Unterseeisches Stromkabel zu Großbritannien: Spatenstich erfolgt

Düsseldorf (ots) - Am 21. Mai 2024 markierte der Spatenstich für das erste unterseeische Stromkabel zwischen Großbritannien und Deutschland einen bedeutenden Meilenstein in der europäischen Energieversorgung. VDI-Energieexperte Prof. Harald Bradke ordnet die Bedeutung dieses Projekts ein und betont, dass es nicht nur zu einer Stabilisierung der Versorgungssicherheit beiträgt, sondern auch den Wettbewerb fördert und so die Stromkosten für Verbraucherinnen und Verbraucher senkt. Deutschland entwickelt sich durch den schleppenden Ausbau der Windenergie zunehmend zum Strom-Importland – eine Entwicklung, die laut Bradke jedoch weniger mit Versorgungssicherheit als mit wirtschaftlichen Vorteilen zu tun hat. Das von der Europäischen Kommission als „Project of Common Interest“ anerkannte Kabelprojekt soll zudem den Treibhausgasausstoß reduzieren und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie stärken.
Vor der Küste Großbritanniens arbeiten Menschen und Maschinen an neuen Unterseekabeln, während oben London mit Big Ben zu sehen ist. Unter Wasser legen Riesenrohre und Baugeräte Tunnel durch die Tiefe, begleitet von Fischen, Korallen und ruhiger, zielstrebiger Atmosphäre.

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Bremen (VBR). Am heutigen Morgen erfolgte ein wichtiger Spatenstich: Ein unterseeisches Stromkabel wird erstmals die Energienetze von Großbritannien und Deutschland miteinander verbinden. Dieses bedeutende Projekt markiert einen Meilenstein in der europäischen Energiekooperation, wie Harald Bradke, Energieexperte des VDI Vereins Deutscher Ingenieure, erläutert.

Bradke hebt hervor, dass dieser Interkonnektor nicht nur den Wettbewerb erhöht und die Versorgungssicherheit verbessert, sondern auch das Preis-Leistungs-Verhältnis für Verbraucher unmittelbar positiv beeinflusst. „Der Spatenstich für die erste direkte Stromverbindung zwischen Großbritannien und Deutschland ist ein weiterer wichtiger Baustein zur Sicherung der Stromversorgung in Europa“, betont er. Dies verdeutlicht die wachsende Bedeutung grenzüberschreitender Energieprojekte im Kampf gegen steigende Energiekosten und schwankende Versorgungen.

Bereit seit vielen Jahren ist Deutschlands Stromnetz eng mit den Nachbarländern verzahnt. Im Jahr 2022 etwa exportierte Deutschland beträchtliche 60 Terawattstunden (TWh) Strom, was Einnahmen in Höhe von 11,6 Milliarden Euro generierte, während 33 TWh im Wert von 9,2 Milliarden Euro importiert wurden. Laut Bradke hat dieser Nettoexportüberschuss in den letzten fünfzehn Jahren maßgeblich dazu beigetragen, die Strompreise in Europa zu stabilisieren und die finanziellen Einnahmen der deutschen Elektrizitätswirtschaft zu steigern.

Dennoch deutet sich eine Wende an: Aufgrund des langsamen Ausbaus der Windenergie könnte Deutschland mittelfristig vom Export- zum Importland für Strom werden. „Unsere Nachbarn – vor allem im Norden Europas – können günstigen Windstrom anbieten, wodurch teurere fossile deutsche Kraftwerke weniger benötigt werden“, erklärt Bradke. Diese Entwicklung sei nicht durch Versorgungssicherheitsbedenken getrieben, sondern durch wirtschaftliche Effizienz.

Großbritannien, bereits jetzt durch Hochspannungs-Gleichstromleitungen mit verschiedenen europäischen Ländern verbunden, bezieht erhebliche Mengen an Strom aus dem Ausland. Dank der neuen Leitung wird künftig deutscher Windkraftstrom nach Großbritannien fließen. Dadurch müssen überschüssige Windstromkapazitäten an der Küste nicht mehr abgeregelt werden, was zugleich finanziell entlastend auf die deutschen Stromkunden wirkt. Langfristig könnten große schottische Windparks kontinuierlich günstigen Strom nach Deutschland liefern, insbesondere bei Flaute an Nord- und Ostsee.

