment, das Menschen über die Vereinsgrenzen hinaus miteinander verbindet. Der RSC Tittling hat mit seinem Engagement ein Vorzeigeprojekt geschaffen, das allen Vereinen in Bayern als Vorbild dienen kann.“

Der Sieg berechtigt den RSC Tittling zur Teilnahme am Bundesfinale. Das Bundesfinale findet am 26. Januar 2026 in Berlin statt (Stand: 03. Dezember 2025). Der bundesweite Sieger erhält den Goldenen Stern des Sports und eine Siegprämie von 10.000 Euro (Stand: 03. Dezember 2025). Auf dem bayerischen Siegerpodest stehen zudem der SV Oberteisendorf (Oberbayern) auf Platz zwei und die Sektion Allgäu-Kempten des DAV e.V. (Schwaben) auf Platz drei.

Ein Blick hinter die Kulissen: So funktioniert das Engagement

Der RSC Tittling verbindet sportlichen Ehrgeiz mit sozialer Verantwortung. Zwei zentrale Säulen tragen das Projekt: ein großes Benefiz-Event und ein inklusives Freizeitangebot. Die konkrete Umsetzung zeigt, wie Vereinsarbeit gesellschaftliche Wirkung entfalten kann.

Ablauf des Indoor-Cycling-Events

Das Herzstück des Engagements ist ein jährlicher Indoor-Cycling-Marathon. Die Veranstaltung hat sich zu einem festen Termin im regionalen Kalender entwickelt und zieht Teilnehmende aus einem weiten Umkreis an. Der organisatorische Rahmen ist klar gesteckt und ermöglicht einen reibungslosen Ablauf über einen langen Zeitraum.

  • Austragungsort: Eine regionale Mehrzweckhalle*
  • Dauer: Das Event erstreckt sich über 24 Stunden*

Innerhalb dieses Rahmens radeln Teams und Einzelpersonen um die Wette. Prominente Gäste aus Politik und Gesellschaft unterstützen die Aktion regelmäßig als Mitradler und erhöhen so die öffentliche Aufmerksamkeit. Der Fokus liegt nicht auf sportlicher Höchstleistung allein, sondern auf der gemeinsamen Anstrengung für einen guten Zweck.

Inklusive Rikscha-Angebote für Senior:innen

Parallel zum sportlichen Großevent hat der Verein eine zweite, leise wirkende Initiative etabliert. Unter dem Titel „Radeln mit Senioren und behinderten Menschen“ bieten Ehrenamtliche als Rikscha-Radler kostenfreie Ausfahrten an. Das Konzept ist einfach wie effektiv: Die Fahrgäste aus Seniorenheimen oder Betreuungseinrichtungen werden zu ihren Lieblingsorten in der Region gefahren.

Diese Ausflüge schaffen mehr als nur Abwechslung im Alltag. Sie wecken Erinnerungen, ermöglichen Gespräche und lassen die Teilnehmenden am öffentlichen Leben teilhaben. Die Rikscha-Fahrten bauen Barrieren ab und schenken vor allem Zeit und gemeinsame Erlebnisse. Belastbare, aggregierte Zahlen zum genauen Umfang und zu den Teilnehmenden dieser inklusiven Sparte liegen aktuell nicht vor*. Die Wirkung zeigt sich jedoch im persönlichen Erleben der Beteiligten und in der positiven Resonanz aus den Einrichtungen.

Wie der Wettbewerb funktioniert und was die Sterne bedeuten

Der bundesweite Wettbewerb „Sterne des Sports“ zeichnet jährlich viele Sportvereine für gesellschaftlich wirkungsvolle Projekte aus. Die Auszeichnung erfolgt in drei Stufen: Bronze auf regionaler Ebene, Silber auf Landesebene und Gold im Bundesfinale. Eine unabhängige Jury bewertet die eingereichten Projekte unter anderem nach Kriterien wie Nachhaltigkeit und Vorbildcharakter (Stand: 2025)*. Dieses mehrstufige System stellt sicher, dass herausragendes Engagement auf allen Ebenen sichtbar wird und die besten Ideen bundesweit Gehör finden.

Aufbau des Wettbewerbs

Vereine reichen ihre Projekte zunächst bei den regionalen Sportbünden ein. Die Sieger auf dieser Ebene erhalten den Bronzenen Stern. Diese regionalen Preisträger qualifizieren sich automatisch für das jeweilige Landesfinale, wie es beispielsweise in Bayern mit 102 Einreichungen stattfand. Der Gewinner des Landesfinales, ausgezeichnet mit dem Silbernen Stern, vertritt sein Bundesland schließlich beim großen Bundesfinale in Berlin. Dort treten die 16 Landessieger gegeneinander an und kämpfen um den Goldenen Stern des Sports, der mit einer Siegprämie von 10.000 Euro verbunden ist.

