Schulstraßen für sichere Schulwege: So treibt die Mobilitätswende mehr Verkehrssicherheit und Lebensqualität voran

Schulstraßen sorgen für sichere Zugänge zu Schulen und gelten als wichtiger Baustein der Mobilitätswende, seit die Novelle der Straßenverkehrsordnung rechtliche Hürden abgebaut hat. Ein neuer Leitfaden und ein Rechtsgutachten zeigen Kommunen, wie sich Schulstraßen rechtssicher und dauerhaft einrichten lassen. Erste Pilotprojekte in Köln, Berlin, Hennef und Leipzig sowie landesweite Erlasse in Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Schleswig-Holstein dokumentieren positive Effekte auf Verkehrssicherheit, Luftqualität und den öffentlichen Raum.
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– Neues Rechtsgutachten und Leitfaden ermöglichen Kommunen rechtssichere und dauerhafte Einrichtung von Schulstraßen.
– Schulstraßen fördern sichere Schulwege und Mobilitätswende, StVO-Novelle hat rechtliche Hürden abgebaut.
– Beispiele in Köln, Berlin, NRW zeigen Erfolg; Bündnis fordert Tempo 30 und verbindliche Ziele.

Schulstraßen – Schlüssel für sichere Schulwege und Mobilitätswende

Schulstraßen bringen mehr als nur eine Entlastung vor dem Schultor: Sie sind ein zentraler Baustein für sichere Schulwege und eine Mobilitätswende, die bei den Jüngsten beginnt. Mit der jüngsten Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) wurden wichtige rechtliche Hürden beseitigt und neue Spielräume für die Umsetzung von Schulstraßen geschaffen. Ein neu veröffentlichtes Rechtsgutachten und ein praxisorientierter Leitfaden unterstützen Kommunen dabei, diese Schutzbereiche rechtssicher und dauerhaft einzurichten. Dabei zeigen die Dokumente nicht nur Wege zur rechtlichen Umsetzung auf, sondern verdeutlichen auch, dass Schulstraßen weit mehr bewirken als reine Verkehrssicherheit.

Beim Online-Fachgespräch am 24. Juni 2025 trafen sich rund 300 Teilnehmende aus Verwaltung, Ministerien, Straßenverkehrsbehörden, Politik, Planungsbüros, Organisationen und Zivilgesellschaft, um über das Potenzial der Schulstraßen zu diskutieren. Steffen Brückner, Sprecher des Kidical Mass Aktionsbündnisses, fasste es so zusammen: „Schulstraßen sind mehr als sichere Schulwege – sie sind Verkehrsberuhigung und ein Baustein für sichere Straßen und lebenswerte Orte für alle Generationen.“

Das Kidical Mass Aktionsbündnis hat in Kooperation mit re|Rechtsanwälte und bundesweiten Partner:innen die aktualisierte Fassung des Rechtsgutachtens sowie den praktischen Leitfaden veröffentlicht. Diese Materialien greifen die neue Rechtslage auf, benennen die kommunalen Handlungsspielräume und machen klar: Es gibt keine rechtlichen Ausreden mehr. Entscheidend sind politischer Wille und das entschlossene Handeln der Verwaltungen.

Praxisbeispiele aus Köln, Berlin, Hennef und Leipzig zeigen, dass Schulstraßen funktionieren. Manche Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Schleswig-Holstein sind bereits mit Handlungsempfehlungen oder Erlassen vorangegangen, um den Weg für flächendeckende Schulstraßen zu ebnen. Dabei wird deutlich, dass Schulstraßen der Ausgangspunkt für ein umfassendes, sicheres Schulwegenetz sein können. Das Aktionsbündnis fordert unter anderem, dass auf allen Schulwegen – auch entlang von Landes- und Hauptstraßen – Tempo 30 eingeführt wird, um das Risiko im Straßenverkehr weiter zu senken.

Simone Kraus, Sprecherin des Kidical Mass Aktionsbündnisses, bringt den Kern treffend auf den Punkt: „Schulstraßen zeigen, wie sichere Mobilität vor Ort gelingen kann – konkret, sichtbar, wirksam. Wer Straßen sicher für Kinder macht, macht sie besser für alle.“ Diese Aussage unterstreicht die gesellschaftliche Relevanz des Konzepts, das über den unmittelbaren Schutz von Kindern hinaus auch zu einer besseren Lebensqualität in Städten beiträgt.

