– Flächendeckendes, zuverlässiges, bezahlbares Schienennetz als Voraussetzung für erfolgreiche Mobilitätswende
– Strategische Neuausrichtung der Bahn mit attraktiven Angeboten zur Verkehrsverlagerung auf Schiene
– Bundesweite Kapazitätserweiterung und naturverträgliche Instandhaltung des Schienennetzes langfristig finanzieren
BUND fordert klare Weichenstellung für eine starke Schiene vor Bahnstrategie
Kurz vor der Veröffentlichung der neuen Bahnstrategie des Bundesverkehrsministeriums unterstreicht der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die zentrale Rolle der Schiene für die Mobilitätswende. Ein flächendeckendes, zuverlässiges und bezahlbares Angebot auf der Schiene ist eine Voraussetzung für das Gelingen der Mobilitätswende, betont Verena Graichen, Geschäftsführerin Politik beim BUND. Die aktuelle Lage der Deutschen Bahn, geprägt von negativen Schlagzeilen, verlangt eine strategische Neuausrichtung, die attraktive Angebote in den Mittelpunkt stellt und damit den Verkehr sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr verlagert.
Der BUND fordert den Bund als Eigentümer der Deutschen Bahn auf, verbindliche verkehrliche Ziele zu definieren, die sowohl die Daseinsvorsorge sichern als auch die Anliegen von Natur- und Klimaschutz berücksichtigen. Dabei stellt die Umweltorganisation klar: Es ist zwingend notwendig, dass das Schienennetz in einen guten Zustand versetzt wird und die Kapazitäten naturverträglich erweitert werden. Nur so lasse sich ein störungsarmer Betrieb gewährleisten und das Gesamtsystem Schiene weiterentwickeln.
Die Finanzierung dieses Umbaus muss dringend langfristig und über mehrere Jahre planbar gestaltet werden. Der BUND appelliert an den Verkehrsminister, diese dauerhafte Finanzierungsbasis sicherzustellen: Dafür muss der Bund die Finanzierung langfristig anlegen, überjährig garantieren und planbar machen. Hier ist der Verkehrsminister gefordert, zu liefern.
Das Ziel hinter diesen Forderungen ist eindeutig: Die Bahn soll für mehr Menschen attraktiver werden, um den Individualverkehr und den Straßengüterverkehr zu entlasten. Der BUND bringt dies auf den Punkt: Ziel muss es sein, dass die Bahn für breitere Kreise der Bevölkerung attraktiv wird und zukünftig verstärkt Güter von der Straße verlagert werden.
Diese klare Position markiert einen wichtigen Impuls vor dem Hintergrund der bevorstehenden Bahnstrategie. Die Weichenstellung für eine zukunftsfähige Schieneninfrastruktur rückt damit in den Mittelpunkt einer nachhaltigen Verkehrspolitik, die den Anforderungen von Umwelt und Gesellschaft gerecht wird.
Mobilitätswende auf der Schiene: Fundament für eine nachhaltige Zukunft
Die Bahn spielt im Verkehrssystem Deutschlands eine zentrale Rolle, die weit über den reinen Transport hinausreicht. Sie steht für eine Mobilitätswende, die den Klimaschutz vorantreibt und gesellschaftliche Herausforderungen aufnimmt. Nur mit einem leistungsfähigen Schienennetz lassen sich die Ziele einer nachhaltigen Verkehrspolitik erreichen – von der Verringerung von CO2-Emissionen bis zur Stärkung von Lebensqualität und regionaler Vernetzung.
Aktuell steht die Bahnstrategie des Bundesverkehrsministers im Fokus großer öffentlicher Debatten. Dabei geht es nicht nur um technische Modernisierung oder Investitionsvolumina. Vielmehr geht es um die Frage, wie die Schiene als Verkehrsweg die Mobilität für breite Bevölkerungsschichten zugänglich, verlässlich und erschwinglich gestaltet. Verena Graichen, Geschäftsführerin Politik beim BUND, bringt dies auf den Punkt: „Ein flächendeckendes, zuverlässiges und bezahlbares Angebot auf der Schiene ist eine Voraussetzung für das Gelingen der Mobilitätswende.“ Dieses Ziel verlangt umfangreiche Modernisierungen des Netzes, die zugleich naturverträglich bleiben müssen. Nur durch störungsarmen Betrieb und ein erweitertes Kapazitätsangebot lässt sich die Bahn als echte Alternative zum Auto oder Lkw etablieren.
