Schlechte Stimmung gefährdet soziale Vermieter im Land

Die sozialen Vermieter in Mecklenburg-Vorpommern schauen besorgt in die Zukunft: Laut einer aktuellen Umfrage bewerten 71 Prozent die politische Lage als "schlecht" oder "sehr schlecht", wodurch der Bau von 1000 Wohnungen gefährdet ist. Das Geschäftsmodell der sozialen Vermieter steht akut auf dem Spiel. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Bauminister Christian Pegel werden in die Pflicht genommen, um diese Krise zu lösen. Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum steigt und die Zurückhaltung beim Neubau könnte zu Verteilungskonflikten führen. Die Wohnungsunternehmen wollen weiterhin in den Bau von bezahlbarem Wohnraum investieren. (Wörter: 106)

Bremen (VBR). Die sozialen Vermieter in Mecklenburg-Vorpommern sind besorgt über die aktuelle politische Lage. Laut einer Umfrage des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) bewerten 71 Prozent der Teilnehmer die Lage als “schlecht” oder “sehr schlecht”. Die Befragten sehen sich mit gestiegenen Baukosten, hohen Zinsen, überbordender Bürokratie und überzogenen gesetzlichen Anforderungen konfrontiert, die den Neubau von Wohnungen erschweren. Dadurch stehen in den nächsten Jahren rund 1000 Wohnungen auf der Kippe, da Neubauprojekte verschoben werden müssen.

Andreas Breitner, Direktor des VNW, betonte die Bedeutung qualitativ hochwertiger und bezahlbarer Wohnungen. Er erklärte auf der Jahresmitgliederversammlung des VNW-Landesverbands Mecklenburg-Vorpommern: “Das Geschäftsmodell der sozialen Vermieter ist akut gefährdet. Hier muss schleunigst etwas passieren, sonst werden wir in zwei, drei Jahren ein großes Problem bei der Versorgung der Menschen mit bezahlbaren Wohnungen haben.”

Der VNW-Direktor appellierte an Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, ihren Einfluss auf der Bundesebene zu nutzen, um das Förderchaos im sozialen Wohnungsbau zu beseitigen. Breitner bezeichnete die Umfrageergebnisse als “Abstimmung mit den Füßen” und sagte: “Die sozialen Vermieter wissen sich angesichts des Gegenwindes nicht mehr anders zu helfen, als das Geld zusammenzuhalten und auf Neubauten zu verzichten. Das erfüllt fast schon den Tatbestand der Notwehr.”

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Angesichts des steigenden Bedarfs an bezahlbaren Wohnungen, insbesondere in den Metropolregionen, ist die Zurückhaltung beim Neubau eine schlechte Nachricht. Es besteht die Befürchtung, dass es in den kommenden Jahren zu einer Zunahme von Verteilungskonflikten kommt. Insbesondere im Segment der frei finanzierten Wohnungen sind weitere Mietsteigerungen zu erwarten, was die Lage auf dem Wohnungsmarkt weiter verschärfen könnte.

Der VNW plant dennoch, in diesem Jahr 624 Millionen Euro in den Neubau von bezahlbaren Wohnungen zu investieren. Bauminister Christian Pegel versicherte, dass bereits genehmigte Fördermittel für den sozialen Wohnungsbau sicher sind. Er betonte, dass die Wohnungsunternehmen weiterhin in den Bau bezahlbarer Wohnungen investieren sollten.

Der VNW vertritt in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein insgesamt 430 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 740.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 6,41 Euro. Der Verband ist der Verband der Vermieter mit Werten.

Die aktuellen Zahlen und Meinungen der sozialen Vermieter in Mecklenburg-Vorpommern verdeutlichen die Sorgen und Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert sind. Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum und die steigenden Baukosten stellen die sozialen Vermieter vor große Schwierigkeiten. Um dem Bedarf nachzukommen und eine ausreichende Versorgung mit bezahlbaren Wohnungen sicherzustellen, ist eine Unterstützung seitens der Politik und eine Lösung des Förderchaos dringend erforderlich.

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5 Antworten

  1. Also ich persönlich finde, dass schlechte Stimmung die sozialen Vermieter überhaupt nicht gefährdet.

    1. Das mag sein, aber ich finde, dass positive Veränderungen viel effektiver durch eine gute Stimmung erreicht werden können. Negative Energie bringt oft nur unnötige Konflikte und Unzufriedenheit mit sich.

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