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Spritpreise ziehen wieder an: Warum Tanken teurer wird

Super E10 und Diesel sind im Wochenvergleich erneut teurer geworden. Die ADAC-Zahlen zeigen den Anstieg an der Zapfsäule, ordnen das Preisniveau aber nur teilweise ein.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Spritpreise für Super E10 und Diesel sind im bundesweiten Mittel um 3,7 bzw. 5,3 Cent pro Liter gestiegen.
  • Der ADAC erhebt Wochenmittelwerte aus über 14.000 Tankstellen, zeigt Trends, aber keine Einzelpreise.
  • Preisanstieg wird durch Niedrigwasser auf dem Rhein und steigenden Ölpreis nur teilweise erklärt.
  • Günstigste Tankzeit im Tagesverlauf ist kurz vor 12 Uhr, danach steigen die Preise laut ADAC stark an.
  • Zukünftige Preisentwicklung bleibt unklar, regelmäßiger Fahrbedarf macht Preisschwankungen spürbar.

Wer in diesen Tagen an die Tankstelle fährt, merkt den Unterschied meist sofort: Der Literpreis liegt spürbar höher als noch vor einer Woche. Für Pendler, Vielfahrer und Vereine mit regelmäßigem Fahrbedarf summiert sich das schnell zu einem spürbaren Kostenfaktor.

Im bundesweiten Mittel kostet Super E10 inzwischen 2,162 Euro je Liter, Diesel 2,253 Euro. Gegenüber der Vorwoche bedeutet das ein Plus von 3,7 Cent bei Super E10 und 5,3 Cent bei Diesel. Die aktuellen Werte stammen aus der regelmäßigen Auswertung des ADAC.

Was die ADAC-Zahlen wirklich zeigen

Wichtig ist dabei: Es handelt sich um Wochenmittelwerte, nicht um einen festen Einheitspreis für alle Tankstellen. Der ADAC wertet nach eigenen Angaben die Preise von mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland aus und stellt sie auch in seiner Spritpreis-App und auf der Kraftstoffseite zur Verfügung.

Die Zahlen zeigen also vor allem den Trend. Sie sagen aber noch nicht, ob eine einzelne Tankstelle vor Ort gerade deutlich teurer oder günstiger ist. Genau deshalb lohnt sich der Blick auf Tages- und Standortunterschiede, bevor man tankt.

Warum der Anstieg aus ADAC-Sicht nur teilweise erklärbar ist

Als Gründe für die jüngste Entwicklung nennt der ADAC zwei Faktoren: das historische Niedrigwasser auf dem Rhein und die damit verbundenen Transportschwierigkeiten sowie den leichten Anstieg des Ölpreises. Rohöl der Sorte Brent kostet derzeit rund 91 US-Dollar je Barrel, also etwa zwei Dollar mehr als in der Vorwoche.

Nach Einschätzung des Verbands reicht das aber nicht aus, um das derzeitige Preisniveau vollständig zu erklären. Der ADAC bewertet Tanken deshalb weiterhin als zu teuer. Das ist allerdings eine Einschätzung des Verbands und keine unabhängige Marktanalyse.

Für Autofahrer heißt das: Die Preisentwicklung lässt sich nicht auf einen einzelnen Auslöser reduzieren. Niedrigwasser und Ölpreis spielen eine Rolle, aber aus der Mitteilung geht nicht hervor, welche weiteren Faktoren den Markt derzeit zusätzlich beeinflussen könnten.

Wann sich das Tanken eher lohnt

Als praktische Orientierung empfiehlt der ADAC, wenn möglich kurz vor 12 Uhr zu tanken. Nach Angaben des Verbands sind die Preise zu diesem Zeitpunkt im Tagesverlauf am niedrigsten. Um 12 Uhr steigen sie demnach stark an und sinken danach nur langsam wieder.

Ob dieser Tipp im Alltag immer passt, hängt natürlich vom persönlichen Zeitplan und von der jeweiligen Tankstelle ab. Wer sparen will, sollte deshalb nicht nur auf die Uhr schauen, sondern auch die Preise vergleichen. Dabei hilft laut ADAC die App „ADAC Drive“, die aktuelle Preise an den mehr als 14.000 Tankstellen rund um die Uhr anzeigt.

Was von der aktuellen Entwicklung offen bleibt

Fest steht vor allem eines: An der Zapfsäule wird es für viele Menschen erst einmal teurer. Wie sich die Preise in den kommenden Wochen entwickeln, lässt sich aus den vorliegenden Angaben nicht verlässlich ableiten. Der ADAC liefert Vergleichswerte, aber keine verbindliche Prognose.

Auch interessant:Spritpreise nach Bundesland: Wo Tanken aktuell am günstigsten ist

Entscheidend bleibt damit, ob sich Ölpreis, Transportlage und Wochenmittel wieder beruhigen. Bis dahin dürfte vor allem für alle mit regelmäßigem Fahrbedarf jede Preisbewegung direkt spürbar bleiben.

Quellen

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