Die Mobilitätswende auf der Schiene verbindet ökologische, ökonomische und soziale Interessen. Das zeigt sich in den unterschiedlichen Erwartungen von Nutzerinnen und Nutzern, Verkehrsunternehmen und Umweltschützerinnen. Während der Umweltverband BUND Investitionen als langfristige Aufgabe bezeichnet, die bundesweit planbar und finanziell abgesichert sein müssen, stehen Verkehrsunternehmen vor technischen und infrastrukturellen Herausforderungen. Gleichzeitig berührt die Bahnstrategie politische Rahmenbedingungen, die regelmäßig neu justiert werden. So verlangt die Verkehrs- und Klimapolitik Maßnahmen, die den Schutz von Natur- und Landschaftsflächen ebenso berücksichtigen wie den Ausbau der Schienenkapazitäten.
Der Konflikt zwischen Ausbauinteressen und Naturschutz gehört zu jenen Brennpunkten, an denen sich Debatten über die Zukunft der Bahn entzünden. Dennoch gewinnt die Bedeutung der Schiene nicht nur politisch, sondern auch gesellschaftlich an Gewicht. Eine starke Bahn bedeutet mehr als nur eine funktionierende Infrastruktur. Sie bündelt Chancen für eine klimafreundliche Wirtschaft, für die Stärkung ländlicher Regionen und für eine Verkehrsverteilung, die den Umweltfußabdruck Deutschlands deutlich verringert. Der Bund muss daher klare verkehrliche Ziele definieren, die Daseinsvorsorge und Klimaschutz verbinden.
Die Herausforderung bleibt, die Bahn aus dem Schatten negativer Schlagzeilen herauszuführen und ihr stattdessen eine neue Rolle als Rückgrat der öffentlichen und gewerblichen Mobilität zu geben. Wenn es gelingt, mehr Menschen und Güter auf die Schiene zu bringen, entstehen Impulse, die über den Verkehrssektor hinausweisen. So wird die Schiene zum Schlüssel einer nachhaltigen Zukunft, die vielfältige Interessen zusammenführt – von Klimaschutz über soziale Teilhabe bis hin zur wirtschaftlichen Stabilität. In diesem Sinne ist eine starke Schiene nicht nur eine technische oder politische Aufgabe, sondern ein Thema, das die Gesellschaft als Ganzes betrifft.
Bewegungsprofil Deutschland: Aktuelle Trends und Zahlen zur Mobilität
Das Mobilitätsverhalten der Deutschen verändert sich spürbar. Neben der klassischen Nutzung von Auto, Bahn und Flugzeug gewinnen alternative Verkehrsmittel zunehmend an Bedeutung. Dabei bleibt die Schiene eine grundlegende Säule für eine nachhaltige Verkehrswende. Die Deutsche Bahn berichtet für das Jahr 2022 von einer Wirtschaftsleistung im Bahnsektor, die den Stellenwert dieses Verkehrswegs unterstreicht. Zugleich zeigen Zahlen zum Deutschlandticket und zu Elektrofahrzeugen, wie sich Nahverkehr und Elektromobilität im Alltag immer stärker integrieren.
Die Anzahl der Nutzer des Deutschlandtickets hat sich bis 2023 auf etwa 10 Millionen Menschen gesteigert. Dieses günstige Abo-Modell erleichtert den Zugang zum Nahverkehr erheblich und fördert eine Verschiebung vom Straßenverkehr auf öffentliche Verkehrsmittel. Gleichzeitig sinken durch den verstärkten Einsatz von Elektromobilität die CO₂-Emissionen im Verkehrssektor. Hier verzeichnet man eine zunehmende Verbreitung von Elektroautos sowie eine wachsende Bedeutung des Radverkehrs als emissionsarme Alternative.
Inlandsflüge spielen im Vergleich zu anderen Verkehrsträgern eine untergeordnete Rolle, zeigen aber weiterhin eine Tendenz zur Reduktion. Für 2024 ist ein weiterer Rückgang der Passagierzahlen auf innerdeutschen Flügen beobachtbar, was häufig mit wachsendem Umweltbewusstsein und verbesserter Schieneninfrastruktur zusammenhängt.
