– 19.451 Hamburger radelten vom 13. Juni bis 3. Juli über 4 Mio. Kilometer.
– Neuer Rekord steigert Radkilometer fast um eine Million verglichen mit Vorjahr.
– Aktion setzt starkes Zeichen für Klimaschutz, Radverkehrsförderung und lebenswerte Stadt.
Hamburg setzt neuen Rekord: Über vier Millionen Kilometer beim STADTRADELN 2025
Hamburg hat beim STADTRADELN 2025 eine beeindruckende Bestmarke erreicht: Mit mehr als vier Millionen gemeinsam erradelten Kilometern wurde das Vorjahresergebnis um fast eine Million Kilometer übertroffen. Insgesamt nahmen 19.451 Hamburgerinnen und Hamburger zwischen dem 13. Juni und 3. Juli teil und setzten damit ein kraftvolles Zeichen für den Klimaschutz, den Ausbau des Radverkehrs und die Lebensqualität in der Stadt. „In diesem Jahr haben wir einen neuen Rekord erzielt: das mit Abstand beste STADTRADELN-Ergebnis aller Zeiten in Hamburg. Fast 20.000 Radlerinnen und Radler haben über vier Millionen Kilometer gesammelt. Jeder einzelne dieser Fahrradkilometer reduziert CO2-Emissionen und verbessert die Luftqualität in unserer Stadt. Das STADTRADELN macht großen Spaß und zeigt eindrucksvoll, wie wir alle einen Unterschied machen können und wie Klimaschutz und Gesundheitsförderung Hand in Hand gehen können.“ – sagt Umweltsenatorin Katharina Fegebank zu den herausragenden Zahlen.
Das STADTRADELN ist längst mehr als nur ein Radwettbewerb: Es schafft Gemeinschaft, fördert Gesundheit und verdeutlicht, wie attraktiv Hamburg für den Radverkehr sein kann. Verkehrs- und Mobilitätssenator Anjes Tjarks betont: „Stadtradeln motiviert die Hamburgerinnen und Hamburger – das spürt man jedes Jahr aufs Neue. Die große Beteiligung zeigt, wie viel Freude es macht, als Team in die Pedale zu treten und die Stadt neu zu entdecken. Über vier Millionen Kilometer sind ein starkes Ergebnis, das zeigt: Wir sind auf dem richtigen Weg, wenn es darum geht, Hamburg noch fahrradfreundlicher zu machen. Auch zukünftig arbeiten wir deshalb weiter an sicherer, durchgängiger und komfortabler Infrastruktur, die das Radfahren das ganze Jahr über attraktiv macht.“
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Hamburg, der das STADTRADELN seit sieben Jahren koordiniert, stellte neben dem offiziellen Auftakt und einem Radfahrer-Frühstück auch Radtouren zum Start und zum Ende der Aktionsphase bereit. Die Unterstützung durch die UmweltPartnerschaft, ein Netzwerk mit über 1.500 Unternehmen, sorgte erneut dafür, dass viele Betriebe ihre Belegschaften zum Mitradeln motivierten – ein wichtiger Impuls für den betrieblichen Klimaschutz und die Gesundheitsförderung.
Die Erfolge werden auch in den Wettbewerbskategorien deutlich: Die Hamburger Klimaschulen erradelten mit 106.177 Kilometern nicht nur die meisten Kilometer absolut, sondern stellten mit 581 aktiven Radlern auch das größte Team. Das Team HIBB (Hamburger Institut für Berufliche Bildung) verteidigte den Behörden-Wanderpokal mit 91.934 Kilometern und hielt den Titel erfolgreich. Im Bereich der individuellen Leistung stachen einige Einzelfahrer hervor: Blazenko Cosic von Oellerking Gebäudeservice erradelte herausragende 3.436 Kilometer, während die beste Einzelfahrerin Carmen Voß, ebenfalls von Oellerking, auf 2.291 Kilometer kam.
Die Siegerehrung mit der Verleihung von Pokalen, Urkunden und dem Hauptgewinn findet im Herbst in der Geschäftsstelle des ADFC Hamburg in der Koppel 34-36 statt. Dort erhalten die Gewinnerinnen und Gewinner die verdiente Anerkennung für ihre sportlichen und klimafreundlichen Leistungen.
Das STADTRADELN setzt seit 2018 in Hamburg immer größere Impulse für die Verkehrswende. Die Kampagne für mehr Radverkehr, bessere Luft und Klimaschutz erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft und dem ADFC Hamburg. Weitere Informationen sowie alle Details zu laufenden und künftigen Aktionen sind unter www.stadtradeln.de/hamburg und hamburg.adfc.de/stadtradeln abrufbar.
Zwischen Teamgeist und urbaner Verkehrswende: Das Potenzial des Stadtradeln
Das STADTRADELN hat sich auch 2025 in Hamburg als Motor für nachhaltige Mobilität erwiesen. Mit über vier Millionen zurückgelegten Kilometern und fast 20.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern erreichte die Aktion einen neuen Rekord. Dieses Ergebnis zeigt nicht nur ein steigendes Interesse am Radfahren, sondern eine tiefgreifende gesellschaftliche Bewegung hin zu klimafreundlichen Alltagswegen und einem veränderten urbanen Mobilitätsverständnis.
