Spritpreise sinken leicht: ADAC meldet Entspannung bei Super E10 und Diesel – Tipps zum Geldsparen

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Die Spritpreise in Deutschland sind leicht gesunken. Laut ADAC kostet Super E10 im bundesweiten Durchschnitt 1,685 Euro pro Liter, Diesel 1,633 Euro. Der ADAC rät Verbrauchern, abends zu tanken und die Spritpreis-App „ADAC Drive“ zu nutzen.

Inhaltsverzeichnis

– Super E10 kostet bundesweit 1,685 Euro, 0,4 Cent weniger als vor einer Woche.
– Dieselpreis sank um 0,7 Cent auf durchschnittlich 1,633 Euro je Liter.
– ADAC empfiehlt abends zu tanken, da Preise bis zu 13 Cent niedriger sind.

Leichte Entspannung an den Zapfsäulen

Die Spritpreise in Deutschland zeigen eine vorsichtige Entspannung. Nach aktuellen Daten des ADAC sind die Kraftstoffkosten im Wochenvergleich leicht gesunken – eine kleine Erleichterung für Autofahrerinnen und Autofahrer.

Die aktuelle ADAC-Auswertung vom 19. November 2025 belegt: "Die Kraftstoffpreise haben im Vergleich zur vergangenen Woche etwas nachgegeben." Konkret bedeutet das: "Wie die aktuelle ADAC Auswertung zeigt, kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel 1,685 Euro und damit 0,4 Cent weniger als vor Wochenfrist."*

Beim Diesel fällt der Rückgang etwas stärker aus: "Etwas stärker gesunken ist der Dieselpreis: Für einen Liter müssen die Autofahrerinnen und Autofahrer derzeit im Schnitt 1,633 Euro bezahlen – ein Minus von 0,7 Cent."*

Die Ursachen für diese Entwicklung liegen in stabilen Rohölmärkten: "Der Rohölpreis als wichtigster Faktor für die Entwicklung der Kraftstoffpreise ist im Wochenvergleich nahezu unverändert: Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent rangiert knapp unter der Marke von 65 US-Dollar."* Auch die Währungskurse zeigen kaum Bewegung: "Auch der Euro steht im Vergleich zum US-Dollar in etwa auf dem Niveau der vergangenen Woche."*

Interessant bleibt die Preisdifferenz zwischen den Kraftstoffen: "Die Differenz zwischen dem Benzin- und dem Dieselpreis ist nur geringfügig größer geworden und beträgt derzeit 5,2 Cent je Liter." Dabei gilt zu bedenken: "Zur Erinnerung: Diesel wird um rund 20 Cent geringer besteuert als Benzin – von diesem Unterschied sind die aktuellen Spritpreise allerdings weit entfernt."

Der ADAC gibt praktische Tipps für Kosteneinsparungen: "Der ADAC empfiehlt, abends zu tanken, weil dann die Kraftstoffpreise im Schnitt bis zu 13 Cent je Liter niedriger sind als morgens."* Für Benzinfahrer lohnt sich zudem: "Wer einen Benziner fährt, sollte zudem Super E10 statt Super E5 tanken – dies spart weitere sechs Cent je Liter."* Bei Unsicherheiten zur Verträglichkeit gilt: "Wer unsicher ist, ob das Fahrzeug für Super E10 freigegeben ist, sollte sich an den Hersteller wenden."*

Zur Orientierung im Preisdschungel bietet der ADAC digitale Unterstützung: "Eine praktische Hilfe bei der Suche nach günstigen Tankstellen bietet die Spritpreis-App „ADAC Drive“: Hier lassen sich rund um die Uhr die aktuellen Preise an den mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland vergleichen."*

Stand: 19.11.2025 (ADAC-Pressemitteilung, 19.11.2025)

Die treibenden Kräfte hinter den Spritpreisen

Die Preisschwankungen an deutschen Tankstellen folgen einem komplexen Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Drei Hauptelemente beeinflussen die täglichen Veränderungen: die Rohölnotierungen an den internationalen Märkten, die Wechselkursentwicklung zwischen Euro und US-Dollar sowie steuerliche Rahmenbedingungen. Diese Komponenten wirken sich unmittelbar auf die Endverbraucherpreise aus und erklären die teils erheblichen Unterschiede zwischen einzelnen Tagen oder Regionen.