Bewertungskriterien

Die Juryentscheidungen basieren nicht auf sportlichen Höchstleistungen, sondern auf der gesellschaftlichen Wirkung der Vereinsprojekte. Im Mittelpunkt stehen Ideen, die über den Sport hinausweisen und einen konkreten Nutzen für die Gemeinschaft stiften. Wie das Beispiel des RSC Tittling zeigt, können dies große Benefizveranstaltungen sein, die über Jahre hinweg erhebliche Spendensummen generieren. Ebenso zählen inklusive Projekte, die neue Zielgruppen wie Seniorinnen und Senioren oder Menschen mit Behinderung einbinden und ihnen gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. Die Bewertung fragt danach, ob ein Projekt langfristig angelegt und somit nachhaltig ist, und ob es als Modell für andere Vereine dienen kann. Dieser Vorbildcharakter ist ein zentrales Qualitätsmerkmal, das die „Sterne des Sports“ zu einer Auszeichnung macht, die Ideen weiterträgt und zur Nachahmung anregt.

Ehrenamt als gesellschaftlicher Kitt: Was ein Rikscha-Projekt wirklich bewegt

Das Engagement des RSC Tittling zeigt beispielhaft, welchen Wert lokale Vereinsprojekte für den gesellschaftlichen Zusammenhalt besitzen. Es geht hier um mehr als einen Wettbewerbsgewinn; es geht um konkrete Teilhabe. Indem der Verein mit seinen kostenfreien Rikscha-Fahrten Menschen aus Seniorenheimen und Betreuungseinrichtungen wieder in das öffentliche Leben einbindet*, adressiert er zentrale gesellschaftliche Fragen. Das Projekt wirkt als sozialer Katalysator direkt vor Ort und demonstriert, dass Integration oft im Kleinen, Persönlichen beginnt – durch gemeinsame Zeit, zugehörte Geschichten und geteilte Erlebnisse.

Gesellschaftliche Relevanz über den Sport hinaus

Solche Initiativen besitzen eine Strahlkraft, die weit über den Vereinsrahmen hinausreicht. Sie erinnern daran, dass Vereine nicht nur Sportstätten, sondern lebendige Sozialräume sind. Die Vorbildfunktion eines preisgekrönten Projekts wie dieses liegt darin, zu zeigen, wie mit vergleichsweise einfachen Mitteln – einer Rikscha, freiwilligen Helfern und der Bereitschaft, zuzuhören – spürbare Lebensqualität geschaffen wird*. Es stärkt das Gemeinwesen, fördert das Verständnis zwischen Generationen und schafft Öffentlichkeit für die Bedürfnisse oft unsichtbarer Gruppen. Damit wird das Ehrenamt zum unverzichtbaren Fundament einer funktionierenden, mitfühlenden Gesellschaft.

Mögliche Nachahmer-Effekte und die Frage der Wirkungsmessung

Die Auszeichnung mit dem „Stern des Sports“ kann sicherlich andere Vereine inspirieren, ähnliche Wege zu gehen. Der Impuls, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und innovative Formate zu entwickeln, ist ansteckend. Allerdings offenbart der Blick auf Projekte wie dieses auch eine strukturelle Herausforderung: Während die qualitativen Erfolgsgeschichten und Einzelschicksale überzeugen, fehlen häufig belastbare, aggregierte Zahlen zur langfristigen Wirkung. Stand: 2025. Es bleibt oft bei Einzelberichten*.

Genau hier liegt eine entscheidende Aufgabe für die Zukunft. Um die immense gesellschaftliche Arbeit der Vereine sichtbarer zu machen und ihre Förderung auf eine solide Basis zu stellen, sollten lokale Vereine und Verwaltungen gemeinsam daran arbeiten, die Effekte solcher Projekte besser zu dokumentieren und zu evaluieren. Die Anerkennung durch Preise ist ein wichtiger erster Schritt – die kontinuierliche Würdigung durch eine fundierte Wirkungsanalyse muss der nächste sein.

Dieser Beitrag enthält Informationen und Zitate, die einer Pressemitteilung des Bayerischen Landes-Sportverbands e.V. (BLSV) entstammen.

Bild von Über das Autor:innen-Netzwerk von verbandsbuero.de

Über das Autor:innen-Netzwerk von verbandsbuero.de

Die Beiträge auf verbandsbuero.de entstehen in einem redaktionellen Netzwerk aus festangestellten und freien Redakteurinnen und Redakteuren mit langjähriger Erfahrung in Marketing, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Unser Team ist seit vielen Jahren eng in der Vereins- und Verbandswelt vernetzt und arbeitet kontinuierlich mit Organisationen, Verbänden und Institutionen aus unterschiedlichen Bereichen zusammen.

Viele Inhalte werden gemeinschaftlich recherchiert, geschrieben und redaktionell überarbeitet. Dieses kollaborative Vorgehen stellt sicher, dass fachliche Tiefe, Praxisnähe und unterschiedliche Perspektiven in jeden Beitrag einfließen. Aus diesem Grund veröffentlichen wir unsere Inhalte bewusst als Netzwerk-Arbeit und nicht immer unter dem Namen einzelner Autor:innen.

Die redaktionelle Verantwortung liegt beim Netzwerk von verbandsbuero.de. Alle Beiträge basieren auf fundierter Praxiserfahrung, aktuellem Fachwissen und einem klaren Fokus auf die Anforderungen von Vereinen, Verbänden und Non-Profit-Organisationen.

Alle Beiträge
NACHRICHTEN ZUM THEMA
Weitere aktuelle Themen aus anderen Kategorien

Reisen mit Baby: Warum ein tragbarer Flaschenwärmer den Unterschied macht