Solarpaket I vereinfacht Nutzung von Balkonkraftwerken erheblich

Berlin (ots) – 30.05.2024 – 08:30

Revolution im Eigenheim: Balkon-Solargeräte für alle! TÜV-Verband informiert über neue Gesetzesregelungen und Sicherheitstipps

Mit der Verabschiedung des Solarpakets I am 16. Mai ermöglicht das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz Bürger:innen den vereinfachten Zugang zu selbstproduzierter Solarenergie. Stecker-Solargeräte für Balkone, Terrassen und Gärten, auch als "Balkonkraftwerke" bekannt, sind nun leichter zu installieren und können einen signifikanten Beitrag zur Haushaltsstromversorgung leisten. Der TÜV-Verband e. V. gibt wertvolle Hinweise zur sicheren Installation und Nutzung dieser kompakten Energiewunder und klärt über sämtliche gesetzlichen Neuerungen auf. Nutzen Sie die Sonnenkraft und werden Sie Teil der Energiewende!

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Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR). Der Balkon als Kraftwerk: Was Sie wissen sollten, um Strom selbst zu erzeugen

Berlin – Stecker-Solargeräte für den Balkon erleben durch neue gesetzliche Vereinfachungen einen Boom. Am 16. Mai verkündete das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) das Solarpaket I, das wesentliche Erleichterungen und Anreize für Bürger:innen bietet, die eigene Solarenergie zu produzieren. Nach Meinung des TÜV-Verbands ist dies ein wichtiger Schritt in Richtung einer klimaneutralen Energieversorgung.

“An sonnigen Tagen und bei optimaler Ausrichtung produzieren Stecker-Solargeräte ausreichend Strom, um einen erheblichen Beitrag zur Haushaltsstromversorgung zu leisten,” so Dr. Hermann Dinkler, Energieexperte des TÜV-Verbands. Die neuen Regelungen ermöglichen eine einfachere Installation von Balkonkraftwerken und sind ein bedeutender Fortschritt für den klimaneutralen Stromsektor.

Wichtige Änderungen betreffen die Meldepflichten und technische Anforderungen. Verbraucher:innen müssen ihre Balkonkraftwerke seit dem 1. April 2024 nicht mehr beim lokalen Netzbetreiber anmelden, sondern lediglich im Marktstammdatenregister registrieren. Diese Website erleichtert das Eintragen der wenigen notwendigen Daten. Zudem dürfen jetzt Ferraris-Zähler und andere analoge Zähler ohne Rücklaufsperre befristet eingesetzt werden – allerdings nur bis sie innerhalb von vier Monaten gegen moderne, digitale Stromzähler ausgetauscht werden.

Es gibt jedoch einiges zu beachten, bevor man sich ein Balkonkraftwerk zulegt. Ein nach Süden ausgerichteter Balkon, eine Terrasse oder eine Dachfläche bieten die besten Bedingungen, ebenso wie eine nahegelegene Außensteckdose. Schattige Plätze hinter Balkonbrüstungen oder unterhalb anderer Balkone sind ungeeignet.

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Für Mieter:innen gibt es gute Nachrichten: Die Zustimmung der Vermieter:innen ist für die Anbringung eines Balkonkraftwerks nicht mehr notwendig. Dennoch wird empfohlen, die Vermietenden vorab zu informieren, um mögliche baurechtliche Probleme auszuschließen. “Solange keine Vorschriften des Denkmalschutzes oder bauaufsichtliche Bestimmungen verletzt werden, steht der Anbringung nichts im Wege”, erläutert Dinkler.

Die Frage, ab wann sich ein Balkonkraftwerk finanziell lohnt, hängt von vielen Faktoren ab. Neben der Ausrichtung zur Sonne spielen Verschattungen und der Neigungswinkel der Solarmodule eine Rolle. Bei optimalen Bedingungen amortisiert sich eine 600-Watt-Anlage bei einem Jahresverbrauch von 2.000 kWh in etwa fünf Jahren. Auch die Einspeiseleistung wurde mit dem neuen Gesetz auf 800 Watt angehoben, während die maximale installierte Leistung der PV-Module auf 2000 Wp gestiegen ist.

Eine ordnungsgemäße Montage ist unerlässlich. Balkonkraftwerke bestehen aus Solarmodulen, einem Wechselrichter, einem Anschlusskabel und einem Schuko-Stecker, was die Installation erleichtert. Achten Sie darauf, dass alle Teile stabil befestigt sind und die Fassadendämmung nicht beschädigt wird. Ein geeignetes Strommessgerät kann zusätzliche Sicherheit bieten und die Effektivität überprüfen.

