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ADAC: Spritpreise leicht gesunken, aber Diesel weiterhin stark überteuert – Forderung nach Steuersenkung

Die Kraftstoffpreise sind im Wochenvergleich leicht gesunken, bleiben laut ADAC aber auf sehr hohem Niveau. Besonders kritisch sieht der Automobilclub den Dieselpreis, der trotz niedrigerer Besteuerung aktuell zwölf Cent teurer ist als Super E10. Als Sofortmaßnahme fordert der ADAC daher eine befristete Senkung der Energiesteuer, die zu einer Entlastung von etwa 15 Cent pro Liter führen könnte.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Kraftstoffpreise sind leicht gesunken, bleiben aber auf hohem Niveau, Diesel ist besonders teuer.
  • Diesel kostet aktuell zwölf Cent mehr als Super E10, trotz niedrigerer Energiesteuer.
  • ADAC fordert befristete Senkung der Energiesteuer für etwa 15 Cent Entlastung pro Liter.
  • Entlastung muss vollständig an der Zapfsäule ankommen, damit Verbraucher profitieren.
  • ADAC empfiehlt Preisvergleich und Nutzung der Spritpreis-App „ADAC Drive“ zum Tanken.

– Kraftstoffpreise sind leicht gesunken, verharren aber weiter auf hohem Niveau.
– Diesel kostet im Mittel 2,162 Euro, Super E10 etwa 2,042 Euro.
– Der ADAC fordert eine temporäre Senkung der Energiesteuer zur Entlastung.

Kraftstoffpreise leicht gesunken – Diesel bleibt laut ADAC besonders teuer

Kraftstoff ist in Deutschland im Wochenvergleich etwas günstiger geworden, doch das Preisniveau bleibt laut ADAC hoch. Nach der Auswertung des Automobilclubs vom 18.03.2026 kostet ein Liter Diesel im bundesweiten Mittel 2,162 Euro und damit 2,6 Cent weniger als in der Vorwoche. Super E10 ist demnach nur leicht billiger geworden: Der Literpreis sank um 0,3 Cent auf 2,042 Euro.

Im Mittelpunkt der Kritik steht der Dieselpreis. Nach ADAC-Angaben kostet Diesel damit aktuell zwölf Cent mehr als Super E10, obwohl die Steuer auf Diesel um 20 Cent je Liter niedriger ist. Der Club spricht sich deshalb für ein schnelles politisches Eingreifen aus. „Der ADAC spricht sich dafür aus, vorübergehend die Energiesteuer auf Kraftstoffe abzusenken. Diesel könnte auf den EU-Mindeststeuersatz für Energie abgesenkt und Benzin vergleichbar reduziert werden.“ Das würde laut ADAC für ca. 15 Cent Entlastung je Liter Kraftstoff sorgen. Zugleich verknüpft der Club die Forderung mit einer klaren Bedingung: Eine Entlastung müsse „vollständig an den Zapfsäulen und somit beim Verbraucher“ ankommen.

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Warum die Preise trotz Rückgang hoch bleiben

Der leichte Rückgang gegenüber der Vorwoche ändert aus Sicht des ADAC nichts daran, dass die Spritpreise in Deutschland derzeit ungewöhnlich hoch sind. Als Einordnung verweist der Club auch auf den europäischen Vergleich: In Teilen Europas sei der Preisanstieg in den Tagen seit dem Kriegsbeginn im Iran teilweise deutlich geringer ausgefallen.

Ölpreis, Vorzieheffekte und Europa-Vergleich

Nach Angaben aus der Pressemitteilung lag der Ölpreis am 18.03.2026 bei 103 US-Dollar und damit deutlich über dem Wert der Vorwoche. Der ADAC sieht allerdings einen zeitlichen Vorzieheffekt: Die Kraftstoffpreise in Deutschland hätten diesen Anstieg bereits in den Tagen zuvor vorweggenommen. Genau darin liegt ein zentraler Punkt der aktuellen Debatte: Obwohl der Wochenvergleich zuletzt nach unten zeigte, bleibt die Belastung an den Tankstellen hoch, und der starke Dieselpreis steht besonders im Fokus.

Was im Literpreis steckt

Zur politischen Diskussion über eine mögliche Entlastung gehört auch der Blick auf die Bestandteile des Kraftstoffpreises. Bereits mit Stand vom 29.12.2025 hatte das Bundesumweltministerium darauf hingewiesen, dass der CO₂-Preis ab 2026 bei 60 Euro pro Tonne liegt. Daraus ergibt sich laut Ministerium eine Preiserhöhung von 1,4 Cent je Liter bei Benzin und 1,6 Cent je Liter bei Diesel.