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
| Thema | Wert / Stand | Bedeutung |
|---|---|---|
| Deutschlandticket-Nutzer | ca. 10 Mio (2023) | Steigende Nutzung fördert Nahverkehr |
| Wirtschaftsleistung Bahn | 2022 | Belegt wirtschaftliche Relevanz der Bahn |
| Inlandsflüge Passagiere | 2024 (sinkend) | Abnehmende Bedeutung für Mobilität |
| Anteil Elektromobilität | 2023 (wachsend) | Wichtiger Faktor zur CO₂-Reduktion |
| CO₂-Einsparpotenzial durch Radverkehr | 2022 | Trägt zur klimafreundlichen Mobilität bei |
Wie das Deutschlandticket den Nahverkehr verändert
Mit dem Deutschlandticket etablierte sich ein erschwingliches und flächendeckendes Angebot, das insbesondere Pendler, Studierende und Gelegenheitsnutzer anspricht. Die unkomplizierte Handhabung und Konditionen mit einem Monatspreis von 58 Euro motivieren zum Umstieg auf Bus und Bahn. Dadurch registrieren Verkehrsunternehmen deutliche Zuwächse bei den Nutzerzahlen. Die positive Entwicklung könnte nach Einschätzung von Verkehrsfachleuten dazu beitragen, dass das Schienennetz stärker ausgelastet und damit wirtschaftlicher wird.
Elektromobilität und CO₂-Einsparungen
Die Verbreitung von Elektroautos folgt einem klaren Aufwärtstrend. Für 2023 zeigt sich, dass inzwischen ein relevanter Anteil der Neuzulassungen elektrisch angetrieben ist. Diese Verschiebung unterstützt den Klimaschutz: Der Verkehrssektor gilt als einer der größten Emittenten von Treibhausgasen, und der Umstieg auf Elektromobilität verringert die CO₂-Bilanz deutlich. Parallel gewinnt der Radverkehr an Bedeutung, da er kurze Wege emissionsfrei bewältigt. Die Kombination solcher Maßnahmen ist ein entscheidender Faktor für die nachhaltige Gestaltung zukünftiger Mobilität.
Die Zukunft der Mobilität in Deutschland scheint vielseitiger und umweltfreundlicher als bisher. Dennoch betonen Experten wie Verena Graichen vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Notwendigkeit, die Schiene als Rückgrat des Verkehrssystems zu stärken:
„Ein flächendeckendes, zuverlässiges und bezahlbares Angebot auf der Schiene ist eine Voraussetzung für das Gelingen der Mobilitätswende. Minister Schnieders ‚Agenda für zufriedene Kunden auf der Schiene‘ muss dafür sorgen, dass die Deutsche Bahn AG aus den negativen Schlagzeilen herausfindet. Attraktive Angebote sollten im Mittelpunkt einer strategischen Neuausrichtung des Konzerns stehen und so zur Verkehrsverlagerung bei Personen und Gütern beitragen.“
Die Kombination aus technischem Fortschritt, attraktiven Angeboten und einem verbesserten Schienennetz kann die Mobilitätsgewohnheiten deutlich prägen – hin zu klimafreundlicheren Alternativen, die den Bedürfnissen der Bevölkerung besser gerecht werden.
Gesellschaftliche Auswirkungen und Alternativen: Wer profitiert von der starken Schiene?
Der Ausbau des Bahnverkehrs verändert nicht nur die Mobilitätslandschaft, sondern trifft das tägliche Leben vieler Menschen und beeinflusst Klima sowie Wirtschaft nachhaltig. Doch wer gewinnt tatsächlich, wenn mehr Schienenwege entstehen, und wo zeigen sich Konflikte? Neben dem Schienennetz rücken auch der Radverkehr und der öffentliche Nahverkehr als ergänzende Alternativen immer stärker in den Fokus. Ihre Integration wirft neue Fragen auf, vor allem, wie Gesellschaft und Infrastruktur auf diese Umstellungen reagieren.