Rohöl- und Wechselkurs-Einfluss

Als wichtigster Preistreiber gilt der Rohölpreis, da Kraftstoffe aus Rohöl raffiniert werden. Laut Statista lag der durchschnittliche Preis für E10 bei 1,685 Euro pro Liter (Stand: 11.11.2025). Da Rohöl in US-Dollar gehandelt wird, spielt der Wechselkurs eine entscheidende Rolle: Ein stärkerer Euro macht Ölimporte für europäische Abnehmer günstiger, während ein schwächerer Euro die Bezugskosten erhöht. Diese beiden Faktoren bilden die Grundlage für die Preisbildung an den Tankstellen.

Steuern und politische Maßnahmen

Steuerliche Komponenten machen einen erheblichen Teil des Endpreises aus. Die Energiesteuersätze beliefen sich zuletzt auf 65,45 Cent pro Liter für Ottokraftstoffe und 47,04 Cent pro Liter für Dieselkraftstoff (Stand: 01.01.2025). Die CO₂-Bepreisung wirkt sich ebenfalls auf die Kraftstoffpreise aus. Diese politisch gesteuerten Abgaben erklären den strukturellen Preisunterschied zwischen Benzin und Diesel, wobei die Steuerdifferenz von rund 20 Cent je Liter den grundsätzlich günstigeren Dieselpreis im Vergleich zu Benzin begründet.*

Kraftstoffpreise im regionalen Vergleich

Die Spritpreise in Deutschland zeigen regionale Unterschiede. Diese Schwankungen beeinflussen die monatlichen Ausgaben für Mobilität spürbar.

Bundesländervergleich (November 2025)

Ein Nord-Süd-Gefälle bei den Kraftstoffkosten ist erkennbar. Die regionalen Unterschiede entstehen durch verschiedene Faktoren wie Steuerpolitik der Länder, Wettbewerbsintensität und Logistikkosten.

Tagesdurchschnittspreise und Jahresvergleich

Im November 2025 liegen die Tagesdurchschnittspreise für Super E10 bei 1,685 Euro und für Diesel bei 1,633 Euro pro Liter*. Der leichte Preisrückgang der vergangenen Wochen setzt sich damit fort.

Im Jahresvergleich zeigt sich für 2024 ein ähnliches Preisniveau mit stärkeren Schwankungen über das Jahr hinweg*.

Quelle: Dashboard Deutschland – Stand: November 2025
Quelle: ADAC – Stand: 2024

Steuerliche Diskrepanz und reale Preisbildung

Die aktuelle Preislage an deutschen Tankstellen zeigt eine bemerkenswerte Diskrepanz zwischen steuerlichen Rahmenbedingungen und tatsächlichen Marktpreisen. Während die Energiesteuersätze für Benzin und Diesel seit Januar 2025 eine Differenz von 18,41 Cent pro Liter aufweisen, liegt der reale Preisunterschied zwischen beiden Kraftstoffen im November 2025 deutlich darunter. Diese Differenz zwischen Steuerdifferenz und Marktpreis hat unmittelbare Konsequenzen für Verbraucher und wirft Fragen zur Preisbildung auf.*

Steuerdifferenz vs. Marktpreis

Die steuerliche Begünstigung von Dieselkraftstoff ist politisch gewollt und soll insbesondere gewerbliche Nutzer sowie Pendler entlasten. Tatsächlich beträgt der Abstand zwischen den Energiesteuersätzen für Benzin und Diesel 18,41 Cent je Liter (Stand: 01.01.2025)*. In der Praxis kommt diese Entlastung jedoch nur teilweise bei den Verbrauchern an. Die reale Preisschere zwischen Super E10 und Diesel bewegt sich regional auf deutlich niedrigerem Niveau.