Diese internationale Zusammenarbeit hat zudem positive Auswirkungen auf den Klimaschutz: Der gemeinsame Stromhandel reduziert den Treibhausgasausstoß und erhält Unterstützung seitens der Europäischen Kommission als „Projekt von gemeinsamem Interesse“. Dies bedeutet, dass es als essenzielles Infrastrukturprojekt anerkannt wird, das europäische Energie- und Klimaziele fördern soll. „Gleichzeitig wird es helfen, die Stromkosten in Europa weiter zu reduzieren und damit einen Beitrag für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie zu leisten“, fügt Bradke hinzu.

Harald Bradke, Vorsitzender des Interdisziplinären Gremiums Klimaschutz und Energiewende im VDI, und Ansprechpartner Jochen Theloke verweisen auf die tragende Rolle des VDI in technologischem Fortschritt und Innovation. Seit über 165 Jahren stößt der Verband Entwicklungen an, die nachhaltig sind und Wohlstand sichern.

Sarah Janczura, stellvertretende Pressesprecherin des VDI, steht Ihnen für weitere Informationen zur Verfügung.

Dieses beispiellose Projekt zeigt: Die Zukunft der Energieversorgung liegt in der internationalen Kooperation und technologischen Innovation, um Umweltziele zu erreichen und gleichzeitig die Wirtschaft zu stärken.


Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
Direkte Stromverbindung zwischen Großbritannien und Deutschland: Schleppender Ausbau …

Original-Content übermittelt durch news aktuell.

Meldung einfach erklärt

  • Datum und Uhrzeit: Am 21. Mai 2024 um 09:46 Uhr.

  • Wer ist der VDI?

    • Der VDI ist der Verein Deutscher Ingenieure.
    • Er ist seit über 165 Jahren aktiv.
    • Der VDI gibt wichtige Impulse für den technischen Fortschritt in Deutschland.
  • Was ist passiert?

    • Heute war der Spatenstich für ein unterseeisches Stromkabel.
    • Dieses Kabel wird Großbritannien und Deutschland direkt verbinden.
  • Warum ist das wichtig?

    • Es verbessert die Stromversorgung in Europa.
    • Es ermöglicht den Stromaustausch zwischen verschiedenen Ländern.
    • Dies erhöht die Versorgungssicherheit und fördert den Wettbewerb.
  • Wird es billiger für mich?

    • Ja, durch dieses neue Kabel könnte der Strompreis sinken.
    • Das Preis-Leistungs-Verhältnis für Strom wird besser.
  • Wie war die Lage bisher?

    • Deutschland ist schon lange mit Nachbarländern verbunden.
    • Im Jahr 2022 hat Deutschland 60 Terawattstunden Strom exportiert und dabei gutes Geld verdient.
    • Gleichzeitig hat Deutschland auch Strom importiert – 33 Terawattstunden.
  • Was wird sich ändern?

    • Deutschland wird von einem Strom-Exportland zu einem Importland.
    • Grund: Mehr günstiger Windstrom aus Nord-Europa.
  • Warum importieren wir mehr Strom?

    • Weil unsere Nachbarn günstigeren Windstrom anbieten können.
    • Deshalb brauchen wir weniger teuren Strom aus deutschen Kraftwerken.
  • Wer profitiert davon?

    • Alle Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland und Großbritannien.
    • Die europäischen Länder als Ganzes, weil die Zusammenarbeit Treibhausgase reduziert.
  • Was sagt die EU dazu?

    • Die neue Stromleitung ist ein „Projekt von gemeinsamem Interesse“.
    • Es hilft Europa, Energie- und Klimaziele zu erreichen.
    • Es verringert die Stromkosten und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie.
  • Fazit vom VDI-Experten Harald Bradke:

    • Diese Verbindung ist gut für die Versorgungssicherheit.
    • Es senkt die Preise und führt zu einer finanziellen Entlastung für deutsche Stromkunden.
    • Langfristig profitieren auch großflächige Windparks vor Schottland von dieser Verbindung.
  • Pressekontakt beim VDI:
    • Sarah Janczura, Stellvertretende Pressesprecherin
    • Telefon: +49 211 6214-641
    • E-Mail: presse@vdi.de

Zusätzliche Information:

  • Wer ist Jochen Theloke?

    • Fachlicher Ansprechpartner im Beitrag.
    • Geschäftsführer der VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt.
    • Kontakt: +49 211 6214-369, theloke@vdi.de
  • Weitere Details zum VDI:
    • Der VDI ist eine große Community mit rund 135.000 Mitgliedern.
    • Der VDI setzt Standards für nachhaltige Innovationen.
    • Er hilft dabei, Fortschritt und Wohlstand in Deutschland zu sichern.

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