„Sparpläne des Bundes bedrohen Klimaschutz in der Luftfahrt“ ist das prägnante Keyword aus dem Content.

„Markthochlauf erneuerbarer Kraftstoffe in Gefahr: Haushaltssitzung des Bundestags bedroht Klimaziele der Luftfahrt. Der en2x – Wirtschaftsverband Fuels und Energie schlägt Alarm und warnt vor einem finanziellen Kahlschlag für nachhaltige Flugkraftstoffe. In einer entscheidenden Sitzung des Haushaltsausschusses am 18. Januar könnten wichtige Projekte zur Förderung erneuerbarer Kraftstoffe gefährdet sein, darunter auch der Aufbau einer Produktionsanlage in Leuna. Diese Entwicklung hätte nicht nur massive Auswirkungen auf den Klimaschutz, sondern auch auf den deutschen Wirtschaftsstandort. Der Verband fordert eine langfristige Förderung und den Schutz der Investitionssicherheit, um den dringend notwendigen Hochlauf dieser wichtigen Technologien voranzutreiben.“
Sparpläne des Bundes bedrohen Klimaschutz in der Luftfahrt – blaue Wand mit weißem Text, klare Typografie.

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Bremen (VBR). Der Haushaltsausschuss des Bundestags trifft sich am 18. Januar, um über die künftige Finanzierung verschiedener Projekte zum Markthochlauf erneuerbarer Kraftstoffe zu entscheiden. Die Gefahr besteht, dass zahlreiche Projekte, darunter auch nachhaltige Flugkraftstoffe (Sustainable Aviation Fuels, kurz SAF), aufgrund finanzieller Kürzungen ins Stocken geraten. Der en2x – Wirtschaftsverband Fuels und Energie warnt davor, am falschen Ende zu sparen.

Laut Prof. Christian Küchen, Hauptgeschäftsführer des en2x – Wirtschaftsverbands Fuels und Energie, ist es unumgänglich, in biogene und strombasierte erneuerbare Kraftstoffe zu investieren. Bisher bleiben jedoch die notwendigen Investitionen aus, um den Bedarf annähernd zu decken. Anstatt einen Fortschritt zu erzielen, droht nun sogar ein Rückschritt. Wichtige Projekte stehen vor dem Aus, wie beispielsweise der Aufbau einer Produktionsanlage in Leuna im Rahmen der Technologie-Plattform PtL (Power-to-Liquid) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Dies hätte nicht nur negative Auswirkungen auf den Klimaschutz, sondern auch auf den Wirtschaftsstandort Deutschland. Zudem würde es ein fatales Signal an potenzielle Investoren senden.

Um die Klimaschutzziele zu erreichen, sind neben erneuerbarem Strom auch grüne Moleküle, also klimaschonende flüssige oder gasförmige Energieträger, notwendig. Besonders in der Luftfahrt und dem Schiffsverkehr sind sie essenziell, um den Treibhausgasausstoß nachhaltig zu reduzieren. Die EU wird zukünftig den verpflichtenden Einsatz von „grünem“ Kerosin aus biogenen Qualitäten und PtL-Treibstoffen vorschreiben. Bevor dies jedoch im industriellen Maßstab umgesetzt werden kann, sind weitere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie erste größere Demonstrationsanlagen erforderlich, um technologische Fragen zu klären und Risiken zu minimieren. Trotzdem plant die Bundesregierung nun dort, den Rotstift anzusetzen.

Küchen fordert neben der Stromwende auch eine Molekülwende voranzutreiben. Es bedarf grundlegender Veränderungen, insbesondere bei synthetischen Kraftstoffen wie PtL-SAF, für die enorme Investitionen in neue Technologien notwendig sind. Bisher haben Quotenvorgaben und kurzfristige Förderungen nicht ausreichend privates Kapital in diese Technologien gelenkt. Gerade Technologien am Anfang ihrer Lernkurve benötigen eine Mindestinvestitionssicherheit. Dies könnte beispielsweise durch Ausschreibungen erreicht werden, bei denen eine garantierte Vergütung der produzierten Mengen über einen bestimmten Zeitraum abgesichert wird.

Zusätzlich zu den genannten Punkten hebt der en2x – Wirtschaftsverband Fuels und Energie hervor, dass eine langfristige Förderung notwendig ist, um den Hochlauf erneuerbarer Kraftstoffe im industriellen Maßstab zu gewährleisten. Eine nachhaltige Entwicklung der Branche wäre nicht nur vorteilhaft für den Klimaschutz, sondern auch für den Wirtschaftsstandort Deutschland.


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