Wie groß der Steueranteil am Endpreis ist, zeigt eine Recherche-Auswertung für März 2026: Demnach kostet Super E10 2,05 Euro je Liter, davon entfallen 1,12 Euro auf Steuern. Bei Super E5 liegt der Preis bei 2,10 Euro, ebenfalls mit 1,12 Euro Steueranteil. Für Diesel werden 2,15 Euro je Liter genannt, davon 0,96 Euro Steuern. Das entspricht einer Steuerquote von 54,3 Prozent bei Super E10, 53,4 Prozent bei Super E5 und 44,7 Prozent bei Diesel.

Diese Werte weichen leicht von der ADAC-Auswertung vom 18.03.2026 ab, die für Super E10 2,042 Euro und für Diesel 2,162 Euro nennt. Das lässt sich mit unterschiedlichen Ständen und Auswertungen verschiedener Quellen erklären, ohne dass sich daraus automatisch ein Widerspruch ergibt. Für die politische Debatte ist vor allem relevant, dass ein erheblicher Teil des Literpreises steuerbedingt ist – und dass genau dort die vom ADAC geforderte befristete Entlastung ansetzen würde.

Entlastung ja – aber nur wenn sie ankommt

Damit richtet sich der Blick auf die entscheidende Frage der kommenden Debatte: Nicht nur ob der Staat die Energiesteuer vorübergehend senkt, sondern ob diese Entlastung für Autofahrerinnen und Autofahrer im Alltag tatsächlich spürbar wird. Der ADAC argumentiert, eine befristete Senkung könne schnell helfen und besonders belastete Verbraucher entlasten. Wirksam wäre sie aus Sicht des Clubs aber nur dann, wenn die niedrigeren Abgaben an der Zapfsäule vollständig weitergegeben werden.

Für Verbraucher bleibt die Lage damit vorerst angespannt. Auch wenn die Preise im Wochenvergleich leicht nachgegeben haben, bleiben sie auf einem Niveau, das viele Haushalte im Alltag belastet. Wer tanken muss, sollte deshalb die Preise in der Umgebung vergleichen. Der ADAC verweist dafür auf seine Spritpreis-App „ADAC Drive“, mit der sich die aktuellen Preise an mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland abrufen lassen. Außerdem gilt laut Club weiterhin: Am Abend ist Tanken in der Regel günstiger als am Morgen.

Die vorliegenden Informationen und Zitate stammen aus einer offiziellen Pressemitteilung des ADAC e.V.

Weiterführende Quellen:

Update: Warum das Thema wichtig bleibt

Der Beitrag zeigt: Trotz eines leichten Rückgangs im Wochenvergleich bleibt das Preisniveau für Kraftstoffe in Deutschland hoch. Besonders der Dieselpreis sticht heraus, obwohl die Steuer dort laut ADAC niedriger ist. Damit wird aus einem Preissignal an der Tankstelle schnell eine politische und wirtschaftliche Frage: Wie schnell und in welchem Umfang Entlastungen bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ankommen.

Für betroffene Autofahrerinnen und Autofahrer sowie für das gesamte Mobilitäts- und Logistiksystem ist das zentral. Zudem betrifft es die Politik und öffentliche Debatte über Steuerinstrumente und die Wirksamkeit von Maßnahmen. Unternehmen und Organisationen mit Fahrzeugen müssen ebenfalls mit hohen laufenden Kosten rechnen, während die Forderung nach einer Weitergabe „an der Zapfsäule“ zeigt, dass Kontrolle der Umsetzung eine Rolle spielt.

Was Leserinnen und Leser jetzt wissen sollten

Warum bleibt Diesel laut ADAC so deutlich teurer?
Der ADAC hebt hervor, dass Diesel aktuell mehr kostet als Super E10, obwohl die Steuer auf Diesel niedriger ist. Darum fordert er eine befristete Senkung der Energiesteuer.

Wenn sich der Ölpreis ändert: Warum sinken die Tankpreise nicht automatisch stärker?
Der Beitrag nennt einen Vorzieheffekt: Die deutschen Preise hätten einen Anstieg des Ölpreises bereits zuvor vorweggenommen.

Würde eine Senkung der Energiesteuer wirklich bei Autofahrern ankommen?
Der ADAC macht die Wirksamkeit von der vollständigen Weitergabe „an den Zapfsäulen“ abhängig. Genau das soll politisch sichergestellt werden.

Wie kann ich aktuelle Spritpreise vergleichen?
Eine passende Anlaufstelle können Fachstellen, Beratungsstellen oder zuständige Behörden sein. Der ADAC verweist zudem auf seine Spritpreis-App „ADAC Drive“ zur Preisabfrage an vielen Tankstellen.

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