Sorgearbeit fair verteilen: Frauen verdienen ökonomische Unabhängigkeit

Am 22. Mai 2024 veröffentlichte der Sozialverband Deutschland (SoVD) eine eindringliche Forderung nach gerechterer Verteilung von Sorgearbeit zwischen den Geschlechtern. Anlässlich des bevorstehenden 75. Jahrestages des Grundgesetzes betonte das Bündnis "Sorgearbeit fair teilen", dass Frauen immer noch den Großteil unbezahlter Arbeit leisten und dabei erhebliche Nachteile in Kauf nehmen müssen. Das Bündnis, bestehend aus 31 Mitgliedsorganisationen, fordert sowohl Wirtschaft als auch Politik auf, Arbeitszeitmodelle und Rahmenbedingungen zu schaffen, die eine gleichmäßigere Aufteilung von bezahlter Erwerbsarbeit und unbezahlter Sorgearbeit ermöglichen. Insbesondere bei jungen Eltern sieht das Bündnis dringenden Handlungsbedarf.

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Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR). In einer aktuellen Stellungnahme betonen die 31 Mitgliedsorganisationen des Bündnisses “Sorgearbeit fair teilen”, darunter der Sozialverband Deutschland (SoVD), dass Frauen mehr und überwiegend unbezahlt arbeiten, während die Gleichstellung von Männern und Frauen faktisch immer noch nicht erreicht ist. Die Organisationen rufen Arbeitgeber und Unternehmen dazu auf, arbeitszeitgerechte Modelle zu entwickeln und umzusetzen, die die Last der Sorgearbeit gerechter verteilen.

Insbesondere vor dem Hintergrund des 75. Jahrestages des Grundgesetzes wird deutlich gemacht, dass es dringend notwendige Veränderungen gibt: “Die Gesamtarbeitsbelastung und die Zeit, die Frauen für unbezahlte Sorgearbeit aufwenden, haben gegenüber der Vorerhebung 2012/2013 zugenommen,” heißt es in der Bewertung des Bündnisses zur Zeitverwendungserhebung 2022. Besonders Eltern junger Kinder müssten entlastet werden, sei es durch eine bessere Verteilung innerhalb der Partnerschaft oder durch hochwertige Betreuungsangebote wie Kitas, Ganztagsschulen und professionelle Haushaltsdienste.

Frauen tragen weiterhin den Großteil der Verantwortungen im Haushalt, in der Kinderbetreuung und der Pflege von Angehörigen. Diese traditionelle Rollenaufteilung bringt gravierende Nachteile mit sich: schlechtere Bezahlung, geringere berufliche Aufstiegsmöglichkeiten und eine unzureichende finanzielle Absicherung bis hin zur Rente. Das Bündnis fordert daher unter anderem die Anpassung von Erwerbsarbeitszeiten an die Bedürfnisse beider Elternteile. Besonders die Wünsche vieler Mütter nach längerer Erwerbsarbeit und die Bestrebungen vieler Väter nach reduzierter Arbeitszeit sollten ernst genommen werden. Ohne die Entlastung von Frauen durch Männer bei der Sorgearbeit drohen Erschöpfung und Überlastung vor allem für Mütter.

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Zusätzlich sehen die Bündnispartner die Politik in der Pflicht, widerspruchsfreie Rahmenbedingungen für eine gleichmäßigere Verteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit zu schaffen. Konkret gefordert werden Maßnahmen wie die Familienstartzeit, der Ausbau der Partnermonate beim Elterngeld, die Einführung einer Lohnersatzleistung für Pflegezeiten und die Reform des Ehegattensplittings. Solche Veränderungen könnten die ökonomische Unabhängigkeit von Frauen fördern.

Das Bündnis “Sorgearbeit fair teilen” ist ein Zusammenschluss aus 31 zivilgesellschaftlichen Organisationen, die sich für eine geschlechtergerechte Verteilung unbezahlter Sorgearbeit über die Lebensspanne hinweg einsetzen. Ihr Ziel ist es, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft auf den Gender Care Gap und seine Auswirkungen aufmerksam zu machen und Schritte zu dessen Schließung zu fördern.

Der vollständige Bericht zur Zeitverwendungserhebung 2022 und weitere Informationen sind auf der Webseite des Bündnisses zugänglich. Zu den namhaften Mitgliedern zählen unter anderem die Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen, das Bundesforum Männer e.V., der Deutsche Gewerkschaftsbund und viele mehr.

Presseanfragen können an die Pressestelle des SoVD-Bundesverbandes gerichtet werden, die von Constantin Schwarzer unter der Telefonnummer 030/72 62 22 335 oder per E-Mail an pressestelle@sovd.de geleitet wird. Weitere Infos gibt es auch auf Twitter @sovd_bund.

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Bündnis “Sorgearbeit fair teilen” fordert: ökonomische Eigenständigkeit von Frauen …

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Meldung einfach erklärt

  • Datum: 22.05.2024 um 11:23
  • Autor: Sozialverband Deutschland (SoVD)
  • Ort: Berlin

Was sagt der Beitrag aus?

  • Frauen arbeiten mehr als Männer, aber oft ohne Bezahlung.
  • 31 Organisationen fordern bessere Arbeitszeitenmodelle für Sorgearbeit.
  • Die Politik soll dafür sorgen, dass bezahlte und unbezahlte Arbeit zwischen Männern und Frauen gerechter aufgeteilt wird.

Warum ist das wichtig?

  • Gleichstellung von Frauen und Männern ist noch nicht erreicht.
  • Frauen übernehmen mehr Aufgaben im Haushalt und bei der Pflege von Angehörigen.
  • Diese Verteilung führt zu schlechteren beruflichen Chancen und weniger Einkommen für Frauen.

Was fordern die Organisationen konkret?

  • Arbeitgeber sollen Wünsche von Müttern und Vätern berücksichtigen.
  • Mütter möchten oft länger arbeiten, Väter möchten häufig weniger arbeiten.
  • Männer sollen mehr bei der Sorgearbeit helfen, damit Frauen entlastet werden.
  • Politik soll Maßnahmen wie Elterngeld für beide Elternteile ausweiten.
  • Einführung einer Lohnersatzleistung für Pflegezeiten.
  • Reform des Ehegattensplittings zur besseren finanziellen Absicherung von Frauen.
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Welche Unterstützung gibt es durch das Bündnis "Sorgearbeit fair teilen"?

  • Das Bündnis setzt sich für eine gerechte Verteilung der Sorgearbeit ein.
  • Es gibt 31 Mitgliedsorganisationen, darunter:
    • Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros
    • Deutsche Alzheimer Gesellschaft
    • Deutscher Frauenrat
    • Deutscher Gewerkschaftsbund
    • Sozialverband Deutschland e.V. (SoVD)
    • Verband alleinerziehender Mütter und Väter
    • Zukunftsforum Familie e.V.

Wer kann weitere Informationen geben?

  • Kontaktperson: Constantin Schwarzer
  • Telefon: 030/72 62 22 335
  • E-Mail: pressestelle@sovd.de
  • Twitter: @sovd_bund

Zusammenfassung:

  • Frauen leisten viel unbezahlte Arbeit.
  • Organisationen fordern gerechtere Arbeitszeitmodelle.
  • Politik soll Rahmenbedingungen für gerechte Aufteilung schaffen.
  • Männer sollen mehr Sorgearbeit übernehmen.

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