Auch das Engagement bundesweiter Partner wie Changing Cities, das Deutsche Kinderhilfswerk und der ökologische Verkehrsclub VCD unterstreicht die Bedeutung von Schulstraßen: Sie steigern die Verkehrssicherheit, fördern die aktive Mobilität von Kindern und verbessern Umweltfaktoren wie Luftqualität und Lärmbelastung. Girina Holland von Changing Cities betont: „Schulstraßen gewinnen immer größere Präsenz in Deutschland, denn Kommunen sehen ihre vielen Vorteile für Kinder und Gesellschaft.“ Kai Hanke, Geschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes, fordert ein sofortiges verkehrspolitisches Umdenken: „Alle Kinder und Jugendlichen sollen sich sicher und selbständig im Straßenverkehr bewegen können. Dabei sind Schulstraßen ein wichtiger Mosaikstein.“

Kerstin Haarmann, Bundesvorsitzende des VCD, fasst den Handlungsbedarf zusammen: „Schulstraßen müssen zur Selbstverständlichkeit werden – als Teil einer Verkehrswende, die sich der Vision Zero verpflichtet.“

Trotz des europaweiten Vorbilds mit über 1.000 Schulstraßen steht Deutschland mit nur 73 Projekten noch am Anfang. Das Bedürfnis ist groß, wie die Beteiligung von über 125.000 Menschen in mehr als 550 Orten während der Aktionswochen im Frühjahr 2025 zeigt. Das unterstreicht die gesellschaftliche Dringlichkeit, sichere und lebenswerte Straßen für Kinder zu schaffen – und damit einen grundlegenden Schritt zu einer zukunftsfähigen Mobilität vor Ort.

Die Informationen zu sicheren Schulwegen und Mobilitätswende stammen aus einer Pressemitteilung des Kidical Mass Aktionsbündnisses.

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8 Kommentare

  1. ‚Schulstraßen sind ein guter Ansatz!‘ Da stimme ich zu! Allerdings sehe ich oft Autos vor den Schulen stehen. Was kann man dagegen tun? Gibt es Modelle aus anderen Ländern, die erfolgreich waren?

    1. ‚Ja genau Erika! Wir brauchen kreative Lösungen!‘ Ich habe gehört, dass einige Städte sogar temporäre Straßenblockaden einrichten während der Schulzeiten. Könnte das helfen?

  2. ‚Vision Zero‘ klingt toll! Aber was bedeutet das konkret für uns hier vor Ort? Gibt es bereits konkrete Pläne oder Vorschläge für unsere Stadt? Vielleicht sollten wir eine Initiative gründen und unsere Ideen sammeln!

  3. Es ist wichtig, dass wir für unsere Kinder sichere Wege schaffen! Ich finde es gut, dass viele Organisationen sich dafür einsetzen. Wie können wir als Bürger noch mehr Druck auf unsere Politiker ausüben, um solche Maßnahmen schneller umzusetzen?

  4. Die Idee der Schulstraßen ist wirklich klasse und könnte viel verändern. Ich hoffe, dass mehr Städte dem Beispiel folgen und sich ernsthaft damit beschäftigen. Wie sieht es in kleineren Gemeinden aus? Haben die auch Chancen auf solche Projekte?

  5. Das neue Gutachten ist echt hilfreich für die Kommunen. Ich frage mich, wie schnell die Schulen auf diese Änderungen reagieren werden. Habt ihr schon Erfahrungen mit Schulstraßen gemacht? Es wäre interessant zu hören, wie das in anderen Städten funktioniert.

    1. Ich finde es super, dass die rechtlichen Hürden abgebaut wurden! Aber was ist mit den Eltern, die trotzdem ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen? Wird es dafür auch Lösungen geben?

    2. Ich bin gespannt, ob Tempo 30 wirklich durchgesetzt wird! Das würde die Sicherheit auf jeden Fall erhöhen. Welche Städte haben das bereits umgesetzt? Vielleicht sollten wir mehr darüber berichten.

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