Die Schiene spielt eine zentrale Rolle beim Umbau zu umweltfreundlicher Mobilität. Ein verlässliches, bezahlbares und dichtes Bahnangebot erleichtert den Umstieg vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel. Für Pendlerinnen und Pendler bedeutet das oft eine schnellere, komfortablere Verbindung, besonders in urbanen Ballungsräumen. Umweltverbände betonen, dass die Schiene entscheidend zur Verringerung klimaschädlicher Emissionen beiträgt. Das zeigt sich auch an der Forderung des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Deutsche Bahn müsse aus ihren negativen Schlagzeilen herausfinden und sich auf attraktive Angebote für ein breites Publikum konzentrieren. Nur so lasse sich eine nachhaltige Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene erreichen.
Doch der Ausbau der Schiene bringt auch Herausforderungen mit sich – gerade in ländlichen Regionen. Dort fehlt häufig eine engmaschige Infrastruktur, wodurch der Nutzen für die Bevölkerung begrenzt bleibt. Zugleich besteht die Sorge, dass Investitionen in den Ausbau städtischer Schienennetze den ländlichen Raum ins Abseits drängen. Hier setzen viele Menschen auf den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und den Radverkehr, die flexibler auf unterschiedliche Bedürfnisse reagieren können. Verbesserte Busverbindungen oder sichere Radwege ermöglichen eigenständige Mobilität gerade dort, wo Züge selten fahren.
Die Infrastruktur für Fahrräder erhält vor allem in Städten einen neuen Stellenwert und ergänzt die Schiene als klimafreundliche Lösung im Nahverkehr. Dennoch sind auch hier Konflikte vorprogrammiert: Platz in Straßen und Bahnhöfen ist begrenzt, und nicht alle Interessengruppen sehen den Ausbau des Radverkehrs gleich positiv. Während Umweltverbände und urbane Pendler oft als klare Gewinner gelten, existieren auch Bedenken bei Gewerbetreibenden und älteren Menschen, die vor veränderten Verkehrsflüssen eher zurückschrecken.
Wer profitiert vom Ausbau des Bahn- und Radwegenetzes?
- Pendlerinnen und Pendler: Schnellere, zuverlässigere Verbindungen entlasten den Alltag und sparen Zeit.
- Umwelt und Klima: Weniger Emissionen durch vermehrte Nutzung klimafreundlicher Verkehrsmittel.
- Wirtschaftsbereiche: Langfristig sinkende Transportkosten dank vermehrter Güterverlagerung auf die Schiene.
- Urbanes Leben: Erhöhte Lebensqualität durch weniger Staus und Luftverschmutzung.
Wo treten gesellschaftliche Spannungen auf?
- Ländlicher Raum: Ungleichheit durch begrenzte Versorgung und unzureichende Alternativen.
- Kleine Unternehmen: Befürchtungen wegen veränderter Erreichbarkeit und erhöhter Verkehrsbelastung.
- Nutzer älterer Verkehrssysteme: Anpassungsschwierigkeiten bei Umstellung auf neue Angebote.
Eine erfolgreiche Mobilitätswende erfordert nach Ansicht des BUND nicht nur den zuverlässigen Ausbau der Schiene, sondern auch eine naturverträgliche Erweiterung der Kapazitäten. Nur so lässt sich ein störungsfreier Betrieb sichern und die Schiene als tragende Säule der Verkehrswende etablieren. Dabei fehlt es nicht an politischen Forderungen an den Bund, Finanzierung langfristig und planbar bereitzustellen, um Verkehrssysteme nachhaltig zu verbessern.
Letztlich profitieren Gesellschaft, Klima und Wirtschaft von der starken Schiene nur, wenn die unterschiedlichen Bedürfnisse aller Gruppen ausgewogen berücksichtigt werden. Radverkehr und öffentlicher Nahverkehr bieten wichtige Alternativen, deren Ausbau die Mobilität ergänzen und entlasten kann. Die Herausforderung besteht darin, diese Verkehrsträger intelligent zu verknüpfen, um in der Praxis wirklich attraktive und praktische Angebote für alle zu schaffen.