Für diese Diskrepanz zwischen Steuerdifferenz und Verkaufspreis gibt es mehrere Erklärungsansätze. Die Rohölbeschaffungskosten bilden die Basis, hinzu kommen variable Raffineriekosten und unterschiedliche Handelsspannen. Zudem reagieren Tankstellenbetreiber auf regionale Marktgegebenheiten und Wettbewerbssituationen, was zu unterschiedlichen Preisabständen zwischen den Kraftstoffarten führen kann.

Bedeutung für Haushalte

Für private Haushalte bedeutet die aktuelle Preiskonstellation eine gemischte Bilanz. Einerseits profitieren Diesel-Fahrer von niedrigeren Kraftstoffkosten, andererseits fällt die Ersparnis gegenüber Benzinern geringer aus als die reine Steuerdifferenz vermuten ließe. Die politisch intendierte Entlastungswirkung kommt damit nur abgeschwächt bei den Verbrauchern an.

Diese Situation könnte mittelfristig politische Debatten neu beleben. Die Frage, inwieweit steuerliche Vergünstigungen tatsächlich bei den intendierten Zielgruppen ankommen und ob Anpassungen des Steuersystems notwendig sind, gewinnt vor dem Hintergrund der aktuellen Preisentwicklung an Relevanz. Für Verbraucher bleibt die Erkenntnis, dass die reale Preisbildung an der Tankstelle komplexeren Mechanismen folgt als der simplen Weitergabe steuerlicher Differenzen.

Ausblick: Worauf Verbraucher jetzt achten sollten

Wer die künftige Entwicklung der Kraftstoffpreise einschätzen möchte, sollte vor allem zwei Faktoren im Blick behalten: die Rohölpreise und den Wechselkurs zwischen Euro und US-Dollar.

Praktische Hinweise — wo aktuelle Preise zu finden sind

Für die tägliche Planung lohnt sich der Blick auf aktuelle Preisportale und Apps. Der ADAC bietet mit seiner Spritpreis-App „ADAC Drive“ eine praktische Möglichkeit, die aktuellen Preise an Tankstellen zu vergleichen. Wer regelmäßig tankt, kann so die günstigsten Zeitpunkte und Orte identifizieren und von Preisunterschieden profitieren.

Dieser Beitrag basiert auf einer aktuellen Pressemitteilung des ADAC e.V. mit Informationen zur Entwicklung der Kraftstoffpreise.

Weiterführende Quellen:

7 Antworten

  1. – Es ist gut zu sehen, dass die Spritpreise endlich etwas sinken! Ich hoffe wirklich, dass dies anhält und wir mehr Entlastung spüren werden.

  2. Die ADAC-Tipps sind echt nützlich! Ich tanke meistens abends und habe tatsächlich schon einige Cent gespart. Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht? Gibt es noch andere Tipps?

    1. Ja, ich tanke auch lieber abends! Manchmal gehe ich sogar auf die Suche nach Tankstellen mit niedrigeren Preisen in meiner Nähe.

    2. – Ich finde es wichtig zu wissen, dass wir beim Tanken auch auf die Qualität achten sollten. Es bringt nichts zu sparen, wenn der Kraftstoff schlecht ist.

  3. Ich finde es gut, dass die Preise für Super E10 leicht gesunken sind. Aber ich frage mich, warum Diesel nicht viel günstiger ist, obwohl er weniger besteuert wird. Was denkt ihr darüber?

    1. Das ist ein interessanter Punkt, Berta. Ich habe auch bemerkt, dass Dieselpreise oft nicht so stark sinken wie erwartet. Vielleicht liegt es an den Raffineriekosten oder an der Nachfrage?

    2. Ich denke, die Preisunterschiede haben viel mit der regionalen Verfügbarkeit zu tun. In manchen Städten sind die Preise einfach höher als in anderen.

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