Die steigende Fahrradnutzung in Hamburg ist Teil eines größeren Trends, der viele Großstädte erfasst. Dabei spielen Aktionen wie STADTRADELN eine bedeutende Rolle, indem sie Radfahren als gemeinschaftliche Erfahrung und attraktives Verkehrsmittel ins Bewusstsein rücken. Die Motivation, im Team Kilometer zu sammeln, befördert nicht nur individuellen Sportsgeist, sondern auch das Wir-Gefühl. So tragen insbesondere große Teams, etwa aus Schulen, Betrieben oder Behörden, maßgeblich zum Erfolg bei. Die UmweltPartnerschaft mit über 1.500 Mitgliedsunternehmen ist ein Beispiel dafür, wie betriebliche Beteiligung zur Verbreitung nachhaltiger Mobilitätskonzepte beiträgt.
Fahrradboom in Großstädten – Trends und Hürden
Viele Metropolen melden seit einigen Jahren ein deutliches Wachstum im Radverkehr. Die Vorteile liegen auf der Hand: umweltfreundlich, gesundheitsfördernd und oft schneller als der motorisierte Individualverkehr. Gleichzeitig zeigen sich Herausforderungen:
- Infrastrukturelle Engpässe: Fehlende oder unsichere Radwege behindern eine nachhaltige Umstellung.
- Saisonale Nutzung: Radfahren fällt in den Wintermonaten oft deutlich ab.
- Verkehrssicherheit: Konflikte an Kreuzungen und mangelnde Sichtbarkeit sind besonderes Problem.
Während Städte wie Kopenhagen oder Amsterdam bereits umfassende Radnetze besitzen, arbeiten deutsche Großstädte noch am Ausbau einer ganzjährig nutzbaren und sicheren Radinfrastruktur. In Hamburg betonen Verantwortliche, dass der Rekord beim STADTRADELN auch zeigt, wie viel Potenzial in der Radmobilität steckt und wie wichtig es ist, die Infrastruktur kontinuierlich zu verbessern.
Wie Städte durch Aktionen wie STADTRADELN klimafreundlicher werden
STADTRADELN ist mehr als ein sportlicher Wettbewerb – es ist ein Instrument der Verkehrswende. Die Aktion sensibilisiert Menschen für die Vorzüge des Radfahrens, senkt Berührungsängste und schafft neue Alltagsroutinen. Dabei wirkt sie auf mehreren Ebenen:
- Bewusstseinsbildung: Teilnehmer erleben selbst, wie vielfältig und praktikabel Radfahren sein kann.
- Öffentlichkeitswirkung: Hohe Teilnehmerzahlen und Medienpräsenz verstärken die Diskussion um nachhaltige Mobilität.
- Politische Impulse: Erfolge beim Stadtradeln stärken den Rücken von Entscheidungsträgern, die den Ausbau des Radverkehrs forcieren wollen.
Die Hamburger Behörden sehen das Event als Baustein ihrer Mobilitätsstrategie. Verkehrs- und Umweltsenator:innen stellen klar, dass sichere, durchgängige und komfortable Radinfrastruktur notwendig ist, damit mehr Menschen das Fahrrad im Alltag nutzen – und zwar nicht nur während des Aktionszeitraums.
STADTRADELN als Schnittstelle zwischen Community und Infrastrukturentwicklung
Ein besonders bemerkenswerter Aspekt ist die Verbindung von gesellschaftlichem Engagement und städtischer Planung. Die große Beteiligung von Teams aus Schulen, Behörden und Unternehmen zeigt, wie solche Aktionen als Multiplikatoren wirken. Sie schaffen Netzwerke, die langfristig Veränderungen fördern.
Dazu zählt auch, dass Stadtradlerinnen und Stadtradler konkrete Bedürfnisse aus dem Alltag anmelden und so Rückmeldungen an die Stadtentwicklung geben. Dieses Zusammenspiel unterstützt eine agile Anpassung der Mobilitätsangebote an reale Anforderungen.
Ausblick: Zukunft der Mobilität in Hamburg
Hamburg steht mit seinem Fahrradrekord beispielhaft für eine urbane Verkehrswende, die über reine Infrastruktur hinausgeht. Im Fokus stehen dabei innovative Mobilitätskonzepte, die digitale Vernetzung und Multimodalität betonen, aber klassische Routinen des Alltagsradelns nicht ersetzen, sondern ergänzen.
Die Herausforderung bleibt, den Radverkehr so auszubauen, dass er sicher, bequem und wetterunabhängig funktioniert. Nur dann kann er dauerhaft die Verkehrsbelastung verringern und zu einer nachhaltigeren Stadtentwicklung beitragen. Aktionen wie STADTRADELN werden weiterhin wichtige Impulse setzen – als Brücke zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Wirtschaft und Politik.
Hamburgs Beispiel macht deutlich: Eine lebendige Radkultur entsteht aus der Mischung von Teamgeist, gemeinsamer Aktion und vernetzter Infrastrukturentwicklung. So lässt sich die Mobilitätswende erfolgreich gestalten – für eine klimafreundliche, gesunde und urbane Zukunft.
Die Informationen und Zitate in diesem Beitrag stammen aus einer Pressemitteilung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Hamburg.