Ausblick auf die Zukunft der Mobilität: Experteneinschätzungen und Prognosen
Die Mobilität steht vor einem umfassenden Wandel, der von der Stärkung des Schienennetzes über Nachhaltigkeitsziele bis zur gesellschaftlichen Akzeptanz getragen wird. Experten betonen, dass ohne eine leistungsfähige Bahn keine Mobilitätswende gelingen kann. Ein zuverlässiges und bezahlbares Angebot auf der Schiene bildet die Grundlage für veränderte Verkehrsgewohnheiten – sowohl bei Personen als auch bei der Güterbeförderung. Dabei geht es nicht nur um den Ausbau der Infrastruktur, sondern auch um deren naturschonende Weiterentwicklung.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) unterstreicht die Dringlichkeit, das Schienennetz in einen guten Zustand zu versetzen und Kapazitäten naturverträglich zu erweitern. Eine langfristige, planbare Finanzierung gilt als unverzichtbar, um eine störungsfreie Taktung und Systementwicklung zu garantieren. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieders Strategie für „zufriedene Kunden auf der Schiene“ soll dazu beitragen, die Deutsche Bahn AG aus den bisherigen Schwierigkeiten zu führen und die Verkehrswende voranzutreiben.
CO₂-Einsparungen durch Verkehrswandel spielen eine zentrale Rolle: Die Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene kann erheblich zur Erreichung der Klimaziele beitragen. Prognosen deuten darauf hin, dass sich etwa die Zahl der Radpendler in den nächsten zehn Jahren verdoppeln bis verdreifachen könnte, was direkten Einfluss auf den Verkehrsmix und den CO₂-Ausstoß hat. Gleichzeitig wird erwartet, dass der Schienengüterverkehr stärker wächst und so den Lkw-Verkehr erheblich entlastet.
| Prognose | Zeitraum | Erwarteter Zuwachs / Einsparung | Quelle / Stand |
|---|---|---|---|
| Verdopplung bis Verdreifachung des Radverkehrs | bis 2035 | 100–200 % mehr Nutzer | Diverse Verkehrsanalysen 2024 |
| Erhöhung des Schienengüterverkehrs | bis 2040 | Zuwachs ca. 50 % | BUND-Infrastrukturstudie 2025 |
| Potenzielle CO₂-Reduktion durch Verkehrsverlagerung | bis 2040 | bis zu 25 Mio. t jährlich | Umweltforschungsinstitute 2024 |
Diese Zahlen zeigen auf, wie entscheidend die Modernisierung und Erweiterung der Bahninfrastruktur für die Umweltbilanz sind. Zugleich steht die Umsetzung vor Herausforderungen: Die Finanzierung muss langfristig zugesichert werden, um Planungs- und Investitionssicherheit zu schaffen. Gesellschaftliche Akzeptanz spielt ebenfalls eine große Rolle; attraktive Angebote und eine verlässliche Servicequalität sollen die breite Bevölkerung von den Vorteilen der Schiene überzeugen.
Im Spannungsfeld zwischen schneller Digitalisierung, innerstädtischen Mobilitätskonzepten und Klimaschutzzielen bleiben einige Fragen offen. Wie gelingt es, neue Technologien effizient in das Schienensystem zu integrieren? Welche Lösungen fördern die Akzeptanz und Beteiligung in der Bevölkerung? Und wie lässt sich die Balance zwischen Infrastrukturwachstum und Naturverträglichkeit halten?
Das Fazit vieler Expertinnen und Experten lautet: Die Mobilitätswende gelingt nur mit einer starken Schiene, die ökologisch und sozial ausgewogen geplant wird. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob die angekündigten Investitionen und politischen Maßnahmen diese Ansprüche erfüllen können. Bis dahin bleibt der Ausbau des Schienennetzes eine der zentralen Aufgaben für nachhaltige, klimaschonende Mobilität.
Dieser Beitrag stützt sich auf eine Pressemitteilung des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) e.V.
