Scholz fordert globales Ziel für erneuerbare Energien und Klimafinanzierung

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Beim Petersberger Klimadialog setzt Bundeskanzler Olaf Scholz wichtige Akzente für Erneuerbare Energien und internationale Klimafinanzierung. Den Konflikt um die Zukunft von Öl und Gas weicht er jedoch aus.

Erneuerbare Energien im Fokus

Bundeskanzler Olaf Scholz hat beim Petersberger Klimadialog ein globales Erneuerbare-Energien-Ziel unterstützt und damit wichtigen Schwung in die Initiative gebracht. Germanwatch, eine Umwelt- und Entwicklungsorganisation, begrüßt diesen Schritt, fordert aber eine präzisere Zielsetzung, die zum notwendigen Ausbau der Erneuerbaren Energien passt.

Ungelöster Konflikt um fossile Energien

Germanwatch hätte sich gewünscht, dass Scholz klarer Stellung zum Ausstieg aus fossilen Energien bezieht. Der Klimagipfel in Dubai steht vor einem großen Konflikt, da die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock ein Ende der fossilen Energien fordert, während der designierte Präsident der Weltklimakonferenz COP28, Sultan al Jaber, lediglich eine Reduzierung der Emissionen von Öl und Gas anstrebt. Al Jaber betont die CO2-Abscheidung und -Speicherung, was laut Germanwatch den notwendigen globalen Emissionsreduktionen entgegensteht.

Deutschland setzt Zeichen in Klimafinanzierung

Die internationale Finanzierung für Klimaschutz und -anpassung im globalen Süden ist weiterhin unzureichend. Scholz hat jedoch mit der Ankündigung von zwei Milliarden Euro für den Grünen Klimafonds ein wichtiges Zeichen gesetzt und andere Geberländer unter Druck gesetzt. Deutschland schlüpft damit in eine Vorreiterrolle, während die USA ihr 100-Milliarden-Dollar-Versprechen erst mit Verspätung erreichen wollen.

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Scholz betont zudem, dass Deutschland ab 2025 sechs Milliarden Euro an internationaler Klimafinanzierung pro Jahr bereitstellen will. Germanwatch warnt jedoch, dass der aktuelle Haushaltsentwurf für 2024 keinen Grund zur Zuversicht gibt und befürchtet, dass andere wichtige Ziele, wie die Bekämpfung des Hungers, geschwächt werden könnten.

Fazit: Bundeskanzler Olaf Scholz unterstützt ein globales Erneuerbare-Energien-Ziel und setzt sich für die internationale Klimafinanzierung ein. Dennoch bleibt der Konflikt um die Zukunft von Öl und Gas ungelöst und könnte den Klimagipfel in Dubai beeinflussen. Es bleibt abzuwarten, ob Deutschland seine Versprechen einhalten kann und wie sich dies auf andere wichtige Ziele auswirkt.

Hintergrund

Der Petersberger Klimadialog ist eine bedeutende jährliche internationale Konferenzserie, die seit 2010 als Impulsgeber für die UN-Klimakonferenzen fungiert. Die Dialoge ermöglichen informelle Gespräche zwischen Vertretern ausgewählter Staaten, um mögliche Bündnisse auszuloten und Themen wie Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Klimafinanzierung zu erörtern.

Der 14. Petersberger Klimadialog findet am 2. und 3. Mai 2023 in Berlin statt. Die Konferenz konzentriert sich insbesondere auf die Umsetzung der COP27-Beschlüsse zur finanziellen Unterstützung von von der Klimakrise betroffenen Staaten. Zudem sollen ein weltweiter Fahrplan zum Ausbau Erneuerbarer Energien und der schrittweise Abschied von fossilen Energieträgern erarbeitet werden. Der UN-Generalsekretär, die Bundesaußenministerin und der Bundeskanzler werden ebenfalls an der Konferenz teilnehmen und Reden halten. Der 14. Petersberger Klimadialog wird von Deutschland und den Gastgebern der kommenden Weltklimakonferenz gemeinsam organisiert.

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Über Germanwatch

Germanwatch ist eine unabhängige Umwelt-, Entwicklungs- und Menschenrechtsorganisation, die sich seit über 30 Jahren für eine zukunftsfähige, sozial gerechte, ökologisch verträgliche und ökonomisch tragfähige globale Entwicklung einsetzt. Mit mehr als 650 abgeschlossenen Projekten hat sich Germanwatch als einflussreicher Akteur der Zivilgesellschaft etabliert. Die Organisation beschäftigt über 100 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter:innen an ihren Standorten in Bonn und Berlin und verfügt über ein wachsendes Netzwerk aus Engagierten, Honorarkräften und internationalen Organisationen.