Stecker-Solargeräte gelten grundsätzlich als sicher, wenn sie normgerecht montiert werden. Wichtig ist, ausschließlich solargeprüfte Geräte und Montageteile zu verwenden und niemals mehrere Geräte an eine Mehrfachsteckdose anzuschließen, um Überlastung und Brandgefahr zu vermeiden.

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Für Verbraucher:innen gibt es klare Empfehlungen vom TÜV-Verband: Wechselrichter sollten konform mit VDE AR 4105 sein und das CE-Kennzeichen sowie das Prüfsiegel einer unabhängigen Organisation tragen. Der Sicherheitsstandard DGS 0001:2019-10 sollte eingehalten werden. Eine neue Produktnorm für Stecker-Solargeräte wird Ende 2024 erwartet.

Weitere Informationen finden Interessierte auf www.tuev-verband.de, wo auch Details zur sicheren Nutzung und gesetzlichen Neuerungen bereitgestellt werden. Das Engagement des TÜV-Verbands zielt darauf ab, das hohe Niveau technischer Sicherheit zu wahren und Vertrauen in nachhaltige Energielösungen zu schaffen, weshalb sie kontinuierlich den Austausch mit Politik, Behörden und der Öffentlichkeit suchen.


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Solarpaket I erleichtert den Einsatz von Balkonkraftwerken

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Meldung einfach erklärt

Was sind Stecker-Solargeräte und wie funktionieren sie?

  • Stecker-Solargeräte sind kleine Solaranlagen, die auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten installiert werden können.
  • Sie erzeugen Strom aus Sonnenlicht für den Eigenbedarf.
  • Die Geräte bestehen aus Solarmodulen, einem Wechselrichter (wandelt Gleichstrom in Wechselstrom um), einem Anschlusskabel und einem Schuko-Stecker.

Welche gesetzlichen Änderungen gibt es?

  • Seit dem 1. April 2024 müssen Balkonkraftwerke nur noch im Marktstammdatenregister angemeldet werden, nicht mehr beim lokalen Stromnetzbetreiber.
  • Rückwärtslaufende Stromzähler dürfen nun befristet genutzt werden, müssen aber innerhalb von vier Monaten durch einen modernen Zähler ausgetauscht werden.
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Wie installiere ich ein Stecker-Solargerät richtig?

  • Der beste Standort ist eine sonnige Fläche ohne dauerhafte Verschattung, wie ein südausgerichteter Balkon.
  • In der Nähe des Solargeräts sollte eine Außensteckdose vorhanden sein.
  • Mieter brauchen keine Zustimmung des Vermieters, sollten diesen aber informieren.

Ab wann lohnt sich ein Balkonkraftwerk finanziell?

  • Dies hängt ab von:
    • Dem individuellen Stromverbrauch
    • Der Ausrichtung zur Sonne
    • Eventuellen Verschattungen
    • Dem Anstellwinkel der Solarmodule
  • Beispiel: Eine 600-Watt-Anlage kann sich nach etwa 5 Jahren amortisieren.

Was sollte bei der Montage beachtet werden?

  • Es gibt verschiedene Halterungen je nach Montageort (Balkonbrüstung, Fassade, Dach).
  • Achte darauf, dass die Fassadendämmung nicht beschädigt wird.
  • Ein entsprechendes Montagematerial sollte vom Hersteller mitgeliefert werden.

Sicherheits- und Qualitätshinweise

  • Nur ein Solargerät pro Steckdose bzw. Stromkreis anschließen.
  • Verwende normgerechte und sicherheitsgeprüfte Solargeräte und Montageteile.
  • Wechselrichter sollten VDE AR 4105 konform sein.
  • Achte auf CE-Kennzeichnung und Prüfsiegel wie TÜV.
  • Der Sicherheitsstandard DGS 0001:2019-10 sollte eingehalten werden.

Zusätzliche Informationen und Kontakt

  • Webseite: www.tuev-verband.de
  • Presseanfragen an: Maurice Shahd, Pressesprecher, maurice.shahd@tuev-verband.de

Fazit: Stecker-Solargeräte für Balkone sind einfacher zu installieren und zu nutzen. Sie tragen zur Energiewende bei und helfen, Stromkosten zu sparen.

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