Weiterführende Quellen:
- „Im Jahr 2024 lag die Zahl der Inlandsflüge in Deutschland etwa 50 Prozent unter dem Niveau von 2019.“ – Quelle: https://www.vdv-dasmagazin.de/mobilfunkdatenanalyse-bestaetigt-schiene-klare-gewinnerin-im-mobilitaetswandel-deutschland-ticket-als-treiber
- „Bis Oktober 2024 lag der Straßenverkehr in Deutschland noch etwa sieben Prozent unter dem Niveau von 2019.“ – Quelle: https://www.vdv-dasmagazin.de/mobilfunkdatenanalyse-bestaetigt-schiene-klare-gewinnerin-im-mobilitaetswandel-deutschland-ticket-als-treiber
- „Im Jahr 2023 nutzten bereits zehn Millionen Menschen das Deutschlandticket, ein deutschlandweit gültiges Nahverkehrsticket.“ – Quelle: https://de.statista.com/themen/6800/verkehrsmittel-bahn
- „Laut einer Studie des Deutschen Zentrums für Schienenverkehrsforschung vom 15. Januar 2024 beträgt die Gesamtwirtschaftliche Bedeutung des deutschen Bahnsektors auf Grundlage der Investitionstätigkeit 2022 etwa 10 Milliarden Euro.“ – Quelle: https://www.diw.de/suche?std_topic_id%5B%5D=581196
- „Im Jahr 2021 wurden in der EU 13,5 Millionen Fahrräder produziert.“ – Quelle: https://www.mobilitaetsforum.bund.de/SiteGlobals/Forms/Suche/Expertensuche_Formular.html?expertensucheTyp_str=studie&resultsPerPage=50&sortOrder=score+desc
- „Laut einer Prognose des Fraunhofer ISI vom 4. Juni 2024 könnte Deutschland den Radverkehr bis 2035 verdreifachen und dabei 19 Millionen Tonnen CO₂ zusätzlich einsparen.“ – Quelle: https://www.mobilitaetsforum.bund.de/SiteGlobals/Forms/Suche/Servicesuche_Formular.html?expertensucheTyp_str=studie&pageNo=0&queryResultId=null&resultsPerPage=25
- „Im Jahr 2022 erbrachte der Schienenverkehr in Deutschland über 90 Prozent seiner Leistung im elektrischen Betrieb.“ – Quelle: https://bahnindustrie.info/de/mobilitaet-und-klimaschutz-deutschland-braucht-eine-entschlossene-politik-fuer-mehr-schienenverkehr
- „Laut Bericht von März 2023 beträgt die Anzahl der Reisenden im Nah- und Fernverkehr der Deutschen Bahn jährlich über 2,6 Milliarden.“ – Quelle: https://bahnindustrie.info/de/mobilitaet-und-klimaschutz-deutschland-braucht-eine-entschlossene-politik-fuer-mehr-schienenverkehr
12 Antworten
Das Deutschlandticket hat ja viele Nutzer gewonnen! Ich frage mich aber: Was wird mit den Preisen in Zukunft passieren? Bleiben sie stabil oder steigen sie?
Ich finde es super wichtig, dass mehr Leute zur Bahn wechseln! Aber gibt es genug Züge für alle diese neuen Passagiere? Das muss gut geplant werden.
Ja genau! Ich hoffe wirklich dass wir nicht wieder überfüllte Züge sehen werden.
Stimmt! Eine Überlastung würde das ganze System wieder kaputt machen!
Eine stärkere Schiene könnte echt helfen! Aber ich frage mich, was wird mit dem bestehenden Verkehr passieren? Wird alles einfach ersetzt oder bleibt etwas bestehen?
Das ist eine gute Frage! Vielleicht braucht man eine Balance zwischen Schiene und Straße?
Der Ausbau der Schiene klingt gut, aber was ist mit den Menschen in ländlichen Gebieten? Werden sie nicht vergessen? Ich mache mir Sorgen über die Gleichheit in der Mobilität.
Das ist ein wichtiger Punkt! Es muss darauf geachtet werden, dass alle Regionen profitieren und nicht nur die großen Städte.
Genau! Ich wohne auch auf dem Land und habe oft Schwierigkeiten mit den Verkehrsanbindungen.
Ich finde die Idee, das Schienennetz zu verbessern, wirklich wichtig. Aber wie genau soll das finanziert werden? Der BUND spricht von langfristiger Planung, aber gibt es schon konkrete Vorschläge?
Ja, das wäre echt interessant zu wissen. Vielleicht könnte man auch die Steuern erhöhen, um das zu finanzieren? Aber ich bin mir nicht sicher.
Ich denke auch, dass die Finanzierung eine große Rolle spielt. Wir müssen auch aufpassen, dass es nicht nur um Geld geht, sondern auch um Umwelt.