Die Themenbereiche von Germanwatch umfassen Klimaschutz, Klimaanpassung, Schäden und Verluste, Unternehmensverantwortung, Welternährung, Landwirtschaft und Handel, nachhaltige und demokratiefähige Digitalisierung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Sustainable Finance sowie Klima- und Menschenrechtsklagen.

Germanwatch arbeitet durch das Schaffen von Transparenz, wissenschaftsbasierte Analysen und Handlungsvorschläge, sowie das Einmischen in politische und unternehmerische Entscheidungsprozesse. Die Organisation ist weltweit vernetzt und bildet eine starke “Lobby” für nachhaltige Entwicklung.

31 Antworten

  1. Ich finde, dass erneuerbare Energien vollkommen überschätzt werden. Fossile Energien haben auch ihre Vorteile!

  2. Was bringt es uns, wenn Deutschland mehr in Klimafinanzierung investiert, aber andere Länder nicht mitziehen?

    1. Ja, es gibt sicherlich viele Probleme auf der Welt. Aber Klimafinanzierung ist keine Modeerscheinung oder Hype, sondern eine dringende Notwendigkeit. Unsere Zukunft hängt davon ab, dass wir den Klimawandel bekämpfen. Also, ja, es ist wichtig und verdient unsere Aufmerksamkeit.

    1. Weltweites Kohleverbot? Das ist unrealistisch und inkonsequent. Scholz Schritte sind vernünftig, um den Klimawandel anzugehen. Es braucht realistische Lösungen, keine utopischen Forderungen. #Realistin

  3. Also ich finde ja, dass Deutschland sich viel zu sehr auf erneuerbare Energien konzentriert. Was ist mit den Arbeitsplätzen in der fossilen Industrie?

    1. Typisch deutsche Denkweise! Warum nicht gleich die ganze Welt retten, statt erstmal die eigenen Probleme anzugehen? Scholz hat recht, wir müssen global handeln, um den Klimawandel zu bekämpfen.

    1. Ach komm, wir haben nur eine Erde. Es ist doch nur fair, dass Deutschland seinen Beitrag zur Klimafinanzierung leistet. Wir sollten uns lieber fragen, warum andere Länder nicht genug tun!

  4. Also, ich finde ja, dass Deutschland einfach mal komplett auf erneuerbare Energien umsteigen sollte. Bye bye, fossile Energien!

    1. Da bist du wohl ein bisschen naiv. Der Umstieg auf erneuerbare Energien ist nicht so einfach, wie du denkst. Es gibt viele Herausforderungen und Kosten, die damit verbunden sind. Lass uns realistisch bleiben und nachhaltige Lösungen finden, anstatt einfach bye bye zu sagen.

  5. Also mein kontroverser Standpunkt ist, dass erneuerbare Energien überbewertet werden. Fossile Brennstoffe sind immer noch wichtig!

    1. Das ist ein kontroverser Standpunkt, aber ich muss widersprechen. Erneuerbare Energien sind entscheidend für die Zukunft unseres Planeten. Fossile Brennstoffe tragen zur Klimakrise bei und haben begrenzte Ressourcen. Lasst uns auf eine nachhaltige und saubere Energiequelle setzen.

  6. Ich finde, dass Scholz recht hat! Wir brauchen globale Ziele für erneuerbare Energien und Klimafinanzierung.

  7. Wieso sollten wir überhaupt erneuerbare Energien nutzen? Fossile Brennstoffe haben doch auch ihre Vorteile!

  8. Also ich finde, dass Deutschland erstmal seine eigenen Umweltprobleme in den Griff bekommen sollte, bevor es globale Ziele fordert.

    1. Wow, typisch egoistische Einstellung! Wir leben in einer globalisierten Welt und Umweltprobleme sind nicht länderspezifisch. Deutschland hat eine Verantwortung, globale Ziele zu fordern und gleichzeitig seine eigenen Probleme anzugehen. Zusammenarbeit ist der Schlüssel, nicht Ignoranz.

  9. Also meiner Meinung nach sollte Deutschland lieber in erneuerbare Energien investieren als in fossile Energien.

    1. Du hast keine Ahnung! Erneuerbare Energien sind teuer und ineffizient. Fossile Energien sind nach wie vor die zuverlässigste und kostengünstigste Option. Deutschland sollte klug investieren, nicht blind dem grünen Trend folgen.

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